Verkehr

Schwerer Unfall in Spandau: Verdacht auf illegales Rennen

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Bei einem mutmaßlich illegalem Autorennen in Spandau wurden mehrere Menschen verletzt.

Bei einem mutmaßlich illegalem Autorennen in Spandau wurden mehrere Menschen verletzt.

Foto: Pudwell

Zwei junge Männer sind in der Nacht zu Dienstag bei einem Unfall verletzt worden. Ermittler gehen von einem illegalen Autorennen aus.

Berlin. Bei einem Unfall sind in der Nacht zu Dienstag in Spandau zwei junge Männer verletzt worden. Ein BMW, ein VW und ein Jeep kollidierten um kurz vor Mitternacht auf der Charlottenburger Chaussee auf Höhe der Polizeiakademie. Die Fahrer der drei Wagen im Alter von 19, 20 und 34 Jahren blieben zwar unverletzt. Ein 20-Jähriger, der im Wagen des jüngsten Fahrers saß, erlitt allerdings Verletzungen an Kopf, Augen und Arm, und musste stationär in einem Krankenhaus behandelt werden.

Auch ein 21-Jähriger, der im selben Wagen saß und nach der Kollision nicht ansprechbar war, musste in die Klinik, konnte sie jedoch kurz darauf wieder verlassen. Die Unfallursache ist zwar noch nicht abschließend geklärt, die Ermittler gehen jedoch von einem illegalen Autorennen aus.

Schnell gefahren, weil keine Waschanlage frei war

Wie dramatisch das Fahren mit überhöhter Geschwindigkeit enden kann, zeigte ein Prozess, der am Dienstag vor dem Amtsgericht Tiergarten begann. Ein heute 25-Jähriger steht wegen fahrlässiger Tötung vor Gericht.

Er soll im März 2019 auf der Chausseestraße in Mitte mit seinem Wagen und einer Geschwindigkeit von 67 Kilometern pro Stunde einen 26-Jährigen erfasst haben, der eine Woche später seinen Verletzungen erlag. Er sei kein „passionierter Raser, sondern ein Mensch, der zu schnell gefahren ist“, sagte der Angeklagte zu Prozessauftakt. Der Fußgänger sei plötzlich aufgetaucht.

Er sei mit dem Auto eines Freundes unterwegs gewesen und „genervt und schnell“ gefahren, weil an der Waschanlage einer nahen Tankstelle kein Platz frei gewesen sei. Es sei ihm jedoch „nicht so schnell“ vorgekommen.“ Die Mutter des Getöteten, die frühere bayerische CSU-Kommunalpolitikerin Stephanie Gräfin Bruges-von Pfuel, tritt im Prozess als Nebenklägerin auf. Mit einem Urteil wird am Mittwoch gerechnet.

( dpa )