Wahlkampf

Wahlhelfer beim Aufhängen von Wahlplakaten angegriffen

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Andreas Gandzior
Vier Plakate hängen an einer Laterne.

Vier Plakate hängen an einer Laterne.

Foto: Jan-Henrik Hnida

In Spandau, Wilmersdorf und Rudow sind Wahlhelfer Opfer von Übergriffen geworden. Der Staatsschutz ermittelt nun.

Berlin. Sieben Wochen vor den Wahlen zum Berliner Abgeordnetenhaus und zum Bundestag haben die Parteien am Sonnabend damit begonnen, Wahlplakate aufzuhängen oder aufzustellen. Obwohl das erst ab Sonntag 0 Uhr gestattet war. Gleich mehrfach wurden dabei auch die freiwilligen Wahlhelfer Opfer von Übergriffen. Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, kam es am Sonnabendabend und in der Nacht zu Sonntag in drei Bezirken zu Übergriffen, bei denen auch ein Mann verletzt wurde. Die Angriffe galten Helfern, die dabei waren, Wahlplakate der Linken, der FDP und der AfD anzubringen.

Im Magistratsweg in Spandau riss ein Unbekannter zwei 35 und 23 Jahre alten Männer ein Plakat der Linken aus den Händen, als sie es gerade befestigen wollten, und warf es weg. Er beleidigte beide Männer und schubste den Jüngeren zur Seite. Anschließend verschwand er unerkannt.

In der Straße Freiheit in Spandau attackierte ein Unbekannter eine 56-jährige Frau, die mit zwei 19 und 27 Jahre alten Helfern für die FDP Plakate aufstellen wollte. Bei einem Streitgespräch schlug der Mann der Frau auf den Arm und verletzte sie leicht am Ellenbogen. Der Unbekannte entkam auf einem Fahrrad.

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Mann beleidigt Wahlhelfer der AfD und wird verprügelt

Nach Angaben der Polizei kam es am Sonnabend gegen 22.20 an der Mecklenburgischen Straße in Wilmersdorf zu einer Auseinandersetzung zwischen fünf Wahlhelfern und einem 36-jährigen Mann. Der Mann soll die Helfer zunächst verbal beleidigt haben, als sie Plakate der AfD aufhängten. Im weiteren Verlauf entwickelte sich eine körperliche Auseinandersetzung, bei der der 36-Jährige eine Kopfplatzwunde und Hautabschürfungen erlitt. Weiterhin soll einer der Wahlhelfer Tierabwehrspray eingesetzt haben. Der Mann erlitt Augenreizungen. Der Mann wurde erkennungsdienstlich behandelt und konnte dann die Polizeidienststelle verlassen, die Wahlhelfer blieben unverletzt. Es wurden mehrere Anzeigen wegen gegenseitiger Körperverletzung geschrieben.

An der Neuköllner Straße in Rudow wurde ein 24-jähriger Wahlhelfer kurz nach 23 Uhr von einem Autofahrer verbal bedroht. Der Mann stand auf einer Leiter und befestigte ein Plakat der AfD, als der Autofahrer stoppte, ihn verbal bedrohte und in der Nähe stehende Personen aufforderte, den Mann von der Leiter zu holen und zu schlagen. Er entkam unerkannt.

In allen Fällen hat der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes die Ermittlungen übernommen.

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