Mutmaßliche Brandstiftung

Feuer in Senioren-Wohnanlage - Ermittlungen gegen Bewohnerin

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Fünf Menschen wurden bei dem Feuer im Keller einer Seniorenwohnanlage an der Kurtstraße in Hakenfelde verletzt.

Fünf Menschen wurden bei dem Feuer im Keller einer Seniorenwohnanlage an der Kurtstraße in Hakenfelde verletzt.

Foto: Thomas Peise

Bei dem Brand in einer Senioren-Wohnanlage wurden mehrere Menschen verletzt. Gegen eine 54-jährige Bewohnerin wird nun ermittelt.

Bei dem Feuer in einer Wohnanlage für Senioren in der Kurstraße in Spandau geht die Polizei nach ersten Ermittlungen von Brandstiftung aus. Ein Ermittlungsverfahren wurde gegen eine 54-jährige Frau eingeleitet. Bei dem Brand erlitt die Frau eine Rauchgasvergiftung. Laut Polizei besteht Lebensgefahr. Außerdem wurden ein 54-Jähriger mit seinem zehnjährigen Sohn und eine 74-Jährige in Krankenhäuser gebracht. Eine weitere Person wurde durch die Feuerwehr vor Ort behandelt.

Ein 65 Jahre alter Bewohner hatte gegen 19.10 Uhr eine im Hausflur brennende Couch entdeckt und diese zusammen mit der 54 Jahre alten Bewohnerin gelöscht, gegen die nun ein Ermittlungsverfahren läuft. Danach habe der 65-Jährige Rauch im Keller gesehen. Einsatzkräfte fanden während des Löschens eine Frau mit einer Rauchgasvergiftung. Später stellte sich heraus, dass es sich um die 54-Jährige handelt, die zuvor beim Löschen der Couch geholfen hatte.

Feuer in Wohnanlage für Senioren: 100 Feuerwehrleute im Einsatz

Die Feuerwehr war zunächst mit etwa 100 Kräften in den Stadtteil Hakenfelde zu dem fünfgeschossigen Haus für betreutes Wohnen ausgerückt. Gegen Mitternacht war der Einsatz beendet, wie ein Feuerwehrsprecher am Sonntagmorgen sagte. Schlimmer als die Flammen an sich sei die Rauchausbreitung gewesen. Die Feuerwehr war bis in den späten Abend noch mit etwa 40 Kräften vor Ort, um den Rauch mittels Belüftung in dem Haus zu beseitigen.

Durch den Brand im Keller waren das Erdgeschoss und die erste Etage stark verqualmt. Die dortigen etwa 20 Bewohner mussten ihre Unterkünfte verlassen - konnten aber mittlerweile laut dem Sprecher wieder zurückkehren. Das Deutsche Rote Kreuz habe die Feuerwehr unterstützt. In dem Haus sind laut Feuerwehr etwa 70 Menschen gemeldet

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( BM/dpa )