Notfälle

Unwetterartige Gewitter richten Schäden an: eine Verletzte

| Lesedauer: 3 Minuten
dpa
Ein Rettungswagen ist mit Blaulicht im Einsatz.

Ein Rettungswagen ist mit Blaulicht im Einsatz.

Foto: dpa

Starkregen, Hagel, Windböen: Die Feuerwehren in Brandenburg mussten zu etlichen Einsätzen ausrücken. Vor allem Bäume stürzten um. Besonders betroffen war ein Segelsportverein.

Cottbus. Unwetterartige lokale Gewitter mit starkem Regen und Windböen haben in Brandenburg für zahlreiche Feuerwehreinsätze gesorgt und teils große Schäden angerichtet. Eine Frau wurde am Sonntag leicht verletzt, als in einem Seesport- und Yachtclubverein am Schwielochsee in Goyatz (Dahme-Spreewald) ein Baum auf drei Boote stürzte, wie Hafenmeister Wolfgang Hippel der Deutschen Presse-Agentur am Montag berichtete. Sie sei mit einer weiteren Person durch den umgestürzten Baum in einem Boot eingeschlossen worden und musste von der Feuerwehr befreit werden.

Insgesamt seien vier Boote beschädigt worden, davon zwei stark. Weitere Menschen kamen den Angaben zufolge nicht zu Schaden. Nach Angaben der Polizei wurde auch die Steganlage in Mitleidenschaft gezogen. Sie schätzte die Gesamtschadenshöhe auf rund 50 000 Euro. "Den wirklichen Schaden sehen wir erst, wenn die Boote an Land sind", sagte Hippel.

Der Hafenmeister berichtete von einer Windhose mit Hagel, die einen etwa 40 Meter langen Baum entwurzelte, der dann auf die Boote stürzte. Weitere etwa sieben Bäume seien im Stegbereich umgeknickt. Derzeit werde gemeinsam mit einer Fachfirma überlegt, wie die Bäume von den Booten entfernt werden können.

Auch andere Regionen hatten mit Starkregen und kräftigem Wind zu kämpfen. Nach Angaben der Polizei wurden am Sonntagabend in Buschhof in der Region Schwarz (Mecklenburgische Seenplatte) und an den Straßen nach Wittstock in Brandenburg und nach Krümmel etwa 20 Bäume umgeworfen. Dabei fiel ein Baum auf das Dach eines Wohnhauses, durchschlug dieses und beschädigte auch das Obergeschoss des Wohnhauses. Die Schadenshöhe war zunächst unklar. Verletzt wurde niemand. Ein weiterer Baum beschädigte den Flüssiggasbehälter auf einem Grundstück. Dem Besitzer sei es gelungen, den Not-Schalter zu betätigen, was Schlimmeres verhinderte, so die Polizei.

Andere Bäume durchschlugen Dächer von Carports und Schuppen und blockierten die Landesstraße 25 nach Sewekow (Ostprignitz-Ruppin) und die L15 nach Krümmel. Feuerwehrleute konnten die meisten Schäden beseitigen. Die Straße nach Krümmel blieb zunächst gesperrt, da dort größere abgebrochene Äste in Bäumen hingen, die herunterfallen könnten. Im Landkreis Ostprignitz-Ruppin gab es nach Angaben der Feuerwehr insgesamt sechs Einsätze und in der Prignitz einen.

Andere Regionen im Land blieben von größeren Schäden verschont, so etwa der Nordwesten. Im Havelland musste die Feuerwehr nach Angaben der Regionalleitstelle zu 14 Einsätzen ausrücken. Vor allem im Raum Dallgow-Döberitz mussten Bäume gesichert werden, hieß es.

Auch für den Montag warnte der Deutsche Wetterdienst (DWD) für bestimmte Regionen in Brandenburg vor teils schweren Gewittern. Dabei kann es den Angaben zufolge bis zum Abend zu Starkregen mit Mengen zwischen 25 und 40 Liter je Quadratmeter kommen. Auch Hagel mit Korngrößen bis zwei Zentimeter und Sturmböen mit Windgeschwindigkeiten zwischen 70 und 80 Kilometer pro Stunde könnten auftreten. Davon betroffen sein könnten die Landkreise Barnim, Märkisch-Oderland, Oberhavel, Ostprignitz-Ruppin, Prignitz und Uckermark.

© dpa-infocom, dpa:210726-99-531468/3

( dpa )