Kriminalität

Polizei stoppt Koks-Taxi – und lässt sich Beweise stehlen

Die Berliner Polizei nimmt jede Woche mehrere Koks-Taxis hoch (Archivbild).

Die Berliner Polizei nimmt jede Woche mehrere Koks-Taxis hoch (Archivbild).

Foto: Thomas Peise

Nachdem Polizisten ein Koks-Taxi hochgenommen haben, wurde ihr Dienstwagen aufgebrochen, die sichergestellten Drogen und das Bargeld gestohlen.

Berlin. Dieser Erfolg war nicht von langer Dauer. Wenige Stunden nachdem Fahnder der Zivilpolizei in Moabit ein Koks-Taxi hochnahmen, wurde ihnen das Fahrzeug aufgebrochen und die beschlagnahmten Drogen wieder gestohlen. Ein Sprecher der Berliner Polizei bestätigte einen entsprechenden Bericht der „B.Z.“.

Demnach hat sich alles bereits in der vergangenen Woche am 13. Juli zugetragen. Bei einer Kontrolle an der Havelberger Straße stießen die Zivilfahnder auf drei junge Männer im Alter von 18, 18 und 20, die an einem Auto standen beziehungsweise darin saßen und sich verdächtig verhielten. Bei der Durchsuchung des Wagens fanden die Beamten eine Handvoll Gefäße vermutlich mit zum Verkauf abgepackte Drogen, Telefone, Bargeld in mittlerer dreistelliger Höhe und Pfefferspray.

Drogen wurden wenige Stunden später gestohlen

Die Polizisten des Abschnitts 27 an der Perleberger Straße beschlagnahmten die Beweismittel, verpackten sie, legten sie in den Kofferraum ihres Dienstwagens und ließen das Koks-Taxi abschleppen. Dann fuhren sie mit dem Fahrer, der noch bei seinen Eltern lebt, zu dessen Wohnung, für die sie einen Durchsuchungsbeschluss erwirkt hatten. Dort fanden sie jedoch nichts weiter.

Als sie zurück zum Dienstwagen kamen, stellten sie fest, dass die Heckscheibe eingeschlagen wurde. Drogen, Geld und die Telefone waren weg.

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