Blaulicht-Blog

Liebesbetrüger prellt 70-Jährige um mehrere zehntausend Euro

| Lesedauer: 8 Minuten
Die Polizei ist im Einsatz.

Die Polizei ist im Einsatz.

Foto: Friso Gentsch / dpa

In unserem Blog finden Sie die aktuellen Meldungen von Polizei und Feuerwehr in Berlin und Brandenburg von Donnerstag, 22. Juli.

Prignitz: Liebesbetrüger prellt 70-Jährige um mehrere zehntausend Euro

Ein Liebesbetrüger hat eine Rentnerin aus der Prignitz um mehrere zehntausend Euro betrogen. Wie eine Polizeisprecherin am Donnerstag in Neuruppin berichtete, hatte sich der Mann als Franzose ausgegeben und seit Februar über eine Internetplattform das Vertrauen der 70-jährigen Frau aus der Nähe von Pritzwalk erschlichen.

Nachdem die Frau via Internet dem Mann seine Liebesavancen glaubte, schrieb er ihr, dass sein Vater in Afrika einen schweren Unfall gehabt habe und er ihn dringend besuchen müsse. Dazu brauche er aber Geld von ihr. Die Geschädigte ließ sich mehrfach zu Überweisungen verleiten. Als sie kein Geld mehr schicken wollte, habe der Mann den Kontakt abgebrochen. Daraufhin habe die Rentnerin Anzeige erstattet. Die Polizei warnt immer wieder vor sogenannten modernen Heiratsschwindlern in Internet (Love- oder Romance-Scamming) und anderen Betrugsmaschen.

Neukölln: Motorradfahrer angefahren und geflüchtet – Polizei sucht Zeugen

Nach einem schweren Verkehrsunfall in Neukölln, bei dem der Verursacher geflüchtet ist, sucht die Polizei Zeugen. Am Samstag, den 10. Juli, gegen 17.25 Uhr, fuhr nach den bisherigen Ermittlungen ein 37-Jähriger auf seinem Motorrad auf der Stadtautobahn A100 in Richtung Süd/BAB 113. Dabei nutzte er die zweite Spur von links von insgesamt vier Fahrspuren, als unmittelbar hinter der Anschlussstelle Buschkrugallee ein bislang noch unbekannter Autofahrer von der Fahrbahn rechts daneben auf die Spur des Yamaha-Fahrers wechselte. Dabei berührte der Unbekannte mit seinem Auto den Motorradfahrer. Dieser stürzte und erlitt schwere Rumpf- sowie Verletzungen an Armen und Beinen. Der Autofahrer soll kurz angehalten und ausgestiegen, dann jedoch weitergefahren und unerkannt vom Unfallort geflüchtet sein. Ersthelfer versorgten den Verletzten und alarmierten Rettungskräfte der Feuerwehr und der Polizei.

Der Polizei fragt:

  • Wer hat den Unfall beobachtet und kann Angaben dazu machen?
  • Wer kann sachdienliche Angaben zum geflüchteten Fahrzeug oder dem Fahrzeugführer machen?

Zeugen werden gebeten, sich beim Verkehrsermittlungsdienst der Polizeidirektion 5 (City), 10243 Berlin, Rüdersdorfer Str. 61, unter der Telefonnummer (030) 4664 – 572800, oder per E-Mail: Dir5K23@polizei.berlin.de zu melden. Selbstverständlich nehmen auch alle anderen Polizeidienststellen Hinweise entgegen.

Heiligengrabe: 66-Jähriger rast mit Auto gegen Baum und stirbt

Bei einem Verkehrsunfall ist auf der Bundesstraße 189 zwischen Heiligengrabe (Ostprignitz-Ruppin) und Kemnitz ein 66 Jahre alter Autofahrer ums Leben gekommen. Der Mann sei mit seinem Auto am Donnerstagmorgen aus noch ungeklärter Ursache nach rechts von der Fahrbahn abgekommen und frontal gegen einen Straßenbaum geprallt, berichtete die Polizeidirektion Nord. Der 66-Jährige sei trotz Reanimationsmaßnahmen noch am Unfallort gestorben. Die Bundesstraße musste für die Unfallaufnahme kurzzeitig gesperrt werden.

Borsigwalde: Betrunkener Autofahrer in nicht zugelassenem Wagen gestoppt

Ein aufmerksamer Polizist hat am Mittwochabend die Trunkenheitsfaht eines 33-Jährigen in Borsigwalde beendet. Der Beamte, der nicht im Dienst war, bemerkte den Golf gegen 1.30 Uhr, weil er ohne Kennzeichen, aber mit eingeschaltetem Warnblinklicht die Holzhauser Straße entlang fuhr. Der Polizist fuhr dem Wagen hinterher und verständigte seine Kollegen. Der Fahrer des Golf missachtete noch mehrere rote Ampeln, bevor ihn eine Streife der Verkehrspolizei in der Breitenbachstraße stoppte.

Der 33-Jährige hat keine Fahrerlaubnis, "pustete" 1,7 Promille, das Fahrzeug war nicht zugelassen, nicht versichert, und die Steuer war dafür auch nicht gezahlt worden, so die Polizei. Da der Mann zudem gerötete Augen hatte und bei ihm auch noch drei Beutel mit mutmaßlichen Drogen gefunden wurden, besteht der Verdacht, dass er unter Drogeneinfluss unterwegs war. Der Mann musste sich einer Blutentnahme unterziehen. Die Polizei beschlagnahmte das Auto, in dem mehrere leere Bierflaschen lagen, sowie die Drogen.

Usedom: Brandenburger Touristen attackiert und bestohlen

Nach einer Attacke auf Touristen am Strand von Zinnowitz (Vorpommern-Greifswald) ermittelt die Polizei gegen vier junge Männer aus der Region. Die Gruppe soll die Urlauber aus Frankfurt (Oder) kurz nach Mitternacht angegriffen und beraubt haben, wie ein Polizeisprecher sagte. Zwei der acht jungen Urlauber, eine 17-Jährige und ein 21-Jähriger, mussten wegen leichter Verletzungen behandelt werden.

Nach ersten Ermittlungen feierten die Touristen am Strand, als die vier Männer dazu kamen und sich sofort aggressiv verhalten haben sollen. Die Urlauber flüchteten. Als sie zurückkamen, vermissten sie in ihren Rucksäcken mehrere Geldbörsen und ein Handy, die Angreifer waren nicht mehr zu sehen. Die Polizei konnte mittlerweile drei der mutmaßlichen Täter identifizieren. Es werde wegen gefährlicher Körperverletzung und Diebstahls ermittelt.

Zehlendorf: Radfahrerin (86) stößt mit Auto zusammen - schwer verletzt

Bei einem Zusammenstoß mit einem Auto ist eine 86 Jahre alte Radfahrerin am Mittwochabend schwer verletzt worden. Die Frau sei gegen 20.20 Uhr an der Sachtlebenstraße in Zehlendorf vom Radweg auf die Straße gefahren, um links abzubiegen, teilte die Polizei mit. Bei dem Zusammenstoß mit dem Auto eines 41-Jährigen erlitt die Frau lebensgefährliche Kopfverletzungen und wurde in ein Krankenhaus gebracht. Dort wird sie intensivmedizinisch betreut. Während der Rettungsmaßnahmen und der Unfallaufnahme war die Sachtlebenstraße zwischen Machnower Straße und Walterhöferstraße bis 23 Uhr für den Fahrzeugverkehr gesperrt, auch die Buslinie 101 war davon betroffen.

Baumschulenweg: Kind (3) läuft auf die Straße und wird angefahren

Ein drei Jahre alter Junge ist von einem Auto angefahren worden und hat sich das Bein gebrochen. Er und seine Mutter (32) seien an der Kiefholzstraße in Baumschulenweg (Treptow-Köpenick) unterwegs gewesen, als das Kind sich von der Hand der Mutter losriss und auf die Straße rannte, teilte die Polizei mit. Die Mutter habe versucht, ihren Sohn aufzuhalten, konnte den Zusammenstoß aber nicht verhindern. Der Dreijährige wurde von Einsatzkräften in ein Krankenhaus gebracht.

Lichtenberg: Feuer in Krankenhaus - Polizei ermittelt wegen Brandstiftung

Nach einem Brand auf der psychiatrischen Station eines Krankenhauses in Lichtenberg hat die Polizei Ermittlungen wegen des Verdachts der schweren Brandstiftung aufgenommen. Es habe am frühen Donnerstagmorgen ein Bett gebrannt, teilte die Polizei mit. Dabei sei niemand verletzt worden. In dem Zimmer sei ein 24 Jahre alter Mann untergebracht gewesen.

Charlottenburg: Auto brennt - Brandstiftung vermutet

In Charlottenburg hat am Mittwochnachmittag ein Auto gebrannt. Ein Zeuge (45) hatte gegen 15 Uhr einen Mitarbeiter (38) eines Lokals am Olivaer Platz auf einen in unmittelbarer Nähe brennenden Pkw aufmerksam gemacht und die Feuerwehr alarmiert. Der 38-Jährige begann mit dem Löschen der Flammen, was ihm noch vor Eintreffen der Brandbekämpfer gelang. Verletzt wurde niemand. Der Pkw war im hinteren Bereich stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Nun ermittelt ein Brandkommissariat beim Landeskriminalamt wegen Brandstiftung, unter anderem auch zur Tatmotivation.

Siemensstadt: Polizei nimmt Motorraddiebe fest

In Siemensstadt (Spandau) haben Polizisten in der vergangenen Nacht einen 27- und einen 40-Jährigen festgenommen. Die beiden Männer wurden gegen 1.30 Uhr an der Gartenfelder Straße dabei beobachtet, wie sie eine Yamaha MT 07 aus einem Mercedes-Benz-Transporter ausluden. Sie hatten das Motorrad zuvor am Germersheimer Weg in Falkenhagener Feld gestohlen. Polizisten stellten den Transporter sicher und übergaben die Yamaha an den 22 Jahre alten Halter. Die Tatverdächtigen wurden der Kriminalpolizei übergeben. Sie führt die Ermittlungen wegen des Verdachts des besonders schweren Diebstahls. Die Männer sollen im Laufe des Donnerstages einem Richter zum Erlass eines Haftbefehls vorgeführt werden.

Neukölln: Auto in Flammen

Zu einem brennenden Auto wurden Polizei und Feuerwehr am Donnerstagmorgen in Neukölln alarmiert. Wie die Polizei mitteilte, stand gegen 8.10 Uhr an der Brockenstraße ein Jeep in Flammen, den dessen 33-jähriger Besitzer erst gegen 7.30 Uhr dort abgestellt hatte. Die Feuerwehr konnte den Brand löschen, aber nicht mehr verhindern, dass das Fahrzeug komplett zerstört wurde. Die Ermittlungen in diesem Fall hat ein Brandkommissariat des Landeskriminalamtes der Polizei Berlin übernommen.

Kriminalität 2020 in Berlin - die Statistik im Detail

( BM/dpa )