Blaulicht-Blog

Randale am Simon-Park: Polizisten mit Flaschen beworfen

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Symbolfoto.

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Foto: Friso Gentsch / dpa

In unserem Blog finden Sie die aktuellen Meldungen von Polizei und Feuerwehr in Berlin und Brandenburg von Donnerstag, 24. Juni.

Randale am James-Simon-Park: Polizisten mit Flaschen beworfen

Dutzende Jugendliche haben in der Nacht zu Donnerstag Polizisten am James-Simon-Park in Berlin-Mitte mit Flaschen beworfen und Polizeiwagen beschädigt. Es gab mehrere Festnahmen, sagte ein Sprecher der Polizei.Nach Angaben des Sprechers hätten sich 60 bis 70 Jugendliche an der Randale beteiligt.

Ein Anrufer habe die Polizei alarmiert, sagte der Sprecher. Am Park wurden die Beamten dann attackiert. An einem Polizeiauto wurde die Heckscheibe eingeschlagen. Von verletzten Polizisten war zunächst nichts bekannt. Die Polizei ermittelt unter anderem wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung und wegen tätlichen Angriffs auf Polizeibeamte.

Im James-Simon-Park kamen an den vergangenen Wochenenden immer wieder mehrere Jugendliche zusammen, um dort gemeinsam zu feiern. Nicht immer blieb es dabei friedlich. Am vergangenen Wochenende musste die Polizei eingreifen, weil Feiernde aneinandergeraten waren.

A111: Illegales Motorradrennen - 24-Jähriger gestellt

Ein Motorradfahrer hat sich auf der Autobahn A111 ein Rennen mit zwei anderen Bikern geliefert. Die Raser seien mit überhöhter Geschwindigkeit einer Verkehrsstreife auf der A111 am Kurt-Schumacher-Damm in Reinickendorf aufgefallen, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Die Beamten nahmen mit Blaulicht und Sirene die Verfolgung der zwischenzeitlich 180 Stundenkilometer schnellen Motorradfahrer auf.

Am Heckerdamm in Charlottenburg-Nord sei der 24 Jahre alte Motorradfahrer am Mittwochabend schließlich von der Autobahn abgefahren, habe sein Motorrad zwischen parkenden Autos abgestellt und sei weiter zu Fuß geflüchtet. Dabei konnte er jedoch durch die verfolgenden Polizisten gestellt werden. Bei seiner Kontrolle stellte sich heraus, dass er keine gültige Fahrerlaubnis besaß. Gegen den Mann wurden mehrere Strafanzeigen gestellt - unter anderem wegen Durchführung eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens und gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr. Die beiden anderen Motorradfahrer entkamen.

Nuthetal: 69-Jähriger kommt bei Autounfall ums Leben

Bei einem Unfall zwischen Potsdam und Nuthetal (Landkreis Potsdam-Mittelmark) ist ein 69-Jähriger ums Leben gekommen. Der Mann sei mit seinem Auto am Donnerstag aus bisher ungeklärter Ursache in den Gegenverkehr geraten, teilte die Polizei mit. Der Wagen krachte in einen entgegenkommenden Lkw und blieb im Straßengraben liegen. Zeugen hätten sich noch vor Ort um den Mann gekümmert, der 69-Jährige sei jedoch noch an der Unfallstelle gestorben. Die L79 war nach dem Unfall für etwa vier Stunden voll gesperrt.

Kreuzberg: Drogenhandel - drei Tatverdächtige festgenommen

Bei vier Durchsuchungen in Kreuzberg beschlagnahmten Ermittler der Polizei am Mittwochnachmittag insgesamt rund fünf Kilogramm Cannabis, mehrere hundert Gramm Kokain sowie eine fünfstellige Summe Bargeld. Die Beamten vollstreckten in den Nachmittagsstunden vier Durchsuchungsbeschlüsse in der Prinzenstraße, der Bergfriedstraße, der Adalbertstraße und der Wilmsstraße. Hierbei fanden sie Drogen und nahmen zwei 33 und 35 Jahre alte Tatverdächtige fest. Einen weiteren 37 Jahre alten Tatverdächtigen nahmen sie nach einer Durchsuchung eines Rollkoffers, in dem mehrere hundert Gramm Marihuana sowie Tilidin aufgefunden wurden, am Flughafen BER fest. Alle drei Männer sollen am Donnerstag auf Antrag der Staatsanwaltschaft Berlin zum Erlass von Haftbefehlen vorgeführt werden.

Charlottenburg: Betrug mit Corona-Selbsttests – zwei Haftbefehle vollstreckt

Nach umfangreichen Ermittlungen gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft Berlin wegen gewerbsmäßigen Betruges im Zusammenhang mit Corona-Selbsttest durchsuchten Einsatzkräfte der Polizei am Donnerstag mehrere Örtlichkeiten und vollstreckten zwei Haftbefehle. Den drei Tatverdächtigen im Alter von 26, 28 und 53 Jahren wird vorgeworfen, unter Nutzung von Scheinfirmen einerseits bereits bezahlte Tests nicht geliefert und andererseits schon gelieferte Tests nicht bezahlt zu haben. Der Gesamtschaden beläuft sich auf rund 500.000 Euro.

Die Haftbefehle gegen die beiden jüngeren Männer wurden am Donnerstagfrüh in Charlottenburg vollstreckt. Neben den Wohnungen der Männer wurden auch Lagerräume durchsucht. Bei den insgesamt 14 Durchsuchungen fanden die Einsatzkräfte sieben Paletten mit Corona-Tests, die offenkundig dem Betrugsverfahren zugeordnet werden können, zudem rund 1,6 Tonnen Kaffee, verpackte Gemälde, Ikonen sowie Porzellan. Auch mehrere augenscheinlich gefälschte Personalpapiere wurden entdeckt.

Lichtenrade: Auto stoßen frontal zusammen - Mehrere Verletzte

Mittwochmittag ereignete sich ein schwerer Verkehrsunfall in Lichtenrade. Nach derzeitigem Kenntnisstand befuhr eine 80-Jährige gegen 12.45 Uhr mit einem Pkw den Mariendorfer Damm in Richtung Lichtenrader Damm. An der Kreuzung zur Buckower Chaussee bog sie nach links in die Marienfelder Chaussee ab und stieß dabei mit dem entgegenkommenden Auto eines 42-Jährigen zusammen. Beide Fahrzeuge gerieten nach dem Zusammenstoß ins Schleudern, kamen aber noch im Kreuzungsbereich zum Stehen.

Die Frau erlitt schwere Rumpfverletzungen und kam mit einem alarmierten Rettungswagen in ein Krankenhaus, wo sie zur Behandlung stationär aufgenommen wurde. Der Mann klagte über Schmerzen am Kopf und kam zur ambulanten Behandlung ebenfalls in eine Klinik. Beide Fahrzeuge waren nicht mehr fahrfähig und wurden von der Berliner Feuerwehr aus dem Kreuzungsbereich entfernt. Die Kreuzung blieb für die Dauer der Unfallaufnahme bis 13.20 Uhr für den Fahrzeugverkehr komplett gesperrt.

Baumschulenweg: SEK führt erneut Razzia bei Clan-Familie Remmo durch

Gegen 6 Ohr morgens kam das SEK der Polizei nach Treptow-Köpenick in den Ortsteil Baumschulenweg: Das SEK verschaffte sich gewaltsam Zutritt zu einer Wohnung im ersten Obergeschoss einer Treptower-Wohnung der Familie Remmo.

Es handelt sich um die Wohnung in der erst vor kurzer Zeit einer der langgesuchten Täter zum Juwelenraub aus dem Grünen Gewölbe in Dresden festgenommen werden konnte. Die erneute Durchsuchung galt erneut dem Auffinden von Beweismaterialien. Es gab nach ersten Erkenntnissen keine Festnahmen. Warum die Wohnung heute erneut durchsucht wurde, ist noch unklar. Vor Ort gab es von der Polizei keine näherem Informationen.

Seniorin in Wedding betrogen - Tatverdächtiger festgenommen

Ein mutmaßliches Mitglied einer Betrügerbande ging gestern Mittag der Polizei ins Netz. Zunächst erhielt eine Seniorin in Wedding am Dienstag einen Anruf von der Nummer 030110, in welchem ihr eine vermeintliche Polizistin erklärte, dass ihr Sohn einen Verkehrsunfall verursacht habe und die Untersuchungshaft durch Zahlung einer Kaution vermieden werden könne. Durch eine geschickte Gesprächsführung wurde die 64-Jährige dazu gebracht, kurze Zeit später an ihrer Wohnungstür einer angeblichen Vertreterin der Staatsanwaltschaft Geld und Schmuck zu übergeben. Dabei wurde auch die weitere Verfahrensweise besprochen, falls die Barmittel nicht ausreichen sollten.

Gestern Vormittag meldete sich dann die falsche Staatsanwaltschaft und erklärte, dass für die Freilassung des Sohnes weiteres Geld nötig wäre. Die ältere Dame – die zwischenzeitlich erkannt hatte, dass es sich um einen Betrug handelt und eine Anzeige erstattet hatte – wurde aufgefordert eine Bank aufzusuchen und Geld abzuheben. Unter den Augen von Zivilkräften kam sie dieser Anweisung nach und übergab einem Mann einen Beutel. Dessen Flucht verhinderten die Einsatzkräfte und nahmen ihn umgehend fest. Der 65-Jährige wurde anschließend dem Fachkommissariat des Landeskriminalamtes überstellt, das die weiteren Ermittlungen übernommen hat.

In diesem Zusammenhang warnt die Polizei: Echte Polizistinnen und Polizisten kommen nie zu Ihnen nach Hause, um Geld- oder Wertgegenstände in Sicherheit zu bringen, abzuholen oder nach den Verstecken zu fragen und sich diese zeigen zu lassen. Die Fachdienststelle im Landeskriminalamt rät: Bewahren Sie keine Wertgegenstände oder größeren Geldbeträge zu Hause auf! Lassen Sie nie fremde Personen in Ihre Wohnung! Ziehen Sie bei Bedarf Personen Ihres Vertrauens (zum Beispiel Nachbarn, Hausmeister) hinzu! Lassen Sie sich die Dienstausweise zeigen! Muster finden Sie hier! Rufen Sie im Zweifel sofort den Polizeinotruf 110 an! Die Ansprechpersonen für Seniorensicherheit des Landeskriminalamtes sind für weitere Fragen telefonisch unter der Rufnummer (030) 4664-979222 erreichbar.

Mitte: Taschendieb von Tram erfasst

Ein 23 Jahre alter Fahrradfahrer ist gestern Nachmittag in Wedding bei einem Verkehrsunfall schwer verletzt worden. Nach dem bisherigen Erkenntnisstand und Zeugenaussagen hatte der Mann gegen 16.40 Uhr in der Seestraße Ecke Groninger Straße auf Höhe einer Ampel zunächst einer 51-jährigen Radfahrerin eine Tasche mit Portemonnaie, Bankkarten und diversen Ausweisdokumenten vom Gepäckträger gerissen und war anschließend bei Rot über die Straße geflüchtet. Beim Überqueren der dort verlaufenden Tramschienen übersah er eine Straßenbahn. Obwohl der 51-jährige Tramfahrer angab, sofort eine Notbremsung eingeleitet zu haben, kam es zum Zusammenstoß, bei dem der Radfahrer schwer verletzt wurde.

Blutüberströmt flüchtete er in Richtung Groninger Straße, wo er von Einsatzkräften des Polizeiabschnitts 17 aufgegriffen und durch alarmierte Rettungskräfte ärztlich behandelt wurde. In Begleitung einer Sonderstreife der Polizei kam er mit einem Knöchelbruch und Prellungen zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus, wo auch seine Identität festgestellt wurde. Die Ermittlungen zum Unfall und Diebstahl führt die Kriminalpolizei.

Alt-Hohenschönhausen: 17-Jährige wird von Tram erfasst und schwer verletzt

Beim Überqueren der Gleise ist eine 17-Jährige in Alt-Hohenschönhausen (Lichtenberg) von einer Tram erfasst und dabei schwer verletzt worden. Die Jugendliche habe die Gleise am Mittwochmorgen an der Ecke Wartenberger Straße/Anna-Ebermann-Straße überquert und bei der Kollision Kopfverletzungen erlitten, teilte die Polizei am Donnerstagmorgen mit. Der 50 Jahre alte Tramfahrer habe in Folge des Zusammenstoßes einen Schock erlitten. Er und die 17-Jährige wurden von Rettungskräften in ein Krankenhaus gebracht. Nach dem Unfall war der Verkehr um die Unfallstelle in beide Richtungen für drei Stunden gesperrt.

Charlottenburg: Autokorso - Polizei sperrt Kurfürstendamm

Nachdem die deutsche Nationalmannschaft bei der Fußball-EM knapp ins Achtelfinale eingezogen ist, hat ein Autokorso am späten Mittwochabend am Kurfürstendamm in Charlottenburg den Verkehr lahmgelegt.

Die Polizei musste aufgrund der vielen Fahrzeuge zeitweise den Kurfürstendamm komplett sperren. Die Beamten kontrollierten vereinzelt Fahrzeuge und deren Insassen. Etwa 150 Fahrzeuge fuhren den Kudamm entlang, wie die Polizei mitteilte. Auf dem nahen Hardenbergplatz versammelten sich demnach 300 bis 400 Fans.

Hohenschönhausen: Wohnwagen und Transporter brennen aus

Auf einem Parkplatz an der Falkenberger Chaussee in Hohenschönhausen (Lichtenberg) ist gegen 1.10 Uhr ein Wohnwagen komplett ausgebrannt. Ganz in der Nähe ging an der Wustrower Straße ein Transporter in Flammen auf. Die Feuerwehr löschte, verletzt wurde niemand. Die Polizei geht in beiden Fällen von Brandstiftung aus.

Des weiteren bemerkte gegen 23.50 Uhr eine Passantin auf einem Parkplatz in der Wustrower Straße Flammen am Heck eines Transporters eines Paketzustellungsdienstes und alarmierte Feuerwehr und Polizei. Die zuerst eintreffenden Kräfte des Polizeiabschnitts 31 versuchten die Flammen mit einem Feuerlöscher unter Kontrolle zu bringen. Die alarmierten Kräfte der Feuerwehr löschten das Feuer abschließend. Der Ford Transit wurde im Heckbereich stark beschädigt.

Kriminalität 2020 in Berlin - die Statistik im Detail