Blaulicht-Blog

Lkw überfährt Radfahrerin - Frau überlebt schwer verletzt

| Lesedauer: 8 Minuten
Ein Rettungswagen im Einsatz (Archivbild).

Ein Rettungswagen im Einsatz (Archivbild).

Foto: Thomas Nitsche

In unserem Blog finden Sie die aktuellen Meldungen von Polizei und Feuerwehr in Berlin und Brandenburg von Mittwoch, 23. Juni.

Mariendorf: Lkw überfährt Radfahrerin - Frau überlebt schwer verletzt

Am Dienstagnachmittag hat eine Radfahrerin bei einem Verkehrsunfall in Mariendorf (Tempelhof-Schöneberg) schwere Verletzungen erlitten. Ein 61-Jähriger bog gegen 14 Uhr mit seinem Lkw von der Großbeerenstraße nach rechts in die Friedenstraße ab. Dabei erfasste er die 25-Jährige, die die Kreuzung in Richtung Rathausstraße überqueren wollte. Die Frau stürzte und wurde von dem Sattelzug überrollt. Rettungskräfte brachten sie mit schweren Verletzungen zur intensivmedizinischen Behandlung in ein Krankenhaus. Der Fahrer des Lkw blieb unverletzt. Die Ermittlungen führt ein Fachkommissariat für Verkehrsdelikte der Polizei.

Gasaustritt bei Reparatur in Eisenhüttenstadt - Eine Verletzte

Bei der Reparatur des Hochofens im Stahlunternehmen ArcelorMittal in Eisenhüttenstadt (Landkreis Oder-Spree) ist am Mittwoch Kohlenmonoxid ausgetreten. Eine Frau sei vorsorglich ins Krankenhaus eingeliefert worden, sagte Pressesprecher Herbert Nicolaus. Der Mitarbeiterin sei schwindlig geworden. Weitere Personen seien nicht betroffen. Nach sofortiger Alarmierung durch installierte Warneinrichtungen habe die Werkfeuerwehr die betroffenen Bereiche abgesperrt, sagte der Sprecher.

Kohlenstoffmonoxid ist ein geruch-, geschmacks- und farbloses Gas. Wird es eingeatmet, sind laut Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) schwere gesundheitliche Folgen bis hin zum Tod möglich

Ermittlungen wegen Verdachts der Vergewaltigung in Werder

Die Polizei hat in Werder (Potsdam-Mittelmark) wegen des Verdachts einer möglichen Vergewaltigung eines Kindes ermittelt. Am Dienstagabend wurde die Polizei nach eigenen Angaben über eine mögliche Straftat am Plantagenplatz informiert. Während der laufenden Ermittlungen offenbarte sich aber das Kind gegenüber der Polizei, dass der sexuelle Übergriff nicht stattgefunden habe. Warum zunächst der Sachverhalt so geschildert wurde, ist Gegenstand weiterer Ermittlungen, teilte die Polizei mit.

Im Zuge der Ermittlungen war zuvor bekannt geworden, dass sich ein Mann am Montagnachmittag an dem Platz an dem Mädchen im Kindesalter vergriffen haben soll. Auf einer Bank sitzend soll er das Kind plötzlich festgehalten und in ein Gebüsch gezogen haben. Dann sei es zu sexuellen Handlungen durch den Mann gekommen, so die Information der Polizei. Zunächst hatte die „Märkische Allgemeine“ berichtet.

Die Polizei hatte zuvor intensive Ermittlungen eingeleitet. Am Mittwoch wurden im Bereich des Plantagenplatzes aufgrund einer vorliegenden Beschreibung zwei Männer festgestellt, auf die die Beschreibung möglicherweise passen könnte. Sie wurden befragt. Ein Verdacht gegen beide erhärtete sich jedoch nicht, so dass sie entlassen wurden, wie die Polizei mitteilte.

Baumschulenweg: Mann mit dem Auto auf Menschen zugefahren

Gestern Mittag fuhr ein Mann in Baumschulenweg mit seinem Auto auf zwei Männer und eine Frau zu und verletzte dabei einen Mann. Nach bisherigen Erkenntnissen und Zeugenaussagen soll sich der 53-Jährige gegen 12.30 Uhr in der Sonnenallee Ecke Baumschulenweg mit einer 51-jährigen Bekannten gestritten haben. Als er mit seinem Auto wegfahren wollte, soll die Frau versucht haben, ihn davon abzuhalten, da er auf sie psychisch labil gewirkt haben soll.

Eine auf den Streit aufmerksam gewordene 30-Jährige, die der 51-Jährigen ihre Hilfe angeboten hatte, soll daraufhin von dem 53-Jährigen bedroht worden sein. Auch zwei Fußgänger im Alter von 16 und 20 Jahren bemerkten die Situation und wollten schlichten, woraufhin alle drei Helfenden von dem Tatverdächtigen bedroht worden sein sollen. Anschließend soll er in seinen VW eingestiegen, den Motor gestartet haben und mit quietschenden Reifen auf die 30-Jährige und den 16-Jährigen zugefahren sein.

Beide konnten sich durch einen Sprung zur Seite retten. Der Autofahrer soll nun wenige Meter zurückgesetzt, auf den 20-Jährigen mit quietschenden Reifen zugefahren sein und ihn mit dem VW am linken Bein verletzt haben. Die Bekannte des Tatverdächtigen hielt daraufhin einen auf der Sonnenallee fahrenden Bus an und bat den Fahrer um Hilfe. Der VW rollte noch gegen den Bus und kam an diesem zum Stehen.

Alarmierte Rettungskräfte der Feuerwehr brachten den von Polizeieinsatzkräften vorläufig festgenommenen 53-Jährigen aufgrund seines psychischen Gesundheitszustandes in ein Krankenhaus, wo er stationär aufgenommen wurde. Der angefahrene 20-Jährige lehnte eine Behandlung durch die Rettungskräfte ab und wird selbstständig einen Arzt aufsuchen. Die Polizeikräfte beschlagnahmten den Führerschein des Tatverdächtigen sowie dessen Fahrzeugschlüssel. Es wurden Ermittlungsverfahren wegen Verdacht des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr, gefährliche Körperverletzung, Bedrohung und Beleidigung eingeleitet.

Tiergarten: Passanten mussten zur Seite springen

Wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr muss sich ein 60 Jahre alter Mann verantworten, der gestern Mittag in Tiergarten mit seinem gemieteten Pkw VW T-Roc bei mehreren rasanten Fahrmanövern beobachtet wurde. Nach dem bisherigen Ermittlungsstand und Zeugenbefragungen bog der Mann gegen 12.15 Uhr vom Reichpietschufer in die Stauffenbergstraße ein, wo er rasant beschleunigte, in einer Einfahrt der Gedenkstätte Deutscher Widerstand wendete und dabei offenbar mehrere Passanten ignorierte, die nur durch Wegspringen Zusammenstöße vermeiden konnten.

Danach habe der Mann in der Liefereinfahrt eines Hotels erneut gewendet, rasant in Richtung Tiergartenstraße beschleunigt und sei dann auf Höhe der Sigismundstraße mit hoher Geschwindigkeit in den Gegenverkehr gefahren. Ein ihm entgegenkommender Pkw der Bundeswehr, in dem zwei Feldjäger der Bundeswehr saßen, musste ihm dabei ausweichen. Beide Soldaten konnten ihren Dienst fortsetzen. Gegen 12.30 Uhr wurde der 60-Jährige von Polizeieinsatzkräften am Bundeskanzleramt in der Heinrich-Von-Gagern-Straße Ecke Paul-Löbe-Allee gesehen, wie er dort auf einem Fahrradschutzstreifen hielt. Als die Beamten ihn kontrollieren wollten, fuhr der Mann mit quietschenden Reifen davon.

Nach einem weiteren rasanten Wendemanöver in der Konrad-Adenauer-Straße konnte er hinter der Einmündung der Annemarie-Renger-Straße in die Paul-Löbe-Allee durch zwei Einsatzwagen der Polizei am Weiterfahren gehindert werden. Der Führerschein des Mannes und seine Fahrzeugschlüssel wurden beschlagnahmt und sichergestellt. Die Ermittlungen in diesem Fall führt der Verkehrsermittlungsdienst.

Radfahrerin angefahren, verletzt liegengelassen und geflüchtet – Zeugen gesucht

Die Polizei Berlin sucht nach einem schweren Verkehrsunfall von gestern früh in Kreuzberg, bei dem eine Radfahrerin schwer verletzt wurde, nach Zeugen. Gemäß derzeitigem Ermittlungsstand fand ein Zeuge die verletzte 32-Jährige gegen 4.45 Uhr in der Glogauer Straße auf der Fahrbahn liegend und alarmierte daraufhin Feuerwehr und Polizei. Aufgrund der Schäden am Fahrrad und Spuren am Unfallort, die gesichert wurden, ist davon auszugehen, dass die Frau von einem Fahrzeug angefahren wurde und daraufhin zunächst gegen ein geparktes Auto und dann zu Boden stürzte.

Der oder die Unbekannte flüchtete anschließend mit dem Fahrzeug vom Unfallort. Die Frau kam mit Rumpfverletzungen in ein Krankenhaus, wo sie zur Behandlung stationär aufgenommen wurde. Die Verkehrsermittler haben nun folgende Fragen: Wer hat den Unfall am 22. Juni 2021 rund um die Uhrzeit 4.45 Uhr in der Glogauer Straße 19 a in 10999 Berlin-Kreuzberg beobachtet? Wer kann Angaben zu dem flüchtenden Fahrzeug und/oder der Person am Steuer machen? Hinweise nimmt der Verkehrsermittlungsdienst der Polizei unter der Rufnummer (030) 4664-572800 oder auch jede andere Polizeidienststelle entgegen.

Köpenick: Auto brennt - Brandstiftung vermutet

Am Dienstagabend hat in Köpenick ein Auto gebrannt. Passanten entdeckten das Feuer an dem an der Seelenbinderstraße geparkten BMW gegen 19.15 Uhr und alarmierten die Feuerwehr, die die Flammen löschte. Menschen wurden nicht verletzt. Ein Brandkommissariat beim Landeskriminalamt der Polizei hat die Ermittlungen wegen Brandstiftung übernommen.

Kriminalität 2020 in Berlin - die Statistik im Detail

( BM )