Blaulicht-Blog

Wannsee: Auto bringt Dach von Bootshalle zum Einsturz

| Lesedauer: 7 Minuten
Ein Rettungswagen im Einsatz (Archivbild).

Ein Rettungswagen im Einsatz (Archivbild).

Foto: Thomas Nitsche

In unserem Blog finden Sie die aktuellen Meldungen von Polizei und Feuerwehr in Berlin und Brandenburg von Dienstag, 22. Juni.

Wannsee: Auto stürzt Böschung hinunter und bringt Hallendach zum Einsturz

Bei einem Unfall in Wannsee (Steglitz-Zehlendorf) ist am Montagmittag ein 78 Jahre alter Mann schwer verletzt worden. Wie die Polizei mitteilte, stand der Mann mit seinem Auto auf einem Parkplatz an der Königstraße oberhalb einer Sportboot-Marina, als sein Fahrzeug aus bislang ungeklärten Gründen stark beschleunigte. Das Auto durchbrach eine Hecke und einen Zaun, stürzte eine Böschung hinunter und fiel auf das Dach eines Bootshauses, das nachgab und mit dem Fahrzeug einbrach. Die Berliner Feuerwehr öffnete die hintere Tür auf der Fahrerseite mit einer Hydraulikschere, um den 78-Jährigen aus seinem Fahrzeug zu befreien. Er kam mit schweren Kopfverletzungen in ein Krankenhaus. Am Auto und dem Gebäude entstanden erhebliche Sachschäden, außerdem wurden Arbeitsgeräte und Werkzeuge zerstört. Da das Fahrzeug zudem einen Altöltank leicht beschädigt hatte, pumpte die Feuerwehr das Öl vorsorglich in ein neues Kunststofffass. Das Auto wurde zur Erstellung eines technischen Gutachtens sichergestellt. Die Ermittlungen dauern an.

Wasserrohrbruch in Pankow

Am Nachmittag gab es einen Wasserrohrbruch auf der Mühlenstraße in Pankow. Die Feuerwehr musste, mit einem Kran eine Laterne umlegen. Dann erst konnten die Wasserbetriebe arbeiten.

Durchsuchungen in Berlin und Brandenburg nach Warenkreditbetrug

Einsatzkräfte des Landeskriminalamtes haben heute gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft Berlin wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Warenkredit- und Leistungskreditbetrugs insgesamt elf Objekte in Reinickendorf, Moabit sowie in den Brandenburger Ortschaften Wriezen und Velten durchsucht.

Gegen 7 Uhr begannen die Durchsuchungen an den Geschäfts- und Wohnanschriften der Tatverdächtigen, die in betrügerischer Absicht Gutscheine im Wert von mindestens 500.000 Euro von Firmen erlangt haben sollen. Der aus etwa 20 Einzelpersonen bestehenden Gruppe wird vorgeworfen, Gutscheine für Waren und Leistungen auf Rechnung erworben, diese jedoch nie beglichen zu haben. Hauptverdächtige der insgesamt drei Strafermittlungsverfahren sind zwei Männer im Alter von 26 und 29 Jahren.

Die Durchsuchungen dienten zum Auffinden von Beweismitteln, galten aber auch der Vermögensabschöpfung. Die Einsatzkräfte stellten unter anderem Datenträger und einen Porsche Cayenne sicher. An dem Einsatz waren insgesamt rund 60 Einsatzkräfte beteiligt. Die Ermittlungen und Auswertungen in dem Betrugsverfahren dauern an.

Lichtenberg: Sexuelle Nötigung - Zivilfahnder verhaften 31-Jährigen

Zivilfahnder haben am Dienstagmorgen in einer Unterkunft in Lichtenberg einen 31-Jährigen verhaftet. Er soll am 9. Juni eine Frau in der Nähe des Plötzensees sexuell genötigt und sich bei seiner Festnahme erheblich zu Wehr gesetzt haben. Er soll zudem in den Mittagsstunden des 13. Juni in Wedding eine weitere Sexualstraftat begangen haben. Die Ermittlungen dauern an, wie die Polizei mitteilte.

Kontrollen wegen Hygieneverstößen bei Dönerfleisch-Transport

Wegen möglicher Hygieneverstöße beim Transport von gefrorenen Dönerspießen hat es am Dienstag in Leipzig und Berlin Durchsuchungen gegeben. Wie die Polizei mitteilte, besteht der Verdacht, dass mehrmals Fleisch in einem Lastwagen transportiert wurde, in dem die Kühlkette nicht eingehalten wurde. Der Lastwagen sei daraufhin versiegelt und das Lebensmittelüberwachungsamt Leipzig eingeschaltet worden. Als die Hygiene-Fachleute zur Kontrolle des Lastwagens anrückten, sei das Siegel aufgebrochen und das Fleisch verschwunden gewesen. Daraufhin seien die Durchsuchungen von fünf Objekten veranlasst worden.

Bei dem Berliner Produzenten der Dönerspieße sei alles in Ordnung gewesen, hieß es von der Polizei. Das Problem sei der Transport gewesen. Bei einem Zwischenhändler in Leipzig wurden Akten und Computer sichergestellt. In einem Objekt sei auch Fleisch gefunden worden, das als nicht mehr „verkehrsfähig“ eingestuft wurde.

Friedrichshain: Zwei verletzte Polizisten bei Kundgebung in der Rigaer Straße

Bei Demonstrationen von Unterstützern des teilbesetzten Wohnhauses an der Rigaer Straße in Friedrichshain sind am Montag zwei Polizisten verletzt und 17 Ermittlungsverfahren eigeleitet worden. Das teilte die Polizei mit. Nach der Demonstration bewarfen demnach einige Teilnehmer Polizisten mit Glasflaschen, verfehlten aber ihre Ziele. Vier Tatverdächtige wurden festgenommen.

Neukölln: Feuerwehr wegen Gasleck im Einsatz

In einem Industriegebiet in Neukölln ist am Dienstagvormittag Gas aus einer defekten Leitung ausgetreten. Die Feuerwehr war mehrere Stunden im Einsatz und konnte das Leck des geplatzten Mitteldruckrohres verschließen, wie ein Sprecher der Feuerwehr mitteilte. Zu einer Gasexplosion kam es demnach nicht. Die Ursache des Lecks sei zunächst nicht bekannt, hieß es weiter. Zu den betroffenen Anwohnern machte die Feuerwehr keine Angaben.

Charlottenburg: Ehepaar überrascht Einbrecher im Wohnzimmer

Ein Ehepaar hat am Montagmittag in Charlottenburg einen Einbrecher in seinem Wohnzimmer überwältigt. Gegen 13.50 Uhr hörte der 44 Jahre alte Mann in seiner Wohnung im Erdgeschoss eines Mehrfamilienhauses an der Kaiser-Friedrich-Straße Geräusche. Im Wohnzimmer entdeckte er einen unbekannten Mann, der vermutlich durch die geöffnete Terrassentür eingedrungen war, als dieser gerade den Rucksack des Mannes durchwühlte. Dieser rief seine Frau zur Hilfe und hielt den Eindringling, der versuchte, sich mit einem Reizgasspray zu wehren, fest. Die Ehefrau (40) alarmierte die Polizei, die den 27-Jährigen festnahm. Eer wurde einem Einbruchskommissariat übergeben. Der Festgenommen ist bereits einschlägig polizeilich in Erscheinung getreten und soll am Dienstag einem Richter zum Erlass eines Haftbefehls vorgeführt werden.

Kaulsdorf: Einbrecher flüchtet aufs Dach

In Kaulsdorf (Marzahn-Hellersdorf) ist am Montagmittag ein mutmaßlicher Einbrecher festgenommen worden. Ein 68 Jahre alter Passant beobachtete gegen 11.30 Uhr, dass ein Mann vor einem Fenster eines Einfamilienhauses an der Finsterberger Straße stand. Plötzlich schlug der Unbekannte die Scheibe ein und kletterte in das Gebäude. Der Zeuge alarmierte daraufhin sofort die Polizei. Nur wenige Minuten später trafen die Einsatzkräfte ein und umstellten das Haus. Der Einbrecher flüchtete daraufhin auf das Dach. Da fie Flucht ausweglos war, begab er sich wieder nach unten und wurde festgenommen. Aus dem Rucksack des 23-Jährigen beschlagnahmten die Beamte mehrere Schmuckstücke, die mutmaßlich aus dem Haus stammteen. Der Festgenommene, der in Deutschland über keinen festen Wohnsitz verfügt, musste sich in einer Polizeidienststelle erkennungsdienstlich behandeln lassen und wurde anschließend einem Einbruchskommissariat überstellt, das die weiteren Ermittlungen übernommen hat.

Westend: Motorradfahrer rammt Frau auf Dreirad

Bei einem Verkehrsunfall am Montagabend in Westend (Charlottenburg-Wilmersdorf) hat sich eine Frau schwer verletzt und musste in ein Krankenhaus gebracht werden. Die 61-Jährige fuhr gegen 19 Uhr mit ihrem Dreirad auf dem Radweg des Theodor-Heuss-Platzes und überquerte dabei die Fahrbahn des Kaiserdammes. Ein 74 Jahre alter Motorradfahrer, der in die gleiche Richtung fuhr und nach rechts in den Kaiserdamm einbiegen wollte, prallte mit der Frau zusammen. Rettungskräfte brachten die 61-Jährige mit dem Verdacht einer Hüftfraktur in eine Klinik. Der Yamaha-Fahrer blieb unverletzt.

Kriminalität 2020 in Berlin - die Statistik im Detail

( BM )