Blaulicht-Blog

Zwei Tote nach Unfall auf Berliner A113

| Lesedauer: 14 Minuten
Bei einem schweren Unfall auf der Berliner Stadtautobahn sind zwei Männer tödlich verletzt worden.

Bei einem schweren Unfall auf der Berliner Stadtautobahn sind zwei Männer tödlich verletzt worden.

Foto: Julian Stähle/dpa

In unserem Blog finden Sie die aktuellen Meldungen von Polizei und Feuerwehr in Berlin und Brandenburg von Freitag, 11. Juni.

A113: Lkw fährt auf A113 in Stauende - zwei Tote

Auf der A113 in Richtung Flughafen BER hat es am Freitagmorgen einen schweren Unfall gegeben. Ein Polizeisprecher teilte auf Nachfrage der Berliner Morgenpost mit, dass zwei Menschen bei dem Lkw-Unfall gestorben sind. Die Männer saßen nach Angaben der Polizei in einem Tanklastfahrzeug, das gegen 8 Uhr kurz nach der Auffahrt Stubenrauchstraße auf die A113 in das Ende eines Staus zwischen Neukölln und dem Flughafen krachte.

Das schwere Fahrzeug prallte dort in einen weiteren Laster, der sich in der Folge auf ein drittes Lastfahrzeug davor schob. Der Fahrer des mittleren Lkw kam schwer verletzt ins Krankenhaus. Auch ein Rettungshubschrauber war im Einsatz.

Die Bergungsarbeiten dauerten bis in den Nachmittag. Die Feuerwehr musste ausgelaufenes Öl und Treibstoff entfernen. Die beschädigte Ladung eines Lkw wurde gesichert. Die Feuerwehr war mit 51 Kräften im Einsatz. Nach vier Stunden wurde die Einsatzstelle an die Polizei übergeben. Diese begann damit, die Unfallstelle mit einer Drohne digital zu vermessen.

Die A100 und A113 in Richtung Schönefeld waren zwischen Gradestraße und Adlershof gesperrt, informierte die VIZ. Der gesamte Bereich sollte weiträumig umfahren werden. Die Sperrung hielt auch gegen 15 Uhr noch an. Erst nach 17 Uhr war die Autobahn wieder vollständig freigegeben. Stadteinwärts wurde die A113 gegen 10.30 Uhr wieder freigegeben.

Friedrichshain: Einsatzwagen parkt auf Radspur an Frankfurter Allee

Das Parken auf einer Radspur hat auch für die Polizei Konsequenzen. Im Internet kursierte am Freitag ein Video, auf dem ein Einsatzwagen der Polizei auf einer Radspur an der Frankfurter Allee in Friedrichshain parkt, und zwar in Höhe des U-Bahnhofs Samariterstraße. Nur wenige Meter weiter war Ende Mai eine 37-Jährige laut Polizei von einem Sattelzug überrollt worden, als sie einem auf dem Radweg parkenden Geldtransporter ausgewichen und dabei auf die Fahrbahn geraten war.

Ein Radfahrer spricht den Beamten darauf an, der jedoch "unangemessen und abweisend" reagiert habe, so die Polizei. Auf dem Video, dessen Authentizität zunächst nicht bestätigt ist, sieht man den Einsatzwagen auf der Radspur parken, während zwei Radfahrerinnen ihm über die Fahrbahn ausweichen müssen. Der Radfahrer sagt auf dem Video zu dem Beamten: "Entschuldigen Sie mal, Sie stehen da wirklich schlecht", worauf eine Stimme antwortet: "Ja, ich weiß." Auf die Frage, warum er nicht "da rein" fahre, sagt die Stimme: "Weil ich hier zu tun habe." Der Radfahrer weist den Beamten in dem Video darauf hin, das wegen ihm andere gefährdet würden, worauf die Stimme sagt: "Ja, dann muss man mal nach hinten gucken und nicht einfach in die Fahrbahn..." (das letzte Wort ist unverständlich).

Wie die Polizei am Freitagabend auf Twitter mitteilte, werde in diesen Minuten in einem persönlichen Gespräch dieses Fehlverhalten des Beamten ausgewertet und im Anschluss über die daraus resultierenden Konsequenzen entschieden.

Prenzlauer Berg: Polizei nimmt Flaschenwerfer fest

Im Mauerpark in Prenzlauer Berg hat ein junger Mann am Freitagabend eine Flasche auf Einsatzkräfte geworfen. Die Beamten nahmen den Störenfried umgehend fest.

Bernau: Auto bleibt auf Mittelinsel hängen

Ein Autofahrer hat in Bernau im Landkreis Barnim die Kontrolle über seinen Pkw verloren und ist auf eine Mittelinsel gefahren. Dabei erlitt der Fahrer leichte Verletzungen. Er kam in ein Krankenhaus. Der Pkw wurde von der Feuerwehr wieder auf die Straße gestellt.

Hellersdorf: BVG-Bus erfasst Radfahrer

In Hellersdorf ist am Donnerstag ein Radfahrer bei einem Unfall verletzt worden. Der 19-Jährige wurde von einem BVG-Bus erfasst, als er die Kaulsdorfer Straße überquerte, teilte die Polizei am Freitag mit. Der Mann stürzte und erlitt schwere Kopfverletzungen. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht. Durch die Notbremsung des Busses stürzten drei mitfahrende Frauen im Alter von 54, 78 und 80 Jahren. Die 54-Jährige erlitt eine Kopfplatzwunde, die ambulant in einem Krankenhaus behandelt wurde. Die beiden anderen Frauen, die unter anderem Prellungen erlitten, wollten sich zunächst nicht behandeln lassen. Wegen der Unfallaufnahme blieb die Kaulsdorfer Straße bis 23 Uhr für den Verkehr gesperrt.Unfallgeschehen.

Neukölln: Frau stürzt ins Wasser - lebensgefährlich verletzt

Eine Frau hat laut Polizei nach einem Sturz ins Wasser lebensgefährliche Verletzungen erlitten. Demzufolge soll die 33-Jährige sich gegen 4.45 Uhr am Teltowkanal in Höhe des Britzer Hafenstegs zunächst mit ihrem 41 Jahre alten Lebensgefährten gestritten haben. Der Streit gipfelte in eine körperliche Auseinandersetzung, wobei die Frau ins Wasser stürzte. Dort soll sie plötzlich untergegangen und nicht wieder aufgetaucht sein. Der 33-Jährige und eine 39 Jahre alte Bekannte sprangen ins Wasser und brachten die Frau ans Ufer, wo sie eine Wiederbelebung einleiteten. Rettungskräfte übernahmen und brachten die Frau zu intensivmedizinischen Behandlung in ein Krankenhaus.

Polizeibeamte nahmen die 39-Jährige fest. Grund war ein offener Haftbefehl. Der 41-Jährige wurde ebenfalls für eine erkennungsdienstliche Behandlung und eine Blutprobe in einen Polizeigewahrsam gebracht und anschließend der Kriminalpolizei wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung überstellt.

Brandenburg: Bissiger Hund fällt Besitzer an - Polizei setzt Schusswaffen ein

Ein bissiger Schäferhund hat seine Besitzer auf ihrem Grundstück bei Temnitztal (Ostprignitz-Ruppin) angegriffen und verletzt. Eine 68-jährige Frau vermutete zunächst einen Eindringling auf dem Gelände, da der Hund angeschlagen hatte, wie die Polizeidirektion Nord mitteilte. Doch das sehr aggressive Tier hatte ihren 75 Jahre alten Lebensgefährten angefallen und gebissen. Auch die Frau blieb nicht verschont. Alarmierte Polizisten setzten Schusswaffen ein, um das Paar aus der Gefahrenzone zu bringen. Die Frau wurde in ein Krankenhaus gebracht. Der durch den Schuss verletzte Schäferhund musste später durch eine Tierärztin eingeschläfert werden.

Brandenburg: 130 tote Schweine bei Tiertransport - Ursache für Unglück unklar

130 Schweine sind im Landkreis Elbe-Elster bei einem Tiertransport verendet - die Ursache des Unglücks ist nach Angaben des Landkreises noch unklar. Der Lastwagen hatte demnach bei dem Transport am Donnerstag einen Totalausfall der Elektrik, so dass die Schweine eingesperrt waren und nicht aus dem Laster konnten. Die Mitarbeiter hätten vergeblich versucht, die Tiere aus dem Fahrzeug zu befreien, wie es weiter hieß. Insgesamt 360 Ferkel wurden demnach am Donnerstag in einem Betrieb im Ortsteil Kösel verladen. Über den Vorfall hatten zuvor die „Lausitzer Rundschau“ und der RBB berichtet.

Das Brandenburger Gesundheitsministerium steht nach eigenen Angaben in engem Kontakt mit den Behörden vor Ort, um zu klären, was zu dem tragischen Vorfall geführt hat. „Jeder Transport bedarf einer funktionierenden Technik, Sachkunde und schneller Reaktionsfähigkeit aller Beteiligter. Ob in diesem Fall alle Standards eingehalten wurden, muss jetzt schnell durch die zuständigen Behörden vor Ort aufgeklärt werden“, sagte Verbraucherschutzstaatssekretärin Anna Heyer-Stuffer am Freitag. Die Polizei ermittelt nach eigenen Angaben nur, wenn der Anfangsverdacht einer Straftat besteht. Bislang sei das nicht der Fall.

Die verstorbenen Tier werden nach Angaben des Landkreises durch ein Betrieb in Bresinchen (Spree-Neiße) entsorgt, der die Ferkel abholen wird.

Lichterfelde: Polizei fasst zwei Taschendiebe

Die Polizei hat am Freitagmorgen an der Goerzallee in Lichterfelde zwei mutmaßliche Taschendiebe gestellt. Einer Zivilstreife war gegen 8.30 Uhr aufgefallen, dass ein Mann an der Ecke zum Ortlerweg ältere Menschen ansprach und offenbar Geld wechseln wollte. Zudem sahen sie einen Mann, der in der Nähe in einem Auto saß und alles beobachtete. Nachdem der Verdächtige einer 79 Jahre alten Schwerbeschädigten etwas aus dem Beutel am Rollator entwendet hatte, lief er zu dem Auto und stieg ein. Die Beamten überprüften das Duo daraufhin und fanden die Geldbörse der Frau. Sie nahmen daraufhin beide Männer fest. Der 52-Jährige, der im Auto gewartet hatte, wurde nach einer erkennungsdienstlichen Behandlung wieder freigelassen, sein gleichaltriger Komplize wurde dem Landeskriminalamt überstellt. Zudem wurde der Skoda sichergestellt, weil er nicht versichert war.

Prenzlauer Berg: Frauen fremdenfeindlich und rassistisch beleidigt

In der Nacht zu Freitag soll ein Mann in Prenzlauer Berg zwei Frauen fremdenfeindlich beleidigt haben. Gegen 2.20 Uhr soll der 40-Jährige zunächst in der Eberswalder Straße eine 21-Jährige lautstark aufgrund ihrer Hautfarbe beleidigt haben, kurze Zeit später auch eine 19-Jährige, die ihr zur Hilfe kam. Polizeieinsatzkräfte in der Nähe wurden aufmerksam und nahmen den Mann fest. Sie fanden mutmaßliche Drogen und beschlagnahmten diese. Der Mann muss sich wegen der Beleidigungen und Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz verantworten.

Spandau: Rettungswagen und Kleinbus stoßen zusammen

Am frühen Donnerstagabend kam es auf der Gatower Straße in Spandau zu einem schweren Unfall zwischen einem Rettungswagen und einem Kleinbus. Das Einsatzfahrzeug war mit Martinshorn und Blaulicht in der Gatower Straße unterwegs, um eine Patientin ins Krankenhaus zu transportieren. Ein 35-Jähriger scherte mit seinem Wagen plötzlich aus der Rettungsgasse aus, es kam zum Zusammenstoß. Der Rettungswagen prallte gegen eine Laterne am Fahrbahnrand. Der Fahrer erlitt Prellungen am Arm und am Bein und kam zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus. Sein Kollege und eine Ärztin wurden leicht verletzt. Die Patientin blieb unverletzt. Der Autofahrer klagte über Nackenschmerzen.

Durch den Aufprall kippte die Laterne auf die Fahrbahn und musste von Einsatzkräften der Feuerwehr mit einem Kran geborgen werden. Während der Unfallaufnahme und Bergungsarbeiten war die Gatower Straße mehrere Stunden gesperrt.

Kreuzberg: Kind bei Unfall mit Polizei-Krad leicht verletzt

Ein Kind hat am Donnerstag in Kreuzberg bei einem Unfall mit einem Polizei-Krad leichte Verletzungen erlitten. Wie die Polizei am Freitag mitteilte, erfasste der Beamte, der einen Fahrradaufzug begleitete, an der Ecke Gitschiner Straße/Alexandrinenstraße den Jungen auf dem Fahrrad, der von einer Mittelinsel aus kommend die Alexandrinenstraße in Richtung Waterloobrücke überquerte. Der Zehnjährige stürzte und erlitt Hautabschürfungen an einem Arm sowie am Bein. Rettungskräfte versorgten den Jungen vor Ort und übergaben ihn an seinen Vater. Der Polizist blieb unverletzt, beendete seinen Dienst allerdings nach Abschluss der Maßnahmen. Die weiteren, noch andauernden Ermittlungen führt ein Fachkommissariat für Verkehrsdelikte der Polizeidirektion 5 (City).

Kreuzberg und Weißensee: Fahrzeuge brennen

In der Nacht zu Freitag gegen 23.15 Uhr brannte in der Franz-Künstler-Straße in Kreuzberg ein Motorroller lichterloh. Er wurde vollständig zerstört. Zwei neben dem Roller geparkte Kleintransporter wurden zudem in Mitleidenschaft gezogen. Die Feuerwehr konnte den Brand schnell löschen. Verletzt wurde niemand.


Auch in Weißensee brannte ein Fahrzeug. Gegen 0.50 Uhr wurden Polizei und Feuerwehr zu einem brennenden Opel in die Rennbahnstraße alarmiert, der an der Front vollständig ausbrannte. Ein davor abgestellter Mazda wurde durch die Hitzestrahlung ebenfalls beschädigt.

Wilmersdorf: Verkehrsunfall auf Fußgängerüberweg - 59-Jährige schwer verletzt

Eine Fußgängerin in Wilmersdorf erlitt am Donnerstag bei einem Verkehrsunfall schwere Verletzungen. Ersten Erkenntnissen zufolge schob die 59-Jährige ihr Fahrrad gegen 9.50 Uhr in Höhe der Kreuzung Uhlandstraße Ecke Ludwigkirchstraße über einen Fußgängerüberweg, als sie von einem Smart-Fahrer erfasst wurde. Beim Zusammenstoß erlitt die Fußgängerin schwere Kopf- und Rumpfverletzungen. Rettungskräfte brachten sie zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus. Der Autofahrer blieb unverletzt. Für die Verkehrsunfallaufnahme war die Uhlandstraße zwischen der Pariser Straße und der Lietzenburger Straße rund drei Stunden gesperrt.

Tempelhof: 96-Jähriger nach Verkehrsunfall im Krankenhaus verstorben

Ein Fußgänger, der am 21. Mai 2021 bei einem Verkehrsunfall in Tempelhof von einem Lastwagen überrollt worden war, verstarb am Donnerstagnachmittag im Krankenhaus. Ersten Erkenntnissen zufolge wurde der 96-Jährige am 21. Mai gegen 12.30 Uhr am Tempelhofer Damm erfasst, als der Sattelzug von der Borussiastraße nach rechts in die Ringbahnstraße abbog. Bei dem Zusammenstoß stürzte der Fußgänger zu Boden, wobei ein Fuß des Mannes von dem Sattelzug überrollt wurde. Rettungskräfte brachten den 96-Jährigen mit schweren Beinverletzungen in ein Krankenhaus. Der 49-jährige LKW-Fahrer blieb unverletzt.

Rathenow: Frau bei Gewaltverbrechen schwer verletzt

Eine Frau ist bei einem Gewaltverbrechen in Rathenow (Kreis Havelland) schwer verletzt worden. Die Nachbarn seien am Donnerstagnachmittag auf Schreie aus der Wohnung aufmerksam geworden und hätten den Notruf gewählt, teilte die Polizei mit. Die Frau wurde in ein Krankenhaus gebracht. Ein Tatverdächtiger wurde festgenommen. Die Polizei ermittle wegen eines versuchten Tötungsdeliktes. Weitere Details sollen am Freitagmorgen durch die Staatsanwaltschaft Potsdam bekanntgegeben werden.

Kriminalität 2020 in Berlin - die Statistik im Detail

( BM )