Stadtautobahn

A100: Lkw-Fahrer kollabiert am Steuer - Dramatische Rettung

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Diese Bilder veröffentlichte die Berliner Polizei am Donnerstag. Bei dem Vorfall auf der Berliner Stadtautobahn wurde niemand verletzt.

Diese Bilder veröffentlichte die Berliner Polizei am Donnerstag. Bei dem Vorfall auf der Berliner Stadtautobahn wurde niemand verletzt.

Foto: dpa/Polizei Berlin

Ein Lkw-Fahrer verliert auf der A100 bei voller Fahrt das Bewusstsein, doch ein Kollege greift beherzt ein. Die Polizei ist beeindruckt.

Berlin. Dramatische Rettung eines Lkw-Fahrers auf der Berliner Stadtautobahn A100: Ein Lkw-Fahrer hatte am Mittwochmittag bei voller Fahrt das Bewusstsein verloren. Das Fahrzeug driftete daraufhin nach rechts und schrammte bei voller Fahrt die Leitplanke entlang. Ein zweiter Lkw-Fahrer bemerkte die Notlage und lenkte daraufhin sein eigenes Fahrzeug seitlich gegen den unkontrollierten Lkw. Beide Lkw kamen etwa 100 Meter vor der Ausfahrt Tempelhofer Damm zum Stehen. Den spektakulären Vorfall schilderte die Berliner Polizei am Donnerstag.

Demnach wurde bei dem Vorfall zwischen den Anschlussstellen Oberlandstraße und Tempelhofer Damm niemand verletzt, es entstand allerdings erheblicher Sachschaden. Ohne das Eingreifen des Retters wäre der schlingernde Lkw möglicherweise ungebremst auf Autos geprallt, die an der Ausfahrt Tempelhofer Damm an einer Ampel warteten.

Der Lkw des 55-Jährigen hatte zunächst die Leitplanke gerammt und war an ihr entlang schrammend weitergefahren. Der gleichaltrige Retter bemerkte das und überholte den Lkw. Dabei sah er den Fahrer mit hängendem Kopf und geschlossenen Augen am Steuer. Daraufhin lenkte er sein Fahrzeug stark nach rechts und keilte den Lkw ein, sodass die Fahrt schließlich gestoppt wurde.

Mit der Hilfe zweier weiterer Zeugen sei es gelungen, den 55-Jährigen aus seinem Fahrzeug zu tragen und in stabile Seitenlange zu bringen. Er wurde mit Verdacht auf einen epileptischen Anfall in ein Krankenhaus eingeliefert.

Berliner Stadtautobahn A100: Smart wollte Lkw einkeilen

An der Rettung beteiligt war außerdem der 20 Jahre alte Fahrer eines Smarts. Er setzte sich mit seinem Kleinwagen vor den gestoppten Lkw, um das Fahrzeug einzukeilen. Dann verließ er mit seiner 48 Jahre alten Beifahrerin das Auto. Denn der Bewusstlose hatte offenbar seinen Fuß auf dem Gaspedal.

Aus diesem Grund setzte sich der Lkw wieder in Bewegung und schob den Smart etwa 15 Meter vor sich her. Erst dann gelang es dem anderen Lkw-Fahrer, die Handbremse des unkontrollierten Lkw zu ziehen und endgültig zu stoppen. Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr brachten die Fahrzeuge von der Autobahn.

"Vor diesem selbstlosen und mutigen Eingreifen dieser zivilen Helden können wir nun den Hut ziehen - und zwar ganz tief", hieß es in der Mitteilung der Polizei.

Nach dem Unfall am Mittwochmittag war die A100-Abfahrt zum Tempelhofer Damm für knapp eine halbe Stunde komplett gesperrt. Die Ermittlungen zum Unfallhergang dauerten an.

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( BM )