Blaulicht-Blog

Rigaer Straße: Feuerwehr beim Löschen angegriffen

| Lesedauer: 9 Minuten
Polizisten sichern sich Schildern ab, weil das Löschfahrzeug in der Rigaer Straße mit Steinen beworfen wurde.

Polizisten sichern sich Schildern ab, weil das Löschfahrzeug in der Rigaer Straße mit Steinen beworfen wurde.

Foto: Thomas Peise

In unserem Blog finden Sie die aktuellen Meldungen von Polizei und Feuerwehr in Berlin und Brandenburg von Donnerstag, 10. Juni.

Rigaer Straße: Feuerwehr und Polizei mit Pflastersteinen beworfen

Nahe dem besetzten Haus „Rigaer 94“ in Friedrichshain sind Feuerwehrleute und Polizisten mit Steinwürfen massiv angegriffen worden. Verletzt wurde niemand. Mehrere Fahrzeuge von Polizei und Feuerwehr wurden beschädigt. Nach dem Einsatz fand die Polizei mehr als 50 Pflastersteine auf der Straße.

In der Nacht zu Donnerstag gegen 2.30 Uhr wurden Feuerwehr und Polizei zunächst wegen eines brennenden Müllcontainers in die Rigaer Straße Höhe Zellestraße gerufen. Schon zu Beginn der Löscharbeiten störten unbekannte Täter und attackierten die Einsatzkräfte mit Dutzenden Steinwürfen. Die Feuerwehr musste den Einsatz unterbrechen. Polizisten stellten sich mit Schutzschilden auf. Schließlich wurden die Löscharbeiten fortgesetzt. In dem Müllcontainer wurde auch ein E-Roller gefunden. Der für politische Taten zuständige Staatsschutz der Polizei ermittelt.

In der kommenden Woche ist eine Brandschutz-Begehung des besetzten und verbarrikadierten Hauses geplant. Die Bewohner aus der linksradikalen Szene kündigten bereits mehrfach Widerstand dagegen an. Möglicherweise steht deswegen ein großer Polizeieinsatz mit weiträumigen Absperrungen, Konfrontationen mit Demonstranten und langwierigem Aufbrechen der Türen an.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) kritisierte, es sei „ein Armutszeugnis für unseren demokratischen Rechtsstaat, wenn Feuerwehrleute bei ihrer Arbeit um die eigene Sicherheit und Gesundheit fürchten müssen, weil sie während eines Einsatzes angegriffen werden“.

Kreuzberg: Zwei Männer überfallen – Tatverdächtige festgenommen

In Kreuzberg wurden in der vergangenen Nacht zwei 21 und 22 Jahre alte Männer überfallen und ausgeraubt. Die Tatverdächtigen, zwei 19- und 20-jährige Heranwachsende, konnten kurz darauf festgenommen werden. Die Tat ereignete sich gegen 0.20 Uhr im westlichen Teil des Parks am Gleisdreieck auf Höhe der U-Bahnbrücke.

Nach bisherigen Ermittlungen der Polizei und Zeugenbefragungen wurden die beiden Geschädigten dort von den zunächst unbekannten Männern unvermittelt angegriffen und zur Herausgabe ihrer Mobiltelefone und Portemonnaies aufgefordert. Der 19-jährige Angreifer nötigte den 22-Jährigen unter Androhung, ihn mit einem Messer zu verletzen, mit ihm zu einem Automaten zu gehen und dort mit einer entwendeten Kreditkarte des 21-Jährigen Geld abzuheben. Auf dem Weg dorthin entdeckte der 22-Jährige Polizisten im Streifendienst und machte sie auf den Überfall aufmerksam. Mit Unterstützungskräften konnten beide Tatverdächtigen aufgegriffen und festgenommen werden.

Einsatzkräfte fanden bei ihnen die Mobiltelefone und Bargeld aus dem Überfall und stellten beides sicher. Die Männer kamen in einen Polizeigewahrsam, wo sie nach einer erkennungsdienstlichen Behandlung entlassen wurden. Atemalkoholtests ergaben bei dem 19-Jährigen einen Wert von 1,3 Promille, der Mittatverdächtige wies 1,2 Promille auf. Im Laufe der weiteren Ermittlungen stellte sich heraus, dass der Angreifer, der mit dem 21-jährigen Geschädigten am Tatort zurückgeblieben war, ihn dort mehrfach ins Gesicht geschlagen haben soll. Die Männer müssen sich jetzt wegen des Verdachts des gemeinschaftlichen Raubes verantworten. Die noch andauernden Ermittlungen führt die Kriminalpolizei.

Mitte: Polizeieinsatz nach verdächtigem Brief ans Kanzleramt

Ein verdächtiger Brief hat am Donnerstagmorgen einen Polizeieinsatz am Bundeskanzleramt in Mitte verursacht. Hinzugerufene Kriminaltechniker hätten den Inhalt jedoch nach der Untersuchung als unbedenklich eingestuft, teilten die Beamten in Berlin mit. Am Mittag war der Einsatz unter Federführung der Bundespolizei bereits wieder beendet. Zum konkreten Inhalt des Briefes äußerten sich die Beamten nicht.

Wedding: Mann reißt Polizisten Haare aus und beißt ihn

Bei der Festnahme eines Mannes in Wedding sind in der Nacht zu Donnerstag gegen 22.30 Uhr zwei Polizisten verletzt worden. Eine 20-Jährige, die angab, von dem Mann kurz zuvor sexuell genötigt worden zu sein, hatte den Tatverdächtigen im Steingarten am Plötzensee in der Hans-Schomburgk-Promenade wiedererkannt und die Polizei alarmiert. Bei seiner Festnahme riss der Mann einem der beiden Beamten Kopfhaare aus, biss ihn in den linken Oberarm und beschädigte Teile seines Funkzubehörs. Dann kam eine etwa 40-köpfige Gruppe dazu, aus der die Polizisten mit Schlägen und Tritten attackiert wurden. Die Gruppe flüchtete vor hinzualarmierten Beamten. Ein 22-Jähriger sowie der 31 Jahre alte Tatverdächtige konnten jedoch festgenommen werden. Der Polizist mit der Bisswunde konnte seinen Dienst fortsetzen, sein verletzter Kollege musste den Dienst beenden.

A100: Lkw auf Stadtautobahn außer Kontrolle - Spektakuläre Rettung

Filmreife Rettung auf der A100: Ein Lkw-Fahrer hat am Mittwochmittag auf der Berliner Stadtautobahn das Bewusstsein verloren. Ein zweiter Lkw-Fahrer bemerkte die Notlage und lenkte daraufhin sein eigenes Fahrzeug seitlich gegen den unkontrollierten Lkw. Den spektakulären Vorfall auf der A100 schilderte die Berliner Polizei am Donnerstag - lesen Sie hier den kompletten Artikel.

Friedrichshain: Feuer auf dem RAW-Gelände

Auf dem Gelände des RAW an der Revaler Straße in Friedrichshain brach am Mittwochabend in einem ehemaligen Industriegebäude ein Brand aus. Die Flammen schlugen bereits aus dem Fenster, als die Feuerwehr eintraf. Auch hatte das Feuer schon das Dach des zweigeschossigen Hauses erfasst. Laut Feuerwehrsprecher waren etwa 30 Kräfte vor Ort im Einsatz. Sie konnten den Brand schnell löschen. Die Nachlöscharbeiten dauerten noch einige Stunden an. Verletzt wurde niemand. Die Brandursache war am Morgen zunächst unklar.

Wittenberge: Vierjähriger büxt aus Kita aus und wird beim Eisklauen ertappt

Ein sehr junger Dieb im Alter von vier Jahren hat Ermittlungen gegen eine Kindertagesstätte im brandenburgischen Wittenberge ausgelöst. Der Junge war am Dienstag in einem Supermarkt von Mitarbeitern beobachtet worden, wie er sich drei Eis, Kaugummi und je eine FFP2- und eine OP-Maske einsteckte, wie die Polizei am Donnerstag in Neuruppin berichtete. Beamte stellten das Diebesgut sicher (Wert: 7 Euro) und brachten den Vierjährigen nach Hause. Dort stellte sich heraus, dass er am Vormittag aus der Kita ausgebüxt war. Nun ermittle man wegen Ladendiebstahls gegen die Erziehungsberechtigten und wegen Verletzung der Aufsichtspflicht gegen die Kita. Geklärt werden soll auch, wie der Kleine weglaufen und zum etwa einen Kilometer entfernten Supermarkt kommen konnte.

Charlottenburg: Farbbeutelwürfe gegen Hausfassade

In der Nacht zu Donnerstag wurde ein Haus in Charlottenburg mit Farbbeuteln und Steinen beworfen. Der Hausmeister des Hauses in der Steifensandstraße stellte gegen 6.30 Uhr schwarze Farbanhaftungen an der Fassade, einen Schriftzug, eine beschädigte Glasscheibe in der Eingangstür und Farbanhaftungen an einer vor dem Haus geparkten Vespa fest und alarmierte die Polizei. In dem Haus befinden sich Räume eines Förderkreisvereins einer Partei. Der Polizeiliche Staatsschutz ermittelt.

Neukölln: Müllbehälter und Papiercontainer in Brand gesetzt - Festnahme

Polizisten nahmen in der Nacht zu Donnerstag einen Mann in Neukölln fest, der im Verdacht steht, mehrere Müllbehälter und einen Altpapiercontainer in Brand gesetzt zu haben. Ein Zeuge wurde gegen 1 Uhr auf den 36-Jährigen aufmerksam, als dieser in der Weserstraße nacheinander den Inhalt vier hängender Mülleimer ansteckte. Kurz nachdem er noch einen Altpapiercontainer in Brand setzte, nahmen ihn die alarmierten Einsatzkräfte fest. Die Müllbehälter wurden komplett zerstört, an dem Container entstand leichter Sachschaden.

Marzahn: Polizei stoppt betrunkenen Fahrer

Polizisten stoppten in der Nacht zu Donnerstag an der Landsberger Allee Ecke Blumberger Damm in Marzahn ein Auto, dessen Fahrer Schlangenlinien fuhr. Als sie den Fahrer kontrollierten, roch dieser stark nach Alkohol. Der Fahrer wurde festgenommen und auf die Wache gebracht.

Schöneberg: Südkoreaner beleidigt und geschlagen

Vier bislang unbekannte Männer haben am Mittwochabend am U-Bahnhof Schöneberg einen Mann beleidigt und geschlagen. Der 35 Jahre alte südkoreanische Berlinbesucher zeigte bei der Polizei an, dass er gegen 21.15 Uhr auf einer Wartebank des U-Bahnhofs saß, als vier Männer zu ihm gekommen seien und ihn gefragt haben sollen, ob er Chinese sei. Er fragte daraufhin zurück, woher sie selbst kämen, woraufhin zwei der Männer geäußert haben sollen, dass sie Türken seien. Die vier Männer sollen ihn fremdenfeindlich und homophob beleidigt haben, später ihm ins Gesicht geschlagen und ihn getreten haben. Danach flüchteten sie. Durch den Angriff wurde der 35-Jährige leicht im Gesicht und an einem Bein verletzt. Die Polizei überprüft nun die Videoaufzeichnungen des Bahnhofs und ermittelt.

Wilmersdorf: Linksabbieger erfasst Radfahrerin

Bei einem Verkehrsunfall in Wilmersdorf ist am Mittwochabend eine Radfahrerin schwer verletzt worden. Die 27-Jährige war gegen 20 Uhr im Hohenzollerndamm in Richtung Fehrbelliner Platz unterwegs. Als sie die Kreuzung Uhlandstraße überfuhr, wurde sie von dem Wagen eines 31-Jährigen erfasst, der vom Hohenzollerndamm nach links in die Uhlandstraße abbog. Die Frau prallte gegen die Windschutzscheibe und schleuderte auf die Fahrbahn. Sie kam mit Hämatomen, Hautabschürfungen und Schmerzen in ein Krankenhaus.

Kriminalität 2020 in Berlin - die Statistik im Detail

( BM )