Blaulicht-Blog

Lkw-Fahrer schleift Radfahrerin beim Rechtsabbiegen mit

| Lesedauer: 8 Minuten

Foto: Wolfram Steinberg/dpa / picture alliance/Wolfram Steinberg

In unserem Blog finden Sie die aktuellen Meldungen von Polizei und Feuerwehr in Berlin und Brandenburg von Mittwoch, 2. Juni.

Wilmersdorf: Lkw-Fahrer erfasst Radfahrerin beim Rechtsabbiegen

Eine Radfahrerin ist am Dienstag bei einem Unfall in Wilmersdorf schwer verletzt worden. Wie die Polizei am Mittwoch mitteilte, fuhr der 49 Jahre alte Lkw-Fahrer gegen 15.40 Uhr auf der Uhlandstraße in Richtung Lietzenburger Straße. Beim Rechtsabbiegen auf den Hohenzollerndamm erfasste der Lkw-Fahrer die 74 Jahre alte Radfahrerin. Der 49-Jährige soll zunächst weitergefahren und die Frau mehrere Meter mitgeschleift haben, bis ihn Passanten auf den Unfall aufmerksam machten. Rettungskräfte brachten die am Kopf und am Rumpf verletzte Frau in ein Krankenhaus. Die Ermittlungen zum Unfallhergang führt ein Fachkommissariat für Verkehrsdelikte in der Polizeidirektion 2 (West).

Wedding: Mit Haftbefehl gesuchter Mann festgenommen

Die Polizei hat einen mutmaßlichen Einbrecher in Wedding festgenommen. Ein 36 Jahre alter zeuge hatte gegen 1.30 Uhr Geräusche von der Eingangstür eines Spätkaufs in der Barfusstraße gehört und die Polizei gerufen. Die Beamten konnten dort einen 41-Jährigen festnehmen, der sich gerade zwischen der Ladeneingangstür und einer leicht nach oben geschobenen Jalousie befand. Wie sich herausstellte, war mit einem Stein ein Loch in eine Seitenscheibe des Geschäfts geschlagen worden. An der Eingangstür wie auch an den Händen des Mannes befanden sich Blutspuren. Eine Atemalkoholmessung ergab einen Wert von 2,2 Promille.

Bei der erkennungsdienstlichen Behandlung stellte sich schließlich heraus, dass gegen den Mann ein Haftbefehl wegen ähnlicher Einbrüche ein Haftbefehl vorlag. Der Mann wurde der Kriminalpolizei übergeben.

Charlottenburg: Auto durchbricht Zaun einer Kindertagesstätte

Ein 77 Jahre alter Mann hat die Kontrolle über seinen Wagen verloren und ist damit durch den Zaun einer Kindertagesstätte in Charlottenburg gebrochen. Anschließend sei sein Auto am Dienstagnachmittag mit einem Baum auf dem Kitagelände im Popitzweg kollidiert, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Der Fahrer und seine 70 Jahre alte Beifahrerin wurden dabei schwer verletzt und von Einsatzkräften in ein Krankenhaus gebracht. Warum der 77-Jährige die Kontrolle über sein Fahrzeug verlor, war zunächst unklar. Zum Zeitpunkt des Unfalls seien keine Kinder mehr in der Kita gewesen, hieß es.

Dahme-Spreewald: Drei Verletzte bei Unfall auf A13 bei Duben

Drei Menschen sind bei einem Verkehrsunfall auf der A13 bei Duben (Dahme-Spreewald) verletzt worden. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei fuhr der Fahrer eines Kleintransporters am Dienstag in Fahrtrichtung Dresden beim Überholen zunächst gegen einen LKW-Sattelzug. Anschließend prallte der Wagen gegen die Mittelschutzplanke, wie die Polizei am Mittwoch weiter mitteilte. Die drei Insassen des Transporters im Alter zwischen 27 und 46 Jahren wurden mit Verletzungen in umliegende Krankenhäuser gebracht. Durch die Sperrung der Autobahn kam es bis in die frühen Abendstunden für Verkehrsbehinderungen.

Tiergarten: Flucht vor Polizei endet an Baum

Die Flucht mit einem Auto vor der Polizei endete in der Nacht zu Mittwoch an einem Straßenbaum in Tiergarten. Gegen 3.15 Uhr bemerkte eine Funkstreife in der Kluckstraße ein Auto in zweiter Reihe und mit gestohlenen Kennzeichen. Als die Einsatzkräfte den Fahrer ansprachen, raste dieser davon, auch über rote Ampeln und durch den Gegenverkehr. In der Stülerstraße verlor der Mann die Kontrolle über den Peugeot und prallte gegen einen auf der Mittelinsel stehenden Baum. Der 28-Jährige kletterte aus dem Fahrerfenster und versuchte zu Fuß zu flüchten. Er wurde festgenommen. Wegen des Verdachts eines Schädel-Hirn-Traumas brachte ihn der Rettungsdienst in ein Krankenhaus, welches er nach einer ambulanten Behandlung sowie einer Blutentnahme wieder verlassen konnte. Erste Ermittlungen ergaben, dass der Mann nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis ist und er zudem das Auto mutmaßlich unter Drogeneinfluss fuhr.

Westend: Kleintransporter durch Feuer beschädigt

Bei einem Brand wurde in der vergangenen Nacht ein Fahrzeug in Westend beschädigt. Ein Passant bemerkte gegen 23.45 Uhr einen Feuerschein auf der Ladefläche des in der Waldschulallee geparkten Kleintransporters. Alarmierte Einsatzkräfte der Feuerwehr konnten die Flammen löschen, bevor sie auf die Fahrerkabine übergriffen. Verletzt wurde niemand. Erste Recherchen ergaben, dass der Mercedes Sprinter im November des vergangenen Jahres in Dahlem gestohlen worden war. Ein Brandkommissariat des Landeskriminalamtes hat die weiteren Ermittlungen zur mutmaßlich vorsätzlichen Brandstiftung übernommen.

Steglitz: 80-Jähriger am U-Bahnhof rassistisch beleidigt

Weil er am Dienstag gegen 18.15 Uhr in Steglitz einen 80 Jahre alten Mann rassistisch beleidigt haben soll, ermittelt die Polizei Berlin gegen einen 45 Jahre alten Mann. Ein im Dienst befindlicher Polizist des Abschnitts 45 hatte den Tatverdächtigen an einem Nebeneingang des U-Bahnhofs Schloßstraße laut schreien gehört und bemerkt, wie dieser auf den auf einer Bank sitzenden 80-Jährigen einredete.

Der 80-Jährige gab dem Polizisten gegenüber an, dass er von dem Mann mehrfach rassistisch beleidigt worden sei. Ein Zeuge bestätigte diese Aussage. Der Tatverdächtige konnte nach der Aufnahme seiner Personalien seinen Weg fortsetzen. Die Ermittlungen wegen des Verdachts der Volksverhetzung führt der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt. Der 45-Jährige muss sich außerdem wegen eines Verstoßes gegen die Infektionsschutzmaßnahmenverordnung verantworten, weil er keinen Mund-Nasen-Schutz trug. In der Schloßstraße ist das Tragen dieses Schutzes verpflichtend.

Mitte: Sicherheitsmitarbeiter rassistisch beleidigt

Ebenfalls rassistisch beleidigt wurde am Dienstagabend ein Angestellter einer Sicherheitsfirma in Mitte. Den ersten Ermittlungen zufolge soll der 47-Jährige in der Friedrichstraße gegen 20.15 Uhr einen 43 Jahre alten Mann angesprochen haben, der an eine Hauswand urinierte. Der Angesprochene soll aggressiv geworden sein und den Sicherheitsmitarbeiter rassistisch beleidigt haben.

Charlottenburg: Volksverhetzend vom Balkon gepöbelt

Wegen des Verdachts der Volksverhetzung muss sich ein Mann in Charlottenburg verantworten. Ein Zeuge hatte am Dienstagabend die Polizei zur Mindener Straße alarmiert. Gegen 20.30 Uhr habe er einen Mann auf einem Balkon einer Wohnung in einem gegenüberliegenden Wohnhaus gehört und gesehen, der von dort antisemitische Parolen rief. Die Einsatzkräfte konnten die Wohnung lokalisieren und die Identität des 58 Jahre alten Wohnungsinhabers feststellen. Die Ermittlungen führt der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt.

Wedding: Feuerwehrmann beobachtet Drogendealer

Der Aufmerksamkeit eines Feuerwehrmannes ist es zu verdanken, dass gestern Abend ein mutmaßlicher Drogendealer in Wedding festgenommen werden konnte. Der 33 Jahre alte Bedienstete bemerkte den Verdächtigen, als er gegen 19 Uhr unter einem Gebüsch im Schillerpark grub, anschließend an der Feuerwache in der Edinburger Straße etwas ablegte und dann weiterlief. Gemeinsam mit einem Kollegen begutachtete der Feuerwehrmann den Gegenstand, bei welchem es sich mutmaßlich um eingewickeltes Heroin handelte und alarmierte die Polizei. Als der Unbekannte zurückkam und suchend umherlief, nahmen ihn die Polizeikräfte fest und beschlagnahmten die Drogen. Der 39-Jährige wurde nach einer erkennungsdienstlichen Behandlung einem Fachkommissariat des Landeskriminalamtes überstellt.

Märkisches Viertel: Geldautomat gesprengt

Unbekannte Täter haben am Montagmorgen im Märkischen Viertel einen Geldautomaten gesprengt. Gegen 3.20 Uhr wurden Anwohnende durch einen lauten Knall am Wilhelmsruher Damm aufmerksam und alarmierten die Polizei. Weitere Zeugen wollen daraufhin drei Maskierte in dem Vorraum einer Bank beobachtet haben, wie diese ein Behältnis aus dem Gebäude herauszogen, in den Kofferraum eines unmittelbar davor abgestellten Autos verluden und noch vor Eintreffen der Polizei vom Tatort flüchteten. Durch die Explosion wurde der Vorraum der Bank stark beschädigt. Die Ermittlungen führt ein Fachkommissariat beim Landeskriminalamt Berlin.

Kriminalität 2020 in Berlin - die Statistik im Detail

( dpa )