Flughafen BER

Außerplanmäßige Landung am BER: Ryanair-Flieger durchsucht

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Die Ryanair-Maschine wurde am Flughafen BER von Bundespolizisten durchsucht.

Die Ryanair-Maschine wurde am Flughafen BER von Bundespolizisten durchsucht.

Foto: dpa/Christophe Gateau

Am Flughafen BER ist am Sonntagabend eine Ryanair-Maschine wegen einer Bombendrohung außerplanmäßig gelandet.

Berlin/Schönefeld. Eine Maschine der irischen Fluggesellschaft Ryanair ist am Sonntagabend auf dem Berliner Flughafen BER außerplanmäßig gelandet und von der Bundespolizei durchsucht worden. Wie eine Sprecherin der Bundespolizei mitteilte, war die Boeing 737-800 auf dem Weg von Dublin nach Krakau und landete außerplanmäßig um 20.08 Uhr auf dem Hauptstadtflughafen.

Grund war eine Bombendrohung, wie die Berliner Morgenpost erfuhr. Eine computeranimierte Stimme habe die irische Airline telefonisch vor einer Bombe an Bord der Maschine gewarnt. Die Nachricht sei in polnischer Sprache gewesen, hieß es weiter.

Die Polizei habe daraufhin Maßnahmen zur Gefahrenabwehr eingeleitet. Die Polizei untersuchte Passagiere und Gepäck des Ryanair-Flugs am Sonntagabend. Die Durchsuchung wurde in den frühen Morgenstunden ohne Feststellung beendet, wie die Bundespolizei mitteilte. Von der Maschine gehe keine Gefahr aus, wie die Sprecherin später mitteilte

Ryanair äußert sich zu außerplanmäßiger Landung in Berlin

Wie Ryanair am Montagmorgen mitteilte, ging die außerplanmäßige Landung auf Informationen über eine mögliche Sicherheitsbedrohung an Bord zurück. Die Crew sei darüber von der Luftsicherheitskontrolle informiert worden. Auf dem Weg vom irischen Dublin ins polnische Krakau habe die Maschine deshalb am Sonntagabend den BER als nächstgelegenen Flughafen angesteuert. Dort wurden die 165 Passagiere und Gepäck untersucht.

Die 165 Passagiere mussten die Maschine für mehrere Stunden verlassen und wurden im Terminal betreut. Der Polizeisprecherin zufolge wurde eine Ersatzmaschine zur Verfügung gestellt, mit der die Passagiere nach Ausnahmegenehmigung vom Nachtflugverbot ihre Reise nach Polen nach rund acht Stunden um 3.46 Uhr fortsetzen konnten. 50 Einsatzkräfte der Bundespolizei, darunter Diensthundeführer mit ihren Sprengstoffspürhunden und weitere Polizisten, waren vor Ort.

Der Sprecher des Bundesinnenministeriums, Steve Alter, sagte am Montag, „dass es bezogen auf diesen Flug einen polizeilichen Sachverhalt gab, der eine Gefährdung dieses Flugzeuges zumindest nicht ausschließen ließ“. Die Vorsichtsmaßnahme sei in Absprache mit der Crew „aufgrund eines ernstzunehmenden Hinweises“ getroffen worden.

Die Bundespolizei hatte die Situation zuvor als unbedenklich eingestuft. Die Brandenburger Polizei ermittelt in dem Fall nun weiter.

Schon im vergangenen Sommer musste eine Ryanair-Maschine auf dem Weg von Dublin nach Krakau wegen einer anonymen Bombendrohung eine Sicherheitslandung hinlegen. Bei der Durchsuchung in Stansted in Großbritannien sei nichts gefunden worden, berichteten irische Medien.

( AFP/dpa/BM )