Blaulicht-Blog

Großbrand in Johannisthal - 120 Einsatzkräfte vor Ort

| Lesedauer: 6 Minuten
Brand Johannisthal

Brand Johannisthal

Feuer in einem leerstehenden Gebäude in Johannisthal

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In unserem Blog finden Sie die aktuellen Meldungen von Polizei und Feuerwehr in Berlin und Brandenburg von Freitag, 21. Mai.

Johannisthal - Dach eines leerstehenden Gebäudes in Flammen

Die Berliner Feuerwehr ist am Freitagabend zu einem Brand in Johannisthal ausgerückt. Dort brannte im Segelfliegerdamm das Dach eines leerstehenden Gebäudes. Man sei mit 90 Kräften im Einsatz, twitterte die Feuerwehr. Später schickte sie eine Aktualisierung, wonach 120 Kräfte vor Ort seien. Auch über die Warnapp Nina wurde vor dem Großbrand gewarnt. Dadurch komme es besonders im Süden und Südosten von Berlin zu einer starken Rauchentwicklung und Geruchsbelästigung. Man solle das betroffene Gebiet weiträumig umfahren. Anwohner sollten die Fenster und Türen schließen und Lüftungen sowie Klimaanlagen abschalten.

Moabit: Autofahrer flieht vor Polizei - sechs Verletzte

Ein Autofahrer hat auf der Flucht vor der Polizei am Donnerstag einen Unfall in Moabit (Mitte) verursacht. Wie die Behörde am Freitag mitteilte, wurden zwei unbeteiligte Menschen verletzt. Zuvor hatten die Polizisten den Autofahrer in der Oldenburger Straße bemerkt und die Verfolgung aufgenommen, weil sie wussten, dass der Mann nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis ist.

Auf die Anhaltesignale der Beamten in der Waldenserstraße reagierte der Autofahrer nicht - stattdessen gab er Gas und bog in die Emdener Straße. Laut Polizeibericht fuhr der 25-Jährige in den Gegenverkehr, missachtete rote Ampeln und andere Vorschriften. Als er trotz roter Ampel in die Einmündung Beussel- Ecke Kaiserin-Augusta-Allee einfuhr, kollidierte er mit einem anderen Auto. Ein 49-Jähriger sowie eine 44-Jährige kamen mit dem Verdacht eines Schleudertraumas in ein Krankenhaus. Ein 21-Jähriger, der den Unfall beobachtet hatte, erlitt einen Schock und kam ebenfalls in eine Klinik.

Nach dem Unfall versuchte der 25-Jährige noch, zu Fuß zu flüchten. Doch Beamte konnten ihn festnehmen, wobei er Widerstand leistete. Drei Polizisten seien leicht verletzt worden. Die Einsatzkräfte beschlagnahmten den Golf. In dem Auto habe ein auf eine andere Person ausgestellter Personalausweis gelegen. Der 25-Jährige habe angegeben, dass er diesen gefunden habe. Außerdem entdeckten die Polizisten Drogen, ein Handy und einen im Kofferraum liegenden Tresor. Die Ermittlungen zu diesen Gegenständen dauern an. Der 25-Jährige wurde erkennungsdienstlich behandelt. Er muss sich nun wegen Verdachts des schweren Diebstahls, Fahrens ohne Fahrerlaubnis, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und Fundunterschlagung verantworten.

Mitte: Polizei nimmt Enkeltrick-Betrüger fest

Im Rahmen der von Europol unterstützten Zusammenarbeit der Berliner Strafverfolgungsbehörden mit den Kolleginnen und Kollegen in Polen gelang den Ermittlerinnen und Ermittlern des Landeskriminalamtes Berlin ein erneuter Schlag gegen eine grenzüberschreitend agierende Bande.


Die fortgesetzten Ermittlungen führten zu fünf Wohnungen in der Mohren- und Leipziger Straße, aus denen betrügerische Anrufe nach Polen erfolgten. Dabei wurden meist ältere Menschen unter Legenden aufgefordert, Geld an Personen zu übergeben, die im Anschluss bei ihnen zu Hause erscheinen.


Mit richterlichen Beschlüssen wurden die Wohnungen in Mitte gestern Nachmittag kurz nach 14 Uhr durchsucht. Dabei konnten neun Frauen und Männer im Alter von 14 bis 51 Jahren festgenommen werden. Zwei Jugendliche wurden dem Jugendnotdienst, die Erwachsenen dem Betrugsdezernat des Landeskriminalamtes überstellt. Während der Festnahmen flüchtete ein 29-Jähriger aus einer Wohnung in der vierten Etage und sprang vom Balkon auf den Balkon der Wohnung darunter, wo er von den Einsatzkräften festgenommen wurde. Eine 38-Jährige erlitt einen Schwächeanfall und wurde nach der Behandlung im Krankenhaus ins Polizeigewahrsam genommen. Ein 35-Jähriger wurde bereits mit einem internationalen Haftbefehl gesucht. Bei den Durchsuchungen konnten umfangreiche Beweismittel, darunter seltene Goldmünzen als mutmaßliche Beute aus einer früheren Tat, beschlagnahmt werden. Die Auswertung der Beweismittel sowie die Ermittlungen in dem Gesamtkomplex dauern an.

Gransee: Motorradfahrer stirbt bei Unfall

Ein 64 Jahre alter Kradfahrer ist bei einem Verkehrsunfall in Gransee (Landkreis Oberhavel) ums Leben gekommen. Der 57-jährige Fahrer eines Kleinlasttransporters wollte am Donnerstag nach links abbiegen, wie die Polizeidirektion Nord am Freitag mitteilte. Dabei bemerkte er nicht den Motorradfahrer im Gegenverkehr. Beide Fahrzeuge stießen zusammen. Der Fahrer des Kleintransporters erlitt einen Schock. Die Bundesstraße 96 war wegen der Bergungsarbeiten für etwa drei Stunden gesperrt.

Spandau: Brandstiftungen in linkem Wohnprojekt - Polizei nimmt Bewohner fest

Nach mehreren Brandstiftungen in einem linksalternativen Wohnprojekt in Spandau hat die Polizei das Haus durchsucht und einen verdächtigen Mann festgenommen. Das teilte die Polizei am Freitag mit. Der Verdächtige sei ein Bewohner des Hauses in der Jagowstraße, sagte eine Polizeisprecherin. Beweise seien sichergestellt worden. Einen ausführlichen Artikel lesen Sie hier.

Kreuzberg: Roller und Auto in Flammen - Brandursache noch unklar

Unbekannte haben in der vergangenen Nacht in Kreuzberg einen Motorroller angezündet. Ein Zeuge bemerkte das Feuer um kurz vor Mitternacht in der Moritzstraße und verständigte die Feuerwehr. Die Brandbekämpfer konnten zwar die Flammen löschen, aber nicht verhindern, dass sie auf einen in der Nähe stehenden Mercedes übergriffen, teilte die Polizei am Freitag mit. Verletzt wurde niemand. Ein Brandkommissariat beim Landeskriminalamt hat die weiteren Ermittlungen wegen Brandstiftung übernommen.

In Berlin passiert es häufiger, dass in der Nacht oder in den frühen Morgenstunden Fahrzeuge durch Brände zerstört oder beschädigt werden. Viele werden mutmaßlich gelegt, aus politischen oder kriminellen Gründen. Zuletzt brannte ein Transporter in Hellersdorf.

Mitte: Kind rennt auf Fahrbahn

Ein Kind wurde gestern Abend bei einem Verkehrsunfall in Gesundbrunnen verletzt. Der Junge wartete gegen 20.40 Uhr mit seiner Schwester an einer roten Ampel in der Wollankstraße. Plötzlich riss sich der Vierjährige los, rannte auf die Fahrbahn und wurde von einem Fahrzeug erfasst. Der Autofahrer hielt an, stieg aus und erkundigte sich bei der 14-Jährigen und ihrem Bruder, ob alles in Ordnung sei, was die beiden bejahten.

Der Mann setzte daraufhin seine Fahrt fort. Später klagte das Kind über Schmerzen, so dass es der Rettungsdienst in ein Krankenhaus brachte, in welchem der Junge stationär aufgenommen wurde. Das Fachkommissariat für Verkehrsdelikte hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

Kriminalität 2020 in Berlin - die Statistik im Detail

( BM/dpa )