Kriminalität

Berliner Polizei rückt wegen giftiger Rizinussamen aus

Das Wappen der Berliner Polizei ist auf einer Dienstjacke zu sehen.

Das Wappen der Berliner Polizei ist auf einer Dienstjacke zu sehen.

Foto: dpa

Berlin. Die Berliner Polizei hat bei der Durchsuchung einer Wohnung im Bezirk Pankow giftige Rizinussamen gefunden. Eine Straftat oder das Vorbereiten einer Straftat konnte jedoch nicht festgestellt werden, sagte eine Sprecherin der Polizei am Donnerstag. Verarbeitet kann aus den Samen Rizin gewonnen werden, was laut Robert Koch-Institut bereits in niedrigsten Konzentrationen tödlich wirken kann. Die "B.Z." hatte zuvor berichtet.

Am Mittwochabend hatten die Einsatzkräfte den Angaben zufolge mit einem richterlichen Beschluss die Wohnung eines 22-Jährigen in der Walter-Friedrich-Straße durchsucht. Es bestand der Verdacht, dass der junge Mann eine große Menge Rizinussamen missbräuchlich verwendet hatte. Mitarbeiter der Analytischen Taskforce der Polizei rückten in Schutzanzügen aus.

Die Beamten entdeckten zwar rund 100 der giftigen Samen, jedoch waren diese nach Angaben der Sprecherin nicht verarbeitet. Eine Straftat habe daher nicht vorgelegen, der junge Mann sei nicht festgenommen worden. Er soll die große Menge der giftigen Samen zuvor im Internet bestellt haben. Wofür er die Samen nutzen wollte, konnte die Polizeisprecherin zunächst nicht sagen.

© dpa-infocom, dpa:210520-99-676563/2

( dpa )