Berlin-Kreuzberg

Zehn verletzte Polizisten nach Stein- und Flaschenwürfen

Zu einem größeren Polizeieinsatz ist es am Sonntag in Kreuzberg gekommen.

Zu einem größeren Polizeieinsatz ist es am Sonntag in Kreuzberg gekommen.

Foto: Pudwell

Festnahmen, Anzeigen und Blessuren: Eine alkoholisierte Gruppe hat Polizisten auf dem Kreuzberger Mariannenplatz angegriffen.

Berlin. In Berlin-Kreuzberg sind aus einer alkoholisierten Gruppe heraus Polizisten mit Flaschen und Steinen angegriffen und zehn Beamte verletzt worden. Wie die Polizei am Montag weiter mitteilte, musste eine Einsatzkraft im Krankenhaus behandelt werden.

Laut Polizei hatten sich am Sonntagabend am Mariannenplatz trotz Ausgangssperre rund 100 Menschen versammelt, die Alkohol tranken. Als gegen 22.30 Uhr die Polizei nach Hinweisen von Zeugen eintraf und die Versammelten aufforderte, nach Hause zu gehen, seien nur Einzelne gegangen. Ein Teil der Anwesenden habe umgehend aggressiv reagiert und polizeifeindliche Sprechchöre skandiert.

Tumult auf Mariannenplatz: Polizei setzt Reizgas und Schlagstöcke ein

Als ein Mann sich weigerte, den Ort zu verlassen und sich ausweisen sollte, seien Polizisten von Umstehenden bedrängt worden. Die Beamten setzten Reizgas ein, aus der Menge wurden den Angaben zufolge Steine und Flaschen geschleudert. Weitere Personen hätten sich solidarisiert und die Attacken forciert, hieß es. Die Beamten hätten nun auch Schlagstöcke eingesetzt, um sich zu verteidigen.

Wegen der massiven Angriffe zogen sich die Einsatzkräfte laut Polizei in die Muskauer Straße zurück. Dort seien sie in ihren Fahrzeugen weggefahren, wobei sie weiter mit Gegenständen attackiert worden seien. Mehrere Polizisten seien getroffen und verletzt worden. Auch Einsatzwagen sowie geparkte Fahrzeuge wurden beschädigt.

Die Polizei nahm laut Mitteilung mit angeforderten Unterstützungskräften 78 Menschen vorübergehend fest. Gegen alle wurden Ordnungswidrigkeitenanzeigen wegen Verstößen gegen den Corona-Infektionsschutz geschrieben. Auch Strafermittlungen wegen besonders schweren Landfriedensbruchs, Widerstands, tätlichen Angriffs, versuchter Gefangenenbefreiung und Sachbeschädigung seien eingeleitet worden.

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( dpa )