Jagow15

Bombendrohung gegen linksalternatives Wohnprojekt in Spandau

Ein leuchtendes Blaulicht auf einem Polizeiwagen (symbioölbild).

Ein leuchtendes Blaulicht auf einem Polizeiwagen (symbioölbild).

Foto: dpa

Nach der Bombendrohung gegen das Projekt "Jagow15" hat die Polizei das Haus durchsucht. Es war nicht der erste Vorfall in dem Gebäude.

Berlin. Gegen ein linksalternatives Wohnprojekt in Berlin-Spandau ist am frühen Mittwochmorgen eine anonyme Bombendrohung eingegangen. Wie die Polizei mitteilte, hatte der Unbekannte gegen 0.40 Uhr telefonisch mit der Explosion eines Sprengsatzes gedroht.

Nach Angaben eines Polizeisprechers wurde das Gebäude an der Jagowstraße zunächst geräumt und dann durchsucht. Die rund 35 Bewohner wurde vor Ort von der Berliner Feuerwehr betreut. Die Polizei fand bei ihrer Durchsuchung keinen explosiven Gegenstand. Nach dem Einsatz konnten die Bewohner gegen 3 Uhr wieder zurück in ihre Wohnungen.

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Laut Polizei stand das Gebäude in der Vergangenheit schon mehrfach im Fokus krimineller Handlungen. Im April hatten Unbekannte im Hausflur Möbel, darunter ein hölzernes Küchenregal sowie ein Sofa, in Brand gesetzt.

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Bei dem Wohnprojekt handelt es sich um „Jagow15“. Das Projekt ist Teil des „Mietshäuser Syndikats“, ein Verbund von über 150 autonomen, selbstverwalteten Mietshäusern, Hausprojekten und Projektinitiativen in ganz Deutschland. In Berlin gibt es insgesamt 20 solcher Wohnprojekte.

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