Allgemeinverfügung

Bundespolizei verbietet Messer an drei Berliner Bahnhöfen

Der S-Bahnhof Ostkreuz.

Der S-Bahnhof Ostkreuz.

Foto: dpa

Die Gewalt an den Bahnhöfen nimmt zu. Die Bundespolizei verbietet nun das Mitführen gefährlicher Gegenstände - aber nur kurzzeitig.

Berlin. Die Bundespolizei verbietet das Mitführen gefährlicher Gegenstände in drei Berliner Bahnhöfen: Reisende dürfen am dritten Septemberwochenende keine Messer, Reizgas oder Schlaggegenstände mit sich führen. Das Verbot gilt am 17. und 18. September 2021 jeweils in der Zeit von 12 bis 2 Uhr des Folgetages und endet somit am Sonntag, den 19. September 2021 um 2 Uhr, teilte die Bundespolizei am Freitag mit.

Die Einhaltung des Verbots werde durch Beamte der Bundespolizei überwacht und kontrolliert. Bei Verstößen gegen die Allgemeinverfügung können die Gegenstände sichergestellt und ein Zwangsgeld festgesetzt werden.

Das Verbot gilt in diesen drei Berliner Bahnhöfen:

  • Ostbahnhof
  • Warschauer Straße
  • Ostkreuz

Laut Bundespolizei ist es in der Vergangenheit trotz des geringeren Reiseverkehrs durch die Corona-Pandemie immer wieder zu Gewaltdelikten unter Anwendung von gefährlichen Gegenständen gekommen. Daher ist diese Einschränkung aus Sicht der Bundespolizei erforderlich. Ähnliche Waffen-Verbote in und an Berliner Bahnhöfen hatte es bereits in den Jahren 2018, 2019 und Anfang 2021 gegeben. Die Anzahl festgestellter Gewaltdelikte auf Bahnanlagen bewegt sich seit Jahren auf anhaltend hohem Niveau.

Kriminalität 2020 in Berlin - die Statistik im Detail

( jp )