Blaulicht-Blog

Marzahn: Mann schlägt mit Beil auf seine Mutter ein

| Lesedauer: 19 Minuten

Foto: Kai Kitschenberg / FUNKE Foto Services

In unserem Blog finden Sie die aktuellen Meldungen von Polizei und Feuerwehr in Berlin und Brandenburg von Dienstag, 4. Mai.

Marzahn: Mann schlägt mit Beil auf seine Mutter ein

Ein erwachsener Mann soll mitten in der Nacht mit einem Beil auf seine Mutter im Schlafzimmer in Marzahn eingeschlagen und dann in seinem eigenen Zimmer ein Feuer gelegt haben. Die 63-Jährige kam mit schweren Kopfverletzungen ins Krankenhaus, wo sie sofort operiert wurde, wie die Polizei und die Staatsanwaltschaft Berlin am Dienstag mitteilten. Lebensgefahr besteht demnach derzeit nicht. Laut einem Polizeisprecher wurde der 33-jährige Sohn festgenommen und einem Psychiater in einem Krankenhaus vorgeführt, der seine geistige Gesundheit beurteilen sollte.

Wie es weiter hieß, hatte der 65-jährige Stiefvater des Sohnes den Einsatzkräften vor Ort das Tatgeschehen geschildert. Er selbst sei bei dem Angriff dazwischen gegangen und habe weitere Schläge verhindert.

Nach dem Beil-Angriff soll sich der Sohn in seinem Zimmer in dem Doppelhaus verbarrikadiert und dort ein Feuer gelegt haben, bevor er geflüchtet sei. Brandbekämpfer löschten die Flammen. Laut Mitteilung wurde der Sohn mehrere Stunden später am Morgen im Stadtteil Kaulsdorf gefunden und festgenommen. Eine Mordkommission und die Staatsanwaltschaft ermitteln nun wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdelikts. Hintergründe und der genaue Tatablauf sind noch Gegenstand der Ermittlungen.

Überfall auf Späti in Moabit

In der Lehrterstraße in Moabit kam es am frühen Abend zu einem Überfall auf einen Späti. Die Polizei sperrte den Tatort ab und die Kriminalpolizei sicherte bis in die Abendstunden Spuren. Weiteres ist bislang unklar.

Neu-Hohenschönhausen : Festnahme nach Verfolgung mit Unfall

In der vergangenen Nacht entzog sich ein Mann in Neu-Hohenschönhausen einer Kontrolle durch Polizeieinsatzkräfte. Gegen 23 Uhr entdeckten Beamte an der Kreuzung Pablo-Picasso-Straße Ecke Gehrenseestraße einen Audi-Fahrer, der mit augenscheinlich deutlich überhöhter Geschwindigkeit unterwegs war. Mit eingeschaltetem Blaulicht und Martinshorn sowie dem Anhaltesignal „Stopp Polizei“ forderten die Einsatzkräfte den Mann auf, sein Fahrzeug für eine Kontrolle zum Stehen zu bringen. Der bis dahin Unbekannte ignorierte die Weisung der Polizeikräfte und beschleunigte seinen Wagen stattdessen.

Die Beamten folgten dem Flüchtenden bis nach Brandenburg, wo der junge Mann an der Kreuzung Schönfließer Straße Ecke Florastraße sein Fahrzeug zunächst anhielt. Als der Fahrzeugführer den Einsatzwagen verließ, beschleunigte der Flüchtende seinen Audi jedoch und fuhr gegen die geöffnete Fahrertür. Nur durch ein schnelles Zurückfallen in den Einsatzwagen wurde der Polizeibeamte nicht erfasst.

Der junge Audi-Fahrer setzte seine Flucht im Anschluss stadteinwärts fort. Im Verlauf der Fahrt stieß er in der Dietzgenstraße mit dem Fahrzeug einer Zivilstreife zusammen, welches links von ihm in gleicher Richtung unterwegs war und beschädigte dieses. Den Einsatzkräften gelang es anschließend, das Fahrzeug zum Stehen zu bringen, wobei der Fahrer auch hier noch versuchte, sich einer Kontrolle zu entziehen. Die Zivilfahnder nahmen den jungen Mann schließlich fest, wo er erheblichen Widerstand leistete. Verletzt wurde dabei niemand.

Mehreren Zeugenaussagen zufolge soll der später Festgenommene während der Fahrt seinen Wagen auf bis zu 130 km/h beschleunigt sowie mehrere rote Ampeln missachtet haben. Polizeieinsatzkräfte stellten das Fahrzeug zu Erstellung eines Gutachtens sicher und entdeckten im Innenraum mutmaßlich Drogen, welche sie beschlagnahmten.

Aufgrund seines körperlichen Zustands brachten die Polizeieinsatzkräfte den 31-Jährigen in ein Krankenhaus, wo ihm wegen des Verdachts der Drogenbeeinflussung Blut von einem Arzt abgenommen wurde. Im Anschluss überstellten die Einsatzkräfte den Festgenommen der Kriminalpolizei der Direktion 3 (Ost), welche die weiteren, noch andauernden Ermittlungen übernahm. Der 31-Jährige sieht nun Ermittlungsverfahren wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und Fahrens eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens sowie wegen Besitzes von mutmaßlich Betäubungsmitteln entgegen.

Mehr Polizisten auf der Straße im Kiez - 45 Kontaktbereichsbeamte

Mehr Polizisten als bisher sollen in den Berliner Kiezen zu Fuß auf den Straßen unterwegs und direkte Ansprechpartner für die Menschen sein. 45 sogenannte Kontaktbereichsbeamte begannen am 3. Mai ihren Vollzeit-Dienst in Stadtteilen außerhalb der Innenstadt, wie Innensenator Andreas Geisel (SPD) und Polizeipräsidentin Barbara Slowik am Dienstag im Wedding sagten. Die Polizei will so präsenter und näher an den Menschen dran sein. Im Dezember hatte eine Testphase mit rund 40 dieser Polizisten in vier Stadtteilen begonnen. Die Zahl der jetzt knapp 90 Polizisten mit dieser Aufgabe solle in den nächsten Jahren noch erhöht werden, sagte Slowik.

Das Konzept heißt „KoB 100“ (Kontaktbereichsdienst 100), wobei die Zahl für 100 Prozent auf der Straße stehen soll. Diese Kontaktbereichsbeamten gibt es laut Polizei schon seit Jahrzehnten. Im Lauf der Jahre hätten sie aber zunehmend andere Aufgaben wie Einsätze in Streifenwagen übernommen und seien als direkte Ansprechpartner nicht mehr so präsent gewesen. Nun sollen sie wieder den größten Teil ihrer Arbeitszeit im Kontakt mit den Menschen verbringen.

Festnahme nach Einbruch in Zehlendorfer Kiosk

In der vergangenen Nacht nahmen Polizeieinsatzkräfte in Zehlendorf zwei mutmaßliche Einbrecher fest. Gegen 4.50 Uhr wurde eine Anwohnerin in der Machnower Straße auf laute Geräusche von der Straße aufmerksam und weckte ihren Ehemann. Dieser beobachtete mehrere männliche Personen, die sich an und in einem Kiosk zu schaffen machten und alarmierte die Polizei. Während drei Männer in die Karolinenstraße flüchteten, nahmen Polizeieinsatzkräfte einen 56-Jährigen vor dem Kiosk sowie einen 23-Jährigen in dem Laden fest. Während der Tatortarbeit erhielten die Beamten von einem Zeitungszusteller den Hinweis zu einem Opel in der nahegelegenen Karolinenstraße.

In diesem befanden sich zahlreiche Stangen und Schachteln mit Zigaretten, welche die Polizisten zusammen mit dem Fahrzeug beschlagnahmten. Die Festgenommenen wurden zu einem Polizeigewahrsam gebracht und dort dem Fachkommissariat der Direktion 4 (Süd) überstellt. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft sollen sie noch heute einem Haftrichter vorgeführt werden. Die Ermittlungen dauern an.

Homophobe Beleidigungen und Schläge in U-Bahn: Bewährungsstrafe

Weil er mehrere Fahrgäste in einer U-Bahn homophob beleidigt und geschlagen hatte, ist ein 25-jähriger zu einem Jahr Haft auf Bewährung verurteilt worden. Das Amtsgericht Berlin-Tiergarten sprach den geständigen Angeklagten am Dienstag der vorsätzlichen Körperverletzung sowie der Beleidigung und Bedrohung schuldig. Zudem soll er an einen damals durch einen Faustschlag verletzten Mann 3000 Euro zahlen. Außerdem wurde dem Angeklagten die Teilnahme an einem Anti-Gewalt-Training auferlegt.

Bei dem Vorfall in der Nacht zum 9. März 2019 in der U2 Richtung Pankow habe sich der Angeklagte zunächst über mehrere Männer lustig gemacht, die anlässlich des Weltfrauentages Frauenkleider trugen, sagte der Vorsitzende Richter. Sie seien homophob beschimpft worden. Auch eine Frau, die mit den Männern in Frauenkleidern unterwegs war, sei beleidigt worden. Nach einem kurzen Disput habe der Angeklagte zwei Männer mit der flachen Hand und zuletzt ein Opfer mit der Faust in das Gesicht geschlagen. Ein 25-jähriger Student habe einen Nasenbeinbruch erlitten.

Der Angeklagte, der wegen einer Gewalttat im öffentlichen Nahverkehr vorbestraft ist, hatte erklärt, die Äußerungen seien „scherzhaft“ gewesen. Er habe keinerlei Abneigung gegen Homo- oder Transsexuelle. Als ihm und seinen beiden damaligen Begleitern mehrere Männer und Frauen gegenübergestanden hätten, sei die Situation eskaliert. „Ich verliere zu schnell die Nerven, wenn ich mich bedrängt fühle“, so der Angeklagte. Es treffe auch zu, dass er einem Mann angedroht habe, ihm die Augen auszustechen.

Mit dem Urteil folgte das Gericht im Wesentlichen dem Antrag der Staatsanwältin. Der Verteidiger hatte ebenfalls auf eine Bewährungsstrafe plädiert. Das Verfahren gegen einen 24-jährigen Mitangeklagten wurde zu Prozessbeginn gegen eine Geldauflage in Höhe von 600 Euro eingestellt. Ein dritter Angeklagter war wegen einer Erkrankung nicht erschienen. Sein Verfahren wurde zur gesonderten Verhandlung abgetrennt.

Kellerbrand in Mehrfamilienhaus in Potsdam-Drewitz

Bei einem nächtlichen Brand im Keller eines Mehrfamilienhauses in Potsdam-Drewitz sind drei Menschen verletzt worden, darunter ein Säugling. Sie kamen mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus, wie ein Polizeisprecher am Dienstagmorgen sagte. Demnach ereignete sich der Brand kurz vor Mitternacht in der Wolfgang-Staudte-Straße. Rund 30 Bewohner des Hauses wurden von der Feuerwehr in Sicherheit gebracht. Einige Mieter mussten mit einer Drehleiter gerettet werden.

„Die Verkehrsbetriebe unterstützen mit Bussen, um die Bewohner vorübergehend unterzubringen.“, twitterte die Potsdamer Feuerwehr. Viele der Betroffenen waren leicht bekleidet und konnten bei den kühlen Nachttemperaturen in den Bussen unterkommen.

86 Feuerwehrleute waren mit 27 Fahrzeugen im Einsatz. Der Brand konnte gelöscht werden. Nach ersten Ermittlungen war der Brand offenbar im Keller des Wohnhauses ausgebrochen, der von beiden Aufgängen erreichbar ist. Fünf Kellerverschläge waren nach derzeitigem Erkenntnisstand betroffen. Nach Abschluss der Löscharbeiten konnten die meisten Bewohner wieder in ihre Wohnungen zurückkehren. Durch einen Rohrbruch wegen des Brandes ist eine Erdgeschosswohnung zunächst unbewohnbar.

Die Kriminalpolizei ermittelt. Strafanzeige wegen schwerer Brandstiftung wurde aufgenommen.

55 Hinweise zu Fahndungsfoto von mutmaßlichem DHL-Erpresser

Das Fahndungsfoto eines mutmaßlichen DHL-Erpressers hat den Ermittlern in der ersten Woche nach dessen Veröffentlichung Dutzende Hinweise eingebracht. Insgesamt seien 55 Hinweise eingegangen, teilten die Polizei Brandenburg und die Staatsanwaltschaft Potsdam am Dienstag mit. Demnach hängen mittlerweile mehr als 1000 Plakate mit dem Foto in Berlin, Frankfurt (Oder) und Potsdam. Die Fahnder haben für wertvolle Hinweise eine Belohnung von bis zu 5000 Euro ausgeschrieben.

Vor rund anderthalb Wochen veröffentlichten die Ermittler ein Bild einer Überwachungskamera von einem Mann, der verdächtigt wird, den Paketzusteller DHL zu erpressen. Vor etwa dreieinhalb Jahren soll er mehrere explosive Sendungen an Adressen in Berlin und Brandenburg geschickt haben. Darunter soll eine Paketbombe gewesen sein, die am Rande des Potsdamer Weihnachtsmarktes abgegeben worden war. Darin wurde ein als QR-Code verschlüsseltes Schreiben entdeckt, mit dem DHL um eine Millionensumme in Bitcoins erpresst wurde.

Das LKA Brandenburg ermittelt wegen des Verdachts des Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion sowie der schweren räuberischen Erpressung. Die Sonderkommission „Quer“ wertete laut Polizei bislang mehr als 1000 Spuren und Hinweise aus.

Charlottenburg: Mann tritt Bild von Terroropfer um - Festnahme

Gestern Mittag nahmen Polizeieinsatzkräfte in Charlottenburg einen Mann fest. Ein aufmerksamer Passant beobachtete gegen 13 Uhr auf dem Breitscheidplatz am Ort der Erinnerung an die Opfer des Terroranschlags vom 19. Dezember 2016 einen bis dahin Unbekannten, der einen dort aufgestellten Bilderrahmen umgestoßen und mit dem Fuß zerstört haben soll. Alarmierte Einsatzkräfte nahmen den 58-Jährigen fest. Ein freiwilliger Atemalkoholvortest ergab einen Wert von rund 1,8 Promille. Die Polizistinnen und Polizisten sprachen gegen den Alkoholisierten einen Platzverweis aus und leiteten gegen ihn Ermittlungsverfahren wegen Störung der Totenruhe und gemeinschädlicher Sachbeschädigung ein.

Hellersdorf: Polizei nimmt Katalysatoren-Diebe fest

In Hellersdorf haben Einsatzkräfte in der vergangenen Nacht vier Tatverdächtige wegen des Verdachts des Diebstahls von Katalysatoren festgenommen. Ersten Informationen zufolge hatte gegen 2.45 Uhr eine 41-Jährige Anwohnerin der Adele-Sandrock-Straße die Polizei alarmiert, da sie vier Personen auf der Straße gesehen hatte, von denen sie vermutete, dass sie Teile von Fahrzeugen abbauten und sie in einen schwarzen Pkw luden.

Die eintreffenden Kräfte überprüften das beschriebene Fahrzeug in unmittelbarer Nähe und nahmen zwei Frauen im Alter von 22 und 25 Jahren und zwei Männer im Alter von 27 und 28 Jahren fest. Bei der Durchsuchung des Pkw kamen vier Katalysatoren und Tatwerkzeuge zum Vorschein. Bei Absuche der näheren Umgebung fanden die Kräfte vier geparkte Fahrzeuge an denen Katalysatoren fehlten. Alle vier Tatverdächtigen wurden in einem Polizeigewahrsam erkennungsdienstlich behandelt. Bis auf den mit Haftbefahl in anderer Sache gesuchten 28-Jährigen, der in Haft blieb, wurden sie wieder auf freien Fuß gesetzt.

Lichtenberg: Kinder laufen auf Straße und werden von Taxi erfasst

Bei einem Unfall in Fennpfuhl sind gestern Nachmittag zwei Kinder verletzt worden. Nach bisherigen Erkenntnissen und Zeugenaussagen befuhr ein 41-jähriger Taxifahrer mit einem Mercedes gegen 14.50 Uhr die Landsberger Allee stadteinwärts in Richtung Danziger Straße. In Höhe eines für Fußgänger eingerichteten Straßenübergangs, einer sogenannten Querungshilfe, sollen zwei Kinder im Alter von 7 und 9 Jahren hinter zwei wartenden LKW auf die Straße gerannt und von dem Taxi erfasst worden sein. Bei dem Unfall wurde der 7-Jährige an einem Bein und der 9-Jährige am Kopf verletzt. Die Geschwister wurden mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht, wo sie stationär aufgenommen wurden.

A24: Autos kollidieren mit Rindergruppe - vier Tiere tot

Ausgebrochene Rinder haben in der Nacht zum Dienstag für Unfälle und eine zweistündige Sperrung auf der Autobahn 24 Berlin-Hamburg gesorgt. Wie ein Polizeisprecher für Westmecklenburg mitteilte, stieß kurz nach Mitternacht bei Wöbbelin zunächst ein Auto mit vier Tieren zusammen. Dabei wurden drei Rinder getötet. Kurz darauf kollidierte ein weiterer Autofahrer mit einer bereits am Boden liegenden Kuh. Beide Autofahrer blieben unverletzt, ihre Wagen wurden aber erheblich beschädigt. Drei der Tiere waren sofort tot, ein Rind sei wegen starker Verletzungen später von einem Veterinär getötet worden.

Autofahrer sollten aber weiter aufpassen. Nach Angaben des Eigentümers, der erst am Morgen gefunden wurde, sind weitere Rinder von der Weide geflohen. Was die Tiere so beunruhigt hat, dass sie durch den Weidezaun nicht aufgehalten werden konnten, sei unklar. Die A24, die von Berlin über Brandenburg nach Hamburg führt, hat in der Region keinen Wildschutzzaun und war zwei Stunden in Richtung Hamburg gesperrt.

Mitte: Männer attackieren Sicherheitsmitarbeiter eines Supermarktes

Zwei Männer haben am Montag einen Sicherheitsmitarbeiter eines Supermarktes an der Annenstraße in Mitte attackiert, weil sie sich nicht an die Hygienevorschriften halten wollten. Der 42-Jährige hatte das Duo, das in Begleitung einer Frau war, aufgefordert, einen Einkaufswagen oder einen Einkaufskorb zu benutzen. Einer der Männer habe dann unvermittelt mit den Fäusten auf den Sicherheitsmitarbeiter eingeschlagen, gaben mehrere Zeugen gegenüber der Polizei an. Der Sicherheitsmitarbeiter sei zu Boden gegangen - doch der Mann hätte nicht von ihm abgelassen. Auch der zweite Mann attackierte dann den am Boden Liegenden mit Tritten. Währenddessen schrie die Frau herum und forderte die Männer zur Flucht auf. Polizisten suchten noch die Gegend ab, konnten die Verdächtigen aber nicht ausfindig machen. Der verletzte 42-Jährige wurde in ein Krankenhaus gebracht. Die Polizei sicherte Videoaufzeichnungen. Die Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung dauern an.

Mitte: Polizei beendet illegales Autorennen

Die Polizei hat am Montag ein Autorennen in Mitte gestoppt. Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, überholten zwei Mercedes-Fahrer um kurz nach 22 Uhr in der Leipziger Straße eine Zivilstreife und hielten an einer roten Ampel. Als diese Grün zeigte, seien beide Wagen in der 30er-Zone mit überhöhter Geschwindigkeit in Richtung Potsdamer Platz gerast. Dabei hätten sie rücksichtslos die Fahrspuren gewechselt und überholten andere Fahrzeuge. Während der Wettfahrt soll ein Fahrer auch eine rote Ampel überfahren haben. In der Ben-Gurion-Straße stoppten die Einsatzkräfte die 24 und 39 Jahre alten Fahrer. Die Fahrzeuge und Führerscheine wurden beschlagnahmt. Das Duo muss sich nun wegen eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens verantworten.

Friedenau: Parolen am S-Bahnhof skandiert

Zwei Frauen haben am Montag gegen 22 Uhr am S-Bahnhof Friedenau (Steglitz-Zehlendorf) mehrfach „Heil Hitler“ gerufen. Als zwei Männer das Duo aufforderte, das zu unterlassen, schlug eine Frau einem 19-Jährigen mit der Faust gegen den Kopf. Danach flüchteten die Frauen mit dem Fahrrad. Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, wurde der 19-Jährige leicht verletzt, eine Behandlung lehnte er ab. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen wegen Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen und Körperverletzung übernommen.

Potsdam-Drewitz: Kellerbrand in Mehrfamilienhaus - drei Verletzte

Bei einem Brand im Keller eines Mehrfamilienhauses in Potsdam-Drewitz sind drei Menschen verletzt worden. Sie kamen mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus, wie ein Polizeisprecher am Dienstagmorgen sagte. Die Feuerwehr berichtete auf Twitter zunächst von zwei Verletzten.

Der Brand ereignete sich kurz vor Mitternacht in der Wolfgang-Staudte-Straße. Ersten Angaben von vor Ort zufolge soll giftiger Rauch durch die Hausflure in die Wohnungen gezogen sein. Rund 30 Bewohner des Hauses mussten von der Feuerwehr in Sicherheit gebracht werden. „Die Verkehrsbetriebe unterstützen mit Bussen, um die Bewohner vorübergehend unterzubringen“, twitterte die Potsdamer Feuerwehr. 86 Feuerwehrleute waren mit 27 Fahrzeugen im Einsatz. Der Brand konnte gelöscht werden. Die Ursache war am Morgen aber noch unklar. Die Polizei ermittelt.

A11: Per Haftbefehl in Brandenburg gesuchter Dieb gefasst

Einen per Haftbefehl gesuchten Dieb hat die Bundespolizei am Dienstagmorgen auf der Autobahn 11 von Stettin nach Berlin in Vorpommern gefasst. Der 45-jährige Mann war 2020 von einem Gericht in Frankfurt/Oder wegen Diebstahls im besonders schweren Fall und Hehlerei zu 14 Monaten Haft verurteilt worden, wie die Bundespolizei am Dienstag mitteilte. Er habe die Strafe aber nicht angetreten und sei deshalb per Haftbefehl gesucht worden. Der Autofahrer aus Greifenhagen (Gryfino) war den Beamten bei einer Kontrolle in Pomellen in Vorpommern aufgefallen. Die Polizei brachte den 45-Jährigen, der im Zusammenhang mit Autodiebstahl verurteilt wurde, in ein Gefängnis nach Wriezen in Brandenburg.

Berlin: Mutmaßlicher Verfasser von „NSU 2.0“-Drohschreiben festgenommen

Ein mutmaßlicher Verfasser von rechtsextremen Drohschreiben mit dem Absender „NSU 2.0“ ist in Berlin bei einer Wohnungsdurchsuchung festgenommen worden. Das teilten die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main und das Hessische Landeskriminalamt in der Nacht zu Dienstag mit. Der 53-jährige erwerbslose Mann deutscher Staatsangehörigkeit stehe im dringenden Verdacht, „seit August 2018 unter dem Synonym "NSU 2.0" bundesweit eine Serie von Drohschreiben mit volksverhetzenden, beleidigenden und drohenden Inhalten verschickt zu haben“. Einen ausführlichen Artikel lesen Sie HIER.

Kriminalität 2020 in Berlin - die Statistik im Detail

( BM/dpa )