Blaulicht-Blog

Anschlag auf CDU-Büro von Monika Grütters und Mario Czaja

| Lesedauer: 6 Minuten
Das Blaulicht an einem Polizeiauto leuchtet.

Das Blaulicht an einem Polizeiauto leuchtet.

Foto: dpa

In unserem Blog finden Sie die aktuellen Meldungen von Polizei und Feuerwehr in Berlin und Brandenburg von Freitag, 30. April.

Mahlsdorf : Anschlag auf Büro von Monika Grütters und Mario Czaja

Unbekannte Täter haben in der Nacht zu Freitag einen Anschlag auf das gemeinsame Bürgerbüro der Staatsministerin für Kultur, Monika Grütters (CDU), und des Berliner Abgeordneten Mario Czaja in Mahlsdorf verübt.

Eine Passantin stellte gegen 3.30 Uhr blaue Schriftzüge sowie eine mutmaßlich eingeworfene Glasscheibe an der Einrichtung in der Hönower Straße fest. Da von einer politischen Tatmotivation ausgegangen wird, hat der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes die Ermittlungen wegen Sachbeschädigung übernommen

Der Generalsekretär der CDU Berlin, Stefan Evers, verurteilte die Attacke: "Täter waren wohl die gewaltbereiten Kräfte aus der Enteignungs-Bewegung. Die CDU Berlin wird sich von solchen Attacken bestimmt nicht einschüchtern lassen", schrieb Evers am Freitag in einer Erklärung.

Die Grünen-Fraktionsvorsitzenden Antje Kapek und Silke Gebel zeigten sich betroffen und teilten mit: "Unser Verständnis endet dort, wo jegliche Form von Gewalt beginnt. Wir verurteilen Angriffe wie den auf das Bürgerbüro der CDU-Politiker*innen Monika Grütters und Mario Czaja in der vergangenen Nacht oder die wiederholten Angriffe auf das Büro des CDU-Abgeordneten Jan-Marco Luczak. Sachbeschädigung, Hetze, Drohungen und Gewalt sind keine adäquaten Mittel der politischen Auseinandersetzung, hier stehen wir als Demokrat*innen über Parteigrenzen hinweg zusammen, so hart die inhaltliche Auseinandersetzung – z.B. beim Mietendeckel – auch sein mag."

Brandenburg: 13 Menschen aufgegriffen - Verdacht des illegalen Aufenthalts

Die Brandenburger Polizei hat in dem Dorf Schlalach (Potsdam-Mittelmark) 13 Personen aufgegriffen, bei denen der Verdacht auf illegalen Aufenthalt besteht. Eine Zeugin habe der Polizei am Donnerstag mitgeteilt, dass eine Gruppe von etwa einem Dutzend Personen orientierungslos durch das Dorf laufe, teilte die Polizeidirektion West am Freitag mit. Die eingesetzten Beamten hätten dort eine Gruppe von 16 Personen festgestellt, von denen einige versuchten, zu flüchten. Sie konnten aber alle gestellt werden.

Bei der Überprüfung habe sich herausgestellt, dass nur drei der aufgegriffenen Personen in Deutschland gemeldet seien, berichtete die Polizei. Die übrigen 13 Personen seien ohne Personaldokumente unterwegs gewesen. Sie wurden der Ausländerbehörde übergeben.

A13: Reifen an Transporter geplatzt - vier Verletzte

Ein geplatzter Reifen hat auf der Autobahn A13 zwischen Ruhland und Ortrand im Süden Brandenburgs für einen Verkehrsunfall mit vier Verletzten gesorgt. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei verlor der Fahrer eines Transporters am Freitag durch die plötzliche Reifenpanne die Kontrolle über sein Fahrzeug. Das Auto kippte und stieß auf der rechten Fahrspur mit einem Lkw zusammen. Die vier verletzten Insassen des Transporters kamen ins Krankenhaus. Für Rettungs- und Bergungsarbeiten musste die Autobahn in Fahrtrichtung Dresden zeitweise gesperrt werden. Die Autobahnmeisterei beseitigte auslaufende Flüssigkeiten. Dadurch kam es über einen längeren Zeitraum zu Verkehrsbehinderungen.

Kreuzberg: Jugendliche entleeren Feuerlöscher

Donnerstagnachmittag haben Jugendliche in Kreuzberg den Inhalt von drei Feuerlöschern versprüht. Ein Zeuge beobachtete gegen 15 Uhr, wie drei Jugendliche auf dem obersten Deck eines Parkhauses am Schöneberger Ufer, angrenzend zum Park am Gleisdreieck, mit Feuerlöschern herumgesprüht haben sollen und alarmierte die Polizei. Einsatzkräfte der Fahrradstaffel nahmen die drei Jugendlichen im Alter von 14, 15 und 16 Jahren noch auf dem Parkhausdeck fest.

Die Beamtinnen und Beamten sprachen dem Trio Platzverweise für den Park am Gleisdreieck aus und entließen sie im Anschluss an die Identitätsfeststellungen. Die drei leeren Feuerlöscher wurden beschlagnahmt. Menschen wurden nicht verletzt. Die Ermittlungen wegen des Verdachts des Missbrauchs von Notrufen und Beeinträchtigung von Unfallverhütungs- und Nothilfemitteln werden bei dem Fachkommissariat in der Polizeidirektion 5 (City) geführt.

Im weiteren Verlauf des Nachmittags erkannten Ermittler der Operativen Gruppe Jugendgewalt gegen 16.30 Uhr im Park am Gleisdreieck einen Jungen wieder, der ihnen von Bildern im Zusammenhang mit dem Versprühen eines Feuerlöschers am 26. April 2021 bekannt war. Nach Feststellung seiner Personalien wurde der Junge von den Polizeieinsatzkräften entlassen.

Spandau: 85-Jährige verursacht beim Wenden Verkehrsunfall

Donnerstagmittag hat sich in Spandau ein schwerer Verkehrsunfall ereignet. Nach derzeitigem Ermittlungsstand befuhr eine 85-Jährige gegen 13.15 Uhr in einem Auto den Askanierring in Richtung Schönwalder Straße. In einer Einfahrt zu einer Grünanlage wollte sie wenden und fuhr rückwärts wieder in den Fließverkehr ein. Dabei kam es zu einem heftigen Zusammenstoß mit dem Auto einer 43-Jährigen, welche in Fahrtrichtung Schönwalder Straße unterwegs war.

Durch den Zusammenstoß wurde das Auto der Jüngeren gegen ein weiteres, geparktes Fahrzeug geschoben. Die jüngere Frau erlitt durch den Unfall schwere Kopfverletzungen und kam mit einem Rettungswagen zur stationären Aufnahme und Behandlung in ein Krankenhaus. Die 85-Jährige blieb unverletzt. Ihre 61 Jahre alte Beifahrerin erlitt eine leichte Verletzung an einem Arm, die sie zunächst jedoch nicht behandeln lassen wollte.

Charlottenburg: Geldautomat am U-Bahnhof Jungfernheide gesprengt

Unbekannte Täter haben am Freitagmorgen in der Unterführung zum U-Bahnhof Jungfernheide in Charlottenburg-Nord einen Geldautomaten gesprengt. Erbeutet wurde nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei nichts. Zwei Mitarbeiter einer Reinigungsfirma hatten gegen 3.20 Uhr einen lauten Knall gehört und anschließend zwei Personen mit zwei Motorrollern aus der Unterführung in Richtung Lise-Meitner-Straße flüchten sehen. Eine sofort eingeleitete Nahbereichsfahndung der alarmierten Polizeikräfte blieb ohne Erfolg. Durch die Explosion des Automaten wurde ein benachbartes Geschäft beschädigt. Die Ermittlungen zu dem Fall führt ein Fachkommissariat beim Landeskriminalamt Berlin.

( BM/dpa )