Blaulicht-Blog

"Arschlöcher und Prügelknaben?" Verkehrssünder dankt Polizei

| Lesedauer: 10 Minuten
Die allermeisten Twitter-Nutzer zeigten sich eher irritiert, dass das gefährliche Verhalten des Mannes nicht geahndet wurde (Archivbild).

Die allermeisten Twitter-Nutzer zeigten sich eher irritiert, dass das gefährliche Verhalten des Mannes nicht geahndet wurde (Archivbild).

Foto: Peter Steffen / dpa

In unserem Blog finden Sie die aktuellen Meldungen von Polizei und Feuerwehr in Berlin und Brandenburg von Donnerstag, 29. April.

"Arschlöcher und Prügelknaben?" Verkehrssünder dankt Polizei

Ein Verkehrssünder hat sich auf ungewöhnliche Weise bei der Berliner Polizei bedankt - und damit in den sozialen Netzwerken viel Aufmerksamkeit erhalten. Den Original-Wortlaut der kurzen Zuschrift veröffentlichte die Polizei am Donnerstagvormittag bei Twitter. Demnach hatte sich ein gewisser Stefan H. bei den Beamten gemeldet, nachdem ihn eine Streife beim Telefonieren hinterm Steuer seines Dienstwagens beobachtet hatte. "MIr wurscht, ich telefoniere weiter", so der Mann in der Zuschrift.

Doch die Beamten stellten kein Knöllchen aus, sondern meldeten sich bei der Chefin des Fahrers - ihre Telefonnummer stand praktischerweise auf dem Firmenwagen. Die Chefin wiederum wies den Mann dann darauf hin, dass das Telefonieren beim Autofahren verboten ist. Stefan H. schrieb dazu: "Und da sage einer, das sind Arschlöcher und Prügelknaben? Ich danke dem guten Menschen für das Verständnis und die Akzeptanz." Für Zuspruch sorgte die Aktion der Polizei übrigens nicht: Die allermeisten Twitter-Nutzer zeigten sich eher irritiert, dass das gefährliche Verhalten des Mannes nicht geahndet wurde.

In einem nachträglichen Tweet reagierte die Polizei auf die Irritationen und stellte klar: "Das Firmenfahrzeug stand ohne laufenden Motor an der roten Ampel. Der Hinweis unserer Kolleg. war rein präventiv."

Mitte: Feuer auf Brache ausgebrochen

Die Feuerwehr wurde mit drei Staffeln am frühen Abend zur Melchiorstraße in Mitte gerufen. Dort brannte es auf einem Brachgelände. Es kam zu einer starken Rauchentwicklung. Verletzt soll nach ersten Informationen niemand sein.

Lichterfelde: Festnahme nach Handel mit gefälschten Impfpässen

Die Berliner Polizei hat einen mutmaßlichen Drogendealer festgenommen, der auch mit gefälschten Impfpässen gehandelt haben soll. Laut einer Mitteilung von Polizei und Staatsanwaltschaft vom Donnerstag sei der 27-Jährige bereits am Dienstag an der Altdorfer Straße in Lichterfelde (Tempelhof-Schönebeg) festgenommen worden, nachdem er Zivilbeamten falsche Bescheinigung angeboten hatte. „Bei seiner Festnahme hatte er zehn Impfbücher bei sich, die allesamt mit einem Impfaufkleber versehen waren“, heißt es. Über einen Messengerdienst soll der junge Mann auch Impfstoffe zum Kauf angeboten haben.

In der Wohnung des Beschuldigten fanden die Ermittler nach eigenen Angaben weitere 46 Impfbücher und 33 Impfaufkleber. „In seinem Kühlschrank lagerte der Mann neben den Amphetaminen etwa 20 Gramm Kokain und knapp 1400 ml anabole Steroide.“ Daneben seien knapp 10.000 Euro mutmaßlicher Handelserlös, eine Schreckschusswaffe und mehrere Tausend Euro Falschgeld beschlagnahmt worden. Gegen den 27-Jährigen wurde am Mittwoch ein Haftbefehl verhängt, er wurde allerdings zunächst wieder entlassen. Die weiteren Ermittlungen dauern an.

Lankwitz: 15-Jähriger stirbt bei Unglück am S-Bahnhof

Ein 15-Jähriger ist in der Nacht zu Donnerstag am S-Bahnhof Lankwitz (Steglitz-Zehlendorf) ums Leben gekommen. Wie eine Polizeisprecherin sagte, sprang der Jugendliche gegen 0.20 Uhr auf das Dach einer S-Bahn. Beim Anfahren des Zuges sei er heruntergefallen. Er starb noch am Unfallort. Weitere Details zu dem tödlichen Unglück am S-Bahnhof Lankwitz lesen Sie hier.

Lichtenberg: Audi brennt aus

Ein Audi hat am Donnerstag in der Wartenberger Straße in Neu-Hohenschönhausen (Lichtenberg) gebrannt. Anwohner verständigten gegen 4.40 Uhr die Feuerwehr. Der Pkw, der aufgebockt auf einem Holzbock stand, brannte vollständig aus. Verletzt wurde niemand. Die weiteren Ermittlungen wegen des Verdachts der Brandstiftung hat ein Brandkommissariat des Landeskriminalamtes übernommen.

Treptow-Köpenick: Auto überschlägt sich - Fahrer flüchtet

In Rahnsdorf (Treptow-Köpenick) hat sich am Mittwoch ein Auto überschlagen. Der 35 Jahre alte Fahrer hatte zunächst die Flucht ergriffen. Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, fuhr ein Mercedes-Fahrer stadteinwärts auf der Fürstenwalder Allee. In Höhe der Lutherstraße verlor er die Kontrolle über das Auto und kam nach links von der Fahrbahn ab, wo ein entgegenkommendes Auto gerade noch ausweichen konnte. Anschließend prallte der Mercedes gegen zwei Bäume, überschlug sich und blieb auf dem Dach liegen. Zeugen sahen den Fahrer durch das Fenster aus dem Mercedes steigen. Als sie bei dem Mann Erste Hilfe leisten wollten, vernahmen sie einen starken Alkoholgeruch. Er habe aber nicht gewollt, dass ein Rettungswagen verständigt wird. Stattdessen flüchtete er in das Waldstück.

Polizisten konnten einen 35 Jahre alten Mann als Unfallfahrer ermitteln, welchen sie knapp drei Stunden später leicht verletzt, alkoholisiert und ohne Führerschein an seiner Wohnanschrift festnahmen. Nachdem eine Atemalkoholkontrolle beim Festgenommenen noch mehr als zwei Promille ergab, wurde er zur Blutentnahme in ein Gewahrsam gebracht. Ihn erwarten nun mehrere Ermittlungsverfahren. Auch gegen die Fahrzeughalterin wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Verdacht des Zulassens des Führens eines Kraftfahrzeuges ohne Fahrerlaubnis eingeleitet.

Grunewald: Kind bei Fahrradunfall lebensgefährlich verletzt

Ein neunjähriges Mädchen ist am Mittwoch bei einem Verkehrsunfall in Grunewald (Charlottenburg-Wilmersdorf) lebensgefährlich verletzt worden. Nach den bisherigen Ermittlungen und Aussagen fuhr das Mädchen mit seinem Fahrrad gegen 19.40 Uhr die Hubertusallee in Richtung Franzensbader Straße. Als das Kind an der Kreuzung Hubertusallee/Herthastraße/Warmbrunner Straße nach links in die Warmbrunner Straße abbog, wurde es von einem entgegenkommenden Fiat eines 20-Jährigen erfasst. Durch die Kollision soll das Mädchen in die Luft geschleudert, auf die Motorhaube und Windschutzscheibe geprallt und auf die Fahrbahn gestürzt sein. Rettungskräfte brachten das Mädchen mit lebensgefährlichen Kopf– und Rumpfverletzungen in ein Krankenhaus. Sie wird intensivmedizinisch betreut. Die Kreuzung war während der Rettungsmaßnahmen und der Unfallaufnahme bis kurz vor Mitternacht gesperrt.

Spandau: Frau zeigt Beleidigung und Diebstahl durch Bahn-Mitarbeiter an

Dass sie von Bahn-Mitarbeitern beleidigt und bestohlen wurde, zeigte am Mittwoch eine 27 Jahre alte Frau in Spandau an. Ihren Angaben zufolge saß sie gegen 9.40 Uhr in einem Zug der Linie S9, als sie an der Station Pichelsberg von den Bediensteten kontrolliert wurde. Die nur Englisch sprechende Frau soll ihre Fahrkarte vorgezeigt haben, welche die Kontrolleure aber nicht akzeptiert haben sollen und den Personalausweis verlangten. Im weiteren Verlauf sollen die Männer sie fremdenfeindlich beleidigt und auch den Fahrausweis einbehalten haben. Die Polizei leitete Ermittlungen wegen Beleidigung und Diebstahls ein.

Lichtenberg: Mann soll Familie beleidigt und Nazi-Parolen gerufen haben - Festnahme

Ein Familienvater alarmierte am Mittwochabend die Polizei nach Fennpfuhl. Der 30-Jährige war mit seiner Ehefrau und den gemeinsamen Kindern gegen 20.20 Uhr auf dem Anton-Saefkow-Platz unterwegs, als die Familie von einem Mann fremdenfeindlich beleidigt worden sein soll. Als der 30-Jährige den Beleidiger zur Rede gestellt habe, soll dieser eine Flasche in Richtung der Familie geworfen haben. Zudem soll er mehrfach seinen rechten Arm nach vorn gestreckt und nationalsozialistische Parolen gerufen haben. Der alkoholisierte 43 Jahre alte Tatverdächtige leugnete dies. Die Einsatzkräfte brachten den Tatverdächtigen in einen Polizeigewahrsam, wo er nach einer Atemalkoholmessung mit dem Ergebnis von rund 1,7 Promille später wieder entlassen wurde.

Zehlendorf: Senior nach Motorradsturz verletzt

Ein 83 Jahre alter Motorradfahrer musste am Mittwochnachmittag in eine Klinik gebracht werden, nachdem er in Zehlendorf von seinem Motorrad gestürzt war. Der Senior war gegen 15.30 Uhr mit seiner Maschine im Beeskowdamm in Richtung Goerzallee unterwegs, als ein vor ihm fahrendes Auto plötzlich bremste. Der Mann versuchte dem Fahrzeug auszuweichen, rutschte aber mit seinem Motorrad gegen den Wagen und fiel auf die Fahrbahn, wo er bewusstlos liegen blieb. Der Rettungsdienst brachte den Mann in eine Klinik, wo er wieder zu Bewusstsein kam und zur Beobachtung blieb. Der 81 Jahre alte Autofahrer kam mit dem Schrecken davon.

Neukölln: Drei Autos ausgebrannt - Brandstiftung vermutet

Drei Autos wurden in der Nacht zu Donnerstag an der Roseggerstraße in Neukölln angezündet. Nach derzeitigem Ermittlungsstand beobachtete eine Zeugin gegen 23.15 Uhr, wie sich ein bisher Unbekannter in der Roseggerstraße an einem Skoda, einem BMW und einem Smart zu schaffen machte, die anschließend in Flammen aufgingen. Sie alarmierte Feuerwehr und Polizei. Der Unbekannte flüchtete zu Fuß über das Weigandufer in Richtung Kreuzberg. Die 16 Brandbekämpfer konnten die Flammen zwar löschen, ein Ausbrennen der Wagen aber nicht verhindern. Ein Toyota wurde durch die Flammen ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen. Verletzt wurde niemand. Die Polizei geht von Brandstiftung aus.

Potsdam: Tote in Wohnheim gefunden

In einem Wohnheim in Potsdam sind vier Tote entdeckt worden. In verschiedenen Krankenzimmern einer Station seien die tödlich Verletzten sowie eine weitere schwer verletzte Person gefunden worden. Eine dringend tatverdächtige 51 Jahre alte Mitarbeiterin wurde festgenommen, teilten die Polizeidirektion West und die Staatsanwaltschaft Potsdam am frühen Donnerstagmorgen mit. Alle Details zu der mutmaßlich vorsätzlichen Tötung in Potsdam lesen Sie hier.

Hellersdorf: Frau rassistisch beleidigt

Ein bislang unbekannter Mann beleidigte am Mittwochnachmittag eine Frau in Hellersdorf rassistisch. Kurz vor 17 Uhr war die 29-Jährige mit ihrem 39 Jahre alten Begleiter auf der Stendaler Straße unterwegs, als sie von einem noch unbekannten Mann rassistisch beleidigt wurde. Der 39-Jährige stellte den Mann zur Rede und verlangte eine Entschuldigung. Dies lehnte der Unbekannte ab, woraufhin der Zeuge die Polizei alarmierte. Der Tatverdächtige warf sein Fahrrad von sich und rannte auf der Stendaler Straße davon. Die Suche nach dem Flüchtigen durch die Polizei blieb ohne Erfolg. Ermittlungen am Ort ergaben, dass das Fahrrad in Schleswig-Holstein als gestohlen gemeldet worden war. An dem Fahrrad wurden DNS-Spuren gesichert.

( BM/dpa )