Durchsuchungen

Juwelenräuber-Bande gefasst - Drei Männer festgenommen

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Blaulicht an einem Einsatzwagen (Symbolbild).

Blaulicht an einem Einsatzwagen (Symbolbild).

Foto: dpa

Bei den Durchsuchungen in Berlin, Brandenburg und Niedersachsen waren am Donnerstag 300 Polizisten im Einsatz, darunter ein SEK.

Berlin. Eine Bande mutmaßlicher Juwelenräuber ist von der Berliner Polizei gefasst worden. Die Beamten nahmen am Donnerstag drei Männer im Alter von 35, 38 und 51 fest. Sie sollen die Haupttäter einer zwölfköpfigen Gruppe sein, die seit 2018 mehrere Raubüberfälle begangen haben soll. Teile der Beute sollen sie an ein Juweliergeschäft verkauft haben. 300 Polizisten vollstreckten am Morgen drei Haftbefehle und 27 Durchsuchungsbeschlüsse, drei davon in Brandenburg in Niedersachsen. Unterstützt wurden die Beamten dabei von einem Spezialeinsatzkommando (SEK) des Landsekriminalamts.

Bei den Durchsuchungen konnte umfangreiches Beweismaterial, darunter zwei scharfe Schusswaffen, diverse Schreckschusspistolen und 1,5 Kilogramm mutmaßliches Marihuana, sichergestellt werden, wie die Polizei mitteilte. Die Auswertung der Beweismittel sowie die weiteren Ermittlungen dauern an. Ein Richter verkündete am Donnerstag Haftbefehle. "Alle drei Beschuldigten sind jetzt in Untersuchungshaft", teilte die Generalstaatsanwaltschaft mit.

Raubüberfälle in Berlin: Täter erbeuteten mehr als eine Million Euro

Wie die Polizei mitteilte, sollen die Tatverdächtigen bei ihren Raubzügen äußerst planvoll und gewalttätig vorgegangen sein. Die Täter sollen oft ähnlich wie Polizisten bekleidet gewesen sein. Sie sollen ihre Opfer gefesselt und mit einer Pistole bedroht haben. Insgesamt sollen sie Schmuck, Uhren und Geld im Wert von mehr als einer Million Euro erbeutet haben.

Die Raubüberfälle ereigneten sich in Wohnungen und Einfamilienhäusern. Die Gruppe soll auch verantwortlich sein für einen Überfall auf ein Juweliergeschäft im Charlottenburger Ortsteil Schmargendorf im Dezember 2020. Dabei fesselten drei Männer einen 44 Jahre alten Angestellten und den 68 Jahre alten Inhaber. Mit einer nicht abschließend erfassten Anzahl von Schmuckstücken sollen die Tatverdächtigen dann in Richtung Hohenzollerndamm geflohen sein. Der 44-Jährige erlitt leichte Gesichtsverletzungen.

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( BM )