Blaulicht-Blog

Messerstecherei vor Polizeirevier in Neukölln

| Lesedauer: 14 Minuten
Vor einem Polizeiabschnitt in der Sonnenallee griffen sich mehrere Männer mit Messern an.

Vor einem Polizeiabschnitt in der Sonnenallee griffen sich mehrere Männer mit Messern an.

Foto: Thomas Peise

In unserem Blog finden Sie die aktuellen Meldungen von Polizei und Feuerwehr in Berlin und Brandenburg von Mittwoch, 21. April.

Neukölln: Messerstecherei vor Polizeirevier

Bei einer Messerstecherei vor einem Polizeiabschnitt in der Sonnenallee in Neukölln sind am Abend gegen 18.45 Uhr zwei Personen schwer verletzt worden. Die Polizei konnte drei Tatverdächtige in einem Taxi festnehmen. Die Hintergründe sind bislang noch nicht bekannt. Die Kriminalpolizei hat die weiteren Ermittlungen am Tatort übernommen.

Neukölln: Überfall im Park - Mann schwer verletzt

Bei einem Überfall in Neukölln wurde in der Nacht zu Mittwoch ein Mann schwer verletzt. Nach den bisherigen Erkenntnissen war der 23-Jährige kurz vor 23 Uhr im Von-der-Schulenburg-Park unterwegs, als ihn zwei Männer ansprachen und sein Mobiltelefon verlangten. Als der Mann ablehnte, stach einer der Unbekannten mit einem Gegenstand in Richtung des Angesprochenen. Dieser konnte zwar noch ein wenig zurückweichen. Trotzdem erlitt er eine Stichverletzung am Bauch und wurde stationär in einer Klinik aufgenommen. Lebensgefahr soll nicht bestehen. Den mutmaßlichen Räubern gelang die Flucht ohne Beute in Richtung Drosselbartstraße.

Berlin: Polizei deckt schmutzige Geschäfte der Teppichreiniger auf

Nach umfangreichen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Berlin und der Polizei Berlin vollstreckten Ermittlerinnen und Ermittler am Mittwochmorgen insgesamt elf Durchsuchungsbeschlüsse in Berlin, Potsdam, Kerpen sowie Wuppertal.


Gegen vier Männer im Alter von 25 bis 50 Jahren wird wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Betruges ermittelt. Sie stehen im Verdacht, unter Nutzung eines komplexen Firmenkonstrukts von Teppichreinigungsfirmen im Rahmen von Hausbesuchen bei vornehmlich älteren Menschen diese unter Ausnutzung von Überraschung, Verunsicherung und/oder Einschüchterung zur Herausgabe von vermeintlich wertvollen oder tatsächlich wertvollen Teppichen gezwungen zu haben, welche sodann nur gegen die Zahlung überhöhte Reinigungskosten oder unter Vorgabe eines Kommissionsverkaufs gar nicht zurückgegeben worden sein sollen. In anderen Fällen sollen die Kundinnen und Kunden unter Vorlage gefälschter Wertgutachten zum Kauf neuer Teppiche überredet worden sein, die noch in der Wohnung in bar oder mit Schmuck bezahlt werden sollten.


Bei den Durchsuchungen an den Wohn- und Geschäftsanschriften der Tatverdächtigen konnten umfangreiches Beweismaterial, darunter Teppiche, Schmuck, Mobiltelefone und Computer sowie Bargeld in Höhe von 82.000 Euro beschlagnahmt werden. Die Auswertung der Beweismittel dauert an.

Schwerer Unfall durch Raserei: Dreieinhalb Jahre Haft

16.54 Uhr: Nach einer Raserei mit einem Unfall, bei dem der Fahrer eines Motorrollers schwer verletzt wurde, ist ein Autofahrer zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Das Landgericht Berlin sprach den 44-Jährigen am Mittwoch wegen eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens sowie wegen gefährlicher Körperverletzung, Gefährdung des Straßenverkehrs und Unfallflucht schuldig. Der Angeklagte habe sich nach einem Streit mit seiner Ehefrau erheblich alkoholisiert ans Steuer seines Autos gesetzt, hieß es im Urteil. Er habe sich in einem „persönlichen Ausnahmezustand“ befunden. Seine Fahrweise sei „aggressiver und gewagter“ geworden. Das Gericht verhängte zudem eine vierjährige Führerscheinsperre.

Nachdem der Angeklagte am 17. Mai 2020 in Berlin-Marienfelde mit einer Machete auf andere Autos eingeschlagen habe, sei er dort mit bis zu 151 Stundenkilometern gerast, hieß es weiter im Urteil. Zwei rote Ampeln habe er ignoriert und sich dann der Kreuzung Großbeerenstraße/Daimlerstraße genähert. Der 44-Jährige habe einen stehenden Motorroller zu spät erkannt. „Er leitete eine Vollbremsung ein, konnte aber nur noch auf 45 bis 50 km/h verringern.“ Mit Wucht habe er den Motorroller gerammt.

Der damals 53-jährige Fahrer sei 15 bis 18 Meter weit durch die Luft geschleudert worden, sagte der Vorsitzende Richter. Der Mann sei vor allem an Rücken und Beinen schwer verletzt worden. „Er ist bis heute nicht belastbar.“ Obwohl sich der Roller in die Front des Unfallwagens gebohrt hatte und festklemmte, sei der Angeklagte noch 5,3 Kilometer gefahren. Rund zwei Promille Alkohol im Blut seien später bei ihm festgestellt worden. Der Vorwurf des versuchten Mordes habe sich nicht bestätigt, so der Richter. „Wir sehen keine bedingte Tötungsabsicht“. Das Gericht folge einem psychiatrischen Gutachter und gehe von einer erheblich verminderten Schuldfähigkeit des nicht vorbestraften Mannes aus.

Der Angeklagte hatte um Verzeihung gebeten und von einem „Filmriss“ gesprochen. Er habe getrunken, „um die Sorgen hinunterzuspülen“. Der Staatsanwalt hatte fünf Jahre Haft unter anderem wegen versuchten Mordes gefordert. Der Verteidiger plädierte auf eine Bewährungsstrafe. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Grunewald: Fußgänger schwer verletzt - Autofahrer begeht Fahrerflucht

In Grunewald soll ein Autofahrer am Dienstagabend einen Fußgänger bei einem Verkehrsunfall schwer verletzt haben und dann geflüchtet sein. Nach Angaben des verletzten 20-Jährigen habe dieser gegen 21.30 Uhr die Fahrbahn der Hubertusallee in Höhe einer Tankstelle überquert und sei dabei von einem Fahrzeug erfasst und auf die Fahrbahn geschleudert worden. Der Autofahrer, den der 20-Jährige beschreiben konnte, soll seine Geschwindigkeit kurz verringert haben, dann jedoch davongerast sein. Passanten sollen dem Verletzten Erste Hilfe geleistet haben; ein Bekannter des 20-Jährigen habe ihn anschließend in ein Krankenhaus gebracht, wo er wegen Verletzungen am Kopf und am Körper stationär aufgenommen werden musste. Aus dem Krankenhaus wurde die Polizei alarmiert.

Charlottenburg: Geflüchtete unerlaubt in Hotel untergebracht

Einsatzkräfte der Polizei sowie Bedienstete des Ordnungsamtes Charlottenburg-Wilmersdorf kontrollierten gestern Vormittag aufgrund eines Hinweises aus der Bevölkerung ein Hotel in Charlottenburg. Gegen 10 Uhr betraten die Dienstkräfte die Herberge in der Wundtstraße. Dabei stellten sie fest, dass der Betreiber die Personalien seiner Gäste nicht dokumentiert hatte und auch keine konkreten Auskünfte zu den Personen geben konnte.

Bei der anschließenden behördlichen Überprüfung der Anwesenden stellte sich heraus, dass sich Einzelpersonen und ganze Familien eingemietet hatten, die regulär in Unterkünften für Geflüchtete untergebracht waren. Durch den Wechsel des Aufenthaltsortes wollten sie sich mutmaßlich einer avisierten Abschiebung entziehen. Hierzu wurden Ermittlungsverfahren wegen Verstößen gegen das Aufenthaltsgesetz eingeleitet und die Aufenthaltsdokumente eingezogen. Die 13 Erwachsenen, zwei Jugendliche und neun Kinder wurden anschließend in ihre vorgesehenen Unterkünfte verwiesen.

Zudem wurde ein 26-Jähriger angetroffen, der sich unerlaubt in Deutschland aufhält. Nach der Feststellung seiner Personalien, einer erkennungsdienstlichen Behandlung und Einleitung eines Ermittlungsverfahrens wegen unerlaubten Aufenthalts wurde er dem Landesamt für Einwanderung überstellt.

Darüber hinaus fanden die Einsatzkräfte in den genutzten Zimmern diverse Süßwaren-, Kosmetik-, Haushalts- und Elektronikartikel sowie verschiedene Werkzeuge in Originalverpackungen in für Privathaushalte unüblichen Mengen. Die Gegenstände wurden wegen Verdachts des Diebstahls allesamt beschlagnahmt und entsprechende Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Auf Anordnung des Ordnungsamtes untersagten die Einsatzkräfte den Weiterbetrieb des Hotels und versiegelten den Gewerbebetrieb. Der 65-jährige Betreiber muss sich neben der Beihilfe zum Verstoß gegen das Aufenthaltsgesetz auch wegen Zuwiderhandlungen gegen die Infektionsschutzmaßnahmen- und Gewerbeverordnung verantworten.

Insgesamt waren an dem bis etwa 14 Uhr andauernden Einsatz zwei Mitarbeitende des Ordnungsamtes sowie 14 Polizeikräfte beteiligt.

Lichtenberg: Motorradfahrer stürzt auf Flucht vor der Polizei

Ein Motorradfahrer in Rummelsburg verletzte sich am Dienstagabend auf der Flucht vor einer Polizeikontrolle. Gegen 20.30 Uhr wollten Polizisten den 34 Jahre alten Fahrer an der Elsenbrücke überprüfen, da das Motorrad einen übermäßigen Geräuschpegel verursachte. Der Fahrer raste jedoch davon, überfuhr dabei eine rote Ampel und bog schließlich rechts entgegengesetzt der Einbahnstraße in ein Wohngebiet ab. Auf dem Gehweg auf der Zillepromenade mussten mehrere Passanten ausweichen, um nicht vom Motorrad erfasst zu werden. Schließlich fuhr der Mann in einen Mülleimer, stürzte und zog sich Verletzungen an der Wirbelsäule und am Bein zu. Er wurde ins Krankenhaus gebracht. Wie sich herausstellte, war der Fahrer nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis. Das Motorrad wurde in Brandenburg als gestohlen gemeldet, auch die Kennzeichen waren gestohlen. Im Rucksack des Mannes fanden die Polizisten Betäubungsmittel und verschreibungspflichtige Medikamente. Sie wurden beschlagnahmt. Der Tatverdächtige soll im Lauf des Tages einem Richter zum Erlass eines Haftbefehls vorgeführt werden.

Neukölln: Frau bei Raub in U-Bahnhof schwer verletzt

Eine Frau ist am Mittwoch gegen 4.45 Uhr in Neukölln beraubt und dabei schwer verletzt worden. Nach Angaben der 57-Jährigen wurde sie im U-Bahnhof Hermannplatz auf der Ebene zwischen dem Bahnsteig der Linie U7 und einem Ausgang unvermittelt von einer dreiköpfigen Gruppe aus zwei jungen Männern und einer jungen Frau angegriffen. Die drei sollen die Frau geschubst, getreten und geschlagen haben. Die Frau stürzte und erlitt eine Platzwunde am Kopf und einen Oberschenkelbruch. Die Täter flüchteten mit dem Geld und der BVG-Monatskarte der Frau. Die Ermittlungen dauern an.

Rahnsdorf: Zwei Jugendliche bei Unfall schwer verletzt

Zwei Jugendliche sind am Dienstag bei einem Unfall in Rahnsdorf (Treptow-Köpenick) schwer verletzt worden. Wie die Polizei am Mittwoch mitteilte, fuhren eine 16 Jahre alte Mopedfahrerin und ihre gleichaltrige Sozia auf der Ingeborg-Hunzinger-Straße in Richtung S-Bahnhof Rahnsdorf. Gleichzeitig war eine 46 Jahre alte Autofahrerin auf der Straße in Richtung Fürstenwalder Damm unterwegs. In einer Kurve stießen dann beide mit ihren Fahrzeugen auf der Fahrbahnmitte zusammen, wobei die beiden 16-Jährigen stürzten und schwer verletzt wurden. Rettungskräfte brachten die Jugendlichen in ein Krankenhaus. Die 46-Jährige blieb unverletzt. Während der Rettungsmaßnahmen und der Unfallaufnahme blieb die Ingeborg-Hunzinger Straße voll gesperrt, wovon auch die Buslinie 161 betroffen war. Die Ermittlungen dauern an.

Mitte: E-Rollerfahrer bei Unfall verletzt

An der Alexanderstraße/Karl-Marx-Allee am Alexanderplatz in Mitte ist es am Dienstagabend zu einem Unfall zwischen einem E-Rollerfahrer und einem Autofahrer eines Fahrdienstleisters gekommen. Ersten Angaben von vor Ort zufolge soll der E-Rollerfahrer über die Motorhaube des Pkw geschleudert worden sein. Der Verletzte wurde in ein Krankenhaus gebracht. Die Polizei ermittelt.

Rathenow: Bombendrohung am Rathaus - Sperrkreis aufgehoben

Eine Bombendrohung am Rathaus Rathenow (Havelland) hat am Mittwochmorgen einen Polizeieinsatz ausgelöst. Nach einer mehrstündigen Suche mit zwei Sprengstoffspürhunden gab die Polizei den Sperrkreis rund um das Gebäude an der Berliner Straße gegen 11.30 Uhr wieder frei, wie die Polizeidirektion West am Mittwoch mitteilte. Die Hunde suchten das Gebäude und die Umgebung ab. „Dabei konnten keine verdächtigen/gefährlichen Gegenstände aufgefunden werden“, hieß es. Die Kriminalpolizei sucht nun nach dem Verfasser eines Drohschreibens.

Ein Mitarbeiter der Stadtverwaltung hatte am Morgen einen Zettel mit der Warnung vor einer Bombe im Briefkasten des Gebäudes gefunden und alarmierte die Polizei. Zuvor hatte die „Märkische Allgemeine“ darüber berichtet. Es war bereits die dritte derartige Drohung.

Die Kriminalpolizei ermittelt nun gegen den noch unbekannten Verfasser des Schreibens wegen Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten und fragt die Bevölkerung, wer zwischen Dienstag, 17 Uhr und Mittwoch, 6.45 Uhr, Personen in der Nähe des Briefkastens gesehen hat. Wegen der weiteren Schreiben im Oktober 2020 und 2019 ermittelt bereits die Staatsanwaltschaft Potsdam. Bislang ist jedoch noch kein Beschuldigter ermittelt worden, sagte Sprecher Markus Nolte.

Lichtenberg: Motorradfahrer prallt nach Flucht vor Polizei gegen Mülleimer

Mit einem gestohlenen Motorrad und ohne Führerschein ist ein Mann in Lichtenberg vor der Polizei geflüchtet. Er prallte am Dienstagabend gegen einen Mülleimer und wurde mit Verletzungen an der Wirbelsäule und am Bein zur stationären Behandlung ins Krankenhaus gebracht, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte. Demnach sollte der 34-Jährige noch am Mittwoch einem Haftrichter vorgeführt werden. Gegen ihn laufen mehrere Ermittlungsverfahren.

Laut Polizei hatte der Mann in seinem Rucksack Betäubungsmittel und verschreibungspflichtige Medikamente dabei. Im Stadtteil Rummelsburg habe er bei einer Polizeikontrolle plötzlich beschleunigt. Deutlich zu schnell sei er davongerast. Bei seiner Flucht sei er zwischenzeitlich auf die Gegenfahrbahn gekommen, habe eine rote Ampel missachtet und sei auf einen Gehweg gefahren. Passanten mussten den Angaben zufolge ausweichen, um nicht getroffen zu werden. Das Motorrad sei in Brandenburg als gestohlen gemeldet, auch die Kennzeichen seien gestohlen worden.

Heiligengrabe: Unfallverursacher nach Unfall weiterhin flüchtig

Nach einem schweren Verkehrsunfall im Kreis Ostprignitz-Ruppin mit einer Toten ist der Verursacher weiterhin flüchtig. Der Unbekannte überholte am Dienstagabend auf der Landstraße 18 bei Heiligengrabe eine vorausfahrende Autokolonne und streifte beim Einscheren das Auto einer entgegenkommenden 69 Jahre alten Frau, teilte die Polizei am Mittwochmorgen mit. Die Frau sei in Folge dessen mit einem Laster kollidiert, in ihrem Fahrzeug eingeklemmt worden und daraufhin gestorben. Die Polizei fahnde weiterhin nach dem Unfallverursacher, hieß es.

Potsdam-Mittelmark: 77-Jähriger gibt versehentlich Gas und verursacht schweren Unfall

Ein 77 Jahre alter Mann ist bei einem Unfall im Landkreis Potsdam-Mittelmark am Dienstagnachmittag schwer verletzt worden. Auf der Kreisstraße zwischen Ferch und Petzow sei der Fuß des Mannes zwischen Gas und Bremse geraten, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Dadurch habe sein Auto erheblich Geschwindigkeit aufgenommen und ein voranfahrendes Auto gestreift. In Folge dessen sei der 77-Jährige nach rechts von der Fahrbahn abgekommen und mit einem Baum kollidiert. Der schwer verletzte Fahrer wurde von Rettungskräften in ein Krankenhaus gebracht.

Kriminalität 2020 in Berlin - die Statistik im Detail

( BM/dpa )