Polizei und Feuerwehr

Marzahn: Cannabis-Geruch dringt aus Auto - Mann festgenommen

| Lesedauer: 11 Minuten

Foto: Kai Kitschenberg / FUNKE Foto Services

In unserem Blog finden Sie die aktuellen Meldungen von Polizei und Feuerwehr in Berlin und Brandenburg von Dienstag, 20. April.

Marzahn: Cannabis-Geruch dringt aus Auto - Mann festgenommen

Den „richtigen Riecher“ hatten am Montagabend Dienstkräfte der 33. Einsatzhundertschaft, als sie in Marzahn ein Auto überprüften. Der Wagen fiel der Besatzung der Zivilstreife gegen 19 Uhr in der Schragenfeldstraße auf. Da der Besitzer des Audi dafür bekannt war, seine Fahrzeuge als so genannte Kokstaxis zur Verfügung zu stellen, hielten die Polizisten das Auto an und kontrollierten es. Bereits beim Öffnen der Tür stellten sie Cannabisgeruch fest.

Bei einer richterlich angeordneten Durchsuchung des Fahrzeuges und der Wohnung des 47 Jahre alten Fahrers beschlagnahmten die Beamten insgesamt 100 Verkaufseinheiten mit verschiedenen Drogen, ein Mobiltelefon, ein Notebook, ein Reizgassprühgerät sowie über 1400 Euro. Der Mann wurde festgenommen und nach einer erkennungsdienstlichen Behandlung dem Rauschgiftdezernat des Landeskriminalamtes überstellt, das die weiteren Ermittlungen übernommen hat.

A13: Ein Toter und drei Verletzte bei Auffahrunfall auf Autobahn

Bei einem Auffahrunfall mit drei Lastwagen auf der A13 bei Mittenwalde (Dahme-Spreewald) ist ein Mann getötet worden. Drei weitere Menschen wurden verletzt, wie die Polizei am Dienstag mitteilte. Nach ersten Erkenntnissen kollidierten an der Anschlussstelle Mittenwalde in Fahrtrichtung Berlin drei LKW. Ein 54-jähriger Fahrer erlitt dabei so schwere Verletzungen, dass er noch an der Unfallstelle starb. Zwei weitere Verletzte wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht.

Durch herumfliegende Trümmerteile wurde ein Kleintransporter beschädigt, dessen 33-jähriger Fahrer ebenfalls verletzt wurde. Wegen Bergungsarbeiten musste die A13 bis Dienstagmittag gesperrt und der Verkehr abgeleitet werden. Die Untersuchungen zu den genauen Umständen des Unfalls haben ein Gutachter und die Kriminalpolizei übernommen.

A12: Mann verliert auf Autobahn Kontrolle über Auto - drei Schwerverletzte

Drei Menschen sind bei einem Verkehrsunfall auf der A12 zwischen Fürstenwalde/West und Storkow (Oder-Spree) schwer verletzt worden. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei verlor ein 24-Jähriger am Montag aus noch ungeklärten Gründen die Kontrolle über sein Auto und prallte gegen einen LKW. Der Autofahrer sowie zwei Mitinsassen im Alter von 37 und 49 Jahren wurden mit Verletzungen ins Krankenhaus gebracht, wie die Polizei am Dienstag weiter mitteilte. Für Rettungs- und Bergungsarbeiten war die Autobahn in Fahrtrichtung Berlin zeitweise gesperrt.

Mitte: Zwei Gewaltverbrechen - Verdächtiger festgenommen

Die Polizei hat einen 30-Jährigen festgenommen, der in Berlin einen Mann getötet sowie einen weiteren schwer verletzt haben soll. Beide Opfer waren am Montagmorgen in ihren Wohnungen in Moabit und Mitte entdeckt worden, wie die Polizei am Dienstag weiter mitteilte. Der Verdächtige sei am Montagabend festgenommen worden. Er sollte einem Richter zum Erlass eines Haftbefehls vorgeführt werden. Mehr dazu lesen Sie HIER.

Neukölln: Erneut brennen Autos

Gegen 1.30 Uhr wurde die Berliner Feuerwehr in die Straße Mittelweg nach Neukölln alarmiert. Zwischen Bornsdorfer Straße und Morusstraße brannten zwei Autos. Ein geparkter Kleintransporter wurde beschädigt. Die Feuerwehr konnte rasch löschen. Beide Fahrzeuge wurden schwer beschädigt. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts der Brandstiftung.

Adlershof: Zwei Autos durch Feuer beschädigt

In Adlershof wurden in der vergangenen Nacht zwei Pkw durch Brände beschädigt. Gegen 4.30 Uhr hatte ein Polizist außer Dienst auf einem Parkplatz in der Dörpfeldstraße Ecke Waldstraße Flammen in einem BMW gesehen und die Feuerwehr alarmiert. Diese konnte das brennende Fahrzeug löschen. Ein danebenstehender Renault wurde durch die Hitzeentwicklung beschädigt. Personen wurden nicht verletzt. Wegen des Verdachts der Brandstiftung hat ein Brandkommissariat beim Landeskriminalamt die Ermittlungen übernommen.

Pankow: Mann beleidigt Passanten rassistisch und hetzt Hund auf ihn

In Pankow soll in der vergangenen Nacht ein Betrunkener einen anderen Mann beleidigt und seinen Hund auf ihn gehetzt haben. Nach Angaben des 38-Jährigen sei er gegen 22 Uhr auf dem Gehweg der Berliner Straße unterwegs gewesen und habe dabei Kopfhörer getragen. Plötzlich habe er den ihm Unbekannten, der mit seinem Hund unterwegs war, wild gestikulieren sehen. Er habe dann die Kopfhörer abgenommen und gehört, wie der alkoholisierte Mann ihn rassistisch beleidigte.

Anschließend soll dieser dann seinen Hund aufgefordert haben, den 38-Jährigen zu beißen. Das Tier gehorchte und biss dem 38-Jährigen in den Fuß. Als ein 30-Jähriger, der das Geschehen mitbekommen hatte und die Angaben später bestätigte, dazwischen ging, wurde auch er von dem Betrunkenen beleidigt. Alarmierte Polizeikräfte nahmen den aggressiven 44-Jährigen wenig später fest und brachten ihn in einen Polizeigewahrsam, wo ihm Blut abgenommen wurde. Anschließend wurde er wieder entlassen. Gegen ihn wird nun wegen Beleidigung sowie gefährlicher Körperverletzung ermittelt. Der 38-Jährige trug von dem Biss leichte Verletzungen davon, auf eine ärztliche Behandlung verzichtete er vorerst.

Raser flüchtet vor Polizeikontrolle - Jetzt Untersuchungshaft

15.41 Uhr: Mit 137 Stundenkilometern soll der Raser in seinem Wagen auf der Berliner Stadtautobahn vor der Polizei geflüchtet sein. Einen Führerschein soll der Mann am Steuer bei der Tour vor rund sieben Monaten auch nicht gehabt haben. Doch der Fahndung entkam der 26-Jährige nicht. Der Verdächtige sitze seit Samstag in Untersuchungshaft, teilte die Staatsanwaltschaft am Dienstag weiter mit.

Dem Mann wird neben Fahren ohne Führerschein, Verkehrsgefährdung und Entfernen vom Unfallort auch ein verbotenes Autorennen zur Last gelegt. Zudem soll der Verdächtige Drogen intus gehabt haben, wie eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft sagte. Der auffällige Fahrer sei am Abend des 17. September 2020 im Britzer Tunnel von einem Polizeiwagen mit Blaulicht verfolgt worden. Der Mann sei den Beamten aber zunächst davon gerast. Er soll auch andere Verkehrsteilnehmer durch riskante Überholmanöver gefährdet haben. Verletzt worden sei aber niemand.

Elbe-Elster: Fünfjährige tot in Wohnhaus gefunden - Leiche obduziert

Nach dem Tod einer Fünfjährigen in Doberlug-Kirchhain (Elbe-Elster) ist der Vater des Kindes im Gefängnis. Das teilte die Polizei am Dienstag mit. Da sich der Verdacht eines Tötungsdeliktes bestätigt hatte, erließ der zuständige Richter am Montag Haftbefehl gegen den 49-Jährigen. Die Leiche der Fünfjährigen wurde inzwischen obduziert, wie die Staatsanwaltschaft Cottbus am Dienstag mitteilte. Nähere Details zur Todesursache nannte Oberstaatsanwalt Gernot Bantleon mit Verweis auf die laufenden Ermittlungen nicht.

Das Mädchen ist möglicherweise Opfer eines Verbrechens geworden. Es war am Sonntag tot in einem Wohnhaus gefunden worden. Der Vater des Kindes wurde festgenommen. Die rechtsmedizinische Untersuchung des 49-Jährigen sei mittlerweile abgeschlossen, teilte Bantleon weiter mit.

Polizisten hatten am Sonntag in dem Wohnhaus zunächst zwei leblose Personen gefunden: das Kind und den Vater. Der Mann konnte von Rettungskräften wiederbelebt werden. Für das Mädchen kam jede Hilfe zu spät. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft und der Mordkommission dauern an.

Marzahn: Feuer an Teststellen-Pavillon - Ermittlungen wegen Brandstiftung

Eine Corona-Teststelle in Marzahn ist zum zweiten Mal innerhalb von kurzer Zeit durch einen Brand beschädigt worden. Das Feuer zerstörte in der Nacht zum Dienstag die Seitenwände des Pavillons, wie die Polizei mitteilte. Die Behörde geht laut einem Sprecher von Brandstiftung aus. Ein Brandkommissariat des Landeskriminalamtes prüfe derzeit, inwiefern auch Testmaterial in Mitleidenschaft gezogen worden sei.

Der Pavillon steht den Angaben zufolge vor einer Apotheke in der Havemannstraße. Auf umliegende Gebäude habe das Feuer nicht übergegriffen, hieß es. Einsatzkräfte der Feuerwehr hätten den Brand gelöscht, verletzt worden sei niemand.

Wie der Sprecher weiter sagte, hatte vor etwa anderthalb Wochen das Mobiliar in dem Pavillon gebrannt. Der genaue Zeitpunkt dieses Brandes ist unklar - laut Polizei soll es zwischen dem Nachmittag des 10. April und dem Morgen des 12. April gewesen sein. Die Polizei behandle diesen und den aktuellen Vorfall im Zusammenhang, sagte der Sprecher. Der kurze zeitliche Abstand der Brände sei auffällig.

Die Polizei habe den Pavillon bislang nicht eigens mit Einsatzkräften bewacht, erklärte der Sprecher. Das sei angesichts der zahlreichen Testzentren in Berlin nicht möglich.

Auch an einem anderen Ort in Berlin war es in jüngster Vergangenheit zu einem Angriff auf eine Corona-Teststelle gekommen. So war Anfang April das Zelt einer Teststelle in Tiergarten durch ein Feuer beschädigt worden. Die Polizei geht auch dort von Brandstiftung aus. Die unbekannten Täter zerschnitten demnach auch mehrere Werbeplakate.

Appell von Feuerwehr und Polizei: Rettungswege nicht blockieren

Das Haus brennt, doch die Straße ist zugeparkt: Auf Probleme wie diese haben die Berliner Feuerwehr, Polizei und das Ordnungsamt bei einer gemeinsamen Aktion am Dienstag aufmerksam gemacht. „Die Zeit, die wir auf der Anfahrt verlieren, fehlt uns bei den Menschen, die wir retten“, sagte Thomas Kirstein, Leiter des Pressedienstes der Berliner Feuerwehr.

Feuerwehrfahrzeuge fuhren im Stadtteil Reinickendorf durch enge Wohnstraßen, um Rettungswege zu überprüfen. Wie Kirstein berichtete, wurden mehrere Strafzettel verteilt. Einige Autos wurden mit einem Abschleppwagen umgesetzt, weil sie zu nah an Straßeneinmündungen abgestellt waren. Diese Abstände sind unter anderem wichtig, damit die großen Fahrzeuge der Feuerwehr in die Straßen einbiegen können.

Schwerer Verkehrsunfall auf der A10 - vier Verletzte

Zu einen schweren Verkehrsunfall ist es aus bisher unbekannte Ursache auf der A10 an der Raststätte Wolfslake West gekommen. Dabei verletzten sich drei Kinder und der Vater. Ein Pkw kam von rechts von der Fahrbahn ab, krachte in die Leitplanke und üerschlug sich dann.

Schöneberg: Radfahrer verletzt sich bei Sturz schwer

Ein Radfahrer hat sich am Montag in Schöneberg bei einem Sturz schwere Kopfverletzungen zugezogen. Nach den bisherigen Ermittlungen und Aussagen befuhr der 43-Jährige gegen 22.10 Uhr den Radweg im Hans-Baluschek-Park in Richtung Südkreuz und prallte gegen eine etwa 50 Zentimeter hohe Abgrenzungsmauer zu einer Grünfläche. Der Fahrradfahrer stürzte und verletzte sich dabei schwer am Kopf. Durch Rettungskräfte wurde der Verletzte in ein Krankenhaus gebracht, wo eine Schädelfraktur festgestellt wurde. Der 43-Jährige wird intensivmedizinisch betreut. Sein Gesundheitszustand gilt als stabil. Die weiteren Ermittlungen zum Unfallhergang hat ein Fachkommissariat übernommen.

Kriminalität 2020 in Berlin - die Statistik im Detail

( BM/dpa )