Polizei und Feuerwehr

Schwerverletzter in Mitte entdeckt - versuchte Tötung?

| Lesedauer: 12 Minuten

Foto: Kai Kitschenberg / FUNKE Foto Services

In unserem Blog finden Sie die aktuellen Meldungen von Polizei und Feuerwehr in Berlin und Brandenburg von Montag, 19. April.

Mitte: Schwerverletzter in Wohnung entdeckt - versuchte Tötung?

Ein 56-Jähriger ist in seiner Wohnung in Mitte lebensgefährlich verletzt gefunden worden. Der Mieter sei am Montagmorgen von einem Nachbarn in dem Mehrfamilienhaus in der Neuen Schönhauser Straße entdeckt worden, teilte die Polizei mit. Die Wohnungstür sei aufgebrochen gewesen, der Verletzte habe auf dem Boden gelegen. Ermittler gehen demnach von einem versuchten Tötungsdelikt aus. Eine Mordkommission hat den Fall übernommen. Der 56-Jährige sei im Krankenhaus sofort notoperiert worden.

Steglitz: Verletzte nach Unfall mit Funkwagen der Polizei

Zu einem Verkehrsunfall, an dem auch ein Einsatzwagen der Polizei Berlin beteiligt war, kam es am Sonntagnachmittag in Steglitz. Nach dem bisherigen Erkenntnisstand wurde gegen 14 Uhr eine Funkstreife des Polizeiabschnitts 45 in den Steglitzer Damm alarmiert, weil sich dort verdächtige Personen an einem Geldautomaten zu schaffen machten.

Der Einsatzwagen befuhr die Klingsorstraße mit Blaulicht und Martinshorn in Richtung Albrechtstraße und fuhr an der Birkbuschstraße bei roter Ampel in die Kreuzung ein. Dabei kollidierte das Fahrzeug mit dem von links kommenden VW eines 63-Jährigen, der in Richtung Siemensstraße unterwegs war. Bei dem Zusammenstoß touchierte der VW Tiguan einen entgegenkommenden VW Polo eines 28-Jährigen, der unverletzt blieb.

Der 63-Jährige kam mit einer Rückenverletzung zur stationären Behandlung in eine Klinik. Auch seine 16-jährige Tochter, die auf dem Beifahrersitz saß, verletzte sich am Oberkörper und wurde ebenfalls stationär aufgenommen. Der im Fond sitzende, 13 Jahre alte Sohn blieb unverletzt.

Der Fahrer des Polizeiautos erlitt eine leichte Kopfverletzung, ließ sich ambulant behandeln und beendete danach seinen Dienst. Eine freiwillige Atemalkoholtestung bei dem Beamten ergab einen Wert von null Promille. Seine beiden Begleiter kamen mit dem Schrecken davon.

Für die Unfallaufnahme war die Kreuzung bis etwa 16.30 Uhr gesperrt, wovon auch der Buslinienverkehr betroffen war.

LKA: Mehr als 10.000 Betrugsfälle mit Corona-Hilfen

In weit mehr als 10.000 Fällen sollen Betrüger im Zusammenhang mit Corona-Hilfen allein in Berlin hohe Geldbeträge erhalten haben. „Dem Landeskriminalamt (LKA) Berlin sind bisher weit über 10.000 Fälle des Betrugsverdachts im Zusammenhang mit Anträgen auf Corona-Hilfen bekannt“, heißt es in einer am Montag veröffentlichten Antwort des Senats auf eine AfD-Anfrage.

Angesichts dieser hohen Zahl von mutmaßlichen Betrügern kommt das LKA offenbar mit der Bearbeitung kaum hinterher. Derzeit würden 2946 Betrugsfälle von Corona-Hilfen bearbeitet, hieß es mit Stand Ende März. Davon seien 1946 Fälle abgeschlossen und an die Staatsanwaltschaft übergeben. Eine Schadenssumme wurde nicht genannt.

Den Angaben zufolge laufen Ermittlungen zu „diversen Betrugsstraftaten“. Einzelne Täter, „aber auch bandenmäßig organisierte und teilweise mit Finanzagenten arbeitende Gruppierungen beantragten teils unter Vorspiegelung nicht existenter Unternehmen oder nicht vorhandener Notlagen unrechtmäßig Gelder bei der Investitionsbank Berlin (IBB)“. Die Zahl der Anzeigen, die meist von Banken gestellt würden, steige weiter. Die Polizei hatte kürzlich im Rahmen ihrer Kriminalstatistik von knapp 3000 Fällen und einen Schaden von mehr als 41 Millionen Euro gesprochen und ebenfalls angekündigt, die Zahlen würden weiter steigen.

Spandau: Feuerwehr löscht mehrere Brände

Die Feuerwehr hat in Spandau in der vergangenen Nacht in der Zeit von 22.17 Uhr bis 2 Uhr mehrere Brände gelöscht. "Insgesamt 50 Einsatzfahrzeuge mit 160 Kräften waren zu zeitgleich vier Bränden ausgerückt", teilte die Feuerwehr auf Twitter mit. Darunter sei ein Fehlalarm durch Rauchgeruch von einer anderen Einsatzstelle gewesen.

Eine 19 Jahre alte Anwohnerin verständigte die Feuerwehr zu einem Mehrfamilienhaus an die Jagowstraße. Sie und ein weiterer Mieter des alternativen Wohnprojektes hätten gegen 22.20 Uhr Flammen an einem stillgelegten Citroen und an einem alten ehemaligen Krankenwagen bemerkt. Beide Fahrzeuge waren unter einem Holz-Carport abgestellt. Nach eigenen Löschversuchen brachten die Feuerwehrleute die Flammen unter Kontrolle. Der Unterstand, ein angrenzender Schuppen sowie die beiden Autos wurden fast vollständig zerstört, teilte die Polizei am Montag mit. Verletzt wurde niemand. Die Ermittlungen zur Brandursache dauern an und wurden vom Staatsschutz übernommen, da auch eine politisch motivierte Brandstiftung zum derzeitigen Stand der Ermittlungen nicht ausgeschlossen werden kann, hieß es weiter.

Im Magistratsweg in Staaken standen laut Feuerwehrangaben Einrichtungsgegenstände im Kellerbereich in der dritten Etage eines 17-geschossigen Hochhauses in Flammen. Der Brand konnte schnell gelöscht werden. Der Bereich wurde belüftet.

In der Maulbeerallee in Staaken brannten mehrere Kellerverschläge in einem achtgeschossigen Wohngebäude. 20 Personen seien in Sicherheit gebracht worden. Davon seien zwölf Menschen vom Rettungsdienst vor Ort versorgt worden. 80 Kräfte waren vier Stunden im Einsatz.

Anmerkung der Redaktion: Wir berichteten zuvor, dass vier Brände gelöscht wurden. Es handelte sich aber um drei Brände.

Trinwillershagen: Container samt Baumaschinen bei Potsdam weg - Nahe Stralsund gefunden

Unbekannte haben einen kompletten Schiffscontainer mit Baumaschinen an der Autobahn 10 in Brandenburg gestohlen und in Trinwillershagen (Vorpommern-Rügen) abgestellt. Wie die Polizei am Montag in Stralsund mitteilte, hat der Baucontainer, in dem vier Maschinen waren, einen Wert von 150.000 bis 200.000 Euro. Der Diebstahl war am Freitag bemerkt worden. Die Polizei konnte - zum Glück der Besitzer - länderübergreifend ein GPS-Signal nachverfolgen und das Diebesgut auf einem weitläufigen Gelände in dem Dorf bei Stralsund finden.

Die rechtmäßigen Besitzer hätten ihre Maschinen inzwischen wieder in Besitz nehmen können, hieß es. Wer den Container dorthin gebracht hat, sei bisher aber unklar. Das Gelände, wo der Container zwischengelagert war, werde von mehreren Firmen genutzt und sei frei zugänglich. Die Entfernung von Potsdam bis zum Fundort beträgt etwa 300 Kilometer.

Brandenburg: Fünfjährige tot in Wohnhaus gefunden - Vater festgenommen

Eine Fünfjährige ist in Doberlug-Kirchhain (Elbe-Elster) möglicherweise Opfer eines Verbrechens geworden. Das Mädchen wurde am Sonntag in einem Wohnhaus tot gefunden. Wie die Polizei am Montag weiter mitteilte, ist es nach ersten Erkenntnissen zu einer familiären Tragödie gekommen. Der Vater des Kindes wurde festgenommen.

Polizisten fanden zunächst zwei leblose Personen: das Kind und den Vater. Der 49-Jährige konnte von Rettungskräften wiederbelebt werden. Für das Mädchen kam jede Hilfe zu spät. Cottbuser Staatsanwaltschaft und Mordkommission haben die Ermittlungen übernommen, da der Verdacht eines Kapitalverbrechens nicht ausgeschlossen werden kann. Eine Obduktion soll Aufschluss über die Todesursache geben.

Hellersdorf: Autos aufgebrochen - vier Männer festgenommen

In Hellersdorf haben Polizisten in der vergangenen Nacht vier Männer festgenommen, die zuvor Autos aufgebrochen haben sollen. Ein Anwohner der Zossener Straße hatte gegen 0.15 Uhr die Polizei verständigt, nachdem er Personen gesehen hatte, die sich an einem auf einem Parkplatz stehenden Citroen Transporter zu schaffen machten. Das Quartett fuhr dann in zwei Autos weg. Der Zeuge teilte seine Beobachtungen den Beamten mit. Diese konnten auf der Landsberger Chaussee einen Opel und einen VW stoppen. In den Fahrzeugen saßen Männer im Alter von 23, 26, 28 und 31 Jahren.

Nachdem der 23 Jahre alte Opel-Fahrer den Kofferraum freiwillig geöffnet habe, seien diverses Einbruchswerkzeug sowie mehrere hochwertige Werkzeuge gefunden worden. Ermittlungen hätten ergeben, dass sie aus einem Fahrzeug stammten, das kurz zuvor in der Nossener Straße aufgebrochen worden war. Zudem stellten die Beamten in der Nähe noch weitere Fahrzeuge fest, in die offenbar versucht worden war, einzubrechen. Das Quartett wurde vorläufig festgenommen. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen. "Neben den Ermittlungen wegen Diebstahls aus Kfz und mehrerer versuchter Diebstähle aus Kfz, wird gegen den 23-Jährigen zudem noch wegen des Fahrens ohne Fahrerlaubnis ermittelt", hieß es im Polizeibericht.

Prenzlauer Berg: Mutmaßliche Autodiebe festgenommen

In Prenzlauer Berg nahmen Polizeikräfte am Sonntagabend zwei mutmaßliche Autodiebe fest. Gegen 19.30 Uhr bemerkten Zivilkräfte auf einem Parkplatz in der Kniprodestraße drei Männer, die sich aus Sicht der Ermittler verdächtig verhielten und sich an einem VW zu schaffen machten. Kurze Zeit später entfernten sich die Männer in dem VW Transporter und einem Skoda. Die Polizeikräfte stellten wenig später fest, dass die an dem VW angebrachten Kennzeichen nicht zugelassen waren. In der Prenzlauer Promenade stoppten die Beamtinnen und Beamten den VW. Der 38 Jahre alte Fahrer wurde festgenommen, nachdem die Polizeikräfte festgestellt hatten, dass an dem Zündschloss des Wagens manipuliert und dieser wenige Tage zuvor als gestohlen gemeldet worden war. Der Skoda hatte augenblicklich die Flucht ergriffen, als der VW gestoppt worden war. Ihn konnten Polizeikräfte in der Brauhausstraße anhalten. Dem Fahrer gelang die weitere Flucht zu Fuß, den 43 Jahre alten Beifahrer nahmen die Kräfte fest. Beide Festgenommenen, der Fahrer des VW und der Beifahrer des Skoda, wurden erkennungsdienstlich behandelt und für die weiterermittelnde Kriminalpolizei der Direktion 1 (Nord) eingeliefert.

Treuenbrietzen: Auto fängt während der Fahrt Feuer - Fahrerin unverletzt

Eine Autofahrerin hat sich auf der Bundesstraße 102 im Landkreis Potsdam-Mittelmark aus ihrem Fahrzeug gerettet, bevor es in Flammen aufging. Die Frau blieb unverletzt, wie die Polizei am Montag mitteilte. Demnach war sie am frühen Morgen im Raum Treuenbrietzen unterwegs, als plötzlich Rauch aus der Motorhaube qualmte. Die Frau habe den Wagen am Straßenrand gestoppt und ihn verlassen. Laut Polizei brannte das Auto aus und erlitt einen Totalschaden. Auch der Straßenbelag sei beschädigt worden. Die Brandursache war zunächst unklar. Ein technischer Defekt gelte als wahrscheinlich, hieß es.

Oderberg: Mann will Geldschrank von totem Verwandten öffnen - Explosion

Beim Versuch, den Stahlschrank eines gestorbenen Verwandten zu öffnen, hat ein 49-Jähriger eine Explosion in Oderberg (Landkreis Barnim) verursacht. Der Mann sei am Sonntagvormittag bei dem Unglück in einer Wohnung schwer verletzt worden, teilte die Polizeidirektion Ost am Montag mit. Auch eine 44 Jahre alte Frau, die sich mit in der Wohnung befand, wurde verletzt und in ein Krankenhaus gebracht.

Polizei und Rettungskräfte waren von Anwohnern alarmiert worden. Kriminalisten ermitteln den Hergang des Geschehens. Ersten Erkenntnissen zufolge handelte es sich um einen Geldschrank. Der 49-Jährige hatte versucht, in mit einem Schneidwerkzeug zu öffnen.

Teltow: Störungen nach Blitzeinschlag wieder behoben

Nach einem Blitzeinschlag am Bahnhof Teltow (Landkreis Potsdam-Mittelmark) sind alle Störungen im Bahnverkehr in Berlin und Brandenburg in der Nacht zu Montag behoben worden. Die Züge des Fernverkehrs fahren wieder störungsfrei, wie die Deutsche Bahn auf Twitter mitteilte. Der Blitzeinschlag am Sonntagabend hatte den Angaben zufolge einen Kurzschluss in den Oberleitungen und eine Stellwerksstörung ausgelöst. Von der Störung betroffen waren alle ICE-, EC- und IC-Züge zwischen Leipzig und Berlin, zwischen Halle und Berlin sowie zwischen Dresden und Berlin. Im Regionalverkehr kam es auf den Linien RE3 (Stralsund/Schwedt(Oder) - Lutherstadt Wittenberg/Falkenberg (Elster))und RE4 (Rathenow - Ludwigsfelde) zu Einschränkungen.

Kriminalität 2020 in Berlin - die Statistik im Detail

( BM/dpa )