Blaulicht-Blog

Frau attackiert wahllos Passanten mit abgebrochener Flasche

| Lesedauer: 9 Minuten
Eine Frau soll am Hackeschen Markt Passanten wahllos mit einer abgebrochenen Flasche attackiert haben.

Eine Frau soll am Hackeschen Markt Passanten wahllos mit einer abgebrochenen Flasche attackiert haben.

Foto: Thomas Peise

In unserem Blog finden Sie die aktuellen Meldungen von Polizei und Feuerwehr in Berlin und Brandenburg von Sonntag, 18. April.

Mitte: Frau attackiert Passanten mit abgebrochener Flasche

Eine Frau hat am Sonnabend gegen 22.10 Uhr am Hackeschen Markt in Mitte wahllos Passanten mit einer abgebrochenen Flasche attackiert.

Wie die Polizei mitteilte, soll die Frau zunächst gegen 21.45 Uhr eine Glasflasche in die Richtung von zwei jungen Frauen geworfen haben, die zu Fuß auf einem Weg zwischen dem Monbijouplatz und der Kleinen Präsidentenstraße unterwegs waren. Die Flasche traf eine 20-Jährige am Rücken, die aber unverletzt blieb.

Kurz darauf, so die Polizei, soll die Angreiferin drei junge Männer in der Unterführung unter dem S-Bahnhof Hackescher Markt mit einer abgebrochenen Glasflasche angegriffen haben. Auch das misslang, weil einer der Männer die Frau am Arm packen konnte.

Doch damit nicht genug: Kurz darauf griff sie mit der Flasche vor einem Spätkauf an der Neuen Promenade einen 25-Jährigen an, der in Begleitung eines 22-Jährigen war. Sie verletzte ihn oberhalb eines Auges. Außerdem soll sie versucht haben, ihn zu treten. Wenig später soll sie einen weiteren 25-Jährigen, der mit seiner Freundin vor dem Spätkauf stand, angegriffen und ihm eine Stichverletzung an der Schulter beigebracht haben, wobei sie auch Jacke, Pullover und Hemd des Mannes beschädigte. Als das Paar in Richtung Hackescher Markt flüchtete, warf die Frau ihnen noch die Flasche nach, die die Flüchtenden jedoch verfehlte.

Gleich darauf habe sie eine weitere Flasche an einer Wand abgebrochen und einer 18-Jährigen mit dem abgebrochenen Hals eine tiefe Schnittwunde am Handrücken zugefügt. Polizisten konnten die 24-Jährige Tatverdächtige schließlich festnehmen, als sie in ein Taxi stieg. Die Frau leistete dabei Widerstand, spuckte einem Polizisten ins Gesicht und trat ihm gegen ein Bein.

Einer der beiden 25 Jahre alten Verletzten wurde ambulant in einem Krankenhaus versorgt, die 18-Jährige musste stationär in der Klinik aufgenommen werden. Der andere 25-Jährige wurde vor Ort versorgt.

Die 24-Jährige wurde wegen ihres psychischen Zustandes und weil sie angab, Drogen genommen zu haben, ebenfalls in ein Krankenhaus gebracht.

Teltow: Blitzeinschlag behindert Bahnverkehr in Berlin und Brandenburg

Ein Blitzeinschlag am Bahnhof Teltow (Landkreis Potsdam-Mittelmark) hat am Sonntagabend zu Einschränkungen im Bahnverkehr geführt. Der Einschlag habe einen Kurzschluss in den Oberleitungen und eine Stellwerksstörung ausgelöst, sagte ein Sprecher der Deutschen Bahn.

Die Strecke zwischen Berlin-Südkreuz und Ludwigsfelde war den Angaben zufolge deswegen nicht befahrbar. Ein ICE steckte bei Großbeeren-Süd fest. Andere Fernverkehrszüge wurden laut Bahn umgeleitet. Im Regionalverkehr kam es auf den Linien RE3 (Stralsund/Schwedt(Oder) - Lutherstadt Wittenberg/Falkenberg (Elster))und RE4 (Rathenow - Ludwigsfelde) zu Einschränkungen.

Techniker der Bahn seien auf dem Weg nach Teltow, hieß es. Man gehe davon aus, dass sie das Problem am Stellwerk schnell beheben könnten. Dann könne auch der ICE seine Fahrt fortsetzen.

Mitte: 69 Festnahmen bei Demonstration

Die Polizei hat bei einer Kundgebung in der Friedrichstraße in Mitte 69 Personen festgenommen, wie sie bei Twitter mitteilte. Grund seien diverse Verstöße gegen das Infektionsschutzgesetz und weitere Straftaten gewesen. Darunter sei auch ein Rollstuhlfahrer gewesen, der Widerstand geleistet habe und daraufhin weggetragen worden sei.

Unter dem Motto "Künstlerische Bildung, kulturelle Werte und gesunde Entfaltung für Kinder" hätten sich von 14 bis 18 Uhr rund 500 Personen vor dem Bundesgesundheitsministerium in der Friedrichstraße versammelt, so die Polizei. Ein Großteil der Menschen habe sich an die Hygieneschutzbestimmungen gehalten, ein Teil der Demonstranten habe jedoch keine Masken getragen und auch die Sicherheitsabstände nicht eingehalten. Die Polizei habe die Hygieneschutzbestimmungen mit Lautsprecherdurchsagen verdeutlicht und anschließend die entsprechenden Personen festgenommen.

Der Polizei zufolge hätten Teilnehmer der Versammlung Einsatzkräfte angegriffen und teilweise versucht, die Festgenommenen zu bvefreien. Die Beamten hätten die Personen weggeschubst. Ein Polizist sei durch einen Tritt in den Brustkorb verletzt worden. Ein Rollstuhlfahrer, der ebenfalls trotzt mehrfacher Aufforderung keine Maske aufsetzten wollte, habe die Einsatzkräfte beschimpft und soll während der Überprüfung nach einem Beamten geschlagen haben. Daraufhin wurde er ebenfalls festgenommen. Weil er sich nicht aus der Versammlung schieben ließ, habe man ihn weggetragen.

Die Polizei leitete 24 Strafverfahren wegen tätlichen Angriffs, versuchter Gefangenenbefreiung, Beleidigung und Verstößen gegen die Infektionsschutzmaßnahmenverordnung. Insgesamt seien 880 Beamte im Einsatz gewesen.

Marienfelde: Mutmaßlicher Motorraddieb festgenommen

Polizisten konnten in der Nacht zu Sonntag in Marienfelde einen mutmaßlichen Motorraddieb festnehmen. Die Beamten hatten kurz nach 3 Uhr in der Marienfelder Allee einen Transporter überprüft, in dessen Laderaum eine Yamaha stand, an der noch ein Felgenschloss angebracht war. Wie die Ermittlungen ergaben, war das Motorrad am gleichen Tag in Lankwitz gestohlen worden. Die Beamten nahmen den 20 Jahre alten Fahrer fest, beschlagnahmten den Transporter und übergaben das Motorrad der Besitzerin.

Prenzlauer Berg: Kleintransporter in Flammen

In der Straße Zur Börse in Prenzlauer Berg stand gegen 1.40 Uhr in der Nacht zu Sonntag ein Kleintransporter in Flammen. Die Feuerwehr konnte den Brand schnell löschen, verletzt wurde niemand. Die Polizei vermutet vorsätzliche Brandstiftung.

Grunewald: Audi-Fahrer rast mit 234 km/h über die Avus

Die Polizei Berlin hat am Sonnabend einen mutmaßlichen Autobahn-Raser auf der Avus in Grunewald gestellt. Der Audi-Fahrer hatte laut Polizei eine Zivilstreife der Autobahnpolizei gegen 20.40 Uhr in Höhe der Abfahrt Hüttenweg überholt und war in Richtung Potsdam davongerast. Die Einsatzkräfte folgten und konnten die Geschwindigkeit messen, da ihr Einsatzfahrzeug mit einer entsprechenden Einrichtung ausgestattet ist. Das Ergebnis: 234 Kilometer pro Stunde, erlaubt sind in dem Abschnitt 100 km/h. Der Mann soll zudem mehrere Fahrzeuge ohne den zulässigen Sicherheitsabstand überholt haben. Als der Audi-Fahrer die Avus an der Anschlussstelle Spanische Allee verließ, konnten die Beamten ihn stellen. Sie beschlagnahmten Führerschein und Fahrzeug des 38-Jährigen. Er muss sich nun wegen des Verdachts eines verbotenen Autorennens, bei dem er mehrere Autofahrende gefährdet haben soll, verantworten.

Lichtenberg: Radfahrer bei Unfall verletzt

In der Nacht zu Sonntag hat ein Radfahrer bei einem Unfall auf der Landsberger Allee in Lichtenberg Verletzungen erlitten. Ersten Angaben von vor Ort zufolge fuhr der Radfahrer gegen 2.10 Uhr Richtung Prenzlauer Berg und wurde kurz hinter der Vulkanstraße von einem Pkw touchiert, wodurch der Radfahrer stürzte. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht.

Lichtenberg: Mann fährt mit Auto ins Gleisbett der Tram

Der Fahrer eines Pkw verlor gegen 2 Uhr in der Nacht zu Sonntag auf der Allee der Kosmonauten in Lichtenberg die Kontrolle über sein Fahrzeug und fuhr ins Gleisbett der Tram. Als die Polizei eintraf, soll der Mann zunächst weggegangen sein, wurde aber von den Beamten eingeholt. Angeblich sollen die Beamten laut Angaben von vor Ort Alkoholgeruch wahrgenommen und den Mann zu einer Blutentnahme mitgenommen haben. Die BVG stellte den Wagen wieder auf die Straße.

Altglienicke: Zwei Fahrzeuge brennen

Gleich zwei Fahrzeuge brannten in der Nacht zu Sonntag in der Ortolfstraße im Treptower Ortsteil Altglienicke. Die Feuerwehr konnte einen Kleinwagen der Marke Kia schnell löschen, eine Mercedes V-Klasse stand allerdings schon in sogenanntem Vollbrand, die Löscharbeiten dauerten länger. Die Einsatzstelle war nach rund 45 Minuten unter Kontrolle. Zwei weitere Fahrzeuge, ein BMW und ein Opel, die neben dem Kia abgestellt waren, wurden beschädigt. Die Polizei geht nach bisherigem Ermittlungsstand von Brandstiftung aus.

Kränzlin: 84-Jähriger stirbt nach schweren Verbrennungen

Ein 84-jähriger Mann ist im Dorf Kränzlin (Ostprignitz-Ruppin) bei einem tragischen Unfall an schweren Verbrennungen gestorben. Der Mann habe am Samstag auf seinem Grundstück Holz verbrennen wollen und dabei eine brennbare Flüssigkeit - vermutlich Kraftstoff - benutzt, berichtete die Polizeidirektion Nord am Sonntag. Beim Anzünden des Holzes habe das Feuer sofort auf die Kleidung des 84-Jährigen übergegriffen. Ein Nachbar habe dem Mann noch die brennende Kleidung vom Leib reißen können, so die Polizei. Dennoch sei er trotz eines Notarzt-Einsatzes per Hubschrauber am Unglücksort an seinen schweren Verbrennungen gestorben.

Fürstenwalde: Hund buddelt Weltkriegsmunition in Waldgebiet aus

Ein Hund hat in einem Waldgebiet in Fürstenwalde (Oder-Spree) Weltkriegsmunition ausgebuddelt. Der Besitzer, der am Samstag mit seinem Vierbeiner auf einem Spaziergang unterwegs war, habe die Polizei alarmiert, berichtete die Polizeidirektion Ost am Sonntag. Daraufhin habe der Kampfmittelbergungsdienst 23 Flak-Kartuschen in dem Waldboden entdeckt und gefahrlos beräumt.

Kriminalität 2020 in Berlin - die Statistik im Detail

( BM/dpa )