Blaulicht-Blog

Mann in Berlin-Weißensee getötet - Verdächtiger gesteht

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Foto: Kai Kitschenberg / FUNKE Foto Services

In unserem Blog finden Sie die aktuellen Meldungen von Polizei und Feuerwehr in Berlin und Brandenburg von Sonnabend, 17. April.

Pankow: 57-jähriger Mann getötet - Verdächtiger gesteht

Ein 57-jähriger Mann ist vermutlich von einem gleichaltrigen Mann in Weißensee (Pankow) getötet worden. Eine Mordkommission des Landeskriminalamtes (LKA) ermittelt gegen den Verdächtigen, wie die Polizei am Sonnabend mitteilte. Der verdächtige Mann sei in der Nacht zu Sonnabend gegen 3.40 Uhr bei der Polizei erschienen und habe gestanden, den 57-Jährigen umgebracht zu haben. Als die Polizei in der angegebenen Wohnung in der Neumagener Straße ankam, fand sie den Toten. Der festgenommene Verdächtige wurde daraufhin der Kriminalpolizei überstellt.

Mitte: Mann mit abgebrochener Flasche schwer verletzt

Samstag früh hat ein Mann bei einer Auseinandersetzung in Mitte schwere Verletzungen erlitten. Zwei Männer im Alter von 23 und 24 Jahren hielten sich gegen 3.30 Uhr zusammen mit einer 18 Jahre alten Frau im James-Simon-Park auf, als ein 27-Jähriger zusammen mit einem bisher unbekannt gebliebenen Begleiter vorbeikam. Es soll zu einem Gespräch gekommen sein, in dem der 27-Jährige die 18-Jährige beleidigt haben soll. In der Folge entwickelte sich eine Schlägerei zwischen den Männern, in deren Verlauf der 24-Jährige den 27-Jährigen mit einer abgebrochenen Flasche am Hals verletzt haben soll. Der Mann kam mit einer stark blutenden Wunde in ein Krankenhaus, wo er sofort operiert werden musste. Lebensgefahr besteht derzeit nicht. Polizisten nahmen die beiden jüngeren Männer fest und überstellten sie der Kriminalpolizei, die die weiteren Ermittlungen übernommen hat.

Mitte: Kaum Menschen bei Demo gegen Corona-Lockdown

Trotz einer angekündigten Demonstration gegen den Corona-Lockdown haben sich am Brandenburger Tor in Mitte am Samstagnachmittag kaum Teilnehmer versammelt. Zahlreiche Polizisten waren nahe dem Reichstagsgebäude und am Brandenburger Tor präsent. Mit Mannschaftswagen sperrte die Polizei den Platz des 18. März zum Teil ab. Auch Touristen waren zu sehen. Nur die Demonstranten fehlten fast gänzlich. Angemeldet waren 5000 Teilnehmer.

Zuvor hatten am frühen Nachmittag rund 300 Menschen an der Friedrichstraße in Mitte gegen die Corona-Einschränkungen protestiert. Nach Angaben der Polizei verlief alles friedlich. Allerdings trugen nicht alle Teilnehmer die vorgeschriebenen Gesichtsmasken.

Kreuzberg: Einsatzwagen der Polizei mit Stein beworfen

Unbekannte haben am Freitag gegen 22.30 Uhr in der Graefestraße in Kreuzberg vermutlich einen Stein auf einen Einsatzwagen der Polizei geworfen. Das Autodach wurde leicht beschädigt. Die Beamten blieben unverletzt. Wie die Polizei am Sonnabend mitteilte, sahen die Polizisten noch, wie sich etwa zehn Personen schnell entfernten. Es wurden Ermittlungen wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr, Sachbeschädigung und versuchter Körperverletzung eingeleitet.

Köpenick: Frau bei Wohnhausbrand schwer verletzt

In der Nacht auf Sonnabend hat es in einer Küche in einem Wohnhaus in Köpenick gebrannt. Wie ein Sprecher der Feuerwehr mitteilte, konnten fast alle Anwohner das Gebäude in der Alfred-Randt-Straße eigenständig verlassen. Sie seien durch den ausgelösten Rauchmelder gegen drei Uhr aus dem Schlaf gerissen worden, hieß es von der Polizei. Als sie Rauch aus einer Wohnung in der zweiten Etage kommen sahen, verständigten sie die Feuerwehr.

Eine Frau galt bei Eintreffen der Einsatzkräfte zunächst als in der Wohnung vermisst und konnte im Laufe des Einsatzes gerettet werden. Die 80-Jährige erlitt eine Rauchgasvergiftung. Eine weitere Person wurde mit leichten Verletzungen ambulant behandelt. Wegen fahrlässiger Brandstiftung hat ein Brandkommissariat des Landeskriminalamtes die Ermittlungen übernommen.

Wilmersdorf: Feuerwehr löscht Küchenbrand

Die Feuerwehr ist am Freitag gegen 21.30 Uhr zu einem Einsatz an die Konstanzer Straße nach Wilmersdorf ausgerückt. Es brannte im zweiten Obergeschoss eines fünfgeschossigen Hauses. Zuvor war eine Nachbarin auf einen ausgelösten Rauchmelder in der Wohnung einer 67-Jährigen aufmerksam geworden. Die Nachbarin habe die 67-Jährige aus der Wohnung geführt, als sie den Brand auf dem Herd entdeckte, teilte die Polizei am Sonnabend mit. Die Frau wurde mit einer Rauchgasvergiftung in eine Klinik gebracht.

Während des Feuerwehreinsatzes verließen alle Bewohner das Haus. Die Konstanzer Straße war zwischen Brandenburgischer Straße und Wittelsbacherstraße gesperrt. Wegen fahrlässiger Brandstiftung hat ein Brandkommissariat des Landeskriminalamtes die Ermittlungen übernommen.

Schöneberg: Unfall zwischen Auto und Kleintransporter

Auf der Kurfürstenstraße in Schöneberg ist es am Freitag gegen 22 Uhr zu einem Unfall zwischen einem Pkw und einem Kleintransporter gekommen. Der Kleintransporter fuhr dem Pkw in die Seite. Eine Person wurde verletzt und kam in ein Krankenhaus. An beiden Fahrzeugen entstand erheblicher Sachschaden.

Mitte: Radfahrer bei Unfall verletzt

Ein Radfahrer ist am Freitag in Mitte bei einem Unfall verletzt worden. An der Kreuzung Charlottenstraße Ecke Behrensstraße erfasste ein Autofahrer den Radfahrer. Durch den Aufprall auf die Windschutzscheibe des Pkw erlitt der Radfahrer Verletzungen. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht. Die Polizei ermittelt.

Köpenick: Bei 18 Autos eingebrochen und Innenraum durchwühlt

Am Samstagmorgen sind in Köpenick bei 18 geparkten Autos die Scheiben eingeschlagen und die Handschuhfächer durchwühlt worden. Ein Besitzer entdeckte an der Görsdorfer Straße kurz nach 7 Uhr die Beschädigung an seinem Wagen. Polizisten bemerkten dann in den umliegenden Straßen die weiteren Fahrzeuge. Zudem stießen sie auf einem Grundstück an der Schubertstraße auf einen Mann, der leichte Schnittverletzungen an der Hand hatte. Der 42-Jährige wurde vorläufig festgenommen und konnte die Wache nach den polizeilichen Maßnahmen wieder verlassen. Die Ermittlungen wegen besonders schweren Diebstahls dauern an. Dabei muss auch geklärt werden, ob und was aus den Autos gestohlen wurde.

Kriminalität 2020 in Berlin - die Statistik im Detail

( BM/dpa )