Blaulicht-Blog

Feuer auf Dachgeschoss-Baustelle in Berlin-Friedrichshain

| Lesedauer: 14 Minuten
Zahlreiche Fahrzeuge der Feuerwehr sind vor Ort. Bei dem Brand war am Mittag eine Rauchsäule über Berlin-Friedrichshain zu sehen.

Zahlreiche Fahrzeuge der Feuerwehr sind vor Ort. Bei dem Brand war am Mittag eine Rauchsäule über Berlin-Friedrichshain zu sehen.

Foto: Christian Schlippes

In unserem Blog finden Sie die aktuellen Meldungen von Polizei und Feuerwehr in Berlin und Brandenburg von Sonntag, 11. April.

Friedrichshain: Feuer auf Dachgeschoss-Baustelle im Mehrfamilienhaus

Die Berliner Feuerwehr ist am Sonntagmittag zu einem Einsatz an die Jessnerstraße nach Friedrichshain ausgerückt, wo es im Dachgeschoss eines fünfgeschossigen Wohnhauses brannte. „Laut der Einsatzleitung handelte es sich um eine Baustelle“, sagte ein Feuerwehrsprecher der Berliner Morgenpost. Demnach war die Etage unbewohnt. Man sei um 12.38 Uhr alarmiert worden und in der Spitze mit 60 Einsatzkräften vor Ort gewesen.

Eine dunkle Rauchsäule war am Mittag über weiten Teilen Berlins zu sehen, verschwand aber schnell. Eine Stunde nach der Alarmierung sei die Lage wieder übersichtlich gewesen, so der Sprecher weiter.

„Die Nachlöscharbeiten dauern an.“ Dazu müsse man auch mit Spezialgerät die Dachhaut öffnen. „Wir konnten eine Ausbreitung auf Nachbarhäuser verhindern“, sagte der Feuerwehrsprecher. Aus dem betroffenen und den anliegenden Gebäuden habe man mehrere Menschen sicherheitshalber ins Freie gebracht. Verletzt wurde niemand.

Kolkwitz: Beifahrerin stirbt bei Verkehrsunfall in Kolkwitz

Ein Mann hat in Kolkwitz (Kreis Spree-Neiße) bei dem Versuch, sich einer Verkehrskontrolle zu entziehen, einen Unfall gebaut und seine Beifahrerin ist dabei gestorben. Der polizeibekannte 36-Jährige war laut Polizeiangaben ohne Führerschein am Sonntagabend im Stadtgebiet von Cottbus mit einem Wagen mit falschen Kennzeichen unterwegs. Als die Beamten das Auto anhalten wollten, beschleunigte der Mann und begann demnach zu fliehen. Einer von der Polizei in Kolkwitz ausgelegten Nagelsperre wich der Wagen aus - der Fahrer verlor die Kontrolle über seinen Wagen und kam von der Fahrbahn an. Seine Beifahrerin wurde aus dem Auto geschleudert und starb noch an der Unfallstelle. Der Wagenlenker wurde verletzt und in ein Krankenhaus gebracht.

Pankow: Transporter brennt - Brandstiftung vermutet

Ein Transporter ist auf einem Vereinsgelände in der Lilli-Henoch-Straße in Prenzlauer Berg (Pankow) angezündet worden. Vereinsmitglieder bemerkten gegen 9.15 Uhr Flammen an dem Mercedes Sprinter und löschten das Feuer. Verletzt wurde niemand. Die Polizei geht von Brandstiftung aus. Die weiteren Ermittlungen hat ein Brandkommissariat des Landeskriminalamtes übernommen.

Pankow: Drogendealer fährt Polizisten an

In Weißensee (Pankow) hat ein mutmaßlicher Drogendealer einen Polizisten angefahren. Die leichten Verletzungen des Mannes wurden im Krankenhaus behandelt, teilte die Polizei am Sonntag mit. Zuvor hatten Zivilkräfte einen Drogenverkauf aus einem BMW heraus beobachtet. Der Käufer habe den Beamten den Kauf bestätigt. Daraufhin wollten die Einsatzkräfte den BMW-Fahrer kontrollieren. An der Kreuzung Roelckestraße/Pistoriusstraße stellten die Polizisten sich mit ihrem Auto vor den BMW. Ein Beamter forderte den Mann zum Aussteigen auf. Doch der beschleunigte und fuhr gegen ein Bein des Beamten, der daraufhin stürzte.

Der im Auto sitzende Kollege nahm die Verfolgung auf. Nach einer Verfolgungsjagd verlor der Flüchtige beim Überfahren eines Kreisverkehrs die Kontrolle über das Fahrzeug, prallte damit zunächst gegen einen Laternenmast und gegen ein Straßenschild sowie einen Stein. Der Fahrer habe dann versucht, zu Fuß zu flüchten, konnte aber festgenommen werden.

Auf eine ärztliche Behandlung verzichtete der 30-Jährige. Nachdem die Polizisten ihn mit dem Tatvorwurf konfrontierten, habe er angegeben, noch mehr Drogen im Auto zu haben. Eine angeordnete Durchsuchung führte zum Auffinden mehrerer Verkaufseinheiten Drogen, eines Reizstoffsprühgerätes und einer vierstelligen Summe Bargeld. Die Beamten brachten den Festgenommenen in einen Polizeigewahrsam, wo ihm Blut abgenommen wurde. Die Ermittlungen dauern an.

Mitte: Betrunkener Mietwagen-Fahrer festgenommen

Ein betrunkener Mietwagen-Fahrer ist am Sonnabend in Mitte festgenommen worden. Zuvor hatte ein Passant in der Voßstraße Ecke Behrenstraße gegen 17.35 Uhr einen torkelnden Mann zum Auto gehen und losfahren sehen. Daraufhin verständigte er die Polizei. Der Zeuge gab an, dass der Fahrer in Richtung Potsdamer Platz unterwegs ist, auf der Mohrenstraße in Richtung Wilhelmstraße mit erhöhter Geschwindigkeit fuhr und an der Kreuzung Mohrenstraße/Wilhelmstraße eine rote Ampel missachtete. Dort in der Nähe soll der Mann gewendet und dabei auf dem Gehweg einen Stromverteilerkasten und einen danebenstehenden Lichtmast touchiert haben.

Polizisten stellten wenig später in der Jägerstraße den beschädigten Polo am Fahrbahnrad, quer dazu stehend, fest. Neben dem Wagen stand der mutmaßliche Fahrer, in dessen Atemluft die Beamten einen starken Alkoholgeruch feststellten. Der 21-Jährige wurde festgenommen. Bei der Blutentnahme im Polizeigewahrsam habe der Mann Widerstand geleistet. Nach einem Anschlussgewahrsam konnte der Festgenommene erst am Sonntagfrüh die Dienststelle wieder verlassen. Ihn erwarten nun mehrere Strafermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Straßenverkehrsgefährdung, Verkehrsunfallflucht, des Fahrens unter dem Einfluss berauschender Mittel und des Widerstandes.

Charlottenburg: 17-Jähriger liefert sich mit Mamas Auto Verfolgungsfahrt mit der Polizei

Ein 17-Jähriger hat sich mit dem Auto seiner Mutter eine Verfolgungsfahrt mit der Polizei geliefert. Den Beamten fiel der Autofahrer in der vergangenen Nacht gegen drei Uhr an einer roten Ampel in der Sömmeringstraße in Charlottenburg auf. Als er später nach rechts in die Kaiserin-Augusta-Allee abbog, habe er zwei Fußgänger geschnitten, die die Straße überqueren wollten. Daraufhin nahmen die Einsatzkräfte die Verfolgung auf. Der 17-Jährige beschleunigte und soll laut Polizeiangaben mit bis zu 100 km/h gerast sein und eine rote Ampel missachtet haben.

An der Kreuzung Max-Dohrn-Straße/Lise-Meitner-Straße stellten die Polizisten den Mercedes eingeparkt am rechten Straßenrand fest. Der Wagen war unverschlossen und der Zündschlüssel steckte. Nach Angaben eines Zeugen sollte der Fahrer in Richtung einer angrenzenden Gartenkolonie zu Fuß geflüchtet sein. Nach kurzer Suche wurde der 17-Jährige entdeckt und festgenommen. Bei der Überprüfung seiner Personalien sei festgestellt worden, dass der Jugendliche der Sohn der Halterin des Mercedes ist. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde er zu seiner nahegelegenen Wohnanschrift gebracht und seiner Mutter übergeben. Diese hatte noch nicht bemerkt, dass ihr Sohn mit ihrem Auto unterwegs war.

Lichtenberg/Prenzlauer Berg: Gestohlenes Motorrad führt Polizei zu vernachlässigtem Kleinkind

Die Jagd nach einem gestohlenen Motorrad hat die Polizei am Sonnabend zu einem vernachlässigten Kleinkind in der Wohnung des Verdächtigen geführt. Im Fließverkehr von Lichtenberg hatte ein Autofahrer am Nachmittag das wenige Tage zuvor gestohlene Motorrad seines Freundes wiedererkannt. Er folgte dem fremden Fahrer auf dem Fahrzeug und gab die jeweiligen Standorte der Polizei durch, wie diese am Sonntag mitteilte. Als Beamte den Motorradfahrer schließlich in der Otto-Braun-Straße stoppen wollten, beschleunigte dieser und versuchte zu flüchten.

Mit hoher Geschwindigkeit fuhr er demnach über rote Ampeln und gefährdete Fußgänger, die zur Seite springen mussten. Schließlich stoppte die Polizei den 38-Jährigen im Stadtteil Prenzlauer Berg und fand bei ihm diverse Drogen. Daraufhin durchsuchten die Beamten auch die Wohnung des Mannes, in der sie auf die Freundin und den zweijährigen Sohn stießen. Dort fanden sie zudem weitere Drogen und gestohlene Autokennzeichen. Die Wohnung war laut Polizei in einem solch schlechten Zustand, dass sie den Kindernotdienst informierte. Das Kleinkind kam vorübergehend in ein Krankenhaus. Es wurden deshalb auch Ermittlungen wegen Verletzung der Fürsorge- oder Erziehungspflicht eingeleitet.

Brandenburg/Havel: Kundin flippt wegen fehlender Corona-Maske in Supermarkt aus

Aus Ärger über eine fehlende Corona-Maske bei einer anderen Kundin ist eine Frau in einem Supermarkt in Brandenburg/Havel handgreiflich geworden. Die 65-Jährige habe eine 24 Jahre alte Kundin am Samstag beleidigt, weil die Jüngere keine Mund-Nasen-Bedeckung trug, berichtete die Polizei am Sonntag. Dann habe die Freundin der jüngeren Frau von der verärgerten Kundin eine Entschuldigung gefordert. Die Ältere schlug laut Polizei daraufhin mit einer leeren Flasche um sich und traf die Freundin der jüngeren Frau im Gesicht. Die Frau sei nicht schwer verletzt worden. Die Beamten nahmen aber Strafanzeigen wegen gefährlicher Körperverletzung und Beleidigung auf. Später stellte sich heraus, dass die 24-Jährige ein Attest zur Befreiung der Maske hat.

Lichtenberg: Drogen, Glücksspiel, unverzollte Zigaretten – Polizei beendet Treffen

Unverzollte Zigaretten, Glücksspielautomaten und eine Waffe: Polizisten haben am Sonnabend in Friedrichsfelde (Lichtenberg) eine Veranstaltung mit mehreren Personen beendet. Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, hatte ein Zeuge am Vormittag beobachtet, wie immer wieder Personen in ein Gebäude in der Rummelsburger Straße gingen. Auch laute Musik und Geräusche seien zu hören gewesen, welche wiederum verstummten, als die Beamten eintrafen. Eine 51 Jahre alte Betreiberin eines ebenfalls in dem Gebäude gelegenen Kiosks gab vor, von nichts zu wissen. Mit einem Durchsuchungsbeschluss betraten die Einsatzkräfte den Kiosk als auch den hinteren Teil des Gebäudes. Die 51-Jährige leistete hierbei erheblich Widerstand und verletzte eine Polizistin am Bein.

In den mit dem Kiosk verbundenen Räumen im hinteren Teil des Gebäudes trafen die Polizisten auf acht Männer und zwei Frauen. Zudem fanden sie insgesamt zehn Glücksspielautomaten, unverzollte Zigaretten, Bargeld, nicht unerhebliche Mengen diverser Betäubungsmittel sowie eine geladene, scharfe Schusswaffe. Alle Gegenstände wurden beschlagnahmt. Die Ermittlungen wegen der unerlaubten Veranstaltung eines Glücksspiels, Verstößen gegen das Betäubungsmittel- sowie das Waffengesetz, illegalen Zigarettenhandels, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte sowie wegen Verstößen gegen die Corona-Regeln dauern an.

Erkner: Fahrgast schmeißt Stein auf Bus - Zoff über Bremsmanöver

Ein Fahrgast hat sich mit einem Busfahrer auf der Fahrt von Gosen nach Erkner (Landkreis Oder-Spree) angelegt und randaliert. Der Mann habe sich darüber geärgert, dass der Busfahrer spontan bremsen musste und ihn deshalb verbal attackiert, teilte die Polizei am Sonntag mit. Bei der Fahrt am Freitag habe der Fahrer den Mann daraufhin aufgefordert, den Bus in Neu Zittau zu verlassen. Der Fahrgast stieg nach Polizeiangaben zwar aus, nahm aber einen Stein vom Straßenrand und schlug damit auf die Vorderscheibe des Busses und auf einen Außenspiegel. Dann sei der Mann verschwunden.

Treuenbrietzen: Bewohner stirbt vermutlich bei Brand von Bungalow

Beim Brand eines Bungalows in Treuenbrietzen (Landkreis Potsdam-Mittelmark) ist vermutlich der Bewohner ums Leben gekommen. Die Polizei teilten am Sonntag mit, die Ermittler hätten während der Löscharbeiten am Samstag einen Leichnam in einem ausgebrannten Zimmer entdeckt. Dabei handle es sich mit höchster Wahrscheinlichkeit um den 84 Jahre alten Bewohner, der zuvor als vermisst galt. Eine endgültige Identifizierung stand der Polizei zufolge aber noch aus. Die Ursache für das Feuer war zunächst unklar. An den Ermittlungen ist auch das Landeskriminalamt Brandenburg beteiligt.

Spandau: Festnahme und 41 Strafanzeigen bei Corona-Demo

Bei einer Demonstration gegen Corona-Schutzmaßnahmen in Spandau hat die Polizei am Samstag einen Mann festgenommen sowie 41 Strafanzeigen gestellt - unter anderem wegen Attestfälschung, Widerstand, Beleidigung und Sachbeschädigung. Zudem habe die Polizei 18 Anzeigen wegen Ordnungswidrigkeiten gestellt, wie eine Sprecherin am Sonntag sagte. Bei einem Großteil davon ging es demnach um das Nicht-Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung.

Die angemeldete Demonstration war am späten Samstagnachmittag mit rund 250 Teilnehmern und mehreren Stunden Verspätung gestartet, weil viele sich zunächst weigerten, eine Maske zu tragen. Auch während des Umzugs in Richtung Altstädter Ring habe die Polizei den Zug immer wieder anhalten müssen, weil diese Pflicht ignoriert worden sei. Ein Mann wurde festgenommen und abgeführt. Bei 31 weiteren Teilnehmern nahmen die Beamten laut Sprecherin die Personalien auf. Die Demonstration konnte dennoch zu Ende geführt werden.

Pankow: Polizei nimmt mutmaßlichen Brandstifter fest

Die Polizei hat am Sonnabend einen mutmaßlichen Brandstifter festgenommen. Der 38-Jährige wurde in die Gefangenensammelstelle gebracht und dort erkennungsdienstlich behandelt. Den ausführlichen Artikel lesen Sie HIER.

Von Brandenburg nach Marzahn: Verfolgungsfahrt endet im Tram-Gleisbett

Eine Flucht vor einer Verkehrskontrolle in Brandenburg ist für einen 41-Jährigen in einem Gleisbett in Marzahn geendet. Zuvor wollten Einsatzkräfte der Brandenburger Polizei den Opel-Fahrer gegen 1.30 Uhr in Hönow kontrollieren. Dieser habe daraufhin Gas gegeben und sei mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit über die Landsberger Chaussee nach Berlin geflüchtet. Brandenburger und Berliner Polizisten nahmen die Verfolgung auf. Während der Verfolgungsfahrt soll der Mann mindestens eine rote Ampel missachtet haben. An der Kreuzung Raoul-Wallenberg-Straße/Lea-Grundig-Straße konnte der Opel-Fahrer aufgrund einer querenden Tram nicht geradeaus weiterfahren. Er versuchte deshalb noch nach rechts abzubiegen, fuhr dabei jedoch in das Gleisbett und kam zum Stehen. Der Fahrer versuchte nun, zu Fuß weiter zu fliehen, verfing sich jedoch in einem Busch und konnte festgenommen werden. Der Opel war nicht mehr fahrbereit.

Ein durchgeführter Drogenschnelltest verlief positiv, teilte die Polizei am Sonntag mit. Der Mann sei zudem nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis. Bei der Durchsuchung fanden Beamte eine geladene Schreckschusswaffe, einen Dolch, ein Jagdmesser und diverse Munition, vermutlich Schreckschussmunition. In einem Polizeigewahrsam wurde ihm Blut abgenommen. Die Ermittlungen dauern an.

Kriminalität 2020 in Berlin - die Statistik im Detail

( BM/dpa )