Blaulicht-Blog

Mehrere Autos brennen in Berlin - vermutlich Brandstiftung

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Foto: Carsten Rehder / dpa

In unserem Blog finden Sie die aktuellen Meldungen von Polizei und Feuerwehr in Berlin und Brandenburg von Sonnabend, 10. April.

Mehrere Autos brennen in Berlin - vermutlich Brandstiftung

Vier Autos haben am frühen Sonnabendmorgen in Schöneberg und Staaken (Spandau) gebrannt. Die Polizei vermutet in allen Fällen Brandstiftung als Ursache. Personen wurden nicht verletzt. Gegen 2.30 Uhr bemerkte ein Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma Flammen an dem in der Bessemerstraße geparkten Lexus. Die Feuerwehr konnte nicht verhindern, dass das Fahrzeug nahezu vollständig ausbrannte. Eine halbe Stunde später rief ein 23 Jahre alter Kraftfahrer die Einsatzkräfte zu einem brennenden Opel Calibra auf einem Parkplatz an der Maulbeerallee in Staaken. Er habe das Feuer im Vorbeifahren gesehen. Die Flammen griffen wenig später auf zwei weitere geparkte Autos, einen VW Golf und einen Opel Zafira über - auch ein Baum brannte. Die Einsatzkräfte löschten die Brände.

Bereits am Freitag musste die Feuerwehr einen Fahrzeugbrand löschen. Ein Bagger im Schlosspark Buch in Pankow wurde angezündet. Ein Passant hatte gegen 22.40 Uhr mehrere Jugendliche gesehen, die schnell das Gelände verließen. Danach sah er Flammen am Baufahrzeug. Die Feuerwehr löschte den Brand und fing den ausgetretenen Kraftstoff auf. Das Fahrerhaus des Baggers brannte vollständig aus. Auch andere Teile des Fahrzeugs wurden stark beschädigt. Verletzt wurde niemand.

Friedrichshain: Mann beschädigt Polizeiauto und beleidigt Beamte

Ein Mann hat in der vergangenen Nacht in Friedrichshain ein Polizeiauto beschädigt und Einsatzkräfte beleidigt. Während die Beamten Personen an der Bänschstraße überprüften, hörten sie einen lauten Knall am Einsatzwagen. Später stellten Polizisten fest, dass ein Außenspiegel beschädigt wurde. Hinter dem Polizeiauto habe ein Mann gestanden, der ihnen beide Mittelfinger entgegenstreckte und sie lautstark verbal beleidigte. Anschließend sei der Mann auf der Bänschstraße in Richtung Samariterstraße geflüchtet. Nach kurzer Verfolgung holten die Polizisten den Verdächtigen ein, nahmen ihn fest und fesselten ihn. Nach der Festnahme klagte der 30-Jährige über Schmerzen an Nase und Händen. Eine ärztliche Behandlung lehnte er trotz wiederholter Nachfrage jedoch zunächst ab. Kurze Zeit später habe er gesagt, dass er doch eine Behandlung wünsche, woraufhin Rettungskräfte verständigt worden seien. Diese hätten aber nach entsprechender Untersuchung keine Notwendigkeit einer ärztlichen Behandlung gesehen. Sie boten dennoch eine solche in einem Krankenhaus an, welche der Verdächtige jedoch ablehnte. Weitere Polizisten brachten den alkoholisierten Verdächtigen in ein Polizeigewahrsam, wo er erkennungsdienstlich behandelt wurde. Nach Abschluss der Maßnahmen wurde er wieder entlassen. Er muss sich nun wegen Verdachts der Zerstörung wichtiger Arbeitsmittel und der Beleidigung verantworten.

Lichtenberg: Polizei nimmt Wohnmobil-Dieb fest

In Alt-Hohenschönhausen (Lichtenberg) ist am Sonnabend ein Wohnmobil-Dieb festgenommen worden. Zuvor war einer Streife gegen 4.15 Uhr in der Wartenbergerstraße die Fahrweise eines Wohnmobil-Fahrers auf. Als die Beamten das Fahrzeug stoppten, seien Fahrer und Beifahrer aus dem Wagen gesprungen und zu Fuß in verschiedene Richtungen geflüchtet. Die Polizisten hätten den 21 Jahre alten Fahrer aber einholen und festnehmen können. Der Beifahrer konnte unterdessen unerkannt in Richtung Gehrenseestraße flüchten, teilte die Polizei am Sonnabend mit. Das Wohnmobil habe Einbruchsspuren und Beschädigungen am Zündschloss aufgewiesen. Ermittlungen ergaben, dass es auf der Wartenbergerstraße abgestellt und dort entwendet worden war. Nach der Spurensicherung wurde das Wohnmobil dem Besitzer übergeben. Der 21-Jährige, der keine gültige Fahrerlaubnis vorweisen konnte und zudem den Verdacht erweckte, unter dem Einfluss von Drogen zu stehen, wurde in ein Polizeigewahrsam gebracht. Dort wurde er erkennungsdienstlich behandelt - außerdem wurde ihm Blut abgenommen. Er soll noch am Sonnabend einem Ermittlungsrichter vorgeführt werden.

Mitte: Verletzte Person bei Auseinandersetzung

Auf der Leipziger Straße in Mitte ist es am Freitag gegen 21 Uhr zu einer Auseinandersetzung zwischen drei Menschen gekommen. Von vor Ort hieß es, dass eine Person verletzt wurde. Die anderen ergriffen zunächst die Flucht, konnten aber in der Neuen Grünstraße festgenommen werden. Der Verletzte wurde in ein Krankenhaus gebracht.

Pankow: Jugendliche versuchen, Notebook zu rauben

Zwei 15-jährige Jugendliche haben am Freitag gegen 18 Uhr in Prenzlauer Berg (Pankow) versucht, einem 19-Jährigen das zum Kauf angebotene Notebook zu stehlen. Während des Treffens im Treppenhaus eines Mehrfamilienhauses an der Dänenstraße soll einer der beiden Kaufinteressenten dem 19-Jährigen mit einem Reizgas ins Gesicht gesprüht haben, während sein Begleiter ihn in den Schwitzkasten nahm. Der 19-Jährige habe sich gewehrt und um Hilfe gerufen. Er erlitt Augenreizungen. Als Bewohner hinzukamen, flüchtete das Duo ohne Notebook in Richtung Behmstraße. Polizisten nahmen die Verdächtigen wenig später im Gleisbereich in der Nähe der Behmbrücke fest. Die beiden 15-Jährigen wurden erkennungsdienstlich behandelt und nach den polizeilichen Maßnahmen ihren Eltern übergeben. Gegen beide wurde ein Strafverfahren wegen des Verdachts des versuchten Raubes eingeleitet. Die Ermittlungen dauern an.

Pankow: Radfahrer stürzt beim Überholen

Ein Radfahrer hat am Freitag bei einem Unfall in Prenzlauer Berg (Pankow) schwere Verletzungen erlitten. Wie die Polizei am Sonnabend mitteilte, fuhr der 48-Jährige um kurz vor 19 Uhr auf dem Radweg der Schönhauser Allee in Richtung Eberswalder Straße. Als er einen 27 Jahre alten Radfahrer überholen wollte, kam es zum Zusammenstoß. Der 48-Jährige stürzte und erlitt Verletzungen an der Hüfte und an einem Oberschenkel. Der 27-Jährige blieb unverletzt. Die Ermittlungen zum Unfallhergang dauern an.

Kreuzberg: Polizist von Radfahrer angefahren

Ein Polizist ist am Sonnabend gegen 3.40 Uhr in Kreuzberg von einem Radfahrer angefahren worden. Er erlitt Verletzungen an der Hand, teilte die Polizei am Vormittag mit. Zuvor waren Beamte auf den Weg zu einer Sachbeschädigung an einem Haus in der Manteuffelstraße. Während der Hinfahrt entdeckten die Polizisten den flüchtigen Verdächtigen auf einem Rad in der Köpenicker Straße. Die Einsatzkräfte wollten den Mann nun stoppen. Als der Polizist aus dem Auto stieg, habe er den Radfahrer aufgefordert anzuhalten. Doch das habe der Mann ignoriert und sei auf den Beamten zugefahren. Bei dem Zusammenstoß stürzten beide Personen. Die Polizisten nahmen den 33 Jahre alten alkoholisierten Verdächtigen fest, der über Schmerzen in einer Schulter klagte. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht. Dort sei ihm auch Blut abgenommen worden. Der 33-Jährige muss sich nun wegen des Verdachts der Sachbeschädigung durch Graffiti, der Trunkenheit im Straßenverkehr, der Straßenverkehrsgefährdung und des Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte verantworten.

Mitte: Autofahrerin will Tür nicht öffnen - Polizei schlägt Scheibe ein

In Mitte hatte es die Polizei am Freitagnachmittag am Pariser Platz mit einer renitenten Autofahrerin zu tun. Eine Streife der Fahrradstaffel hatte zunächst gegen 16 Uhr gesehen, wie die Frau mit ihrem Ford Focus verbotenerweise auf den Pariser Platz fuhr. Die Beamten konnten den Wagen stoppen, als dieser den Platz in Richtung Wilhelmstraße verlassen wollte. Wie die Polizei mitteilte, habe die Frau ein Handy in der Hand gehabt. Als ein Beamter sie ansprach, habe sie das Fenster nur wenige Zentimeter geöffnet. Der Polizist habe ihr den Grund der Verkehrsüberprüfung erklät und sie aufgefordert, an den rechten Fahrbahnrand zu fahren. Die Frau hätte sich jedoch geweigert und statt dessen begonnen, den Polizisten zu filmen. Auch die Beifahrerin habe das Mobiltelefon gezückt und den Beamten gefilmt. Zudem habe die Fahrerin sich geweigert, den Motor abzustellen, geschweige denn ihren Führerschein oder Fahrzeugschein auszuhändigen. Immerhin, so die Polizei, sei sie dann doch an den rechten Fahrbahnrand gefahren.

Polizeikräfte einer Einsatzhundertschaft hätten ebenfalls erfolglos versucht, die Frau zur Kooperation nachzukommen. Mit einem richterlichen Beschluss zur "zwangsweisen Öffnung" habe man die Frau ein letztes Mal aufgefordert, ihre Papiere zur Überprüfung auszuhändigen. Als sie sich weiter weigerte, habe ein Beamter die hintere linke Scheibe des Ford eingeschlagen und das Fahrzeug geöffnet. Die 44-Jährige sei aus dem Auto geholt werden, ebenso ihre 16-jährige Tochter. Die Frau wurde wegen der Papiere durchsucht. Es folgten Strafanzeigen wegen des Verdachts der Verletzung der Vertraulichkeit des Wortes gegen die 44-Jährige und ihre Tochter. Die Mutter muss sich zudem wegen Verstoßes gegen das Ordnungswidrigkeitengesetz, das Personalausweisgesetz sowie wegen der Verstöße gegen die StVO verantworten.

Köpenick: Polizisten stoppen SUV-Fahrer nach Verfolgungsfahrt

Polizisten haben in der vergangenen Nacht auf der Straße an der Wuhlheide in Köpenick einen SUV-Fahrer nach einer kurzen Verfolgungsfahrt gestoppt. Der Fahrer wurde vorläufig festgenommen und der Pkw durchsucht. Die Hintergründe sind bislang unklar.

Friedenau: Unfall zwischen Radfahrer und Motorradfahrer

Zwei Männer sind am Freitag bei einem Unfall in Friedenau (Tempelhof-Schöneberg) verletzt worden. Wie die Polizei am Sonnabend mitteilte, fuhren ein 31 Jahre alter Radfahrer und ein 25 Jahre alter Motorradfahrer gegen 21.50 Uhr auf der Hauptstraße in Richtung Innsbrucker Platz. An der Kreuzung Hauptstraße/Fregestraße/Stierstraße bog der Radfahrer in Höhe eines Fußgängerüberweges nach links in Richtung Stierstraße ab und stieß dabei mit dem links neben ihm fahrenden Kawasaki-Fahrer zusammen. Beide Männer stürzten und erlitten Verletzungen. Der Motorradfahrer brach sich den Arm und erlitt Hautabschürfungen. Der Fahrradfahrer kam mit Verletzungen am Rumpf und an den Händen in eine Klinik. Die Kreuzung war während der Rettungsmaßnahmen und der Unfallaufnahme bis 22.45 Uhr gesperrt. Die Ermittlungen dauern an.

Erkner: Brand in Wohnhaus - Bewohner in Sicherheit gebracht

Die Feuerwehr ist in der vergangenen Nacht zu einem brennenden Wohnhaus nach Erkner im Landkreis Oder-Spree verständigt worden. Als sie eintrafen, schlugen die Flammen bereits aus einer Wohnung im Erdgeschoss. Die Feuerwehr brachte die Bewohner des Hauses in Sicherheit. Der Brand war nach rund zwei Stunden unter Kontrolle. Ob es Verletzte gibt, ist derzeit nicht bekannt. Die Wohnung brannte komplett aus.

Kriminalität 2020 in Berlin - die Statistik im Detail

( BM/dpa )