Blaulicht-Blog

Toyota überschlägt sich in Neukölln - Insassen flüchten

| Lesedauer: 9 Minuten
In Neukölln hat sich ein Auto überschlagen.

In Neukölln hat sich ein Auto überschlagen.

Foto: Pudwell

In unserem Blog finden Sie die aktuellen Meldungen von Polizei und Feuerwehr in Berlin und Brandenburg von Freitag, 9. April.

Neukölln: Toyota überschlägt sich - Insassen flüchten

In Neukölln hat sich am Donnerstag ein schwerer Unfall ereignet. In der Lipschitzallee überschlug sich gegen 23.40 Uhr ein Toyota und rammte mehrere geparkte Autos. Die vier Insassen sollen nach dem Unfall die Flucht ergriffen haben. Vor Ort hieß es, dass die Beamten den Fahrer und die drei weiteren Insassen noch wegrennen sehen konnten.

Eine sofort eingeleitete Suche verlief nach ersten Erkenntnissen erfolglos. Nach kurzer Zeit soll ein Insasse zur Unfallstelle zurückgekehrt sein. Der Mann soll nach eigenen Angaben der Halter des Fahrzeugs sein. Nach der Befragung des Mannes soll aber unklar geblieben sein, wer das Auto gefahren hat.

Die Feuerwehr richtete den Toyota wieder auf. Die Polizei ließ das Fahrzeug sicherstellen. Die Ermittlungen dauern an.

Westend: Feuerwehr rettet Meerschweinchen aus Hochhaus

In Westend hat es am Freitagnachmittag auf dem Balkon eines 16-geschossigen Hochhauses am Spandauer Damm gebrannt. Wie die Feuerwehr bei Twitter mitteilte, wurde eine Person aus der Wohnung im ersten Stock in Sicherheit gebracht. Zudem wurden drei Meerschweinchen gerettet. Die Feuerwehr war mit 40 Kräften im Einsatz. Am frühen Abend war der Spandauer Damm stadteinwärts gesperrt.

Lichtenberg: Ohne Führerschein und Versicherungsschutz unterwegs, dafür mit Schlagstock, SS-Rune und unter Drogeneinfluss

Nach der Kontrolle eines Autos am Donnerstagabend in Lichtenberg wird gegen den 25 Jahre alten Fahrer wegen zahlreicher Straftaten ermittelt. Wie die Polizei mitteilte, hatte der Mann keinen Führerschein und keinen Versicherungsschutz für das Auto. Zudem schien er berauscht zu sein. Außerdem steht er im Verdacht, gestohlene Kennzeichen an dem Polo angebracht zu haben. Im Innenraum fanden die Beamten zudem einen Schlagstock. Und: Auf dem Handrücken des Fahrers stellten die Polizisten eine tätowierte SS-Rune fest. Die Beamten untersagten die Weiterfahrt und klebten einen sogenannten Gelbpunkt auf die Windschutzscheibe. Der 25-Jährige kam zur Blutentnahme in eine Gefangenensammelstelle und wurde anschließend vor Ort entlassen.

Als die Beamten kurze Zeit später an dem Polo vorbeifuhren, war der 25-Jährige gerade dabei, weitere mutmaßlich gestohlene Kennzeichen an dem Auto anzubringen und den Gelbpunkt zu entfernen. Daraufhin wurden auch die Fahrzeugschlüssel mit richterlichen Beschluss beschlagnahmt.

Brandenburg: Polizei findet mehrere Tausend Euro Falschgeld

Die Brandenburger Polizei hat am Donnerstag bei der Kontrolle eines Autos in der Nähe von Diedersdorf (Märkisch-Oderland) mehrere Tausend Euro Falschgeld gefunden. Der Fahrer des Autos wurde festgenommen, teilte die Polizei bei Twitter mit. Ermittlungen ergaben, dass der Mann polizeibekannt ist.

Kreuzberg: Vater greift Polizisten an

In Kreuzberg mussten Polizeikräfte am Donnerstag Reizstoff und körperliche Gewalt einsetzen, um sich gegen die Attacken mehrerer Familienmitglieder zur Wehr zu setzen. Vorangegangen war eine gefährliche Körperverletzung in der Urbanstraße. Mehrere Zeugen hatten gegen 18.30 Uhr die Polizei alarmiert, nachdem sie beobachtet hatten, wie drei junge Männer auf einen weiteren Mann einschlugen und eintraten, bis dieser am Boden lag.

Anschließend war das Trio geflüchtet, eine Person in einem Fahrzeug, dessen Kennzeichen Zeugen sich notiert hatten. Das Opfer, ein 21-Jähriger, wollte sich nicht zu den Attacken äußern. Rettungskräfte brachten den Mann wegen des Verdachts auf Kopfverletzungen in ein Krankenhaus.

Wenig später konnten Polizisten den Halter des Fluchtfahrzeugs ausfindig machen und klingelten an dessen ebenfalls in der Urbanstraße gelegener Wohnung. Dem 22-Jährigen, der der Täterbeschreibung entsprach, wurde durch Polizeibeamte der Tatvorwurf gemacht und er wurde gebeten mitzukommen. In diesem Moment mischte sich der 48-jährige Vater des jungen Mannes ein, schrie die Beamten an, versuchte die Festnahme seines Sohnes zu verhindern und schubste einen der Beamten so heftig, dass dieser sich gerade noch an einem Geländer festhalten konnte, um nicht die Treppe herunter zu stürzen.

Auch der 22-Jährige versuchte sich nun gegen die polizeilichen Maßnahmen zu wehren und leistete Widerstand. Zusätzlich erschienen plötzlich fünf weitere Familienmitglieder aus der Wohnung, bauten sich mit erhobenen Händen vor den Beamten auf und bedrängten sie. Die Polizeikräfte forderten Unterstützung an und drohten mit dem Einsatz des Reizstoffsprühgerätes. Als darauf nicht reagiert wurde und die Beteiligten die Beamten weiterhin bedrängten, setzte einer von ihnen sein Reizstoffsprühgerät ein, was die aufgebrachte Familie veranlasste zurückzuweichen. Mit Hilfe inzwischen eingetroffener Unterstützungskräfte gelang es schließlich, die Familienmitglieder in die Wohnung zu drängen. Die beiden 22 und 48 Jahre alten Männer wurden in einen Polizeigewahrsam gebracht und dort erkennungsdienstlich behandelt. Die Polizeikräfte schrieben Strafanzeigen wegen gefährlicher Körperverletzung, Widerstands und tätlichen Angriffs.

Friedrichsfelde: Brennende Fahrzeuge - Polizei vermutet Brandstiftung

In Friedrichsfelde (Lichtenberg) haben in der Nacht zu Freitag Fahrzeuge auf einem Parkplatz gebrannt. Zeugen hatten kurz vor Mitternacht einen lauten Knall an der Mellenseestraße gehört und sahen dann einen brennenden Renault. Bevor die Feuerwehr eintraf, griff das Feuer auf einen Fiat und einen Mercedes über. Durch die Hitze des Brandes wurde zudem ein danebenstehender VW Transporter beschädigt, teilte die Polizei am Freitag mit. Die Feuerwehr konnte die Brände löschen, doch der Renault und der Mercedes brannten vollständig aus. Die Polizei geht dem Verdacht der Brandstiftung nach. In Berlin werden immer wieder Fahrzeuge in Brand gesetzt. Erst am vergangenen Sonntag brannten drei Fahrzeuge in Mitte und Neukölln. Auch hier vermutete die Polizei Brandstiftung.

Spandau: Sperrmüll in Hausflur brennt - Mann springt aus dem Fenster

In der vergangenen Nacht alarmierte ein Unbekannter die Feuerwehr nach Spandau. Kurz vor 3 Uhr erhielt die Leistelle der Feuerwehr einen Anruf über eine Rauchentwicklung in einem Hausflur eines Mehrfamilienhauses an der Jagowstraße. Zwischenzeitlich alarmierte ein Rauchmelder die Bewohner des Hauses über den mittlerweile entstandenen Brand an abgestelltem Sperrmüll. Diese begannen mit eigenen Löscharbeiten und verhinderten so eine Ausbreitung des Feuers. Die eingetroffenen Brandbekämpfer löschten die Flammen vollständig.

Ein 21-Jähriger kletterte und sprang vor den Flammen aus einen Fenster einer Wohnung im ersten Stock und verletzte sich dabei einen Fuß. Hinzugerufene Rettungskräfte brachten den Verletzten zur Behandlung in eine Klinik. Während der Brandbekämpfungs- und Rettungsarbeiten war die Jagowstraße zwischen Lasiuszeile und Kurstraße bis gegen 4 Uhr gesperrt. Die Ermittlungen wegen des Verdachts der schweren Brandstiftung übernahm ein Brandkommissariat des Landeskriminalamtes.

Niederschöneweide: Carsharing-Fahrer kracht gegen Lichtmast

Ein Carsharing-Fahrer ist in der vergangenen Nacht in der Michael-Brückner-Straße in Niederschöneweide (Treptow-Köpenick) gegen einen Lichtmast gefahren. Ein durchgeführter Alkoholtest soll null Promille ergeben haben. Daraufhin wollte der Mann den Unfallort verlassen. Da er sich aber nur schwer artikulieren konnte und wohl auch Probleme mit dem Gleichgewicht hatte, wollten die Polizisten überprüfen, ob er unter Drogeneinfluss steht. Da es vor Ort beim Durchführen eines Drogen-Schnelltests Probleme gab, wurde eine Blutentnahme richterlich angeordnet. Der Fahrer wurde festgenommen und in eine Gefangenensammelstelle gebracht.

Hohenfelde (Uckermark): Nach Fund von Babyleiche suchen Ermittler weiter nach Spur

Mehr als ein Jahr nach dem Fund eines toten Babys im Nordosten Brandenburgs suchen die Ermittler weiter nach der Mutter. „Wir haben die Mutter noch nicht ermittelt“, sagte Roland Kamenz, Sprecher bei der zuständigen Polizeidirektion Ost auf dpa-Anfrage. 140 Frauen hätten freiwillig einen DNA-Test abgegeben, darunter sei jedoch kein Treffer gewesen.

Ein Spaziergänger hatte das Kind am 22. März 2020 tot in der Nähe von Hohenfelde (Uckermark) entdeckt. Es soll schon mehrere Tage im Wasser gelegen haben. Nach Untersuchungen muss das Baby lebensfähig gewesen sein. Den Angaben der Polizei zufolge starb das kleine Mädchen keines natürlichen Todes. Unklar ist aber weiterhin, wie es zu Tode kam. „Da das Kind im Wasser lag, konnten keine Leichenspürhunde eingesetzt werden“, sagte der Sprecher der Abteilung Kapitalverbrechen bei der Staatsanwaltschaft Neuruppin, Gerd-Götz Heininger.

Wie geht es nun weiter? Im Gespräch sind schon länger verpflichtende DNA-Tests. „Es ist an der Zeit, diese zu prüfen“, sagte Heininger. Für solche Massentests sind aber hohe Hürden gesetzt. So ist laut Heininger für die richterlichen Beschlüsse ein Anfangsverdacht nötig. Da die Mutter des Kindes vermutlich - so der Stand der Ermittlungen - aus dem Ausland stamme, gestalte sich die Suche schwierig.

Die Polizei hatte auf einen Zeugenaufruf hin Hinweise aus der Bevölkerung erhalten, aber auch diese führten nicht zu einer Spur. Laut Kamenz werden nun weitere Ermittlungsschritte geprüft. Welche das sind, sei derzeit noch offen.

Kriminalität 2020 in Berlin - die Statistik im Detail

( BM/dpa )