Berlin-Zehlendorf

Zwei Patienten sterben nach Brand in Berliner Krankenhaus

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Ein Zimmer des Helios Klinikum Emil von Behring in Berlin-Zehlendorf ist über Nacht komplett ausgebrannt.

Ein Zimmer des Helios Klinikum Emil von Behring in Berlin-Zehlendorf ist über Nacht komplett ausgebrannt.

Foto: Feuerwehr Berlin

Im Helios Klinikum Emil von Behring brannte es. Ein Mensch kommt durch das Feuer ums Leben, ein weiterer stirbt in der Folge.

Berlin. Bei einem Brand im Helios Klinikum Emil von Behring in Zehlendorf ist am Freitag ein Mensch in den Flammen gestorben. Eine 82-jährige Patientin, die bereits im Sterben lag, kam ums Leben, als sie wegen des Feuers verlegt werden musste. Ein dritter Patient, der ebenfalls laut Klinik bereits im Sterben lag, war nach ersten Ermittlungen der Polizei bereits vor Ausbruch des Feuers tot.

Sechs weitere Patientinnen und Patienten erlitten laut Polizei Rauchgasvergiftungen. Drei von ihnen mussten intensivmedizinisch betreut werden.

Brand im Helios Klinikum: Rauchmelder schlug um vier Uhr morgens Alarm

Die Brandmeldeanlage in dem Krankenhaus in der Walterhöferstraße an der Stadtgrenze, nahe dem Museumsdorf Düppel, schlug laut Feuerwehr am Karfreitag gegen vier Uhr morgens Alarm. Grund war ein Feuer in einem Patientenzimmer im zweiten Obergeschoss der Klinik. „Es kam auch zu einer großen Rauchentwicklung“, sagte ein Sprecher der Feuerwehr.

Bis zu hundert Einsatzkräfte löschten die Flammen. Zur Brandbekämpfung setzte die Feuerwehr laut Mitteilung neun Löschhilfefahrzeuge und drei Drehleiterwagen ein. Außerdem kamen sechs Rettungswagen und drei Notarztwagen zum Einsatz. Die Feuerwehrleute seien bis etwa sieben Uhr morgens rund drei Stunden lang im Einsatz gewesen, teilte die Behörde in einer Meldung auf dem Kurznachrichtendienst Twitter mit.

Die Ermittlungen zur Brandursache hat ein Brandkommissariat des Landeskriminalamtes der Polizei übernommen. Der von dem Feuer betroffene Gebäudeteil musste evakuiert werden. Die Person aus dem Brandzimmer konnte bei dem Einsatz nur noch leblos geborgen werden. Ihre Identität ist laut Polizei noch nicht endgültig geklärt. Vermutlich handelt es sich aber um einen 69 Jahre alten Mann, der als Patient in dem Zimmer untergebracht war.

Patienten in andere Gebäudeteile verlegt

Der Geschäftsführer der Klinik, Florian Kell, sagte, dass nur eine eine Station des Krankenhauses von dem Feuer betroffen gewesen sei. Vorsichtshalber seien aber auch andere Stationen geräumt worden. Die Patienten habe man in andere Gebäudeteile verlegt. „Wir schätzen jetzt mit der Technik und der Polizei ab, welche Schäden vorliegen“, sagte Kell.

Zu einem Brand in einem Krankenhaus war es in Berlin zuletzt am 27. Februar dieses Jahres gekommen. Die Feuerwehr war dabei über eine Brandmeldeanlage zum Vivantes Klinikum Am Urban in der Dieffenbachstraße in Kreuzberg alarmiert worden. Dort brannte es in einem Patientenzimmer im dritten Obergeschoss des zehngeschossigen Klinikgebäudes. Durch den schnellen Löschangriff konnten die Einsatzkräfte ein Übergreifen des Feuers auf weitere Bereiche der Station verhindern. 22 Patienten der Station waren durch das Klinikpersonal bereits vor Eintreffen der Feuerwehr von der Station in Sicherheit gebracht worden.

Zehn Tage zuvor, am 17. Februar, hatte eine ausgelöste Brandmeldeanlage rund 20 Feuerwehrleute zu einem Wohnheim nach Borsigwalde gerufen. In dem viergeschossigen Gebäude war ein Brand im ersten Obergeschoss ausgebrochen. Eine Person wurde verletzt. Etwa 70 Bewohner konnten sich unverletzt selbst in Sicherheit bringen.