Blaulicht-Blog

Männer gehen in Kreuzberg aufeinander los

| Lesedauer: 7 Minuten
BM
Gegen 21.40 Uhr kam es an der Wrangelstraße Ecke Taborstraße in Kreuzberg zu Streitigkeiten zwischen mehreren Personen.

Gegen 21.40 Uhr kam es an der Wrangelstraße Ecke Taborstraße in Kreuzberg zu Streitigkeiten zwischen mehreren Personen.

Foto: Thomas Peise

In unserem Blog finden Sie die aktuellen Meldungen von Polizei und Feuerwehr in Berlin und Brandenburg von Sonntag, 28. März.

+++ Männer gehen in Kreuzberg auf einander los +++

Gefährliche Verletzungen erlitten gestern Abend zwei Männer in Kreuzberg. Nach bisherigen Ermittlungen beobachteten mehrere Zeugen gegen 21.30 Uhr, wie sich jeweils zwei Männer vor einer Kirche an der Taborstraße miteinander stritten und es dabei zu einer körperlichen Auseinandersetzung kam. Nach dieser ersten Auseinandersetzung verließen zwei Männer kurz den Ort des Streites, kehrten alsbald jedoch zurück.

Dabei trug einer der Männer eine Kette in seinen Händen, mit der er auf einen der anderen Männer mehrfach einschlug. Anschließend flüchteten die beiden Angreifer unerkannt und die Zeugen alarmierten die Polizei und Rettungskräfte. Auf der Wahlstatt fanden die Einsatz- und Rettungskräfte nur noch die beiden Angegriffenen. Der mehrfach mit der Kette Geschlagene, ein 44-Jähriger, wies eine stark blutende Kopfverletzung auf.

Sein bislang unbekannter Mitstreiter hatte hingegen eine gefährliche Schnittverletzung im Bereich des Rumpfes erlitten. Die Rettungskräfte brachten die beiden Verletzten zur ärztlichen Behandlungen in verschiedene Krankenhäuser. Der bislang unbekannte Mann mit der Schnittverletzung wurde im Krankenhaus sogleich notoperiert, wodurch zurzeit keine Lebensgefahr besteht, und verbleibt stationär. Der 44-Jährige konnte das Krankenhaus nach einer ambulanten Behandlung wieder verlassen. Die Ermittlungen zum Tatgeschehen, besonders dazu, womit der unbekannte Geschädigte verletzt wurde, übernahm ein Fachkommissariat der Polizeidirektion 3 (City).

+++ Verstöße gegen Corona-Regeln: Polizei schreibt Tausende Strafanzeigen +++

In der Corona-Pandemie hat die Hauptstadt-Polizei Tausende Strafanzeigen geschrieben. Allein vom 1. April 2020 bis zum 28. Februar 2021 kamen genau 13 922 strafrechtlich relevante Anzeigen mit einem Corona-Bezug zusammen, wie die Behörde auf eine dpa-Anfrage mitteilte. Zu 10 803 Fällen sei mindestens ein Tatverdächtiger ermittelt worden. Die meisten Strafanzeigen gab es in dem Zeitraum wegen Betrugsverdachts, darauf bezogen sich 3234 Taten. Laut Polizei ging es dabei überwiegend um Subventionsbetrug. 1430 Strafanzeigen wurden wegen Körperverletzung und 1118 wegen strafrechtlicher Verstöße gegen das Infektionsschutzgesetz aufgenommen. Auch Beleidigung und Verleumdung sowie Hausfriedensbruch und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte wurden angezeigt.

Wie viele Strafanzeigen etwa bei Demonstrationen registriert wurden, teilte die Polizei nicht mit. Eine solche Statistik gebe es nicht, hieß es. Die meisten Strafanzeigen wurden im April 2020 (1871), im Mai 2020 (1784) sowie im Januar 2021 (1703) aufgenommen. Trotz Corona-Müdigkeit hält sich nach Einschätzung der Polizei der Großteil der Berlinerinnen und Berliner an die Bestimmungen der Infektionsschutzmaßnahmenverordnung. Auch rund 7100 Ordnungswidrigkeiten-Anzeigen sowie rund 4320 Anzeigen wegen Verstößen gegen das Abstandsgebot oder gegen Kontaktbeschränkungen nahmen die Beamten seit dem 1. August 2020 (bis 21. März 2021) auf. Diese Anzeigen werden an die Bezirksämter weitergeleitet und von dort mit Bußgeldern geahndet.

+++ Kind von Pkw erfasst +++

Bei einem Verkehrsunfall gestern Nachmittag im Märkischen Viertel wurde ein Mädchen schwer verletzt. Nach den bisherigen Ermittlungen und Aussagen befuhr die 32-jährige Autofahrerin mit einem Renault gegen 14.50 Uhr die Treuenbrietzener Straße in Richtung Wilhelmsruher Damm, als das neunjährige Mädchen von links auf die Fahrbahn lief.

Das Kind wurde von dem Auto der 32-Jährigen erfasst und erlitt dabei eine Beinverletzung. Rettungskräfte brachten die Neujährige mit dem Verdacht eines Unterschenkelbruchs zu stationären Behandlung in ein Krankenhaus. Der Verkehrsermittlungsdienst der Direktion 1 (Nord) hat die weiteren Untersuchungen des Unfallhergangs übernommen.

+++ Radfahrerin erlitt schwere Kopfverletzungen +++

In Oberschöneweide erlitt gestern Vormittag eine Seniorin bei einem Verkehrsunfall schwere Verletzungen. Nach den bisherigen Aussagen und Ermittlungen befuhr die 85-Jährige mit ihrem Fahrrad gegen 11.25 Uhr den Radweg der Nalepalstraße von der Minna-Todenhagen-Brücke kommend in Richtung Wilhelminenhofstraße. In Höhe der Hausnummer 169 soll die Seniorin hinter einem geparkten Lkw vom Radweg auf die Fahrbahn gefahren sein, vermutlich um die Nalepalstraße zu überqueren.

Dabei wurde sie vom Heck eines BVG-Busses verfasst, mit dem der 35-jährige Busfahrer in gleicher Richtung die Nalepalstraße befuhr. Die Radfahrerin stürzte und zog sich schwere Kopfverletzungen zu. Sie wurde durch Rettungskräfte zur stationären Behandlung in eine Klinik gebracht. Der Busfahrer und dessen Fahrgäste wurden nicht verletzt. Die weiteren Ermittlungen zum Unfallhergang dauern an und wurden von einem Fachkommissariat der Direktion 3 (Ost) übernommen.

+++ Polizist musste zur Seite springen +++

Polizisten nahmen gestern Nachmittag einen Mann im Stadtteil Gesundbrunnen fest. Gegen 15 Uhr stellte die Besatzung eines Funkstreifenwagens ein wegen des Verdachtes des Betruges in Fahndung stehendes Auto auf der Badstraße fest. Um den Wagen anzuhalten, schalteten die Polizisten Blaulicht und Martinshorn ein und fuhren mit ihrem Einsatzwagen schräg vor den gesuchten Wagen, um eine Weiterfahrt in Richtung Prinzenallee zu verhindern.

Als die beiden Beamten ihr Fahrzeug verlassen hatten, um den Fahrer des VW anzusprechen, fuhr dieser plötzlich los und auf einen der Polizisten zu, der sich nur durch einen Sprung zur Seite retten konnte. Anschließend kollidierte der VW des Flüchtenden noch mit der Fahrertür des Funkwagens, bevor er in Richtung Grüntaler Straße davonfuhr. Der vorher zur Seite gesprungene Polizeioberkommissar setzte sich sogleich in den Einsatzwagen und nahm die Verfolgung auf. Auf der Grüntaler Straße konnte er den VW des Flüchtigen einholen, der inzwischen angehalten hatte und aus dem Wagen ausgestiegen war, und den 26-Jährigen festnehmen.

Im VW befand sich noch eine 19-Jährige Frau und deren dreijährige Tochter. Weitere Einsatzkräfte brachten den Tatverdächtigen, der im Übrigen nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis ist, in ein Polizeigewahrsam. Von dort konnte er später, nach einer erkennungsdienstlichen Behandlung und einer Blutentnahme, seinen Weg fortsetzen. Der Polizeioberkommissar erlitt einen leichten Schock und musste seinen Dienst beenden. Der 26-Jährige muss sich nun unter anderem wegen des Verdachts Fahrens ohne Führerschein, des gefährlichen Eingriffes in den Straßenverkehr, der versuchten gefährlichen Körperverletzung und der Verkehrsgefährdung unter Rauschmitteleinfluss verantworten.

+++ Wagen mit fünf Insassen stürzt von Autobahn 9 die Böschung hinab +++

Fünf Menschen sind bei einem Verkehrsunfall auf der Bundesautobahn 9 bei Klein Marzehns (Potsdam-Mittelmark) verletzt worden, drei davon schwer. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei war ein 19-Jähriger am Samstag in Richtung Leipzig unterwegs, als starker Hagel einsetzte. Der junge Mann verlor beim Bremsen die Kontrolle über sein Auto, kam von der Fahrbahn ab und stürzte eine Böschung hinunter, wie ein Polizeisprecher am Sonntag sagte.

Das Fahrzeug kam auf dem Dach zum Liegen. Drei der insgesamt fünf Insassen im Alter zwischen 19 und 26 Jahren wurden mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht. Zwei Menschen erlitten leichte Verletzungen. Auch zwei Rettungshubschrauber kamen zum Einsatz. Die Fahrbahn Richtung Leipzig war zeitweise gesperrt.

( BM )