Blaulicht-Blog

Pony legte Zugverkehr lahm - Hubschrauber im Einsatz

| Lesedauer: 12 Minuten
Beim Einfangen des Ponys in Steglitz-Zehlendorf half auch ein Polizei-Hubschrauber (Archivbild).

Beim Einfangen des Ponys in Steglitz-Zehlendorf half auch ein Polizei-Hubschrauber (Archivbild).

Foto: Ingo Otto / FUNKE Foto Services

In unserem Blog finden Sie die aktuellen Meldungen von Polizei und Feuerwehr in Berlin und Brandenburg von Mittwoch, 24. März.

+++ Pony legte Zugverkehr lahm +++

Ein Pony hat am Dienstagnachmittag für erhebliche Verspätungen und Teil-Ausfälle im Berliner Nah- und Fernverkehr gesorgt. Wie die Bundespolizei mitteilte, hatte sich das Pony einer 16-Jährigen nahe des Bahnhofs Lichterfelde-Süd in Steglitz-Zehlendorf losgerissen. Das Tier betrat daraufhin den Gleisbereich. Zwei herannahende S-Bahnen der Linie S25 konnten gerade noch rechtzeitig vor dem Tier stoppen. Anschließend lief das Pony weiter auf der Bahnstrecke umher. Einsatzkräften der Bundespolizei gelang es dann mit Unterstützung eines Polizeihubschraubers sowie Sicherheitsmitarbeitern der Deutschen Bahn, das Pony gegen 18.15 Uhr verletzungsfrei aus dem Gefahrenbereich zu leiten. Im Anschluss übergaben die Beamten das Pony an seine Halterin. Gegen diese leiteten die Beamten ein Ermittlungsverfahren wegen des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr ein. Durch die Gleissperrungen kam es bei 15 Zügen des Fernverkehrs sowie 15 S-Bahnzügen zu insgesamt 319 Minuten Verspätung. Bei 13 S-Bahnzüge kam es zu Teil-Ausfällen.

+++ "Ekelerregende Zustände": Ordnungsamt schließt zwei Bäckereien in Mitte +++

Das Bezirksamt Berlin-Mitte hat am Dienstag zwei Filialen einer Bäckerei in Mitte geschlossen. Zuvor waren die Bäckereien bei einem Übungseinsatz der Polizeiakademie aufgefallen. Die Einsatzkräfte hatten "ekelerregende Zustände (Dreck, Fliegen, Schwarzschimmel, kein Klopapier ...)" festgestellt, wie die Polizei bei Twitter mitteilte.

+++ Mehrere Verletzte bei Verfolgungsjagd +++

Gegen 22 Uhr wollten Beamte die Insassen eines VW-Passat Kombi an der Landsberger Allee kontrollieren, doch der Fahrer gab Vollgas. Nach ersten Erkenntnissen wollte eine weitere Zivilstreife ihre Kollegen unterstützen. Bei einem Wendemanöver auf der Landsberger Allee Höhe Pyramidenring in Lichtenberg bemerkte ein Autofahrer das wendende Zivilpolizeifahrzeug zu spät und es kam zu einem Unfall mit einem weiteren Autofahrer.

Der Fahrer eines Opel veriss das Lenkrad und rammte dabei einen Ford Fiesta. Der Ford landete auf dem Dach und prallte gegen einen Lichtmast. Mindestens drei Insassen wurden verletzt. Die Verletzten wurden vor Ort von Notfallsanitätern versorgt und anschließend in umliegende Krankenhäuser transportiert.

An den unbeteiligten Fahrzeugen entstand Sachschaden in unbekannter Höhe. Der VW Passat-Fahrer und seine Insassen konnten in der Poelchaustraße in Marzahn gestoppt werden. Der Fahrer und mindestens ein Insasse versuchten nun zu Fuß zu flüchten. Beamten gelang es, den Fahrer festzunehmen. Zu der Verfolgungsfahrt und dem Unfall mit dem unbeteiligten Ford- und Opelfahrer ermittelt nun der Verkehrsermittlungsdienst. Warum der VW-Fahrer floh und wie es zu dem schweren Unfall kommen konnte, ist Gegenstand der derzeit laufenden Ermittlungen eines Fachkommissariats der Berliner Polizei.

+++ Zwei Festnahmen nach illegalem Autorennen +++

In der Nacht lieferten sich die Fahrer eines Opel und Audi auf der Minna-Todenhagen-Brücke in Treptow-Köpenick offenbar ein Autorennen. Die Raserei wurde wohl durch Polizeibeamte beobachtet, die sofort die Verfolgung aufgenommen hatten. Die beiden Fahrzeuge entfernten sich rasch und bogen nach links in den Dammweg ein.

Gegenüber der Bergaustraße fuhren die beiden Autos in eine Sackgasse ein. Die Fahrer stellten ihre Autos fein säuberlich nebeneinander ab und wollten ihre Flucht zu Fuß fortsetzen. Sie konnten aber von Einsatzkräfte des Abschnitts 35 festgenommen werden. Die Führerscheine wurden sichergestellt, ebenso beide Fahrzeuge.

+++ Nach Verkehrsunfall geflüchtet +++

Nach einem Verkehrsunfall in Mariendorf flüchtete gestern Nachmittag einer der Beteiligten. Offenbar war gegen 15.30 Uhr ein Mann mit seinem Kleintransporter in der Gersdorfstraße unterwegs, als er zum Überholen in den Gegenverkehr fuhr. Dabei stieß er mit dem Wagen eines 58-Jährigen zusammen und flüchtete anschließend zu Fuß.

Das Fahrzeug des Autofahrers wurde bei der Kollision in einen Erdwall geschoben und musste von Einsatzkräften der Feuerwehr mit einem Kran geborgen werden. Der Fahrer kam mit Verletzungen am Kopf und Rücken zur stationären Versorgung in eine Klinik. Der zurückgelassene Kleintransporter wurde beschlagnahmt. Für die Unfallaufnahme und Bergungsmaßnahmen war die Gersdorfstraße zwischen Kurfürsten- und Attilastraße in beiden Richtungen gesperrt, was auch Auswirkungen auf den Buslinienverkehr hatte. Ein Fachkommissariat für Verkehrsdelikte hat die Ermittlungen übernommen.

+++ Polizisten in Parkanlage angegriffen +++

Einsatzkräfte des Polizeiabschnitts 34 wurden gestern Nachmittag in einer Grünanlage in Fennpfuhl von einer großen Personengruppe angegriffen. Dabei wurden auch zwei Kollegen verletzt. Letztlich konnte die Attacke mit dem Ziehen der Schusswaffe, dem Einsatz von Pfefferspray sowie dem Eintreffen alarmierter Unterstützungskräfte beendet werden. Ein Angreifer konnte überwältigt und festgenommen werden. Die Polizisten erhielten gegen 16.15 Uhr den Auftrag, in den Fennpfuhlpark zu fahren, weil sich dort mehrere Personen an einem Grillplatz aufhalten sollten. Dort stellten die Einsatzkräfte etwa 50 Frauen, Männer und Kinder fest, die ohne Mund-Nase-Bedeckung verweilten und Abstandsregeln ignorierten.

Der wiederholten und lautstarken Erteilung von Platzverweisen kam die Gruppe nicht nach, so dass die Polizistinnen und Polizisten mit leichtem Abdrängen versuchten, die Menschen in verschiedene Richtungen zu verteilen, um die Ansammlung zu beenden. Daraufhin solidarisierten sich die Personen, reagierten aggressiv und bauten sich gemeinsam vor den Einsatzkräften auf, um weitere Maßnahmen zu verhindern.

Ein Mann trat besonders hervor, beschimpfte die Beamten und schlug mit einer Gehhilfe mehrfach in Richtung eines Polizisten. Dabei verletzte er den 59-Jährigen am Arm. Ein Kollege konnte weitere Attacken abwehren und die Gehhilfe wegschlagen. Daraufhin wurde er ebenfalls von dem 36-Jährigen angegriffen, wodurch beide zu Boden gingen und sich der 26 Jahre alte Beamte befreien konnte.

Bei der anschließenden Festnahme des Angreifers leistete dieser weiterhin erheblichen Widerstand. Zudem kam die Gruppe bedrohlich näher und ein Unbekannter stieß den jüngeren Polizisten zu Boden. Daraufhin wehrten sich die Einsatzkräfte mit dem Einsatz von Pfefferspray und zogen ihre Schusswaffen. Da nun auch die alarmierte Unterstützung eintraf, löste sich die Menschenmenge rasch auf und entfernte sich. Der Festgenommene kam in ein Krankenhaus, wo er sich zwangsweise einer richterlich angeordneten Blutentnahme unterziehen musste. Anschließend konnte er seinen Weg fortsetzen.

Die beiden angegriffenen Kollegen wurden ambulant in der Klinik versorgt und beendeten danach ihren Dienst. Es wurden Ermittlungsverfahren wegen Landfriedensbruchs, tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte, versuchter Gefangenenbefreiung, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und Beleidigung eingeleitet. Zudem ist eine Anzeige wegen Körperverletzung im Amt erstattet worden.

+++ Verkehrsunfall mit Einsatzfahrzeug +++

Zu einem Verkehrsunfall mit einem Einsatzfahrzeug der Polizei kam es gestern Nachmittag in Wittenau. An der Kreuzung Triftstraße Ecke Am Nordgraben stieß der Gruppenwagen, der zur Unterstützung eines Einsatzes in der Schlossstraße in Tegel mit Sonder- und Wegerechten in der Straße Am Nordgraben in Richtung Holzhauser Straße unterwegs war, gegen 16.20 Uhr mit einem Mercedes, der die Triftstraße in Richtung Hermsdorfer Straße befuhr, zusammen. Dabei soll der Autofahrer nach Zeugenaussagen grün gehabt haben, als das Einsatzfahrzeug mit eingeschaltetem Blaulicht und Martinshorn sowie mit reduzierter Geschwindigkeit bei Rot in die Kreuzung eingefahren sei.Der 56-Jährige kam mit Kopf- und Rückenverletzungen zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus. Die 22-jährige Polizistin, die das Einsatzfahrzeug lenkte, wurde ebenfalls im Krankenhaus versorgt und beendete anschließend ihren Dienst. Auch ihre drei mitfahrenden Kollegen ließen sich ambulant behandeln und setzten danach ihren Dienst fort. Beide Fahrzeuge wurden erheblich beschädigt und waren fahrunfähig.

+++ Mit Messer gedroht +++

In der vergangenen Nacht haben Einsatzkräfte ihre Elektroschocker gegen eine Frau in Friedrichshain eingesetzt. Nach derzeitigem Kenntnisstand war die 24-Jährige zuvor gegen Mittenacht in einem Obdachlosenheim in der Rüdersdorfer Straße mit einem Messer in der Hand über die Flure gerannt. Alarmierte Einsatzkräfte wurden nach ihrem Eintreffen von ihr aufgefordert, sie zu erschießen, sonst würde sie die Beamten töten und dann sich selbst.

Daraufhin forderten die Kräfte einen Rettungswagen und Einsatzkräfte mit Distanz-Elektroimpulsgerät zur Unterstützung an. Weitere Drohungen und mehre Andeutungen, dass Messer auf die Einsatzkräfte zu werfen, führten schließlich zum Einsatz des Distanz-Elektroimpulsgerätes gegen die Frau, um sie zu überwältigen. Als die Frau durch den Elektroschock zu Boden ging, entwaffneten sie die Kräfte. Die 24-Jährige erlitt nur leichte Prellungen durch den Sturz und wurde anschließend in ein nahegelegenes Krankenhaus zur psychiatrischen Akutbehandlung gebracht. Die Ermittlungen dauen an.

+++ Fluchtfahrer schläft noch im Streifenwagen ein +++

Polizisten wollten in der Nacht einen Pkw kontrollieren. Der Fahrer ignorierte die Anhaltezeichen und raste davon. In der Poelchaustraße in Marzahn stieß er dann gegen einen Bordstein, dadurch verlor der Reifen Luft und der Wagen wurde für die Flucht unbrauchbar. Beamte konnten den Fahrer festnehmen, dieser schlief auch sofort auf der Rücksitzbank eines Funkwagens ein.

+++ Dieb schlägt auf Mann ein: Festnahme +++

Polizisten konnten am Abend auf der Warschauer Straße in Friedrichshain einen Mann festnehmen, der vorher etwas gestohlen hat und anschließend auf einen Mann eingeschlagen hat. Der Festgenommene kam in eine Polizeidienststelle, und das Opfer mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus. Weitere Informationen gibt es bisher nicht.

+++ 64-Jähriger stirbt bei Auffahrunfall auf der A10 +++

Ein Mann ist auf der Autobahn 10 bei Rüdersdorf (Kreis Märkisch-Oderland) bei einem Unfall ums Leben gekommen. Der 64-Jährige fuhr am Dienstagabend mit seinem Wagen auf ein vor ihm fahrendes Fahrzeug auf, wie die Polizei mitteilte. Er starb noch an der Unfallstelle. Der Fahrer des anderen Autos blieb unverletzt. Die A10 musste in Fahrtrichtung Frankfurt/Oder zeitweise gesperrt werden. Der genaue Unfallhergang war zunächst nicht bekannt.

+++ Großbrand in Restaurant „Brachvogel“ in Kreuzberg +++

Bei einem Feuer im Restaurant „Brachvogel“ in Kreuzberg ist ein Mann verletzt worden. Lesen Sie alles zum Fall hier.

+++ 40 Einbrüche bei Feuerwehr - Spreizgeräte für Einbrüche gestohlen +++

Fast 40 Mal ist in den vergangenen zehn Jahren in Wachen oder Fahrzeuge der Berliner Feuerwehr eingebrochen oder es zumindest versucht worden. Dabei wurden mehr als 20 schwere hydraulische Spreiz- und Schneidgeräte, die bei Einbrechern beliebt sind, gestohlen, wie aus einer Antwort des Senats auf eine Anfrage des SPD-Innenpolitikers Tom Schreiber hervorgeht. Nur in sechs Fällen ermittelte die Polizei Verdächtige. Zwei Mal gab es einen Bezug zur „Clankriminalität“, hieß es.

Mit diesen meist akkubetriebenen und oft mehr als 10 000 Euro teuren Spezialwerkzeugen lassen sich klemmende Autotüren aufbrechen oder dicke Metallstreben durchtrennen. So sollen die Juwelendiebe in Dresden die Fenstergitter des Museums Historisches Grünes Gewölbe mit einer massiven hydraulischen Schere geöffnet haben. Die gefassten Verdächtigen stammen aus einem bekannten arabischstämmigen Berliner Clan.

Mit einem Spreizgerät brachen mehrere Räuber im Oktober 2018 einen überfallenen Geldtransporter nahe dem Berliner Alexanderplatz auf. Auch Bankschließfächer und Geldautomaten wurden damit gewaltsam geknackt. Ein junger Mann aus dem Berliner Clan wurde 2019 wegen eines Einbruchs bei einer Herstellerfirma für Hydraulikspreizer und Rettungsscheren in Bayern verurteilt.

( BM/dpa )