Blaulicht-Blog

Mordverdacht: Mann tot in Reihenhaus in Wannsee entdeckt

| Lesedauer: 10 Minuten
Die Auffindesituation und die Verletzungen des Toten deuten auf ein Tötungsdelikt hin.

Die Auffindesituation und die Verletzungen des Toten deuten auf ein Tötungsdelikt hin.

Foto: Morris Pudwell

In unserem Blog finden Sie die aktuellen Meldungen von Polizei und Feuerwehr in Berlin und Brandenburg von Dienstag, 23. März.

+++ Mordverdacht: Mann tot in seinem Haus aufgefunden +++

Aufmerksame Anwohner riefen heute Morgen die Polizei zu einem Reihenhaus in Wannsee. Kurz vor 8 Uhr bemerkten Anwohner des Damsdorfer Weges bei einem Nachbarn eine gewaltsam geöffnete Terrassentür. Die alarmierten Einsatzkräfte des Polizeiabschnitts 43 fanden im Inneren des Hauses den 57-jährigen Besitzer leblos vor. Ein hinzugerufener Notarzt konnte nur noch den Tod des Bewohners feststellen. Die Auffindesituation und die Verletzungen des Toten deuten auf ein Tötungsdelikt hin. Die Ermittlungen dauern an und wurden von der 7. Mordkommission übernommen.

+++ Festnahmen und Rangeleien bei Demo gegen Kneipen-Räumung +++

Rund 1200 Menschen haben laut Polizeiangaben am Dienstag gegen die am Donnerstag geplante Räumung der Kneipe "Meuterei" in Kreuzberg demonstriert. Angemeldet war der Protest mit 300 Personen. Gegen 18 Uhr sammelten sich die Teilnehmer vor der linken Szenekneipe an der Reichenberger Straße 58. Um 18.38 Uhr setzte sich der Demonstrationszug dann in Richtung Friedrichshain in Bewegung. Erste Feuerwerkskörper flogen. Die Polizei war mit 650 Kräften im Einsatz, wovon 300 Beamte mit Helm und Vollschutz den Demonstrationszug an beiden Seiten begleiteten. Den ausführlichen Artikel lesen Sie HIER.

+++ Verletzte Person bei Unfall in Tempelhof +++

Bei einem Unfall in Tempelhof ist am Dienstag eine Person verletzt worden. Wie die Feuerwehr mitteilte, prallten auf der Gersdorfstraße zwei Fahrzeuge aufeinander. Ein Kleintransporter kam auf dem Grünstreifen zum Stehen. Da das Fahrzeug drohte umzustürzen, musste es von der Rüstgruppe der Feuerwehr geborgen werden. 16 Kräfte waren zwei Stunden am Ort im Einsatz.

+++ Bundespolizist in Zivil attackiert - Mutmaßlicher Haupttäter in U-Haft +++

Nach einer brutalen Attacke gegen einen Bundespolizisten in Zivil ist gegen den mutmaßlichen Haupttäter in Berlin Haftbefehl erlassen worden. Der 41-Jährige sitze in Untersuchungshaft, teilte die Staatsanwaltschaft am Dienstag mit. Ihm werde gemeinschaftliche gefährliche Körperverletzung vorgeworfen. Der Mann sei bereits wegen ähnlicher Delikte verurteilt worden.

Fünf Männer sollen am Nachmittag des 10. März in Köpenick gezielt den Beamten angegriffen haben, den sie kurz zuvor in Uniform gesehen hatten. Der Hauptverdächtige soll maßgeblich daran beteiligt gewesen sein, den Beamten ohne erkennbaren Anlass zu umkreisen, auf ihn einzuschlagen und einzutreten.

Nach Angaben der Polizei hatte zunächst der polizeiliche Staatsschutz ermittelt. Diese Abteilung übernimmt Fälle, in denen ein politischer Hintergrund vermutet wird. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft sagte nun, als Tatmotiv komme Hass auf Polizisten in Frage. Drei weitere mutmaßliche Schläger seien namentlich bekannt, der fünfte noch nicht.

Laut Polizei und Staatsanwaltschaft soll die Gruppe den 29-Jährigen geschlagen, getreten und schwer verletzt haben. Die Männer sollen den Polizisten, der nicht mehr im Dienst war, beim Verlassen seiner Wohnung beobachtet, erkannt und beleidigt haben. Die Angreifer sollen ihr Opfer eingekreist und ihm ein Kleidungsstück über den Kopf gezogen haben, bevor sie ihn zusammenschlugen. Der Bundespolizist habe um Hilfe geschrien, woraufhin die Täter flüchteten.

Der Angegriffene konnte den den 41-jährigen Verdächtigen festhalten, bis die Polizei eintraf. Der Bundespolizist kam mit Verletzungen an Kopf, Rumpf und Beinen in ein Krankenhaus.

+++ Sieben Autos brennen in Prenzlauer Berg +++

In Prenzlauer Berg haben in der Nacht zum Dienstag sieben Autos gebrannt. Die Feuerwehr war mit 22 Einsatzkräften vor Ort in der Metzer Straße. Verletzt wurde niemand. Die Löscharbeiten seien durch einen zugeparkten und laut Morgenpost-Informationen durch einen defekten Hydranten verzögert worden, so die Feuerwehr. Die Einsatzkräfte mussten erst eine Schlauchleitung zur Prenzlauer Allee legen, um die Flammen dann mittels Druckluftschaums zu löschen. Die Polizei leitete Ermittlungen wegen des Verdachts auf Brandstiftung ein.

+++ SEK nimmt Mann nach Waffendrohung fest +++

Am Montagabend hat ein 54 Jahre alter Mann in Rummelsburg mit einer Schreckschusswaffe einen Einsatz des Spezialeinsatzkommandos (SEK) ausgelöst. Der Mann soll gegen 21 Uhr zwei Menschen auf dem Gehweg der Wönnichstraße zunächst rassistisch beleidigt haben, teilte ein Polizeisprecher am Dienstagmorgen mit. Dann zog der Verdächtige die Waffe und richtete sie auf eine der beiden Personen. Anschließend sei er in ein Haus geflüchtet, hieß es weiter. Verletzt wurde niemand. Die alarmierte Polizei konnte die Wohnung des Mannes ausfindig machen und ihn dort festnehmen. Zudem beschlagnahmten die Beamten die Schreckschusswaffe. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der 54-Jährige wieder frei gelassen. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen.

+++ Mädchen bei Verkehrsunfall verletzt +++

Bei einem Verkehrsunfall in Kreuzberg wurden gestern Abend zwei zehn Jahre alte Mädchen verletzt. Nach derzeitigen Erkenntnissen überquerten die Kinder gegen 18 Uhr die Fahrbahn der Kreuzbergstraße in Höhe eines Fußgängerüberwegs.

Ein 56-Jähriger, der mit seinem BMW in der Kreuzbergstraße in Richtung Mehringdamm fuhr, erfasste eines der Mädchen mit seinem Fahrzeug, woraufhin dieses zu Boden geschleudert wurde. Das zweite Mädchen wurde von dem Fahrzeug am Fuß getroffen und ebenfalls verletzt. Alarmierte Rettungskräfte der Feuerwehr versorgten die Kinder und brachten sie in ein Krankenhaus, wo sie stationär aufgenommen werden mussten. Die Eltern der Mädchen waren während des Unfalls anwesend.

+++ Polizeifahrzeug massiv mit Steinen beworfen +++

Bisher Unbekannte bewarfen heute früh in Friedrichshain einen Einsatzwagen des Abschnitts 51 massiv mit Steinen. Nach derzeitigem Kenntnisstand war der Polizeiwagen gegen 4.15 Uhr in der Rigaer Straße in Fahrtrichtung Bersarinplatz unterwegs. Plötzlich wurde ein Müllsack auf die Fahrbahn geworfen, woraufhin der Einsatzwagen stoppen musste. Unmittelbar danach tauchte dann auf der Straße eine vermummte, lautstark schreiende und mit Kleinpflastersteinen bewaffnete Gruppe von 25 bis 30 Personen auf, die den Einsatzkräften eine Weiterfahrt unmöglich machte und anfing, mit Steinen auf das Polizeifahrzeug zu werfen.

Der Einsatzwagen fuhr daraufhin zunächst rückwärts, um sich den Angriffen zu entziehen, wendete dann im Einmündungsbereich der Zellestraße und entfernte sich in Richtung Proskauer Straße aus der Situation. Die im Auto befindlichen Einsatzkräfte blieben unverletzt und die Gruppe flüchtete in unbekannte Richtung. Der Einsatzwagen wurde durch die Steinwürfe im vorderen Bereich beschädigt und die Heckscheibe wurde komplett zerstört.

Am Tatort fanden weitere hinzugerufene Einsatzkräfte anschließend im Rahmen einer Spurensuche fast 20 Kleinpflastersteine, die offenkundig geworfen wurden und stellten diese als mögliche Spurenträger sicher. Eine Absuche der näheren Umgebung nach den Tätern verlief ohne Erfolg. Der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt hat die weiteren, noch andauernden Ermittlungen übernommen.

+++ Mehrere Abfallbehälter und Mülltonnen angezündet +++

In der vergangenen Nacht brannten in Mitte mehrere Abfallbehälter und Mülltonnen. Mehrere Zeugen alarmierten ab 21.17 Uhr Polizei und Feuerwehr zu brennenden Müllbehältern und Mülltonnen. Zunächst an der Kreuzung Borsigstraße/Schlegelstraße. Später, gegen 21.30 Uhr an der Invalidenstraße, gegen 21.52 Uhr an der Gartenstraße, gegen 21.54 Uhr an der Schröderstraße, gegen 22 Uhr an der Kreuzung Ackerstraße/Invalidenstraße, gegen 22.05 Uhr an der Kreuzung Schlegelstraße/Eichendorffstraße, gegen Mitternacht an der Torstraße, gegen 0.30 Uhr auf dem Koppenplatz sowie an der Kreuzung Auguststraße/Große Hamburger Straße und Sophienstraße/Große Hamburger Straße.

Die Feuerwehr, aber auch die eingesetzten Polizeieinsatzkräfte löschten die Brände. Während einer mittlerweile angelaufenen Nahbereichsabsuche, auch mit Fahndern, stellten Einsatzkräfte des Polizeiabschnittes 56 gegen 22.40 Uhr am Zionskirchplatz zwei dunkel gekleidete Personen fest, die, als sie die Polizeikräfte bemerkten, über mehrere Hinterhöfe flüchteten. Eine der beiden Personen, einen 15-Jährigen, konnten die Polizisten anhalten. Zur Feststellung seiner Identität brachten sie ihn zur Dienststelle, wo er nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen seinem Vater übergeben wurde. Ob sich der Jugendliche als mutmaßlicher Brandstifter zu verantworten hat, ist Gegenstand der Ermittlungen des zuständigen Kommissariats.

+++ Feuer in Krankenhaus und Einfamilienhaus +++

Mehrere Brände auf einmal haben am Montagabend zeitweise rund 100 Einsatzkräfte der Berliner Feuerwehr beschäftigt. Knapp die Hälfte von ihnen war bis in die Nacht bei Löscharbeiten an einem größeren Einfamilienhaus in Blankenfelde im Einsatz, wo ein Teil des Dachs brannte, wie ein Sprecher der Feuerwehr berichtete. Zuvor hatte in einem Krankenhaus in Kaulsdorf auf einer Station ein Papierspender gebrannt. Dank eines Brandmelders sei das Feuer rasch entdeckt und unter Kontrolle gebracht worden.

Es war ein ereignisreicher Abend selbst für die Feuerwehr der Bundeshauptstadt: „Das ist schon nicht alltäglich, dass wir zwei bis drei Brände auf einmal haben“, sagte der Sprecher. Verletzt wurde niemand, zu den Brandursachen ermittelt jeweils die Kriminalpolizei.

+++ Brand in Gartenlaube +++

Zudem hatte in einer Kleingartenanlage in Baumschulenweg eine etwa 50 Quadratmeter große Laube in Flammen gestanden, wobei die zum Löschen nötige Wasserversorgung eine Herausforderung gewesen sei.

Gegen 20 Uhr ging in einer Kleingartenanlage an der Chris-Gueffroy-Allee eine Gartenlaube in Flammen auf. Die Feuerwehr kam erst mit einem Wagen zur Einsatzstelle, da das Einsatzstichwort "Brand gelöscht" durch die Leitstelle alamiert war. Als die Kameraden in die Chris-Gueffroy-Allee in Baumschulenweg einbogen, sahen sie schon eine Laube lichterloh in Flammen stehen. Sofort erhöhten sie die Brandstufe auf "BRAND 2". Dann musste sich ein Weg zu der Laube gebahnt werden.

Durch eine Zufahrt konnten das Löschfahrzeug bis auf wenige Meter an das brennende Objekt heranfahren. Die 1200 Liter an Bord des Löschfahrzeugs reichten aber nur wenige Minuten. Die Feuerwehr versuchte den Übergriff auf eine zweite Laube zu verhindern. Durch wohl nicht eingehaltene Bauordnungen stand ein weiterer Bungalow viel zu dicht an der brennenden Laube. Die Feuerwehr war mit rund 24 Einsatzkräften vor Ort. Zur Brandursache kann derzeit noch nichts gesagt werden.

( BM/dpa )