Blaulicht-Blog

Drogenhandel über Chatgruppe - acht Festnahmen

| Lesedauer: 11 Minuten

Foto: imago stock&people / imago/Eibner

In unserem Blog finden Sie die aktuellen Meldungen von Polizei und Feuerwehr in Berlin und Brandenburg von Dienstag, 16. März.

+++ Drogenhandel über Chatgruppe - acht Festnahmen +++

Sie sollen über eine Chatgruppe mit Drogen gehandelt haben: Die Berliner Polizei hat nach Durchsuchungen in Charlottenburg, Mitte und Spandau am Dienstag acht Männer festgenommen. Die Verdächtigen im Alter zwischen 27 und 34 Jahren sollen in einem Messenger-Dienst eine Chatgruppe mit 1000 Leuten betrieben haben. Als Beweise wurden unter anderem drei Kilogramm Cannabis, 90 Gramm Kokain, verschreibungspflichtige Arzneimittel und ein fünfstelliger Geldbetrag sichergestellt, wie die Polizei mitteilte. Bei dem am frühen Morgen gestarteten Einsatz waren 120 Beamte und Beamtinnen des Landeskriminalamtes beteiligt.

Zuvor gab es laut Polizei umfangreiche Ermittlungen der Staatsanwaltschaft und des Fachkommissariats. Die Fahnder verbuchen die Festnahmen als weiteren Erfolg bei der Bekämpfung des Drogenhandels in internetbasierten Messenger-Diensten. Marihuana, Kokain und Amphetamin-Pillen werden in Großstädten seit Jahren von Kunden auch über das Internet bestellt und von Dealern ausgeliefert. In Berlin standen schon mehrfach Drogendealer mit Koks-Lieferdiensten vor Gericht.

+++ BVG-Kontrolleur soll Fahrgast geschlagen haben +++

Ein Kontrolleur im Auftrag der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) soll am Montagnachmittag einen Fahrgast der U-Bahnlinie U9 rassistisch beleidigt und geschlagen haben. Wie die Polizei mitteilte, ereignete sich der Vorfall gegen 17.45 Uhr am U-Bahnhof Hansaplatz in Mitte. Dort soll der 28-Jährige zunächst von dem Kontrolleur nach seinem Ticket befragt worden sein. Der 28-Jährige soll den Kontrolleur darauf gefragt haben, weshalb nur er, jedoch die übrigen Fahrgäste nicht kontrolliert werden. Der Kontrolleur soll den Fahrgast daraufhin rassistisch beleidigt und mit der Faust ins Gesicht geschlagen haben. Mehrere weitere Fahrgäste sollen nun eingeschritten und die weitere Auseinandersetzung unterbunden haben, woraufhin der mutmaßliche Schläger von seinem Kollegen aus dem Zug gezogen worden sein soll. Beide sollen anschließend in unbekannte Richtung geflüchtet sein. Der 28-Jährige wies eine leichte Verletzung im Gesicht auf, eine ärztliche Behandlung lehnte er jedoch ab. Polizisten veranlassten die Sicherung der Videoaufzeichnungen. Die Ermittlungen führt der Polizeiliche Staatsschutz.

+++ Auto in Adlershof ausgebrannt +++

In der vergangenen Nacht brannte ein Auto in Adlershof aus. Gegen 23.50 Uhr bemerkte ein aufmerksamer Passant am Ernst-Ruska-Ufer Ecke North-Willys-Straße Rauchentwicklung und Flammen in einem geparkten Pkw und alarmierte die Feuerwehr. Die Brandbekämpfer löschten das Feuer an dem Mercedes. Andere Fahrzeuge wurden nicht beschädigt. Es wurde niemand verletzt. Die Ermittlungen zur Brandursache hat ein Brandkommissariat des Landeskriminalamtes übernommen.

+++ Auto rammt geparkten Smart - Fahrer stirbt +++

In der vergangenen Nacht starb ein Autofahrer nach einem Verkehrsunfall in Siemensstadt. Den ersten Ermittlungen und Zeugenaussagen zufolge befuhr der 60-Jährige gegen 22.30 Uhr mit seinem Nissan die Nonnendammallee in Richtung Jakob-Kaiser-Platz, als er aus bislang noch ungeklärter Ursache nach rechts von der Fahrbahn abkam und gegen einen am Fahrbahnrand geparkten Smart fuhr.

Der Aufprall war so heftig, dass der Smart nach links über drei Fahrstreifen die Mauer der Mittelinsel streifte und im Wendebereich zum Stehen kam. Anschließend fuhr der 60-jährige Autofahrer auf einen geparkten Mercedes auf und kam dort zum Stehen. Der Mercedes wurde auf einen davor geparkten Anhänger geschoben. Passanten hatten bis zum Eintreffen der Rettungskräfte mit den Wiederbelebungsmaßnahmen des Autofahrers begonnen. Unter fortlaufender Reanimation wurde der 60-Jährige durch die Rettungskräfte in eine Klinik verbracht, in der er wenig später starb. Die Unfallstelle war während der Rettungsmaßnahmen und der Unfallaufnahme bis 4.10 Uhr gesperrt.

+++ Gefälschte Fahrkarten verkauft - Wohnungsdurchsuchung +++

Bundespolizisten haben am Montag einen Mann festgenommen, der am S-Bahnhof Sonnenallee gefälschte Tickets verkauft hatte. Zuvor hatten die Beamten gegen 18 Uhr nach einem Zeugenhinweis den 34-Jährigen dabei beobachtet, wie er die gefälschten Monatsfahrkarten verkaufte. Daraufhin sei der Mann kontrolliert worden. Neben den gefälschten Fahrkarten fanden die Polizisten auch 380 Euro Bargeld. Der Mann hatte auch zwei Handys dabei, mit denen Verkaufsabsprachen geführt wurden, teilte die Bundespolizei am Dienstag mit. Im Zuge der Ermittlungen ordnete eine Staatsanwältin eine Wohnungsdurchsuchung bei dem 34-Jährigen an. Es wurden vier Laptops, ein Tablet, diverse USB-Sticks, zwei Festplatten sowie weitere Fahrausweise in der Wohnung in Kreuzberg sichergestellt. Die Ermittlungen dauern an.

+++ Auto geknackt – Diebstahl misslungen +++

In der Gustav-Adolf-Straße in Weißensee haben heute früh mehrere Jugendliche und Heranwachsende offenbar versucht, einen Smart zu stehlen. Gegen 3.15 Uhr hatte eine Anwohnerin Lärm von der Straße gehört und eine siebenköpfige Jugendgruppe bemerkt. Sie konnte beobachten, wie drei Personen aus der Gruppe am Fenster auf der Beifahrerseite des Fahrzeugs hantierten und kurze Zeit später in dem Smart saßen.

Der Rest der Gruppe habe auf Höhe eines dahinter abgestellten Smart gestanden. Alarmierte Einsatzkräfte des Polizeiabschnitts 13 trafen die Personengruppe noch vor Ort an und konnten aufgrund der Zeugenbefragung zwei 18-jährige Heranwachsende und einen 17-jährigen Jugendlichen als Haupttäter identifizieren. Nach bisherigen Erkenntnissen sollen die drei die Tür mit einem Messer geöffnet, im Innenraum die Verkleidung unterhalb des Lenkrades entfernt und am Kabelbaum hantiert haben. Gestartet bekamen sie das Fahrzeug aber nicht.

Einer der 18-Jährigen und der 17-Jährige wurden nach erkennungsdienstlicher Behandlung in einem Gefangenengewahrsam, die anderen Beteiligten nach Feststellung ihrer Personalien vor Ort entlassen. Ein Fachkommissariat führt die Ermittlungen wegen versuchten besonders schweren Diebstahls. Einer der 18-Jährigen muss sich zusätzlich wegen Beleidigung eines Beamten verantworten, sein gleichaltriger Kompagnon und eine 19-Jährige wegen Verstößen gegen das Waffengesetz. Sie führten ein Pfefferspray und ein Messer bei sich.

+++ George-Orwell-Schule mit Parolen beschmiert +++

Unbekannte beschmierten in der vergangenen Nacht eine Schule in Friedrichsfelde. Eine Besatzung eines Funkstreifenwagens entdeckte gegen 3 Uhr mehrere, mit brauner Farbe geschmierte, politische Parolen an der Fassade der George-Orwell-Oberschule an der Sewanstraße. Die Farbe der vier Schriftzüge, der größte war ungefähr 2 mal 3 Meter groß, war noch nicht trocken, sodass die Tat selbst erst kurze Zeit vor der Feststellung geschehen war. Mögliche Tatverdächtige stellten die Einsatzkräfte jedoch nicht mehr fest. Der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt ermittelt.

+++ Autofahrer fährt Radfahrer an +++

Zu einem Verkehrsunfall zwischen einem Auto und einem Radfahrer kam es am Montagnachmittag in Wilmersdorf. Nach dem bisherigen Erkenntnisstand war ein 44-Jähriger mit einem VW gegen 14.50 Uhr in der Wexstraße in Richtung Bundesplatz unterwegs und wollte nach links in die Prinzregentenstraße abbiegen. Dabei kollidierte er mit dem 61 Jahre alten Radfahrer, der sich schon auf der Kreuzung befand, da er ebenfalls nach links abbiegen wollte.

Bei dem Zusammenstoß zog sich der Radfahrer schwere Beinverletzungen zu, die an der Unfallstelle zunächst notärztlich versorgt wurden. Anschließend brachte der Rettungsdienst ihn wegen zweier Brüche im linken Bein zur stationären Behandlung in eine Klinik. Bei dem Autofahrer stellte sich zudem heraus, dass er lediglich im Besitz eines ausländischen Führerscheins war, so dass er sich nun neben des Verkehrsunfalls auch wegen des Verdachts ohne Fahrerlaubnis verantworten muss.

+++ Offenbar rote Ampel missachtet - Fußgänger angefahren +++

Mit einer Beckenverletzung kam am Montagabend ein Fußgänger ins Krankenhaus, nachdem er in Mitte von einem Auto erfasst worden war. Der 25-Jährige überquerte gegen 19.25 Uhr die Fahrbahn der Otto-Braun-Straße. Einem 54 Jahre alten Autofahrer, der mit seinem BMW in Richtung Greifswalder Straße unterwegs war, gelang es nicht, einen Zusammenstoß mit dem Mann zu vermeiden. Der Verletzte wurde stationär in der Klinik aufgenommen. Nach Zeugenaussagen soll er trotz roter Ampel über die Straße gelaufen sein. Die Ermittlungen zum Unfallhergang hat das zuständige Fachkommissariat für Verkehrsdelikte übernommen.

+++ Tatverdächtiger nach gefährlicher Körperverletzung mit Messer identifiziert +++

Durch einen Hinweis aus der Bevölkerung konnte der Gesuchte, bei dem es sich um einen 25-jährigen Mann handelt, identifiziert werden. Die Ermittlungen des Fachkommissariats dauern an. Die Polizei hatte mit Bildern aus einer Überwachungskamera nach einem Mann gesucht, der am 30. Oktober 2020, zwischen 17.30 Uhr und 18 Uhr, in der U3 einen Fahrgast mit einem Messer verletzt hatte. Der Tatverdächtige war von mehreren Fahrgästen wegen seines fehlenden Mund-Nasen-Schutzes angesprochen worden, woraufhin er diese anschrie und beschimpfte.

Am Bahnhof Oscar-Helene-Heim habe der Mann dann den Waggon gewechselt, dort ebenfalls lautstark herumgeschrien und sei zielstrebig auf einen 62-Jährigen zugelaufen, der dort mit seinem Fahrrad in der Bahn stand. Diesen stieß der Unbekannte gemäß Zeugenangaben erst mehrfach in die Rippen und verpasste ihm mehrere Kopfstöße, bevor er ihm das Messer an die Kehle hielt und hierbei im Gesicht verletzte.

Währenddessen soll er wirre Äußerungen getätigt haben. Nachdem der Zug im Bahnhof Onkel-Toms-Hütte eingefahren war, zerstach der Unbekannte mit dem Messer die Reifen des Fahrrades des 62-Jährigen und flüchtete dann in Richtung Riemeisterstraße. Alarmierte Rettungskräfte der Feuerwehr versorgten den 62-Jährigen vor Ort, dieser verzichtet jedoch auf einen Transport ins Krankenhaus.

+++ Motorradfahrer fährt auf Auto auf +++

Noch ungeklärt ist die Ursache, weshalb ein Motorradfahrer am Montagmittag in Dahlem auf ein abbiegendes Fahrzeug gefahren ist. Laut mehrerer Zeugenaussagen hielt eine 72-Jährige, die gegen 11 Uhr mit ihrem VW in der Altensteinstraße in Richtung Breitenbachplatz unterwegs war, an der Einmündung Reichensteiner Weg, um den Gegenverkehr passieren zu lassen und dann nach links abzubiegen. Plötzlich habe sich der Motorradfahrer von hinten mit seiner Yamaha genähert und sei gegen den stehenden Wagen geprallt. Der 63-Jährige stürzte auf die Fahrbahn und verletzte sich dabei. Er wies Gesichtsverletzungen auf, klagte über Schmerzen am Oberkörper und kam zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus. Die Frau kam mit dem Schrecken davon.

( BM/dpa )