Überfall in Berlin

Bundespolizist brutal zusammengeschlagen - Fahndung läuft

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Ein Polizeiauto mit Blaulicht (Symbolbild).

Ein Polizeiauto mit Blaulicht (Symbolbild).

Foto: dpa

Die Täter passten den Polizisten vor seiner Wohnung ab und zogen ein Kleidungsstück über seinen Kopf. Dann schlugen sie auf ihn ein.

Berlin. Nachdem ein Bundespolizist in Berlin-Köpenick brutal zusammengeschlagen wurde, wird mit Hochdruck nach den Tätern gefahndet. „Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren“, sagte ein Polizeisprecher am Freitag. Die Kriminalpolizei schließt nicht aus, dass der Überfall am Mittwochabend von Extremisten verübt wurde. Der für Straftaten mit politischem Hintergrund zuständige Staatsschutz im Landeskriminalamt (LKA) ermittelt.

Die fünf Unbekannte hatten den Bundespolizisten außer Dienst angegriffen und dabei schwer verletzt. Wie die Polizei mitteilte, verließ der 29 Jahre alte Beamte gegen 17.30 Uhr seine Wohnung. Dabei sollen ihn die fünf Männer beobachtet, als Polizist wiedererkannt und anschließend beleidigt sowie eingekreist haben.

Die Angreifer sollen dem 29-Jährigen von hinten ein Kleidungsstück über den Kopf gezogen und ihn festgehalten haben. Anschließend traten und schlugen die fünf Männer mehrmals auf den Beamten ein. Als dieser um Hilfe rief, ließen die Tatverdächtigen von ihm ab und flüchteten.

Überfall auf Bundespolizisten in Berlin: 29-Jähriger erleidet Kopf-, Rumpf- und Beinverletzungen

Ein 41 Jahre alter mutmaßlicher Schläger konnte von dem angegriffenen Bundespolizisten bis zum Eintreffen alarmierter Einsatzkräfte festgehalten werden. Der Festgenommene wirkte alkoholisiert und wurde durch die Beamten in ein Polizeigewahrsam gebracht. Haftgründe lagen nicht vor. Deshalb wurde er nach erfolgter Blutentnahme wieder entlassen.

Bei dem Überfall erlitt der Bundespolizist Verletzungen an Kopf, Rumpf und Beinen. Durch alarmierte Rettungskräfte wurde er zur stationären Behandlung in eine Klinik gebracht. Die Ermittlungen durch den Polizeilichen Staatsschutz dauern an.

„Dieser hinterhältige gezielte Angriff zeigt, welchem Risiko Polizisten auch außerhalb des Dienstes ausgesetzt sind und dass Kriminelle auch nicht mal davor zurückschrecken, sie am eigenen Wohnort aufzusuchen. Wir hoffen, dass sich unser Kollege schnellstmöglich von dieser entsetzlichen Attacke erholt", erklärte Lars Wendland, Vorsitzender der GdP Bundespolizei Berlin.

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( BM/dpa )