Polizeieinsatz

Drogen-Razzia in Berlin: Fünf mutmaßliche Dealer verhaftet

| Lesedauer: 2 Minuten
Ein Suchhund der Polizei steht in einer Wohnung auf einem Bett. Sechs mutmaßliche Drogenhändler sind bei einer Razzia in Berlin verhaftet worden. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten, durchsuchten am Morgen rund 200 Ermittler 14 Objekte in der Hauptstadt.

Ein Suchhund der Polizei steht in einer Wohnung auf einem Bett. Sechs mutmaßliche Drogenhändler sind bei einer Razzia in Berlin verhaftet worden. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten, durchsuchten am Morgen rund 200 Ermittler 14 Objekte in der Hauptstadt.

Foto: Polizei Berlin/dpa

Die Polizei ist in Berlin gegen organisierte Drogen-Dealer vorgegangen. Diese sollen einen Kokain-Lieferdienst betrieben haben.

Berlin. Die Berliner Polizei hat eine Koks-Taxibande aus dem Verkehr gezogen. 200 Polizisten durchsuchten bei einer Razzia 14 Wohnungen und andere Räume. Ermittelt wird gegen 13 Verdächtige, fünf von ihnen wurden verhaftet und drei Koks-Taxis aus dem Verkehr gezogen. Laut Staatsanwaltschaft wurden 47.000 Euro, eine scharfe Pistole, eine hinter einer gesicherten Wohnungstür aufbewahrte Machete, eine Geldzählmaschine sowie 2800 Gramm Kokain und acht Kilogramm Marihuana sichergestellt.

Die Polizei dokumentierte laut Staatsanwaltschaft mehr als 2200 Verkäufe von Kokain. Bei der Razzia waren auch Spezialeinsatzkommandos (SEK) im Einsatz. Zum Aufspüren des Rauschgifts setzte die Polizei auch Suchhunde ein. Fotos, die von der Polizei veröffentlicht wurden, zeigten einen Hund auf einem Bett oder Sofa in einer Wohnung und eine aufgebrochene Tür.

Ermittelt wurde seit fünf Monaten „wegen des organisierten und bandenmäßig begangenen Handels mit Rauschgift“. Die 13 Verdächtigen gehören zur Organisierten Kriminalität, einer von ihnen soll Mitglied eines arabischstämmigen Clans sein. Sie sind zwischen 23 und 45 Jahre alt und haben unterschiedliche Nationalitäten.

Drogen über Chatprogramme im Internet bestellt

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) erklärte: „Drogen sind nach wie vor das Schmiermittel der Organisierten Kriminalität.“ Der Einsatz zeige, wie Banden internationaler und mobiler operieren. Immer mehr Netzwerke und Geschäfte würden über Messenger-Dienste organisiert. Marihuana, Kokain und Amphetamin-Pillen werden in Großstädten seit Jahren von Kunden auch über Chatprogramme im Internet bestellt und von Dealern ausgeliefert. Bezahlung ist in bar oder per Bitcoin möglich.

In Berlin stehen immer wieder Betreiber von Koks-Lieferdiensten vor Gericht. Die Hauptstadt-Polizei hat die Kokain-Taxis verstärkt im Blick. An diesem Mittwoch beginnt ein Prozess gegen zwei Männer im Alter von 24 und 28 Jahren. Sie sollen mit Komplizen als Bande agiert und fünf Kilogramm Kokain sowie Streckmittel bei einem niederländischen Drogenhändler bestellt haben. Im Herbst hatte am Kriminalgericht ein Prozess gegen eine Koks-Taxi-Bande begonnen. Die Angeklagten sollen Kokain von einem Hauptquartier in Hellersdorf aus per Limousine in der ganzen Stadt ausgeliefert habe.

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( ad/dpa )