Blaulicht-Blog

Polizei stoppt mutmaßlichen Schleuser-Lastwagen

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Foto: Polizei Berlin

In unserem Blog finden Sie die aktuellen Meldungen von Polizei und Feuerwehr in Berlin und Brandenburg von Freitag, 26. Februar.

+++ Hände winken aus Auflieger - Polizei stoppt Laster +++

Die Polizei hat am Donnerstagmittag einen Laster gestoppt, auf dessen verschlossener Ladefläche sechs Männer transportiert wurden. Der Lkw war auf der Bundesautobahn 100 in Höhe Hohenzollerndamm aufgefallen, weil Hände aus der Auflieger-Fläche herauswinkten. Die Beamten nahmen mit dem 56 Jahre alten Lkw-Fahrer Kontakt auf und leiteten das Fahrzeug von der Autobahn.

In Höhe des S-Bahnhof Westkreuz überprüften die Polizisten den Lkw. Der Fahrer, dessen Route von Griechenland über Bulgarien, Ungarn und Tschechien nach Deutschland führte, gab an, dass er komische Geräusche aus seinem Auflieger vernommen habe und deshalb ebenfalls gerade seinen Wagen für eine Ladungskontrolle stoppen wollte. Ein Fachkommissariat des Landeskriminalamtes Berlin ermittelt wegen des Verdachts des Einschleusens von Ausländern. Sowohl der Lkw-Fahrer als auch die zwei Jugendlichen und vier Männer aus dem Laderaum wurden vernommen. Die Ermittlungen dauern an.

+++ Feuerwehr löscht Kellerbrand in Reinickendorf +++

Die Feuerwehr hat am Freitagnachmittag einen Brand im Keller eines 6-geschossigen Wohngebäudes in der Klixstraße in Reinickendorf gelöscht. Die Feuerwehrleute waren drei Stunden zur Brandbekämpfung und Belüftung vor Ort, hieß es auf Twitter. Es wurden keine Personen verletzt.

+++ Auto fährt Rollstuhlfahrer an - schwerst verletzt +++

Ein Rollstuhlfahrer hat am Donnerstagabend laut Polizei schwerste Kopfverletzungen erlitten. Demnach war ein 38-Jähriger gegen 18 Uhr mit seinem Mercedes Vito in der Prinzregentenstraße in Kreuzberg Richtung Moritzplatz unterwegs. Als er nach rechts in die Ritterstraße abbog, fuhr er den Rollstuhlfahrer an, der gerade parallel auf dem Gehweg fuhr. Durch den Zusammenstoß fiel er aus dem Rollstuhl und erlitt eine Gesichtsverletzung sowie ein Schädel-Hirn-Trauma. Er wurde zur intensivmedizinischen Behandlung in ein Krankenhaus eingeliefert. Lebensgefahr soll laut Polizei nicht bestehen.

+++ In Berlin mehr Taschendiebstahl in Bahnhöfen und Zügen +++

Fast überall in Deutschland sind im vergangenen Jahr weniger Bahnreisende Opfer von Taschendieben geworden, aber nicht in Berlin. Dort stieg die Zahl der erfassten Taten in Zügen und Bahnhöfen auf 1108. Das waren 24 Fälle mehr als im Vorjahr, wie eine Anfrage der FDP im Bundestag ergab. Dabei waren 2020 wegen der Corona-Beschränkungen deutlich weniger mögliche Opfer unterwegs.

„Nach Auffassung der Bundesregierung sind die Bahnhöfe und Züge in Deutschland sicher“, heißt es in der Antwort des Bundesinnenministeriums, die der dpa vorliegt. Denn die Zahl aller Straftaten in Bahnhöfen und Zügen ging 2020 bundesweit deutlich zurück, auch beim Taschendiebstahl. Berlin bildet hier mit Thüringen eine Ausnahme und ist das Bundesland mit der höchsten Fallzahl.

Die Station, an dem die Bundespolizei die meisten Straftaten insgesamt registriert, bleibt der Hauptbahnhof. 2020 waren es 1795, im Jahr davor 2009. Es folgen die Bahnhöfe Ostbahnhof und Alexanderplatz.

+++ Bundespolizei nimmt mutmaßliche Schleuser an polnischer Grenze fest +++

Die Bundespolizei hat in Schwedt (Landkreis Uckermark) zwei mutmaßliche Schleuser festgenommen. Die Beamten kontrollierten am Donnerstagabend an der polnischen Grenze drei Fußgänger, wie die Bundespolizei am Freitag mitteilte. Zwei von ihnen hatten keine Aufenthaltsdokumente dabei. Der Dritte, ein 21-Jähriger mit befristeter Aufenthaltserlaubnis, soll versucht haben, die beiden nach Deutschland zu schleusen, hieß es. In einem Auto auf einem Parkplatz in der Nähe wartete ein weiterer 25-jähriger Mann auf das Trio. Er und der 21-Jährige wurde festgenommen und ein Verfahren wegen des Einschleusens von Ausländern gegen sie eingeleitet. Die anderen beiden Männer wurden ebenfalls in Gewahrsam genommen.

+++ Drogen im Keller versteckt - Festnahme +++

Donnerstagnachmittag nahmen Polizisten im Falkenhagener Feld einen mutmaßlichen Drogenhändler fest. Nach einem Hinweis über die Internetwache der Polizei Berlin überprüften Zivilkräfte des gegen 16 Uhr einen Keller in einem Mehrfamilienhaus an der Zeppelinstraße, da es dort des Öfteren nach „Gras“ riechen solle. Als auch die Polizisten den Geruch von vermutlich Marihuana aus dem Kellerverschlag einer 37-jährigen Mieterin feststellten, zogen sie Unterstützungskräfte mit Rauschgiftspürhunden hinzu.

Nach Einholung eines Durchsuchungsbeschlusses verschafften sie sich gemeinsam Zugang zum Keller und fanden in verschiedenen Behältnissen etwa ein Kilogramm mutmaßliches Marihuana sowie eine kleine Menge Haschisch, eine Feinwaage, eine Schreckschusswaffe mit Platzpatronen sowie Geld. Die weiteren Ermittlungen der Zivilfahnder führten zum 3 Jahre alten Lebensgefährten der Frau, der für die Drogen im Keller verantwortlich sein soll. Er erschien kurze Zeit später bei seiner Freundin und wurde von den Einsatzkräften festgenommen. Beim Festgenommenen fanden die Beamten zudem eine kleine Menge vermutliches Marihuana. Die Drogen, das Geld, die Feinwaage und die Schreckschusswaffe mit den Platzpatronen wurden beschlagnahmt.

Der 36-Jährige muss sich nun wegen des Verdachts des Handels mit Betäubungsmitteln verantworten und soll heute im Laufe des Tages nach Prüfung der Staatsanwaltschaft einem Richter vorgeführt werden.

+++ Tempokontrollen: Knapp jeder Zehnte zu schnell +++

Bei Geschwindigkeitskontrollen in der Nacht zu Freitag auf der A111 ist knapp jeder zehnte Fahrer zu schnell unterwegs gewesen. Die Polizei hatte stationäre Kontrollen auf Höhe der Anschlussstelle Saatwinkler Damm Richtung Dreieck Charlottenburg installiert. Insgesamt wurden 9523 Fahrzeuge gemessen, von denen 905 zu schnell waren. Spitzenreiter war ein 35-Jähriger, der mit seinem BMW gegen 20.15 Uhr mit 160 km/h an der Kontrollstelle vorbeirauschte. Erlaubt sind dort 80 km/h. Laut Polizei erwarten ihn nun ein Bußgeld von mindestens 1360 Euro, zwei Punkte in Flensburg und drei Monate Fahrverbot.

+++ Vor Supermarkt rassistisch beleidigt und geschlagen +++

Nach einem Fall von Hasskriminalität am Donnerstagabend in Friedrichsfelde hat der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt Berlin die Ermittlungen übernommen. Nach bisherigen Erkenntnissen soll ein 36-jähriger Mann gegen 20.30 Uhr beim Telefonieren vor einem Supermarkt an der Sewanstraße von einem ihm entgegenkommenden unbekannten 39-jährigen Mann rassistisch beschimpft worden sein.

Anschließend soll der 39-Jährige dem Passanten zunächst das Mobiltelefon aus der Hand geschlagen, ihn mit einem Kopfstoß attackiert und anschließend gegen den Rumpf getreten haben. Der Angegriffene erlitt leichte Verletzungen am Kopf und am Rücken. Eine ärztliche Behandlung lehnte dieser jedoch zunächst ab. Das Handy wurde beim Aufprall auf dem Gehweg beschädigt. Ein 21-jähriger Zeuge alarmierte die Polizei, die den Angreifer noch in der Nähe festnehmen konnte. Der Tatverdächtige wurde in ein Polizeigewahrsam gebracht, wo er wegen seines aggressiven Verhaltens und zur Verhinderung weiterer Straftaten erst am Freitag gegen 6 Uhr entlassen wurde.

+++ Lkw-Fahrer flüchtet vor Polizei und rammt Einsatzwagen +++

Ein Lkw-Fahrer hat in der Nacht zu Freitag vor der Polizei die Flucht ergriffen und dabei einen Unfall verursacht. Der Iveco war einer Gruppenstreife kurz nach Mitternacht in der Trebbiner Straße in Kreuzberg aufgefallen, weil er ohne Licht fuhr. Als die Polizisten den Fahrer zum Halten aufforderten, ignorierte er die Signal, gab stattdessen Gas und fuhr mit deutlich erhöhter Geschwindigkeit davon. Bei seiner Flucht missachtete er mehrere rote Ampeln. Nur weil mehrere Autofahrer stark bremsten, kam es zu keinem Unfall.

Der Polizei zufolge endete die Flucht in Moabit an der Kreuzung Strom- Ecke Turmstraße, wo der Iveco ein Einsatzfahrzeug und mehrere geparkte Autos rammte. Beifahrer und Fahrer flüchteten zu Fuß. Der Beifahrer kam allerdings nicht weit: Er stolperte über einen Fahrradständer und konnte festgenommen werden. Dabei habe der 22-Jährige erheblichen Widerstand geleistet, so die Polizei. Er wurde nach Personalienfeststellung und Entnahme einer Blutprobe wieder entlassen.

Der Fahrer konnte zunächst entkommen, allerdings ließ er im Wagen seinen Führerschein und Personalausweis zurück. Es bestehe der Verdacht, dass der 24-Jährige erheblich alkoholisiert gewesen sei, teilte die Polizei weiter mit. Gegen ihn wird jetzt wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr und wegen eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens ermittelt. Bei dem Einsatz wurden mehrere Beamte leicht verletzt, konnten ihren Dienst aber fortsetzen.