Volkspark Hasenheide

17-Jähriger getötet - Zielfahnder nehmen Tatverdächtige fest

Polizeiauto mit Blaulicht.

Polizeiauto mit Blaulicht.

Foto: dpa

Der junge Mann war in der Hasenheide angegriffen und schwer verletzt worden. Später starb er im Krankenhaus. Nun kam es zu Festnahmen.

Berlin. Ermittler der Berliner Polizei haben den gewaltsamen Tod eines 17-Jährigen im Neuköllner Volkspark Hasenheide aufklären können. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Mittwoch mitteilten, besteht dringender Tatverdacht gegen zwei 24 Jahre alte Männer. Sie gelten laut Polizei als Haupttäter. Tatverdacht besteht demnach auch gegen eine Frau und einen Mann im Alter von 21 Jahren. Sie sollen die beiden Haupttäter beauftragt und das Opfer zum Tatort gelockt haben.

Die beiden 24-Jährigen griffen laut Polizei das Opfer am Abend des 23. Januar 2021 gegen 19 Uhr im Bereich des Hundeauslaufgebietes an und schlugen es mit einem Gegenstand nieder. Nachdem Zeugen dazu kamen, flüchteten die Täter in Richtung Graefestraße.

Neukölln: 17-Jähriger im Volkspark Hasenheide getötet: "Länger andauernde persönliche Streitigkeiten"

Rettungskräfte hatten den Schwerverletzten mit einer Schädel- und Nasenbeinfraktur sowie mehreren Hämatomen im Gesicht ins Krankenhaus gebracht. Der 17-Jährige starb dort acht Tage später.

"Hintergrund der Tat waren länger andauernde persönliche Streitigkeiten und Beschimpfungen zwischen dem Opfer und dem 21-jährigen männlichen Mittäter", so die Ermittler in ihrer Mitteilung.

Neukölln: 17-Jähriger im Volkspark Hasenheide getötet - Zielfahnder nehmen Tatverdächtige fest

Die männlichen Tatbeteiligten sind bereits umfangreich kriminalpolizeilich in Erscheinung getreten, auch im Bereich der Gewaltkriminalität. Gegen die drei Männer wurden Haftbefehle wegen gemeinschaftlichen Mordes und gefährlicher Körperverletzung erlassen.

Die Haftbefehle wurden am Mittwochmorgen durch Zielfahnder des Landeskriminalamtes an unterschiedlichen Orten in Berlin vollstreckt. Die drei Männer wurden einem Haftrichter überstellt, der den Beschuldigten die Haftbefehle verkündete. Der Umfang der Tatbeteiligung der 21-jährigen Frau wird weiter Ermittlungen geprüft.

( BM )