Blaulicht-Blog

Auf Polizisten zugerast - Haftbefehl wegen versuchten Mordes

| Lesedauer: 10 Minuten
.

.

Foto: imago stock&people / imago/Eibner

In unserem Blog finden Sie die aktuellen Meldungen von Polizei und Feuerwehr in Berlin und Brandenburg von Montag, 22. Februar.

+++ Auf Polizisten zugerast - Haftbefehl wegen versuchten Mordes +++

Wegen versuchten Mordes hat ein Ermittlungsrichter in Berlin Haftbefehl gegen einen mutmaßlichen Raser erlassen. Das teilte die Polizei am Montag mit. Der 37-Jährige soll nach Polizeiangaben am Samstag unter Drogeneinfluss eine Verkehrskontrolle an der Hauptstraße in Schöneberg durchbrochen haben, dabei auf zwei Beamte zugesteuert und danach geflüchtet sein. Anschließend habe er mehrere rote Ampeln ignoriert. Außerdem soll sich eine Fußgängerin, genau wie die beiden Polizisten, mit einem Sprung zur Seite gerettet haben, um nicht erfasst zu werden. Wenig später sei der 37-Jährige gefasst und der Mordkommission überstellt worden.

+++ SPD-Büro in Friedrichshain beschädigt +++

Unbekannte haben in der vergangenen Nacht die Scheiben eines SPD-Büros an der Karl-Marx-Allee in Friedrichshain beschädigt. Gegen 3.20 Uhr stellte eine Streife des Zentralen Objektschutzes Sprünge in den Fensterscheiben des Büros und den aufgesprühten Spruch „Bucht + Riga bleibt" fest, teilte die Polizei am Montag mit. Auf dem Gehweg fanden die Einsatzkräfte kleine Pflastersteine und stellten diese sicher. Der Staatsschutz ermittelt. Ob die Räume der Partei bereits in der Vergangenheit Ziel von ähnlichem Vandalismus waren, konnte die Polizei zunächst nicht sagen.

+++ Verkehrsunfall mit schwer verletztem E-Scooter-Fahrer +++

Gestern Nachmittag wurde ein E-Scooter-Fahrer bei einem Verkehrsunfall in Charlottenburg-Nord schwer verletzt. Nach bisherigen Ermittlungen soll gegen 16.30 Uhr ein 49-Jähriger mit einem sogenannten E-Scooter den Saatwinkler Damm in Richtung Friedrich-Olbricht-Damm gefahren sein, als eine 81 Jahre alte Frau mit ihrem Mercedes aus der entgegenkommenden Richtung links auf die Autobahnzufahrt abbog, dabei erfasste sie den E-Scooter-Fahrer mit ihrem Pkw. Hierdurch wurde der Mann so schwer verletzt, dass Passanten lebensrettende Maßnahmen einleiteten.

Alarmierte Rettungskräfte der Berliner Feuerwehr konnten den am Kopf verletzten Mann reanimieren und in ein Krankenhaus bringen, wo er stationär aufgenommen wurde. Die Fahrerin erlitt einen Schock und wurde ambulant in einem Krankenhaus behandelt. Das Elektrokleinstfahrzeug und das Auto wurden beschlagnahmt. Die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang führt ein Verkehrsermittlungsdienst der Direktion 2 (West).

+++ Einreise trotz Wiedereinreisesperre +++

Am Freitagabend nahmen Bundespolizisten drei russische Staatsangehörige in Gewahrsam, die entgegen eines Einreise- und Aufenthaltsverbotes versucht hatten nach Deutschland einzureisen. Gegen 21:25 Uhr kontrollierten Bundespolizisten drei Frauen im Alter von 35, 37 und 60 Jahren im EC 40 (Warschau-Berlin) am Frankfurter Bahnhof. Da sich die Frauen nicht ausweisen konnten, nahm sie die Streife zur Feststellung ihrer Identitäten mit zur Dienststelle.

Hierbei ermittelten die Beamten, dass das Trio am Tag zuvor nach Polen abgeschoben worden war und damit ein Einreise- und Aufenthaltsverbot gegen sie erlassen wurde. Die Bundespolizei leitete entsprechende Ermittlungsverfahren gegen die russischen staatsangehörigen ein. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wiesen die Beamten die drei Frauen nach Polen zurück.

+++ Weniger Verkehrsunfälle und Verletzte in Corona-Pandemie +++

Während der Corona-Pandemie hat es im vergangenen Jahr deutlich weniger Verkehrsunfälle und verletzte Menschen auf Berlins Straßen gegeben. Die Polizei registrierte 126.286 Unfälle, 21.020 weniger als 2019 (minus 14 Prozent). 2054 Menschen wurden schwer verletzt, das waren 250 weniger als im Vorjahr. Bei den Leichtverletzten sank die Zahl auf 13 273 (Vorjahr: 15.465).

Bei der Zahl der Verkehrstoten musste dagegen ein Anstieg von 40 auf 50 festgestellt werden. Der Langzeitvergleich zeigt, dass die Zahl in den vergangenen zehn Jahren zwischen 36 und 56 schwankte. Davor starben noch deutlich mehr Menschen. Im Vergleich der Bundesländer steht Berlin als Großstadt deutlich besser da als alle Flächenländer. Viele tödliche Unfälle passieren dort auf den Landstraßen, wo schneller gefahren wird als in der Stadt.

+++ Bundespolizei warnt vor Handy-Dieben in S-Bahn +++

Die Bundespolizei warnt S-Bahn-Fahrgäste vor Handy-Dieben. Diese würden das Abfahrtssignal der S-Bahn abwarten, ihren Opfern im Türbereich das Handy stehlen und dann aus dem Zug flüchten. Man ermittle bereits in einigen Fällen, so die Behörde auf Twitter.

+++ Trickbetrüger in Kreuzberg festgenommen +++

In Kreuzberg ist am Sonntag ein Trickbetrüger festgenommen worden. Zuvor hatte er sich einem 28-Jährigen Am Planufer als angeblicher Nachbar vorgestellt und behauptet, dass er sich ausgesperrt hat und nun Geld für einen Schlüsseldienst benötigt. Der 28-Jährige ging mit ihm zu einem Automaten, um ihm Geld zu leihen. Da er aber misstrauisch wurde, wollte er zusammen mit dem angeblich ausgesperrten 34-Jährigen auf den Schlüsseldienst warten. Daraufhin ergriff der 34-Jährige die Flucht. Der 28-Jährige verfolgte ihn und konnte ihn festhalten, bis die Polizei eintraf. Der Festgenommene soll im Laufe des Tages nach Prüfung durch einen Staatsanwalt einem Haftrichter vorgeführt werden, teilte die Polizei am Montag mit. Die Ermittlungen zum Verdacht des versuchten Trickbetrugs dauern an.

+++ Drei Männer wollen Motorrad stehlen - Festnahme +++

Drei Männer haben am Montagfrüh versucht, ein Motorrad in Hellersdorf zu stehlen. Ein Anwohner der Zossener Straße hatte zuvor gegen 4 Uhr das Trio beobachtet, das versuchte ein Krad in einen Ford Galaxy zu laden, teilte die Polizei am Montag mit. Als der Zeuge die Männer ansprach, flüchteten zwei zu Fuß, der andere mit dem Auto. Polizisten konnten den Autofahrer in Hönow stoppen und festnehmen. Die anderen beiden Männer wurden in Eiche-Süd festgenommen. Die drei Männer im Alter von 25, 30 und 33 Jahren, die in Deutschland über keinen festen Wohnsitz verfügen, wurden der Kriminalpolizei überstellt.

+++ Auto brennt in Steglitz aus - Brandstiftung vermutet +++

Am Hindenburgdamm in Steglitz ist am Sonntag ein Auto ausgebrannt. Gegen 23 Uhr bemerkte ein Anwohner die Flammen an dem geparkten Renault und verständigte Polizei und Feuerwehr. Verletzt wurde niemand, teilte die Polizei am Montag mit. Während der Löscharbeiten war der Hindenburgdamm zwischen Wolfensteindamm und Fronhoferstraße gesperrt. Das Landeskriminalamt zur mutmaßlichen Brandstiftung ermittelt.

+++

in Kremmen +++

Mehrere Fahrzeuge und eine Lagerhalle sind auf einem Firmengelände in Kremmen (Landkreis Oberhavel) in Brand geraten. Zunächst habe am Montagmorgen nur ein Wagen in Flammen gestanden, doch das Feuer sei schließlich auf zwei weitere Autos sowie einen Radlader und letztlich die Halle übergesprungen, teilte die Polizei mit. Rund 70 Feuerwehrleute seien im Einsatz gewesen. Den Gesamtschaden schätzt die Polizei auf etwa 200.000 Euro. Kriminaltechniker seien zur Spurensicherung vor Ort gewesen. Derzeit werde von einem technischen Defekt als Brandursache ausgegangen.

+++ Mann stiehlt Transporter - Festnahme +++

Zivilpolizisten haben in der vergangenen Nacht einen 45-Jährigen festgenommen, der einen Transporter in der Handjerystraße in Adlershof (Treptow-Köpenick) gestohlen hat. Seine Flucht endete auf der A13 zwischen dem Schönefelder Kreuz und der Anschlussstelle Ragow, teilte die Polizei am Montag mit. Der Transporter wurde sichergestellt. Der 45-Jährige muss sich nun wegen besonders schweren Diebstahls eines Kraftfahrzeuges verantworten.

+++ Männer versuchen, in Wohnung einzubrechen +++

Zivilpolizisten haben am Sonntagabend zwei Männer festgenommen, die versucht haben, eine Wohnungstür in der Berliner Straße in Wilmersdorf aufzubrechen. Die Einsatzkräfte wurden gegen 23.20 Uhr auf das Duo aufmerksam, als einer von ihnen das Haus betrat, während sein Begleiter in einem Auto davor wartete, teilte die Polizei am Montag mit. Die Beamten konnten kurze Zeit später an der Wohnungstür Einbruchsspuren feststellen. Bei den festgenommenen 41 und 54 Jahre alten Männern wurden Einbruchswerkzeug sowie Drogen gefunden. Die Ermittlungen dauern an.

+++ Ein Toter und 51 Verletzte bei Unfällen am Wochenende in Brandenburg +++

Am Wochenende ist auf Brandenburgs Straßen ein Autofahrer bei einem Unfall im Landkreis Märkisch-Oderland ums Leben gekommen. Zudem gab es laut Polizeisprecher zwischen Freitag und Sonntag 51 Verletzte bei Unfällen. Insgesamt zählte das Lagezentrum der Polizei Brandenburg am Wochenende 356 Unfälle. Bei 40 Verkehrsunfällen wurden Menschen verletzt oder getötet, bei den restlichen 316 entstanden lediglich Sachschäden.

Der tödliche Unfall ereignete sich am Freitagabend östlich von Berlin im Bereich Hoppegarten: Ein 44 Jahre alter Autofahrer war aus bisher ungeklärter Ursache von der Fahrbahn einer Landstraße abgekommen und frontal gegen einen Straßenbaum geprallt. Er starb noch an der Unfallstelle.

+++ Haftbefehl wegen versuchten Mordes +++

Ein Ermittlungsrichter verkündete gestern auf Antrag der Staatsanwaltschaft Berlin einem 37-jährigen mutmaßlichen Autoraser einen Haftbefehl wegen versuchten Mordes. Der Mann durchbrach am vergangenen Sonnabend gegen 12 Uhr mit seinem Mitsubishi eine Verkehrskontrolle in der Hauptstraße und fuhr hierbei auf zwei Polizisten zu.

Die beiden Beamten konnten sich nur durch einen Sprung zur Seite in Sicherheit bringen. Durch seine sehr schnelle und rücksichtslose Fahrweise gefährdete er auf seiner Flucht zahlreiche Passanten, die sich ebenfalls durch Zurückweichen oder einen Sprung zur Seite retten konnten. Im Bereich des Heinrich-Lassen-Parks in der Belziger Str., in dem die Fahrbahn durch eine Baustelle eingeengt ist, fuhr das Fahrzeug auf eine Frau zu, die sich ebenfalls durch einen Sprung zurück in Sicherheit bringen musste.

Die 1. Mordkommission ist auf der Suche nach weiteren Zeugen, die nähere Angaben zu dieser Flucht machen können bzw. selbst durch das Fahrzeug gefährdet wurden. In diesem Zusammenhang stellt die Polizei folgende Fragen:
-Wer kann Angaben zur Fahrt des PKW zwischen Hauptstraße und Apostel-Paulus-Straße machen?
- Wer musste sich selbst vor dem beschriebenen PKW in Sicherheit bringen?
- Wurde die Fahrt des PKW von Passanten durch Foto bzw. Video aufgenommen?
- Wer kann Angaben zu der weiblichen Passantin machen, die hier dringend als Geschädigte /Zeugin gesucht wird?

Hinweise nimmt die 1. Mordkommission des Landeskriminalamts in der Keithstraße 30 in Tiergarten unter der Telefonnummer (030) 4664-911111 (mit Anrufbeantworter)entgegen.