Blaulicht-Blog

Schuss in Wohnhaus - zwei Verdächtige festgenommen

| Lesedauer: 8 Minuten
Ein Polizist steht im Regen vor einem Streifenwagen dessen Blaulicht aktiviert ist.

Ein Polizist steht im Regen vor einem Streifenwagen dessen Blaulicht aktiviert ist.

Foto: dpa

In unserem Blog finden Sie die aktuellen Meldungen von Polizei und Feuerwehr in Berlin und Brandenburg von Sonntag, 21. Februar.

+++ Schuss in Wohnhaus - Berliner Polizei nimmt zwei Verdächtige fest +++

Nach einem Schuss in einem Wohnhaus in Schöneberg hat die Berliner Polizei zwei verdächtige Männer festgenommen. Einer der beiden 26-Jährigen habe auf der Flucht eine Schreckschusswaffe unter ein Auto geworfen, teilte die Polizei am Sonntagabend mit. Anwohner in Schöneberg hatten die Beamten am frühen Morgen in die Ansbacher Straße alarmiert. Die beiden Männer sollen versucht haben, in eine Wohnung einzudringen, in der Prostituierte leben. Dabei habe einer von ihnen einen Schuss abgeben, bevor beide das Haus verließen. Zu den Hintergründen wird nun ermittelt.

+++ 14-Jährige filmt Mädchen auf Gleisen - Zugverkehr gestoppt +++

Weil zwei Mädchen sich ausgerechnet Bahngleise für Handyfilmaufnahmen ausgesucht hatten, mussten Reisende zwischen Neuruppin und Berlin am Wochenende Verspätungen in Kauf nehmen. Eine 14-Jährige und ihre elfjährige Bekannte wurden am Samstag bei ihren „Dreharbeiten“ ertappt, wie ein Polizeisprecher am Sonntag sagte. Die Jüngere habe posiert, die 14-Jährige gefilmt. Zeugen hatten die Bundespolizei alarmiert. Der S-Bahnverkehr war sicherheitshalber vorübergehend unterbrochen worden. Die beiden Mädchen seien geständig gewesen, hieß es. Sie wurden ihren Eltern übergeben und mussten die Aufnahmen wieder löschen, wie es hieß.

+++ Polizei findet betrunkenen Mann und Waffenarsenal +++

Polizisten sind bei einem nächtlichen Einsatz in Reinickendorf mit einem ungewöhnlichen Anblick konfrontiert worden: In einer Wohnung in der Epensteinstraße lag ein betrunkener Rollstuhlfahrer auf dem Boden - und diverse Waffen, Munition und Sprengkörper waren als Dekoration an den Wänden angebracht. Das teilte ein Polizeisprecher am Sonntag mit. Demnach waren die Polizisten in der Nacht zum Sonntag in die Wohnung gekommen, weil eine Nachbarin Hilferufe gehört und den Notruf gewählt hatte. Rettungskräfte hätten den 56-Jährigen dann ambulant behandelt, ein Atemalkoholtest habe einen Wert von 1,6 Promille ergeben.

Die Waffen stellten sich den Angaben nach größtenteils als unbrauchbar heraus. Für die funktionstüchtigen Exemplare habe der Mann zwar Nachweise zeigen können. Weil sie aber teilweise nicht korrekt aufbewahrt worden seien, sei eine Strafanzeige wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz erstellt worden.

+++ Autofahrer rast auf Polizisten zu - Mordkommission ermittelt +++

Wegen eines versuchten Tötungsdeliktes muss sich ein Autofahrer seit Freitagmittag verantworten, der in Schöneberg auf zwei Polizisten zugerast ist. Sie mussten zur Seite springen, um nicht von dem Fahrzeug erfasst zu werden. Bisherigen Ermittlungen zufolge wollten die beiden Beamten im Alter von 25 und 26 Jahren den 37-jährigen Autofahrer in der Hauptstraße wegen eines zuvor begangenen Geschwindigkeitsverstoßes anhalten. Der Mann soll die Anhaltezeichen der Beamten jedoch missachtet und auf sie zugerast sein.

Durch einen Sprung zur Seite konnten die Einsatzkräfte verhindern, von dem Mitsubishi-Fahrer erfasst zu werden. Der Mann flüchtete vom Ereignisort und überfuhr im Verlauf seiner Flucht mehrere rote Ampeln. In der Belziger Straße soll eine bislang unbekannte Fußgängerin beim Überqueren der Straße beiseite gesprungen sein, um nicht von dem Fluchtauto erfasst zu werden. Zur Unterstützung herbeigerufene Einsatzkräfte stellten kurze Zeit später den Fahrer in der Schwäbischen Straße / Karl-Schrader-Straße. Bei der Überprüfung des Mannes stellte sich heraus, dass er unter Einfluss von Drogen stand und er keine gültige Fahrerlaubnis besitzt. Der wegen mehrerer Verkehrsdelikte polizeibekannte Mann wurde nach einer Blutentnahme der Mordkommission des Landeskriminalamtes überstellt und soll noch am Sonntag auf Antrag der Staatsanwaltschaft Berlin einem Ermittlungsrichter zum Erlass eines Haftbefehls vorgeführt werden.

+++ Bronzefigur an ehemaligem Kinderheim entwendet +++

In der Oranienburger Chaussee in Frohnau haben Unbekannte in der Nacht zu Sonntag gegen 1.30 Uhr eine Bronzefigur eines unbekleideten zwölfjährigen Jungen der Bildhauerin Dorothee Rätsch entwendet. Die etwa 1,20 Meter hohe Figur war durch zwei Stahlbolzen, die von dem oder den Tätern durchtrennt wurden, in der Außenwand eines ehemaligen Kinderheimes verankert. Das unter Denkmalschutz stehende Haus wurde von Annemarie Wolff-Richter geleitet, die 1933 von den Nazis vertrieben und 1945 in einem Konzentrationslager in Kroatien ermordet wurde. Die Figur sollte an das Kinderheim erinnern. Der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt ermittelt wegen schweren Diebstahls von Kunstgegenständen und sakralen Gegenständen mit antisemitischem Hintergrund.

+++ Feuerwehr löscht Brand in ehemaliger Kaufhalle +++

In der Rüdersdorfer Straße in Friedrichshain brannten am Sonntagabend in einer ehemaligen Kaufhalle Müll und Gerümpel. Der Brand konnte von 46 Einsatzkräften schnell gelöscht werden. Das teilte die Feuerwehr auf Twitter mit.

+++ Mercedes auf Behindertenparkplatz angezündet +++

An der Ecke Wilhelm-Stolze-Straße / An der Brauerei in Friedrichshain konnte die Feuerwehr am Sonntagmorgen gegen 4.55 Uhr einen auf einem Behindertenparkplatz abgestellten, brennenden Mercedes löschen. Alarmiert hatte sie eine Anwohnender, der ein pfeifendes Geräusch wahrgenommen und beim Blick aus dem Fenster die Flammen gesehen hatte. An einem Reifen des Fahrzeugs konnte die Polizei Brandbeschleuniger sichern. Nach bisherigen Erkenntnissen wird von einer vorsätzlichen Tat ausgegangen.

+++ Fahrzeug-Innenraum brennt - Polizei löscht rechtzeitig +++

An der Barnetstraße in Lichtenrade hat nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei am Samstag gegen 22.25 Uhr vermutlich ein Mann an der Beifahrerseite eines auf einem Grünstreifen abgestellten VW Touran die Scheibe eingeschlagen und den Beifahrersitz auf bislang unbekannte Weise in Brand gesetzt. Eine Passantin sah kurze Zeit später einen Mann in einen dunklen Pkw Kombi einsteigenen. Der Fahrer flüchtete ohne eingeschaltetes Licht in Richtung Lichtenrader Damm. Der Fahrzeughalter konnte den Brand mit eigenen Mitteln löschen. Verletzt wurde niemand.

+++ Plakate gegen Wohnungsunternehmen angebracht - Ermittlungen +++

Die Polizei hat bei einer mutmaßlich unerlaubten Plakatieraktion der Volksbegehren-Initiative „Deutsche Wohnen & Co enteignen“ Plakate und Flugblätter beschlagnahmt. In mehreren Stadtteilen seien demnach Plakate an Hauswänden, Friedhofsmauern, Werbetafeln sowie Stromkästen angebracht worden, die sich gegen eine Wohnungsgesellschaft richteten, teilte die Polizei am Sonntag mit. Die Initiative hatte zuvor selbst in den sozialen Medien auf die Aktion aufmerksam gemacht. Auf den Flugblättern und Plakaten warb sie um Unterschriften für das Volksbegehren.

Die Polizei kontrollierte eigenen Angaben zufolge in mehreren Stadtteilen kleinere Gruppen, die im Begriff waren, die Plakate anzubringen. Genehmigungen konnten die Beteiligten dabei demnach nicht vorweisen. Insgesamt seien 13 Personen überprüft worden. Es liefen nun Ermittlungen wegen des Anfangsverdachts der Sachbeschädigung und des unerlaubten Plakatierens sowie wegen des Verstoßes gegen die Infektionsschutzverordnung.

Die Bürgerinitiative „Deutsche Wohnen & Co enteignen“ setzt sich dafür ein, Immobilienunternehmen mit mehr als 3000 Wohnungen wie den Konzern Deutsche Wohnen zu „vergesellschaften“, also gegen eine Milliardenentschädigung zu enteignen. So soll der Anstieg der Mieten gestoppt werden. Die Unterschriftensammlung für die zweite Stufe des Volksbegehrens in Berlin beginnt eigenen Angaben zufolge am 26. Februar.

+++ Autofahrer flüchtet vor Polizei, rammt Dienstwagen - zwei Verletzte +++

Auf der Flucht vor der Polizei hat ein Autofahrer in Schwedt (Uckermark) einen Streifenwagen gerammt und dabei einen Polizisten schwer verletzt. Im Fahrzeug des Mannes fand die Polizei später mehrere Hundert Stangen unverzollter Zigaretten, wie sie am Sonntag mitteilte.

Am frühen Sonntagmorgen wollten Beamte demnach den Wagen anhalten, der ihnen verdächtig erschien. Der 44-Jährige beschleunigte stattdessen seinen Wagen und flüchtete Richtung polnische Grenze. Ein Polizeiwagen folgte ihm, während ein zweites Fahrzeug sich ihm mit Blaulicht in den Weg stellte, wie die Polizei weiter mitteilte. Der Flüchtige rammte daraufhin mit seinem Auto das Polizeifahrzeug. Ein 44-jähriger Polizist erlitt dabei schwere Verletzungen und wurde mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gebracht.

Auch der Unfallverursacher wurde schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht. Gegen ihn ermittelt die Mordkommission wegen eines versuchten Tötungsdeliktes. Drei Insassen eines weiteren, aus Sicht der Polizei verdächtigen Autos wurden vorläufig festgenommen. Ob die drei Männer im Alter von 50, 45 und 31 Jahren in Verbindung mit dem anderen Fall stehen, wird derzeit ermittelt.

( BM/dpa )