Berlin-Reinickendorf

Feuerwehreinsatz nach Explosion in Wohnheim in Borsigwalde

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Blaulicht auf einem Rettungswagen (Symbolbild).

Blaulicht auf einem Rettungswagen (Symbolbild).

Foto: Ralph Peters / imago/Ralph Peters

In Reinickendorf hat sich in einem Wohnheim eine Explosion ereignet. Eine Person wurde verletzt. Die Hintergründe sind noch unklar.

Berlin. Im Reinickendorfer Ortsteil Borsigwalde hat sich am Mittwochmorgen eine Explosion in einer Wohnung eines Hauses an der Conradstraße ereignet. Die Räume gerieten dabei in Brand. Die Feuerwehr war mit rund 60 Einsatzkräften vor Ort und löschte.

Auf dem Kurznachrichtendienst Twitter war zu sehen, wie hohe Flammen aus einem zerborstenen Fenster der in der ersten Etage gelegenen Wohnung schlagen. Auch Teile des Rahmens und der Fensterbrüstung wurden durch die Wucht der Explosion herausgerissen. Einrichtungsgegenstände ragten aus der Wohnung, aus der dichter schwarzer Qualm drang. Der Twitter-Nutzer berichtete auch, dass er zwei Explosionen und mehrere Nachdetonationen wahrgenommen habe.

Explosion in Borsigwalde: Retter bringen 70 Menschen in Sicherheit

Retter brachten 70 Menschen in Sicherheit, die in einem BVG-Bus unterkamen. Wie die Feuerwehr twitterte, habe sich die Explosion mit Folgebrand in einem Wohnheim ereignet. Demnach wurde eine verletzte Person in eine Klinik gebracht. 60 Einsatzkräfte waren demnach vor Ort. Über die näheren Hintergründe war zunächst nichts bekannt.

Wie die Feuerwehr später mitteilte, könnten die Personen aus dem Wohnheim vorerst nicht zurück in das Gebäude. Ihre Unterbringung werde durch die Polizei geklärt. Der Brand sei mit Hilfe von 2 C-Rohren gelöscht und das Gebäude mit einem Drucklüfter entraucht worden.

Die Kriminalpolizei hat vor Ort die Tatortarbeit und die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

Der Bus der Linie 125 wurde zwischenzeitlich umgeleitet, die Conradstraße war für den Feuerwehreinsatz gesperrt.

Explosion in Borsigwalde - Anwohner: "Es ging alles so schnell"

"Ich habe noch geschlafen und bin von dem Knall wach geworden", sagt Anwohner Shervan Wello. Er sei aufgesprungen, habe den Wohnungsschlüssel genommen und sei ins Treppenhaus gelaufen, um zu schauen, was passiert sei. Er wohnt in der dritten Etage und hat dort schon den Rauch gesehen. "In der ersten Etage war überall Feuer. Ich habe versucht, es mit einem Feuerlöscher zu löschen, aber das Feuer war schon zu groß", sagte Wello.

Der Rauch sei so stark gewesen, dass er rausgerannt sei. Er habe aber draußen noch jemanden durch ein Fenster in einer Wohnung gesehen, sei mit einem weiteren Bewohner zurück und habe die Person aus der Wohnung geholt. "Es ging alles so schnell. Ich habe nicht daran gedacht, mir eine Jacke anzuziehen", sagt Wello, der mit einem T-Shirt, Jogginghose und Badelatschen auf dem Bürgersteig steht. In die bereitgestellten Busse wollte er aber nicht. "Wenn ich nicht an die Kälte denke, geht es."

( ad/mime/suko )