Friedenau

Feuer in Flüchtlingsunterkunft nicht vorsätzlich gelegt

Einsatzkräfte vor der Flüchtlingsunterkunft in Friedenau

Einsatzkräfte vor der Flüchtlingsunterkunft in Friedenau

Foto: Thomas Peise

Wegen eines Brandes in einem Zimmer musste eine Flüchtlingsunterkunft in Friedenau geräumt werden. Bewohner wurden in Busse gebracht.

Berlin. Das Feuer in einer Berliner Flüchtlingsunterkunft ist nach Einschätzung der Polizei nicht vorsätzlich gelegt worden. Es sei auch kein anderer strafbarer Hintergrund festgestellt worden, twitterte die Polizei am Dienstag. Es sei eher ein falscher Umgang mit Elektronikgeräten und/oder ein technischer Defekt anzunehmen.

Die Feuerwehr wurde am Montag um 16.49 Uhr alarmiert, weil in einem Zimmer des fünfstockigen einstigen Friedenauer Rathauses Einrichtungsgegenstände in Brand geraten waren. Die Flammen griffen zwar nicht auf andere Zimmer oder Gebäudeteile über. Nach Angaben eines Sprechers der Feuerwehr kam es aber zu einer „Verrauchung“ von Fluren und Treppenhäusern.

128 Personen seien von Polizisten und Mitarbeitern eines Sicherheitsdienstes aus dem Gebäude geleitet worden. Um sie vor der Kälte zu schützen, wurden sie zwischenzeitlich in zwei bereitgestellten Bussen der BVG untergebracht. Ein Mitarbeiter der Sicherheitsfirma musste mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus gebracht werden. Insgesamt waren laut Bezirksamt sechs Zimmer betroffen. Rauch hatte sich teils im Haus verteilt.

Für die Nacht sollten die Bewohner nach Polizeiangaben in einer Unterkunft in der Colditzstraße im Stadtteil Tempelhof untergebracht werden. Die Feuerwehr war zwischenzeitlich mit hundert Mitarbeitern am Einsatzort. Am frühen Abend zogen die meisten Kräfte wieder ab. (mit dpa)