Blaulicht-Blog

Völlig überladener "Cola-Laster" auf Autobahn gestoppt

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Foto: Martin Dziadek via www.imago-images.de / imago images/Die Videomanufaktur

In unserem Blog finden Sie die aktuellen Meldungen von Polizei und Feuerwehr in Berlin und Brandenburg von Donnerstag, 4. Februar.

+++ Völlig überladener "Cola-Laster" auf Autobahn gestoppt +++

Einen völlig überladenen „Cola-Transporter“ aus Berlin hat die Polizei am Donnerstag auf der Autobahn A24 nach Hamburg aus dem Verkehr gezogen. Das mit mehreren Paletten Getränkedosen beladene Fahrzeug hatte beim Wiegen nahe Stolpe (Ludwigslust-Parchim) ein Gewicht von fast sieben Tonnen, wie ein Polizeisprecher sagte. Erlaubt war in etwa die Hälfte an Gesamtgewicht. „Der hing schon ganz schön in den Federn“, sagte ein Beamter.

Der 24 Jahre alte Fahrer habe angegeben, nur kurzfristig für einen Kollegen in Berlin für die Tour eingesprungen zu sein und von der Überladung nichts gewusst zu haben. Damit dürften die Transportkosten für die Spedition nun deutlich teurer werden: Sie musste ein zweites Fahrzeug schicken und die Dosen umladen. Der Spediteur muss 650 Euro Bußgeld zahlen.

+++ Carsharing-Auto rammt Polizeifahrzeuge +++

Einsatzkräfte haben in der vergangenen Nacht einen Mann in Hakenfelde festgenommen. Der 31-Jährige Autofahrer hatte gegen 23.30 Uhr erst Anhaltesignale einer Funkstreifenbesatzung in der Klosterstraße ignoriert und war beim Davonfahren schließlich mit dem Pkw gegen zwei Polizeieinsatzfahrzeuge gefahren, die ihn stoppen wollten.

Das von dem später Festgenommenen gesteuerte Fahrzeug war den Einsatzkräften in der Klosterstraße in Fahrtrichtung Altstädter Ring aufgefallen. In Höhe der Seegefelder Straße wollten die Einsatzkräfte eine verkehrsrechtliche Überprüfung durchführen und schalteten dazu neben dem Blaulicht das Anhaltesignal „Stopp Polizei“ ein. Mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit fuhr der 31-Jährige einfach weiter. Im Verlauf der weiteren Flucht durch Spandau blockierten weitere herbeigerufene Einsatzteams mit ihren Einsatzfahrzeugen Straßen, um den jungen Mann zum Anhalten zu bewegen. Hierbei kam es in der Daumstraße zu einem Zusammenstoß mit einem in den Weg gestellten Dienstfahrzeug, bei dem das im Fahrzeug sitzende Polizeieinsatzteam nicht verletzt wurde.

Der 31-Jährige fuhr weiter und kollidierte dann mit einem weiteren Einsatzwagen, der ihm in der Kleinen Eiswerderstraße durch ein Funkstreifenteam in den Weg gestellt worden war. Bei diesem Unfall wurde eine im Einsatzfahrzeug sitzende Polizeikommissarin leicht am Arm verletzt. Sie wurde nach einer ambulanten Behandlung in einem Krankenhaus wieder entlassen, konnte ihren Dienst jedoch nicht fortsetzen. Anschließend stellte der Davongefahrene sein Fahrzeug ein Stück weiter ab, rannte los und sprang über ein Hoftor an der Eiswerderstraße, wo Einsatzkräfte ihn festnahmen.

Der 31-Jährige war nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis. Das von ihm geführte Fahrzeug soll von seiner Beifahrerin gemietet worden sein. Die 27-Jährige erlitt bei den Unfällen eine leichte Beinverletzung, die in einem Krankenhaus ambulant behandelt wurde. Die Fahrtauglichkeitsschnelltests in Bezug auf Alkohol und Drogen verliefen bei dem Fahrer negativ. Seine bei den Unfällen erlittenen Kopfverletzungen zogen eine stationäre Aufnahme in einem Krankenhaus nach sich. An allen unfallbeteiligten Fahrzeugen entstand erheblicher Sachschaden.

+++ 82-Jährige von Auto erfasst und schwer verletzt +++

Eine 82 Jahre alte Fußgängerin ist in Lichtenrade (Tempelhof-Schöneberg) beim Überqueren der Fahrbahn von einem Auto angefahren und schwer verletzt worden. Sie wurde zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus gebracht, wie die Berliner Polizei am Donnerstag mitteilte. Die Frau hatte am Mittwochnachmittag die Buckower Chaussee an einer mit einer Fußgängerampel ausgestatteten und als Fußgängerfurt besonders gekennzeichneten Stelle betreten, als ein Wagen links auf die Straße einbog und sie erfasste. Die 82-Jährige stürzte und zog sich eine schwere Verletzung am Kopf zu. Die 20-jährige Autofahrerin erlitt einen Schock und wurde ambulant im Krankenhaus behandelt. Die Buckower Chaussee war bis zum Abend teilweise gesperrt.

+++ Betrug bei Corona-Hilfen: Mann am Flughafen BER festgenommen +++

Bundespolizisten haben bereits am Dienstagabend einen Mann am Flughafen BER festgenommen, gegen den ein Untersuchungshaftbefehl vorlag. Wie die Behörde am Donnerstag mitteilte, reiste der 43-Jährige aus Istanbul ein. Bei der Prüfung seiner Personalien wurde festgestellt, dass das Amtsgericht Koblenz im Dezember 2020 einen Untersuchungshaftbefehl gegen ihn erlassen hatte.

Dem Mann wird vorgeworfen, im Mai 2020 falsche Angaben bei der Beantragung von Corona-Hilfen gemacht zu haben. In seinem Antrag soll er angegeben haben, Inhaber eines Textilhandels zu sein. Die Behörde zahlte ihm daraufhin 9000 Euro. Ermittlungen ergaben aber, dass seine Firma bereits zum 1. Oktober 2019 erloschen war und ihm somit keine Fördergelder zustanden. Nach der Haftrichtervorführung brachten ihn die Beamten in eine Brandenburger Justizvollzugsanstalt.

+++ Schwan sorgt für Streckensperrung bei der S-Bahn +++

Ein verirrter Schwan hat am Donnerstagvormittag eine Streckensperrung bei der Berliner S-Bahn verursacht. Wie die S-Bahn bei Twitter mitteilte, kam es zwischenzeitlich zu Zugausfällen und Verspätungen bei den Linien S3, S5, S7 und S9 zwischen Friedrichstraße und Alexanderplatz.

+++ Razzia gegen Drogenring +++

Die Polizei ist mit einer großangelegten Razzia in Frankfurt (Oder), im Kreis Oder-Spree und Berlin gegen eine Drogenbande vorgegangen. Fünf Männer wurden festgenommen, 39 Wohnungen und Geschäftsräume durchsucht. Die Ermittler stellten große Mengen Rauschgift sicher, außerdem fanden sie Vermögenswerte in Millionenhöhe, wie das Polizeipräsidium Brandenburg und die Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder) am Donnerstag mitteilten. Den ausführlichen Artikel lesen Sie HIER.

+++ U-Bahnhof-Randalierer widersetzen sich Festnahme +++

Zwei Männer leisteten in der vergangenen Nacht in Tempelhof bei ihrer Festnahme Widerstand und griffen Zivilpolizisten an. Kurz nach 23 Uhr wurden dem Polizeinotruf zwei randalierende Personen am Tempelhofer Damm gemeldet. Die Besatzung einer zuerst eintreffenden Zivilstreife wurde bei der Absuche der Umgebung auf zwei sich gegenseitig schubsende Männer im U-Bahnhof Ullsteinstraße aufmerksam. Als sich die Beamten als Polizisten zu erkennen gaben, ergriff einer der Verdächtigen die Flucht.

Während der eine Beteiligte festgehalten werden konnte, rannte sein Komplize noch bis zum Stationsausgang, wo er zu Boden gebracht werden konnte. Dabei versuchte der 27-Jährige den Kollegen mit Faustschlägen gegen das Gesicht und den Oberkörper anzugreifen. Dem Beamten gelang es jedoch, die Attacke mit Hilfe von Pfefferspray zu beenden und den Mann zu fesseln.

Sein 29 Jahre alter Kompagnon widersetzte sich zwischenzeitlich der Festnahme, indem er sich versteifte. Letztlich konnte auch er mit Unterstützungskräften überwältigt werden. Beide mussten sich einer erkennungsdienstlichen Behandlung sowie einer Blutentnahme unterziehen und konnten dann die Polizeidienststelle verlassen. Sie sehen nun Ermittlungsverfahren wegen tätlichen Angriffs auf sowie Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte entgegen. Ein Kollege wurde leicht verletzt, konnte aber im Dienst bleiben.

+++U-Bahn-Fahrgast setzt Taschendieb schachmatt +++

Keinen Erfolg hatte am Mittwochnachmittag ein Taschendieb, als er in Kreuzberg versuchte, einen Fahrgast der U-Bahn zu bestehlen. Der später Festgenommene verwickelte gegen 13.20 Uhr einen auf dem Bahnsteig des U-Bahnhofs Hermannplatz wartenden 26-Jährigen in ein Gespräch. Dabei zog er ihm ein Mobiltelefon aus der Hosentasche. Das bemerkte der Bestohlene jedoch, packte den Dieb am Arm und ließ ihn nicht mehr los. Ein angesprochener Sicherheitsmitarbeiter war beim Festhalten behilflich, so dass der 29-Jährige der Besatzung einer Funkstreife übergeben werden konnte. Der Mann, der in Berlin über keinen festen Wohnsitz verfügt, kam zur Polizeidienststelle und wurde dem für Taschendiebstahl zuständigen Fachkommissariat des Landeskriminalamtes überstellt.

+++ Nach rechts motivierten Graffiti - Tatverdächtiger ermittelt +++

Im Zusammenhang mit einer Reihe politisch rechts motivierter Graffiti in Luckenwalde (Teltow-Fläming) hat die Polizei einen Tatverdächtigen ermittelt. Bei der Durchsuchung der Wohnung eines 30-Jährigen stellte die Polizei Beweismittel sicher - darunter Spraydosen, Schablonen und Speichermedien. Zudem wurden Messer und ein Schlagring beschlagnahmt. Der Mann sei zunächst nicht festgenommen worden, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstag. Die Ermittlungen dauerten an. An der Durchsuchung waren insgesamt 16 Beamte der Kriminalpolizei und der Bereitschaftspolizei beteiligt. Der Staatsschutz ermittelt auch wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz.

( BM )