Blaulicht-Blog

Sprayer ziehen Notbremse und attackieren U-Bahnfahrer

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Polizist im Einsatz (Symbolfoto).

Polizist im Einsatz (Symbolfoto).

Foto: Martin Dziadek via www.imago-images.de / imago images/Die Videomanufaktur

In unserem Blog finden Sie die aktuellen Meldungen von Polizei und Feuerwehr in Berlin und Brandenburg von Mittwoch, 20. Januar.

+++ Sprayer ziehen Notbremse und attackieren U-Bahnfahrer +++

Unbekannte haben in der Nacht zu Mittwoch in einem Zug der U-Bahnlinie U6 die Notbremse gezogen und dann zwei Waggons großflächig mit Farbe besprüht. Wie die Polizei mitteilte, ereignete sich de Vorfall im U-Bahnhof Otisstraße in Reinickendorf gegen 23.40 Uhr. Der U-Bahnfahrer entdeckte die Gruppe aus 15 bis 20 Personen. Zwei von ihnen kamen auf ihn zu und sprühten ihm Farbe ins Gesicht. Aufgrund seiner Brille und der Mund-Nase-Bedeckung blieb der 57-Jährige unverletzt, rettete sich in seinen Triebwagen und konnte die Polizei alarmieren. Polizisten konnten bei der Absuche der Umgebung zwei mutmaßliche Täter der zwischenzeitlich geflüchteten Gruppe festnehmen. Bei den 22 und 24 Jahre alten Männern stellten sie frische Farbe an den Händen und an der Kleidung fest. Der Ältere hatte zudem mehrere Schlüssel bei sich, die mutmaßlich einen Zugang zu Anlagen der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) und der Deutschen Bahn ermöglichen. Darüber hinaus fanden die Einsatzkräfte in seinem Rucksack Spraydosen. Sämtliche Gegenstände wurden beschlagnahmt. Am Eingang des U-Bahnhofs sowie an einer nahegelegenen Brücke waren weitere gleichartige Graffiti angebracht. Ein Zusammenhang mit der Tat im U-Bahnhof wird nun geprüft. Bei einer von der Staatsanwaltschaft angeordneten Durchsuchung fanden die Einsatzkräfte weiteres Beweismaterial, das nun ausgewertet wird. Die Ermittlungen dauern an.

+++ Signalstörung nach Kabeldiebstahl bei der S-Bahn +++

Wegen einer Signalstörung kommt es seit Mittwochabend zwischen Wollankstraße und Bornholmer Straße auf den Linien S1 und S25 zu Verspätungen und Einschränkungen, teilte die S-Bahn am Abend mit. Der 10-Minuten-Takt auf der Linie S1 kann nur zwischen Wannsee und Gesundbrunnen angeboten werden. Die Signalstörung wurde durch einen Kabeldiebstahl verursacht. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

+++ Unbekannte schlagen 19-Jährigen mit Nothammer auf den Kopf +++

Zwei Unbekannte haben am Dienstagabend einen 19-Jährigen angegriffen. Wie die Polizei mitteilte, attackierten die beiden Männer den 19-Jährigen gegen 21.30 Uhr vor seiner Hauseingangstür an der Böttgerstraße in Gesundbrunnen. Dabei schlugen sie ihm mehrfach mit einem Nothammer auf den Kopf. Der Angegriffene wehrte sich eigenen Angaben zufolge so massiv, dass die Unbekannten von ihm abließen und sich entfernten. Der junge Mann musste mit mehreren erlittenen Platzwunden am Kopf und im Gesicht in einem Krankenhaus ambulant behandelt werden. Warum die beiden Unbekannten den 19-Jährigen angegriffen haben, wird derzeit ermittelt.

+++ Mehrere Fahrzeuge auf Sicherstellungsgelände beschädigt +++

Unbekannte Täter haben am frühen Mittwochmorgen vier Fahrzeuge auf dem Sicherstellungsgelände an der Cecilienstraße in Biesdorf beschädigt. Wie die Polizei mitteilte, wurde gegen 5.30 Uhr ein Polizeimitarbeiter wegen eines Knallgeräusches auf zwei mutmaßliche Täter aufmerksam, welche mit unbekannten Gegenständen auf mehrere Fahrzeuge einschlugen und kurz darauf flüchteten. Einsatzkräfte stellten Beschädigungen an vier Fahrzeugen sowie am Zaun des Geländes fest und leiteten Ermittlungsverfahren wegen Sachbeschädigung in fünf Fällen ein.


+++ Radfahrerin bei Unfall schwer verletzt +++

Eine 63 Jahre alte Radfahrerin ist am Dienstagabend bei einem Unfall auf der Leipziger Straße in Berlin-Mitte schwer verletzt worden. Wie die Polizei mitteilte, befuhr ein 55-Jähriger gegen 19 Uhr mit seinem VW die Leipziger Straße in Richtung Potsdamer Platz. Dabei soll er Zeugenaussagen zufolge bei grün in den Kreuzungsbereich der Leipziger Straße/Charlottenstraße eingefahren sein. Dort soll die von links aus der Charlottenstraße kommende 63-Jährige gegen das Auto des 55-Jährigen gefahren und auf den Asphalt gestürzt sein. Die Verletzte wurde von Rettungskräften der Berliner Feuerwehr mit Kopfverletzungen in ein Krankenhaus verbracht, wo sie stationär aufgenommen wurde. Die Polizei ermittelt zum Unfallhergang.

+++ LKA ermittelt nach Explosion in Schöneberg +++

Nach einer Explosion in Schöneberg sind zwei Wohnhäuser evakuiert worden. Wie die Polizei bei Twitter mitteilte, detonierte gegen 1 Uhr an der Fritz-Reuter-Straße ein offenbar am Fuß eines Baustellenschildes abgelegter Gegenstand. Umherfliegende Teile und die Druckwelle beschädigten demnach Autos und Fensterscheiben. Außerdem sei ein 60-Jähriger leicht am Bein verletzt worden, wie die Polizei weiter mitteilte. Bislang gebe es keine Hinweise auf ein politisches Tatmotiv, sagt die Polizei der Berliner Morgenpost.

Anwohner der beiden Häuser wurden vorübergehend in Sicherheit gebracht; sie kamen im Wärmebus der Feuerwehr unter. Von ihnen wurde niemand verletzt. Die Polizei geht von einer detonierten Kugelbombe - d.h. einem großen Feuerwerkskörper - aus. Etwa 30 Einsatzkräfte waren in der Nacht vor Ort. Die Kriminalpolizei ermittelt.

+++ SEK-Einsatz: Drogen und Waffen beschlagnahmt +++

Polizisten haben am Dienstagnachmittag in der Wohnung eines Mannes in Neukölln Drogen und Waffen gefunden. Wie die Polizei mitteilte, durchsuchten die Beamten die Wohnung des 57-Jährigen an der Hermannstraße mit Unterstützung eines Spezialeinsatzkommandos (SEK) wegen des Verdachts des Drogenhandels mit Waffen. Dazu war zuvor ein Durchsuchungsbeschluss erwirkt worden. Tatsächlich fanden sie unter anderem knapp 1,2 Kilogramm Haschisch, etwa 70 Gramm Amphetamin, eine Schreckschusswaffe, eine Langwaffe, ein Nunchaku, einen Schlagring, einen Schießkugelschreiber und Geld in vierstelliger Höhe. Alles wurde beschlagnahmt und der Mann festgenommen. Die Ermittlungen dauern an.

+++ Gartenhäuschen in Brand gesetzt +++

Wegen des Verdachts der schweren Brandstiftung an einer Gartenlaube in Charlottenburg ermittelt seit Dienstagabend ein Brandkommissariat des Landeskriminalamtes. Wie die Polizei mitteilte, hörte ein Zeuge gegen 20 Uhr eine Explosion in einer Kleingartenkolonie an der Rönnestraße und sah kurz darauf eine Gartenlaube in Brand stehen. Einsatzkräfte der Berliner Feuerwehr löschten das Feuer, durch das niemand verletzt wurde. Die Ermittler gehen davon aus, dass der Brand vorsätzlich gelegt worden ist.

+++ Ein Toter und 14 Verletzte nach Brand in Pflegeheim +++

Ein Feuer im Zimmer eines Pflegeheims in Kladow (Spandau) am Dienstagabend hatte tödliche Folgen. Die Überlebenden stehen unter Schock. Die Polizei sucht nach der Brandursache. Mehr dazu lesen Sie HIER!

+++ Party in Neukölln aufgelöst - 21 Personen überprüft +++

Polizisten haben am Dienstagabend im Neuköllner Ortsteil Buckow eine Party aufgelöst. Wie die Polizei mitteilte, alarmierte ein Zeuge gegen 23 Uhr die Einsatzkräfte. Er hatte mitbekommen, dass in dem Haus am Löwensteinring eine Party mit vielen Personen stattfand. Beim Betreten des Grundstückes sahen die Beamten, dass sich viele Personen im Haus aufhielten, die sich in nicht einsehbare Räume zurückzogen. Der Flur war mit Luftballons und Girlanden geschmückt. Der 37 Jahre alte Hauseigentümer forderte die Beamten auf, sein Grundstück zu verlassen. Nachdem ein richterlicher Durchsuchungsbeschluss ergangen war, teilten die Beamten an der offenen Eingangstür zum Grundstück mit, dass sie nun die Personen im Haus überprüfen und die Feier auflösen werden. Der 37-Jährige versuchte, den Zutritt zu verhindern, schlug die Eingangstür zu und verletzte dabei einen Polizisten am Bein. Dann soll der Mann einen Beamten beleidigt haben. Als sich mehrere Personen aus dem Haus begaben und die Einsatzkräfte bedrängten, wurden weitere Unterstützungskräfte angefordert und sämtliche Frauen und Männer im Alter zwischen 18 und 46 Jahren, die sich größtenteils ohne Mund-Nasen-Bedeckungen und ohne Einhaltung der notwendigen Mindestabstände im Haus aufhielten, überprüft. Insgesamt 21 Personen nahmen an der Feier teil. Sie müssen sich nun wegen Verstößen gegen den Infektionsschutz verantworten. Der Hauseigentümer sieht Ermittlungsverfahren wegen des tätlichen Angriffs auf einen Polizisten und Beleidigung entgegen.

+++ 26-Jähriger pöbelt vor US-Konsulat und greift Objektschützer an +++

Gleich zweimal hat ein 26-Jähriger am Dienstag Polizeieinsätze in Dahlem ausgelöst. Wie die Polizei mitteilte, erschien der Mann gegen 15 Uhr am US-Konsulat an der Clayallee und schrie Parolen mit Bezug zum scheidenden US-Präsidenten Donald Trump. Zudem warf er Schneebälle gegen die Fassade. Als ihn die Mitarbeiter des Zentralen Objektschutzes aufforderten, seinen Weg fortzusetzen, bepöbelte der Mann die Angestellten und bewarf nun auch diese mit Schneebällen. Daraufhin hielten die Bediensteten ihn fest, forderten Unterstützung an und legten ihm Handfesseln an, da er sie schubste. Dabei leistete er Widerstand, konnte aber mit der eingetroffenen Verstärkung überwältigt und zum Einsatzfahrzeug gebracht werden. Er war weiter sehr aggressiv und schlug dann unvermittelt seinen Kopf gegen die Karosserie, wobei er sich eine Platzwunde zuzog und kurz darauf plötzlich das Bewusstsein verlor. Die Einsatzkräfte kümmerten sich um den Verletzten, versorgten die Wunde und alarmierten den Rettungsdienst. Noch vor dem Eintreffen der Sanitäter kam der Mann wieder zu sich. Eine Atemalkoholkontrolle ergab einen Wert von über ein Promille. Anschließend kam er in ein Krankenhaus.

Gegen 22.30 Uhr erschien der 26-Jährige erneut vor dem US-Konsulat, schrie abermals lautstark und warf zwei gefüllte Halbliterdosen auf die Polizeiangestellten. Diese konnten ausweichen, wurden nicht getroffen und blieben unverletzt. Wieder kamen Unterstützungskräfte hinzu, die den aggressiven Mann überwältigten und festnahmen. Auch nun schlug der Festgenommene mit seinem Kopf gegen den Einsatzwagen. Diesmal blieb er jedoch unverletzt, allerdings wurde das Fahrzeug leicht beschädigt. Bei einer Atemalkoholmessung wurde diesmal ein Wert von fast zwei Promille festgestellt. Der 26-Jährige kam nun zu einer Polizeidienststelle. Hier musste er sich einer Blutentnahme sowie einer erkennungsdienstlichen Behandlung unterziehen. Anschließend wurde er aus dem Gewahrsam entlassen. Ihn erwarten nun Ermittlungsverfahren wegen Sachbeschädigung und mehreren Körperverletzungsdelikten.

+++ Imbiss-Räuber entkommt auf Fahrrad +++

Nachdem er am Dienstagabend einen Imbiss in Tegel (Reinickendorf) überfallen hatte, ist der Täter auf seinem Fahrrad entkommen. Der Mann betrat kurz nach 18 Uhr den Verkaufsraum an der Gorkistraße, bedrohte die Angestellte mit einem Messer und verlangte Geld. Nachdem er dieses von der 50-Jährigen bekommen hatte, verließ er den Imbiss, stieg auf seinen Rad und fuhr in Richtung Holzhauser Straße davon. Die Frau kam mit dem Schrecken davon. Ein Raubkommissariat hat die Ermittlungen übernommen.

+++ Räuber verletzt Apotheken-Angestellte am Hals +++

Ein Unbekannter hat am Dienstagabend eine Apotheke in Kreuzberg überfallen. Der Mann betrat gegen 18.10 Uhr das Geschäft an der Dieffenbachstraße und gab sich zunächst als Kunde aus. Plötzlich soll er über ein Absperrseil gestiegen sein und die Angestellte von hinten am Hals gepackt, sie zur Kasse gezogen und den Schlüssel zur Kassenlade verlangt haben. Dann bemerkte er, dass der Schlüssel steckte und ließ die 33-Jährige los. Nach einem Griff in die Kasse flüchtete der Mann mit der Beute in Richtung Hohenstaufenplatz. Die Angestellte wurde leicht verletzt, lehnte aber eine ärztliche Behandlung ab. Ihre 59 Jahre alte Kollegin blieb unverletzt. Die Ermittlungen hat ein Raubkommissariat übernommen.

( BM )