Blaulicht-Blog

Feuerwehr-Taucher holen DDR-Autowrack aus See

In unserem Blog finden Sie die aktuellen Meldungen von Polizei und Feuerwehr in Berlin und Brandenburg von Donnerstag, 14. Januar.

+++ Feuerwehrtaucher bergen Auto aus Kaulsdorfer Baggersee +++

Trotz der winterlichen Kälte haben Taucher der Berliner Feuerwehr ein versunkenes Auto aus einem See geholt. Hobbytaucher hatten das Autowrack im Habermannsee im Stadtteil Kaulsdorf entdeckt. Es lag 25 Meter entfernt vom Ufer in etwa vier Meter Wassertiefe, wie ein Feuerwehrsprecher am Donnerstag sagte. Der IFA P70 aus der DDR-Produktion Ende der 50er-Jahre lag schon länger auf dem Grund. Der Wagen war laut Feuerwehr mit Muscheln bedeckt und zum Teil verrottet. Der Einsatz geht auf eine Bitte des Umweltamtes des Bezirks Marzahn-Hellersdorf zurück. Der beliebte Badesee liegt im Trinkwassereinzugsgebiet.

Die Bergung durch die beiden Taucher klappte erst im zweiten Anlauf. Einfach waren die Arbeiten unter Wasser nicht. Die Sichtweite betrage durch den aufgewirbelten Schlamm nur etwa 20 Zentimeter und das Wasser sei 3 Grad kalt, sagte der Sprecher. Nach einer Stunde unter Wasser sei das dann „schon recht frisch“. Aber die Taucher würden dicke Winter-Neoprenanzüge tragen und seien es auch gewohnt, vor allem tastend zu arbeiten.

Der erste Versuch scheiterte am Donnerstagvormittag. Die Taucher brachten unter Wasser ein sogenanntes Hebekissen im Auto an. Als es durch Schläuche mit Druckluft gefüllt wurde, riss das Autodach teilweise ab. Nach einer Stunde im Wasser gab es eine Pause zum Aufwärmen, dann stiegen die Männer erneut in den See. Nun befestigten sie die Luftkissen außen am Auto und pumpten sie mit dem Kompressor voll Luft. Schließlich stieg der Wagen an die Wasseroberfläche. Von dort zog die Feuerwehr ihn zum Ufer, wo ein Bagger ihn aus dem Wasser hob. Fotos der Feuerwehr zeigten das alte Autowrack am Strand. Insgesamt war die Feuerwehr mit 14 Leuten vor Ort, darunter auch ein dritter Taucher, der als Rettungstaucher für einen Notfall bereit stand.

+++ Einbrecher stört Ehepaar beim Fernsehen +++

Einsatzkräfte der Polizei nahmen in der Nacht zu Mittwoch einen Mann in Niederschönhausen wegen des Verdachts des Einbruchs in ein Einfamilienhaus fest. Während des Fernsehens bemerkte eine Familie Geräusche an der Haustür ihres Hauses an der Bucholzer Straße. Kurz darauf stand ein ihnen unbekannter Mann im Flur des Hauses, der von der Familie sogleich gefragt wurde, wer er sei und was er in dem Haus zu suchen habe. Der Unbekannte drehte daraufhin um und flüchtete in Richtung Blankenburger Straße. Der 39-jährige Hausherr verfolgte den Tatverdächtigen, die Ehefrau alarmierte die Polizei. Der mutmaßliche Einbrecher konnte gestellt und festgenommen werden. Nach der Festnahme gab der Mann zunächst falsche Personalien an, doch stellte sich schnell heraus, dass es sich bei dem Festgenommenen um einen ebenfalls 39-Jährigen handelt. Es wurden bei ihm Drogen und Dokumente gefunden, die anderen Diebstählen zugeordnet werden konnten.

+++ Verstoß gegen Corona-Regeln in Lokal - Polizeieinsatz +++

Wegen des Verstoßes gegen Corona-Regeln war die Berliner Polizei am Donnerstagabend in einem Lokal im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg im Einsatz. Eine größere Menschenansammlung dort habe sich nicht coronakonform verhalten, sagte ein Sprecher des Lagezentrums. Einem Bericht des „Tagesspiegel“ (online) zufolge handelte sich um ein Treffen von „Querdenkern“ in einer Bar. Es sei geplant gewesen, eine Partei zu gründen. Das Treffen sei per Livestream bei Youtube übertragen worden - auch dann noch, als die Polizei anrückte.

Die Teilnehmenden hätten größtenteils keine Masken getragen und die Abstandsregeln nicht eingehalten, heißt es in dem Bericht. Es sei zu Diskussionen mit den Polizeibeamten gekommen. Aus dem Lagezentrum hieß es, es seien die Personalien der Personen im Raum festgestellt worden. Wegen des Corona-Lockdowns dürfen derzeit Bars nicht öffnen.

+++ Fußgänger von LKW erfasst und schwer verletzt +++

Am Donnerstagmorgen erlitt ein Fußgänger bei einem Verkehrsunfall in Neukölln schwere Verletzungen. Dem bisherigen Erkenntnisstand zufolge wurde der 54-Jährige beim Überqueren der Haberstraße von einem 47 Jahre alten LKW-Fahrer, der mit dem Fahrzeug von der Schmalenbachstraße nach rechts in die Haberstraße abbog, erfasst und am gesamten Körper schwer verletzt. Alarmierte Rettungskräfte versorgten den Mann zunächst am Unfallort und brachten ihn anschließend zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus. Der LKW-Fahrer erlitt einen Schock. Die Haberstraße war zwischen dem Boschweg und der Neuköllnischen Allee im Zeitraum von 7.30 Uhr bis 10.00 Uhr komplett gesperrt.

+++ Spezialeinsatzkommando nimmt Drogendealer fest - Haftbefehl +++

Mit Unterstützung eines Spezialeinsatzkommandos hat die Polizei in Potsdam einen mutmaßlichen Drogendealer gefasst. Bei einer Durchsuchungsaktion in der südlichen Innenstadt hätten die Beamten am Dienstag mehrere hundert Gramm Marihuana, Amphetamine, eine Cannabis-Aufzuchtanlage sowie mehrere Schreckschusspistolen und Langwaffen sichergestellt, berichtete die Polizeidirektion West am Donnerstag. Der Verdächtige sei einem Haftrichter vorgeführt worden, der Untersuchungshaft angeordnet habe.

+++ Mann bleibt mit Kastenwagen im Sandkasten stecken +++

Aus noch unbekannter Ursache hat sich ein 31-Jähriger in Potsdam in der Nacht mit einem Kastenwagen auf einen Kinderspielplatz verirrt und ist dort im Sandkasten stecken geblieben. Menschen wurden nicht verletzt, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. Anwohner hatten in den frühen Morgenstunden die Beamten gerufen. Als diese eintrafen, versuchte der Mann noch immer vergeblich wegzukommen. Ein Atemalkoholtest bei ihm ergab 1,86 Promille. Eigentlich sollte das Fahrzeug in der Werkstatt sein, wie eine Rücksprache mit dem Eigentümer ergab. Das Fahrzeug schien aber auch nicht gestohlen. Die Kriminalpolizei soll jetzt die Hintergründe klären. Der Mann wurde vorläufig festgenommen.

+++ Auto und Weihnachtsbäume geraten in der Nacht in Brand +++

In der Hauptstadt hat es in der Nacht zu Donnerstag mehrere kleine Brände gegeben. Unter anderem fing im Ortsteil Haselhorst am Saatwinkler Damm / Ecke Gartenfelder Straße ein Auto Feuer. Die Brandbekämpfer konnten die Flammen schnell unter Kontrolle bringen und löschen, wie die Feuerwehr mitteilte. Das Fahrzeug wurde durch den Brand jedoch erheblich beschädigt.

Zudem gerieten gegen 01.15 Uhr mehrere abgelegte Weihnachtsbäume auf dem Gehweg in der Holsteinischen Straße im Ortsteil Wilmersdorf in Brand. Auch hier konnte die Feuerwehr zügig löschen. In beiden Fällen wurde niemand verletzt. Die Brandursachen waren am Donnerstagmorgen allerdings noch unklar.

+++ Mehrere Unfälle auf schneeglatten Straßen in Brandenburg +++

In Brandenburg kam es zwischen Mittwochabend und Donnerstagmorgen zu mehreren Verkehrsunfällen aufgrund von Schnee und Glätte - bei den meisten entstanden lediglich Sachschäden oder leichte Verletzungen.

Am frühen Donnerstagmorgen zwischen 0.45 Uhr und 3.00 Uhr blieben wegen starken Schneefall mehrere Schwerlasttransporte im Landkreis Barnim auf der A11 zwischen den Anschlussstellen Werbellin und Chorin an einer Anhöhe stecken, teilte die Polizeidirektion Ost mit. Sich annähernde Lastwagen blieben ebenfalls stecken und standen teilweise quer zur Fahrbahn. Die zuständige Autobahnmeisterei befreite die Strecke vom Schnee, die betroffenen Fahrzeuge wurden wieder fahrbereit gemacht.

Ebenfalls im Landkreis Barnim kam eine Autofahrerin auf der Landstraße L22 zwischen Eichhorst und Finowfurt mit ihrem Wagen witterungsbedingt von der Fahrbahn ab und prallte gegen einen Baum. Sie erlitt am Donnerstagmorgen leichte Verletzungen.

In Potsdam-Mittelmark kam es auf den Autobahnen A2 und A9 bereits am späten Mittwochabend zu vier Unfällen auf schneeglatten Fahrbahnen, teilte die Polizeidirektion West mit. Unter anderem kam ein Sattelzug auf der A9 zwischen den Anschlussstellen Klein Marzehns und Niemegk in Richtung Potsdam von der Fahrbahn ab und landete im Straßengraben. Der entstandene Schaden wird von der Polizei auf etwa 2000 Euro geschätzt.

Weitere Unfälle gab es auf der A2 zwischen den Anschlussstellen Brandenburg und Netzen in Richtung Potsdam, sowie zweimal auf der A2 zwischen Ziesar und Wollin in Richtung Potsdam. Auch hier gab es nur Sachschäden.

+++ Streife stoppt Straftäter +++

Die Besatzung eines Streifenwagens nahm am Donnerstagmorgen in Neukölln nach kurzer Flucht einen Verdächtigen fest. Die Einsatzkräfte waren gegen 3.25 Uhr in der Karl-Marx-Straße unterwegs, als plötzlich die akustische und optische Alarmanlage eines Telefongeschäfts auslöste.

Gleichzeitig sahen die Einsatzkräfte eine Person wegrennen. Nach einer kurzen Verfolgung konnten sie den Mann in der Neckarstraße festnehmen. Bei ihm entdeckten sie Einbruchswerkzeug, welches nach ersten Erkenntnissen mit den am Tatort gesicherten Spuren, an dem die Eingangstür aufgehebelt worden war, übereinstimmte. Der 35-Jährige, der in Deutschland über keinen festen Wohnsitz verfügt, wurde der Kriminalpolizei der Direktion 5 überstellt, die die weiteren Ermittlungen übernommen hat.

+++ Kleinbus in Flammen +++

Zu einem brennenden Kleinbus in Siemensstadt rückten in der vergangenen Nacht Polizei und Feuerwehr aus. Passanten bemerkten gegen 22.45 Uhr die Flammen an dem am Saatwinkler Damm geparkten Mercedes Vito und benachrichtigten den Notruf. Die Einsatzkräfte löschten das Feuer, durch welches der Wagen im Frontbereich erheblich beschädigt wurde.

Die Zeugen teilten zudem mit, dass eine Person weggerannt sein soll. Die Absuche nach dem Verdächtigen blieb erfolglos. Ein Brandkommissariat des Landeskriminalamtes hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

+++ Seniorin von Radfahrerin angefahren +++

Bei einem Verkehrsunfall in Nikolassee erlitten am Mittwoch zwei Frauen Verletzungen. Nach derzeitigen Erkenntnissen soll eine 77-Jährige gegen 14 Uhr, gemeinsam mit ihrem Ehemann, die Fahrbahn der Spanischen Allee in Höhe der Alemannenstraße überquert haben und hierbei, gemäß Zeugen, plötzlich stehen geblieben sein, während ihr Mann vorlief.

Eine 21-Jährige, die mit ihrem Rad in der Spanischen Allee in Richtung Potsdamer Chaussee unterwegs war, fuhr gegen die Fußgängerin. Beide Frauen stürzten. Die 77-Jährige erlitt nach ersten Erkenntnissen einen Schulterbruch, Rettungskräfte brachten sie in eine Klinik. Die 21-Jährige klagte über Schmerzen in der Hüfte, verzichtete aber vorerst auf eine Untersuchung und wollte sich im Anschluss selbst in ärztliche Behandlung begeben.

+++ Festnahme nach Handel mit Drogen +++

Einsatzkräfte der Polizei öffneten am Mittwochabend in Friedrichshain eine Wohnungstür zu einer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus. Bürgerhinweise hatten die Polizistinnen und Polizisten auf die Spur zu einer Wohnung in dem Haus an der Grünberger Straße gebracht, da aus der Wohnung starker Cannabisgeruch drang. Nachdem auf Klingeln und Klopfen niemand öffnete, drangen die Polizeikräfte mit einem richterlichen Durchsuchungsbeschluss kurz nach 20 Uhr in die Wohnung ein und nahmen zunächst vier Männer im Alter von 32, 30, 29 und 25 Jahren fest.

In der Wohnung fanden die Beamtinnen und Beamten eine Tasche mit mehreren Gläsern und eine große Tüte mit mutmaßlichem Cannabis sowie Verpackungsmaterialien. Bei dem 31-Jährigen fanden sie zudem ein Druckverschlusstütchen mit mutmaßlichem Kokain und bei dem 25-Jährigen zwei Tütchen mit mutmaßlichem Cannabis. Gegen beide leiteten die Einsatzkräfte Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des illegalen Drogenbesitzes ein.

Die 30, 29 und 25 Jahre alten Männer entließen die Polizeikräfte anschließend wieder, nachdem sie deren Identitäten festgestellt hatten. Den 32-jährigen Mieter der Wohnung überstellten sie dem Fachkommissariat der Polizeidirektion 5. Er muss sich nun wegen des Verdachts des illegalen Handels mit Betäubungsmitteln verantworten. Gegen alle vier Männer wurden zudem Ermittlungsverfahren wegen des Verstoßes gegen die Infektionsschutzmaßnahmenverordnung eingeleitet.