Blaulicht-Blog

Laster verliert Ladung - Bierflaschen auf Straße verteilt

| Lesedauer: 9 Minuten
Bei Großbeeren wurde die Straße zur Bierkneipe.

Bei Großbeeren wurde die Straße zur Bierkneipe.

Foto: Morris Pudwell

In unserem Blog finden Sie die aktuellen Meldungen von Polizei und Feuerwehr in Berlin und Brandenburg von Dienstag, 12. Januar.

+++ Laster verliert seine Bierladung +++

Auf der B101 bei Großbeeren hat am Montagabend ein Laster seine Ladung Bier verloren. Die Bierkästen purzelten auf die Straße und verwandelten die Fahrbahn in einen Biersee. Einige Kästen stürzten eine Böschung hinunter. Die Fahrbahn war stundenlang für die Aufräumarbeiten gesperrt.

+++ Mit 105 km/h über die Heerstraße - Polizei gibt Ratschläge +++

Wer mehr als doppelt so schnell durch Berlin fährt wie erlaubt, kann neben einem saftigen Bußgeld mit guten Ratschlägen der Polizei rechnen. „Wer meint, trotz Schneematsch mit 105 km/h über die Heerstraße rasen zu müssen, kann für zwei Monate das Rutschverhalten seiner Schuhe auf dem Gehweg testen“, twitterten die Beamten am Dienstag. Für 280 Euro Bußgeld hätte man zudem drei Monatskarten für den öffentlichen Nahverkehr und „'ne Menge Einzelfahrscheine“ bekommen, schließen die Beamten, wohl nicht ganz ohne Ironie.

+++ Unfall auf schneeglatter Autobahn 15 zieht weitere nach sich +++

Ein Unfall auf winterglatter Straße auf der Bundesautobahn 15 bei Vetschau (Oberspreewald-Lausitz) hat gleich weitere nach sich gezogen. Eine 25-jährige Autofahrerin kam am Dienstag ins Schleudern und stieß gegen die rechte Leitschutzplanke. Sie wurde leicht verletzt, wie die Polizei mitteilte.

Ein Lastwagen-Fahrer, der dahinter fuhr, konnte auf der überfrorenen Autobahn dem Unfall nicht mehr auszuweichen, kam ebenfalls ins Schleudern und prallte gegen die Mittelschutzplanke. Durch die Wucht des Einschlages drehte sich der Polizei zufolge der Sattelauflieger und kam quer zur Fahrtrichtung zum Stillstand. Der 28-jährige Fahrer und sein Beifahrer mussten ins Krankenhaus gebracht werden.

In Folge der Unfälle bildete sich ein Stau, an dessen Ende es zu drei weiteren Unfällen mit Blechschäden kam. Verletzt wurde dabei niemand. Der Verkehr wurde bei Vetschau abgeleitet. Die Ermittlungen der Polizei laufen.

+++ Lkw streift auf BAB 15 Brückenpfeiler - Fahrer verletzt +++

Ein Lkw-Unfall mit einem Verletzten auf der Bundesautobahn 15 Richtung Polen hat am Dienstagvormittag zu erheblichen Verkehrsbehinderungen geführt. Nach ersten Ermittlungen der Polizei kam ein Sattelzug zwischen den Abzweigen Cottbus-Süd und Roggosen (Spree-Neiße) von der überfrorenen Fahrspur ab und streifte einen Brückenpfeiler. Der 42-jährige Fahrer wurde verletzt in ein Krankenhaus gebracht. Das Fahrzeug musste abgeschleppt werden, zudem veranlasste die Autobahnmeisterei eine Statik-Prüfung der Brücke.

Wegen der Unfallaufnahme und Bergungsarbeiten wurde die Autobahn zeitweise voll gesperrt, der Verkehr wurde über die Anschlussstelle Cottbus-Süd umgeleitet. Anschließend war wieder eine Spur befahrbar. Zur Gesamtschadenshöhe konnte die Polizei noch keine Angaben machen.

+++ E-Bike-Fahrer bei Unfall schwer verletzt +++

Am Montagnachmittag wurde in Mitte bei einem Verkehrsunfall ein E-Bike-Fahrer schwer verletzt. Nach ersten Ermittlungen und Aussagen war ein 65-jähriger Renault-Fahrer gegen 14.30 Uhr in der Prinzenallee in Richtung Wollankstraße unterwegs, um nach rechts auf eine Grundstückseinfahrt zu fahren. Dabei übersah er vermutlich den in gleicher Richtung auf dem Radweg geradeaus fahrenden 56-jährigen Radfahrer und stieß mit ihm zusammen. Der Fahrradfahrer stürzte und zog sich Verletzungen am Kopf und am Rumpf zu. Alarmierte Rettungskräfte brachten den Verletzten in ein Krankenhaus, in dem er stationär aufgenommen wurde. Der Autofahrer blieb unverletzt. Die unfallaufnehmenden Polizeibeamten stellten an dem Zweirad eine Manipulation fest. Das Fahrrad wurde zwecks Einholung eines technischen Gutachtens sichergestellt.

+++ Transporter angezündet - Anwohnerin löscht mit Gießkanne +++

Montagnachmittag brannte in Zehlendorf ein Fahrzeug. Gegen 17.45 Uhr sah eine Anwohnerin an einem an der Kreuzung Viernheimer Weg Ecke Teschener Weg stehenden Transporter eine Person mit einer Taschenlampe. Als sie kurz darauf Flammen im vorderen Bereich des Ford sah, begab sie sich sofort mit einer mit Wasser gefüllten Gießkanne zu dem Fahrzeug und versuchte, den Brand zu löschen. Der von der Frau informierte 64 Jahre alte Halter des Transporters konnte mit einem Feuerlöscher die restlichen Flammen löschen. Die Ermittlungen zum Verdacht der Brandstiftung übernahm ein Brandkommissariat des Landeskriminalamtes.

+++ Ermittlungen gegen AfD-Abgeordneten von Lützow nach illegaler Party +++

Nach einer illegalen Geburtstagsparty in Cottbus im Dezember wird gegen den Brandenburger AfD-Landtagsabgeordneten Daniel Freiherr von Lützow ermittelt. Das bestätigte die Polizeidirektion Süd am Dienstag. Es gehe um den Tatverdacht der Nötigung und Bedrohung von Polizeibeamten, sagte Sprecherin Ines Filohn.

Von Lützow soll demnach entgegen eigener Darstellungen doch bei der Party dabei gewesen sein und Polizisten bedroht haben. Zu Details wollte sich Filohn mit Verweis auf die laufenden Ermittlungen nicht äußern. Zuvor hatten die „Potsdamer Neuesten Nachrichten“ über die Vorfälle bei der Feier berichtet.

Von Lützow selbst sagte der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag auf Anfrage, er werde einen Anwalt einschalten, der „die Sachen“ klären werde. Er selbst wolle sich zu den laufenden Ermittlungen zunächst nicht äußern und liege mit einer Erkältung im Bett.

Die Polizei war bei der Geburtstagsfeier der AfD-Kommunalpolitikerin Monique Buder in der Nacht zum Sonntag nach Weihnachten wegen eines Feuerwerks und wegen Lärms im Einsatz. Dabei ging ein Mann nach Polizeiangaben auf einen Beamten los und würgte ihn. Bei der Feier wurde laut Polizei auch gegen Corona-Regeln verstoßen, weil zu viele Menschen dort waren. Die Wohnungsinhaberin verhielt sich den Angaben zufolge aggressiv.

+++ Klimaaktivisten demonstrieren vor SPD-Zentrale gegen Nord Stream 2 +++

Klimaaktivisten von „Fridays for Future“ und „Ende Gelände“ haben am Dienstag vor der SPD-Zentrale in Berlin gegen den Weiterbau der Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 protestiert. Die Gruppen lehnen eine Stiftung ab, mit der das Land Mecklenburg-Vorpommern die Fertigstellung der Ostsee-Gaspipeline unterstützen will. Auf zwei Plakaten war zu lesen: „Sauberes Erdgas ist eine dreckige Lüge“ und „Pipeline in die Krise? Nicht mit uns!“.

+++ Geldtransporter-Überfälle im Dezember 2020 - Täter noch flüchtig +++

Die beiden Überfälle auf Geldtransporter im Dezember in Berlin sind weiter unaufgeklärt. Sowohl bei dem Überfall in Alt-Treptow als auch bei dem in Schöneberg konnten die Täter laut Polizei noch nicht gefasst werden. „In beiden Fällen laufen die Ermittlungen“, sagte ein Sprecher der Polizei am Dienstag. Informationen zu konkreten Hinweisen oder Spuren gab es demnach nicht.

Nach Angaben der Polizei hatten im vergangenen Jahr am 15. Dezember drei Räuber einen Geldtransporter am Ikea-Möbelhaus in Berlin-Schöneberg überfallen und einen Geldboten mit Schusswaffen bedroht. Nur zwei Tage später, am 17. Dezember, kam es in Alt-Treptow zu einem ähnlichen Fall. Hier erbeuteten ebenfalls drei Täter im Park Center Treptow einen Geldtransporterkoffer. Sie bedrohten zwei Geldboten mit Schusswaffen und setzten Reizgas gegen sie ein. In beiden Fällen entkamen die Räuber. Ob es einen Zusammenhang zwischen den Überfallen gibt, ist bislang noch unklar.

+++ Corona-Verharmloser demonstrieren mit Autokorso +++

Am Montagabend haben Corona-Verharmloser in Berlin mit einem Autokorso gegen die Corona-Politik von Bund und Ländern protestiert. Angemeldet war die Demonstration von 19 bis 21 Uhr, teilte das Lagezentrum der Berliner Polizei auf Anfrage mit. Wie viele Autofahrer an der Aktion teilnahmen, konnte das Lagezentrum am Abend nicht sagen. Die Demonstration wurde von Beamten begleitet.

Auf Twitter-Videos war zu sehen, wie die Demonstranten mit eingeschalteter Warnblinkanlage laut hupend durch die Wohnstraßen fuhren. Einige Teilnehmer hatten auch Fahnen dabei. Sie fuhren u.a. auf dem Südwestkorso und über die Kantstraße. Twitter-User schrieben, dass auch durch Steglitz und Friedenau (Tempelhof-Schöneberg) der Autokorso rollte. Bereits an vergangenen Montagen hatte es ähnliche Anti-Corona-Korsos gegeben.

Die SPD-Chefin Saskia Esken twitterte am Abend: "Überall auf der Welt wächst die Sorge vor den Mutationen von #covid19 - und bei mir vor der Tür demonstriert ein Autokorso verquerer Ignoranten gegen den Schutz der Bevölkerung. Kannste Dir nicht ausdenken."

+++ Zug stoppt wegen mutmaßlicher Kollision +++

Wegen eines mutmaßlichen Personenschadens hat ein Zug nahe dem Bahnhof Werder (Havel) für längere Zeit einen unfreiwilligen Stopp gemacht. Ein Lokführer habe am Nachmittag eine Kollision gemeldet, sagte ein Polizeisprecher am Dienstag. Die Bahnstrecke von Brandenburg/Havel nach Potsdam war deshalb nach Angaben der Deutschen Bahn zunächst gesperrt. Die Beamten suchten das Gelände ab, fanden aber laut Polizei nur Scherben und einen Beutel - nichts, was auf einen Personenschaden hindeutet. Auch ein Hubschrauber war im Einsatz. Die Bahnstrecke wurde nach Angaben der Polizei später dann wieder freigegeben.

( BM/dpa )