Blaulicht-Blog

Mob zieht durch Florakiez und zertrümmert Autoscheiben

| Lesedauer: 6 Minuten
Polizisten überprüfen an der Mühlenstraße die Personalien von mehreren Personen.

Polizisten überprüfen an der Mühlenstraße die Personalien von mehreren Personen.

Foto: Thomas Peise

In unserem Blog finden Sie die aktuellen Meldungen von Polizei und Feuerwehr in Berlin und Brandenburg von Sonntag, 6. Dezember.

+++ Gewaltbereiter Mob zieht durch Florakiez +++

Durch den Florakiez in Pankow ist am späten Samstagabend gegen 23 Uhr eine gewaltbereite Gruppe von etwa 20 Personen gezogen. Die Gruppierung, die nach Angaben von Zeugen dem linksextremen Spektrum zuzuordnen sein soll, zündete Bengalos und zertrümmerte die Scheiben von mindestens 18 geparkten Autos. Auch Außenspiegel sollen zerstört worden sein. Zudem wurden politische Parolen gerufen.

In der Mühlenstraße konnten zwei Frauen und zwei Männer zwischen 18 und 20 Jahren aus dem linken Spektrum festgenommen werden. Sie wurden zur Identitätsfeststellung in eine Gefangenensammelstelle gebracht. Die Polizei sicherte Beweismittel und Videos von Anwohnern. Es laufen Ermittlungen wegen schweren Landfriedensbruchs.

+++ Schüsse vor Hotel an der Nürnberger Straße +++

Bei einem nächtlichen Treffen von mehreren Männern in Charlottenburg sind diese auf offener Straße beschossen worden. Nach den bisherigen Ermittlungen und Angaben von Zeugen sollen gegen 0.45 Uhr drei Fahrzeuge, ein BMW, ein Mercedes und ein Smart, in der Nürnberger Straße am Fahrbahnrand vor einem Hotel gehalten haben. Die Insassen der Autos sollen ausgestiegen sein und sich begrüßt haben, als ein Fußgänger sich näherte und von der Fahrbahn und vom Gehweg aus mehrere Schüsse aus einer scharfen Waffe in Richtung einiger der Ankommenden abfeuerte.

Die Mitfahrenden aus den Fahrzeugen blieben bislang unbekannt und sollen in Richtung Augsburger Straße zu Fuß geflüchtet sein. Der mutmaßliche Schütze ist ebenso unbekannt und soll in Richtung Tauentzienstraße geflüchtet sein. Die Fahrer des BMW und des Smart, beide 28 Jahre alt, wurden wenig später in der Nähe durch Einsatzkräfte angetroffen. Beide gaben an, keine Angaben zu dem Vorfall und den Beteiligten machen zu können. Ob jemand verletzt wurde, ist zum jetzigen Stand der Ermittlungen nicht bekannt. Die Ermittlungen zu den Beteiligten und den Hintergründen dauern an.

+++ Nazi-Symbol an Aufzug in Bundestagsgebäude +++

Die für den Bundestag zuständige Polizei ermittelt wegen eines verfassungswidrigen Symbols, das in einem Fahrstuhl in einem Bundestagsgebäude angebracht wurde. Das bestätigte eine Bundestagssprecherin am Sonntagabend in Berlin auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor hatte ein Mitarbeiter des Grünen-Abgeordneten Dieter Janecek auf Twitter ein Bild gepostet, dass ein geritztes Hakenkreuz zeigt. Der Vorfall ereignete sich im Jakob-Kaiser-Haus, nicht im Reichstagsgebäude. „Die Stelle im Fahrstuhl in einem Bundestagsbürogebäude ist provisorisch überklebt worden“, teilte die Sprecherin des Bundestages mit.

+++ Auto an der Liebigstraße ausgebrannt +++

In der Nacht zu Sonntag brannte an der Liebigstraße in Friedrichshain ein Auto. Anwohner hatten gegen 0.40 Uhr nach einem lauten Knall Feuerwehr und Polizei verständigt. Die Feuerwehr konnte den Brand schnell löschen. Am Fahrzeug entstand erheblicher Sachschaden.

+++ Transporter angezündet +++

In Reinickendorf brannte in der vergangenen Nacht ein VW Transporter. Ein Zeuge alarmierte gegen 2.50 Uhr Feuerwehr und Polizei, nachdem er den in der Markscheiderstraße geparkten, brennenden Wagen bemerkt hatte. Die Feuerwehr löschte, der vordere Teil des Fahrzeuges brannte jedoch nahezu komplett aus. Verletzt wurde niemand.

+++ Schlägerei am Kottbusser Tor endet in Krankenhaus +++

Gegen 1 Uhr kam es auf der unteren Eben des U-Bahnhofes Kottbusser Tor in Kreuzberg zu einer Schlägerei zwischen mehreren Personen. Dabei wurden vier Personen verletzt, drei davon wurden ins Krankenhaus gebracht. Eine Person wurde festgenommen. Die weiteren Hintergründe sind bislang unklar.

+++ Supermarkt-Kassierer mit Waffe bedroht und beraubt +++

In Neukölln ist am Samstagabend ein Angestellter eines Discounters überfallen worden. Nach Aussage von Zeugen betraten zwei dunkel gekleidete Personen das Geschäft in der Glasower Straße gegen kurz vor 21 Uhr und begaben sich zum Kassenbereich. Einer der beiden bedrohte den Kassierer mit einer Schusswaffe und die Kriminellen forderten Geld. Der zweite Täter bekräftigte die Forderung, indem er den Mann zusätzlich mit einem Messer bedrohte. Der Bedrohte kam der Forderung nach und die Kriminellen flüchteten auf Fahrrädern. Polizisten nahmen wenig später in der Nähe einen 15-Jährigen vorläufig fest, der dringend tatverdächtig ist. Er wurde erkennungsdienstlich behandelt und anschließend wieder entlassen. In der Nähe wurden die geraubte Kassenschublade sowie ein Messer gefunden und sichergestellt. Der überfallene Angestellt blieb unverletzt.

+++ Unbekannte rauben Sicherheitsmitarbeiterin Funkgerät +++

Zwei Unbekannte haben sich am Samstagabend Zugang zu einem Polizeigelände in Spandau verschafft und eine Mitarbeiterin eines dort eingesetzten Sicherheitsunternehmens beraubt. Nach derzeitigen Erkenntnissen hatte die Frau gegen 20.20 Uhr zwei Männer auf dem Gelände in der Radelandstraße bemerkt und diese angesprochen. Die Unbekannten sollen ihr daraufhin das Funkgerät aus der Hand geschlagen und mit dem Gerät anschließend geflüchtet sein. Eine Absuche, auch mittels des Polizeihubschraubers, verlief ohne Erfolg. Die 49-Jährige blieb unverletzt.

+++ Briefkasten von Kirchengemeinde angezündet +++

In der vergangenen Nacht wurden Polizei und Feuerwehr zu einer Kirchengemeinde nach Rudow alarmiert. Gegen 1 Uhr bemerkten Zeugen am Briefkasten der Gemeinde in der Köpenicker Straße Flammen und Rauch. Das Feuer wurde durch die Brandbekämpfer gelöscht. Verletzt wurde niemand. Nach den bisherigen Ermittlungen wird von einer Sachbeschädigung durch Inbrandsetzen ausgegangen. Die weiteren Ermittlungen hat der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes übernommen.

+++ 82-Jähriger stirbt bei Autounfall +++

Ein 82 Jahre alter Autofahrer ist bei einem Unfall auf der Landstraße 200 Richtung Rüdnitz (Barnim) ums Leben gekommen. Am Samstag sei er mit seinem Auto aus zunächst unbekannter Ursache von der Straße abgekommen, teilte am Sonntag die Polizeidirektion Ost mit. Frontal stieß er dann mit einem Straßenbaum zusammen. Der Notarzt konnte nur noch den Tod des Mannes feststellen.