Bandenkrieg

Berliner Polizei kontrolliert erneut Tschetschenen

Eine Gruppe hatte sich in Wedding versammelt. Die Polizei sieht einen Zusammenhang mit den Gewalttaten vom Wochenende.

Polizeikontrolle in Wedding.

Polizeikontrolle in Wedding.

Foto: privat

Berlin. Die Auseinandersetzungen zwischen Angehörigen einer von Tschetschenen dominierten Gruppe der organisierten Kriminalität mit Mitgliedern eines polizeibekannten Clans einer arabischstämmigen Familie ist offenbar nicht ausgestanden.

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Die Polizei stellte am Freitagnachmittag am Max-Josef-Metzger-Platz an der Müllerstraße in Wedding eine Gruppe von Tschetschenen fest. Die Beamten hätten die rund 25 Männer kontrolliert.

Die Maßnahme sei "auf gefahrenabwehrrechtlicher Grundlage" erfolgt und stehe "im Zusammenhang mit den gewalttätigen Auseinanderetzungen vom Wochenende ", sagte ein Sprecher der Polizei auf Anfrage der Berliner Morgenpost. Gewalttätige Auseinandersetzungen habe es bei der Kontrolle nicht gegeben.

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In Berlin hatte es in den vergangenen Tagen mehrere blutige Auseinandersetzungen zwischen Tschetschenen und Männern aus der einschlägig bekannten Großfamilie R. gegeben. Dabei gab es mehrere Verletzte. Zunächst hatten Tschetschenen einen Spätkauf an der Wildenbruchstraße in Neukölln attackiert, der dem Einflussbereich der Familie R. zugerechnet wird.

Offenbar als Racheakt wurden am Hanne-Sobek-Platz im Stadtteil Gesundbrunnen am Sonnabend mehrere Männer tschetschenischer Abstammung verprügelt. Am Sonntagabend wurden Tschetschenen in Gesundbrunnen erneut Opfer einer Attacke.

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